Den Anfang meiner Freizeit verbrachte ich viel auf diversen Modellflugplätzen mit Elektromodellen aller Spielarten. Diese haben ich alle selber gebaut, weil es die heutige Auswahl im Laden noch nicht gab.
Ab 2001 habe ich dann umgesattelt auf den LKW-Modellbau, dort speziell auf Modelltrialtrucks vom 2 bis zum 3 Achser. Wettbewerbe habe ich im Rahmen der "IG Modell Truck Trial" mitgefahren.
Im Internet habe ich mich im Modelltruck.net-Forum aktiv beteiligt.
Irgendwann 2007 kam dann ein Punkt an dem die Luft raus war und ich durch ein anderes Betätigungsfeld vom Modellbauen abgelenkt wurde.
Im Modelltruck.net las ich etwas von Tupperdosen und Suchen mit Hilfe von GPS-Daten.
DAS war mal was Neues. Schnitzeljagd ohne Jagd, aber mit modernstem Equipment um seine Position mit Hilfe eines Navis und Satelliten zuermitteln und dann eine Dose zu entdecken.
Nun zog ich nicht mehr alleine los, sondern mit meiner Frau in immer neue Gegenden, in denen Dosen versteckt worden waren.
Das ist das Beste am Geocachen: Man hat ein Ziel, kommt selten zweimal in eine Gegend, weil man immer neue Ziel bekommt.
Man lernt dadurch Ecken in seinem Land kennen, da wäre man alleine kaum darauf gekommen, daß dort ein schöner Ausblick, ein altes Gebäude oder sonstige Sehenwürdigkeit steht.
Da bei vielen Tradies auch noch eine Geschichte dazu geschrieben steht, bekommt man zu urbanen Versteckplätzen dann auch noch etwas Geschichtsunterricht.
Durch die "Mysteries" (Cache bei denen man erst Rätsel lösen muß) kommt dann auch noch das Gehirn ins Spiel. Infos sammeln und auswerten, Codes knacken.
Auch der sportliche Aspekt der Sache gefiel mir.
Inzwischen werden nicht nur längere Spaziergänge unternommen, sondern Fahrradtouren, Schlauchboot- und Kanufahrten und besonders das Klettern in Bäumen und Abseilen von Brücken haben es mir angetan.
Fürs Hirn und lauschige Tüfftelabende gibt es Mysteries, in denen Koordinaten durch Rästel aller Art errechnet werden müssen. Dabei lernt man so einiges über seine Stadt, Berühmtheiten, Naturwissenschaften und natürlich auch über Cryptographie von Cäsar über die Enigma bis zur Steganografie.
Inzwischen hat sich auch einiges an meiner Ausrüstung getan.
Das Cachemobil füllt sich zum Leidwesen meiner Frau doch sehr.
Ausziehleiter bis 3,8 Meter und Watthose sind meistens an Bord.
Zum Wochenende liegt dann noch der DryBag mit der Kletterausrüstung bereit. Sowie einer selbstgebauten "dünnen Berta" zum Wurfsackschießen in die Bäume.
Als neustes Ausrüstungteil ist gerade ein 20-Zoll-Klapprad dazu gekommen. Bis jetzt hat es zwar nur 1 Gang. Aber ich habe da aus meiner Liegefahrradzeit noch so einige Teile rumliegen.
Das größte mobile Teil wird aber das Kajak. Mit den Bau kann es jetzt dank der etwas wärmeren Temperaturen losgehen.
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