Mein Dreifachdipol für 80m, 40m und 30m

Ich habe mir diesen Dipol schon vor einigen Jahren gebaut, und bin damit sehr zufrieden. Nun habe ich mir gedacht, dass die Erfahrung bei der Konstruktion und dem Bau auch für andere nützlich sein könnte.

Der Vorteil von parallel geschalteten Dipolen ist, dass sie breitbandiger sind, als Dipole mit Sperrkreisen. So kann ich im ganzen 80m-Band mit einem SWR <2,0 arbeiten, obwohl die Resonanzfrequenz in diesem Band bei 3,050MHz liegt. Der Nachteil ist allerdings, dass Dipole mit Sperrkreisen kürzer ausfallen.

Beim Bau ist darauf zu achten, dass sich die einzelnen Dipole gegenseitig beeinflussen. Und zwar ist der Effekt an den Enden der Drähte am größten. Der 40m-Dipol ist hier auch das tragende Element, weil damit alle Dipole eine große Höhe über Grund erhalten. Bei der Abstimmung sollen die Gesamtlängen (Draht plus Abspannung) nicht verändert werden. Dies ist wichtig, weil zum Beispiel beim Verkürzen des Drahtes, um die Resonanzfrequenz zu erhöhen, der Abstand zum Nachbardraht verkleinert würde. Das hätte zur Folge, dass die Kapazität der Drähte zu einander steigen würde. Aber eine größere Kapazität würde die Resonanzfrequenz nach unten verschieben, und unter Umständen hätte es insgesamt eventuell sogar den entgegengestzten Effekt.

Als Abspannung dienen hier 3mm Poliamid-Seile, welche mit den Drähten nur verknotet sind. Da dieses Seil ausreichend isoliert, habe ich auf Porzelaneier verzichtet. Die Drähte bestehen aus 0,5 Quadratmillimeter PVC-isolierter Kupferlitze (H07vk). In der Mitte sind die Dipole einfach über einen 1:1-Balun mit RG58-Kabel verbunden.

Ich hoffe, dass dieses eine gute Anregung war. Und so wünsche ich bei einem eventuellen Nachbau viel Spaß. Man kann übrigens auch weniger oder mehr Dipole zusammenschalten. Die Dipole müssen auch nicht alle in einer Richtung angebracht werden.

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