Verwaltungsorganisation


Maßnahmen, durch die

Aufgaben

Menschen und

Mittel


unter

- rationalen (vernünftigen, planvollen und methodischen)

- rationellen (zweckmäßigen, wirtschaftlichen und erfolgreichen)

Gesichtspunkten verknüpft werden.



Ziel ist, Aufgaben der Verwaltung optimal, d.h. bestmöglich zu erfüllen.


Die Organisation schafft hierfür die Rahmenbedingungen


Ziele:

AUFGABENERFÜLLUNG



Elemente der Verwaltungsorganisation


Verwaltungsorganisation



Organisationsmittel


Organisationspläne




Anweisungen


Alle Gemeinden haben Organisationshoheit, da es dafür meist keine speziellen Gesetze gibt (Artikel 28 GG)


Organisationshoheit



Verwaltungsleitende Organe



Körperschaft

§§

Organe

Gemeinde

§55 GO

BürgermeisterIn

Stadt

§ 65 (1) S. 1 Go

BürgermeisterIn

Kreis

§ 51 KrO

Landrat, Landrätin

Amt

§ 12 AO

AmtsvorsteherIn

Zweckverbände

§ 11 GKZ

VerbandsvorsteherIn



Organisation (Abgrenzung vom Kommunalrecht)

äußere Organisation (befaßt sich mit den Organen) - innere Organisation



Aufgaben der Gemeinde


weisungsfreie Aufgaben: (prüft die „Kommunalaufsicht“)

Pflichtige Aufgaben: z.B. Schulen, Straßen, Kindergärten, Brandschutz)

freiwillige Aufgaben: z.B. Bücherei, Schwimmhalle, Museum..


weisungsgebundene Aufgaben: (prüft die „Fachaufsicht))

z.B. Ordnungsangelegenheiten, Standesamt, Bauaufsicht


Außerdem: bei Kreisen ist der Landrat allgemeine untere Landesbehörde (§ 3 Allgemeine untere Landesbehöde)


Verwaltungssysteme:


Grundlagen für Organisationspläne:



Der Einheitsgliederungsplan

Dieser ist 1937 vom Deutschen Gemeindetag herausgegeben und den Gemeinden als Grundlage für die Verwaltungsorganisation empfohlen worden.

Dieser Plan gliedert die in der kommunalen Gemeinde anfallenden Aufgaben unter Verwendung des Zehnersystems (Dezimalklassifikation) in zehn Hauptaufgabengruppen.


Aus den Hauptaufgabengruppen entstehen die Aufgabengruppen , indem an die Ziffer der Hauptaufgabengruppen eine weitere Ziffer von 0-9 angefügt wird. In gleicher Weise werden innerhalb der Aufgabengruppe die Aufgabenuntergruppen gebildet.


Hauptaufgabengruppen:

0 Allgemeine Verwaltung

1 Öffentliche Sicherheit und Ordnung

2 Schulen

3 Kultur

4 Soziale Aufgaben

5 Gesundheitswesen

6 Bau- und Wohnungswesen

7 Öffentliche Einrichtungen und Wirtschaftsförderung

8 Wirtschaftliche Unternehmen

9 Finanzen und Steuern


Aufgabengruppen (Beispiele)

0 Allgemeine Verwaltung


00 Verfassung

01 Innere Organisation

02 Sachverwaltung

03 Personalverwaltung

04 Weisungsangelegenheiten

05 Weisungsfreie Angelegenheiten

06 Rechnungsprüfungswesen


Aufgabenuntergruppen (Beispiele)

01 Innere Organisation


010 Verwaltungsgliederung

011 Geschäfts- und Dienstverteilung

012 Geschäftsordnung

013 Aktenordnung / Aktenplan

014 Dienstanweisungen


Das Zehnersystem (dekadisches System) wurde auch bei der Gliederung und Gruppierung des Haushaltspläne der Gemeinden und Gemeindeverbände nach den Ausführungsvorschriften zur GemHVO in der jeweils geltenden Fassung berücksichtigt. Der Gliederungsplan ist in 10 Einzelpläne (0-9) eingeteilt. Der Inhalt und die Bezeichnungen stimmen jedoch mit den Hauptaufgabengruppen des Einheitsgliederungsplanes nicht ganz überein. Die Einzelpläne sind Abschnitte, in einigen Fällen auch in Unterabschnitte unterteilt.


Aufgabengliederungplan


1. Allgemeine Verwaltungsaufgaben

2. Finanzen

3. Recht Sicherheit und Ordnung

4. Schule und Kultur

10 Zentrale Verw.

11 Personal

12 Statistik und Wahlen

13 Presse- und Öffentlichkeitsarbeit

14 Rechnungsprüfung


20 Kämmerei

21 Kasse

22 Steuern

23 Liegenschaften

24 Verteidigungslasten


30 Recht

32 Sicherheit u. Ordnung

33 Einwohner- und Meldewesen

34 Personenstand

35 Sozialversicherung

37 Feuerschutz

38 Zivilschutz

40 Schulen

41 Kultur

42 Bibliothek

43 Weiterbildung

44 Musikschule

45 Museen

46 Theater

47 Archiv

5. Soziales, Jugend und Sport

6. Bauwesen

7. Öffentliche Einrichtungen

8. Wirtschaft und Verkehr

50 Soziales

51 Jugend

52 Sport

53 Gesundheit

54 Krankenhaus

55 Lastenausgleich

60 Bauverwaltung

61 Stadtplanung

62 Vermessung und Kataster

63 Bauordnung

64 Wohnungsbauförderung

65 Hochbau

66 Tiefbau

67 Grünflächen

70 Stadtreinigung

71 Schlacht- und Viehhof

72 Märkte

80 Wirtschafts- und Verkehrsförderung

81 Wirtschaftliche Betätigung

82 Forsten



Auszug aus dem KGST Modell Aufgabengliederungsplan

Aufgabengruppe 11 Personal

  1. Federführung bei der Personalbedarfsplanung

  2. Personalbeschaffung

  3. Personaleinsatz

  4. Personalangelegenheiten der MitarbeiterInnen insbesondere:

- Einstellung, Ernennung, Höhergruppierung, Beförderung, Kündigung

- Bezahlung und Versorgung, Sozialversicherung

- Beihilfen, Reisekosten, Umzugskosten

  1. u.s.w.



Verwaltungsgliederungsplan

Verwal-tungsglie-derungs-plan KGST-Modell








1. Allg.Verw.

2. Finanz-verw.

3. Rechts-, Sicherheits und Ordnungsverwaltung

4. Schul- und Kulturverw.

Sozial-, Jugend- und Gesundheitsverw.

6. Bauverw.

Verw. Öffentl. Einrichtungen

8. Verw. Für Wirtschaf u. Verkehr

10 Hauptamt

11 Personalamt

12 Statistisches Amt und Wahlamt

13 Presseamt

Rechnungsprüfunsgamt

20 Kämmereiamt

21 Kasse

22 Steueramt

23 Liegenschaftsamt

24 Amt für Verteidungungslaten

30 Rechtsamt

31

32 Ordnungsamt

3 Einwohner- u. Meldeamt

34 Standesamt

35 Versicherunsgamt

36

37 Feuerwehr

38 Zivilschutzamt

40 Schulverwaltungsamt

41 Kulturamt

42 Bibliothek

43 Volkshochschule

44 Musikschule

45 Museum

46 Theater

47 Archiv

50 Sozialamt

51 Jugendamt

52 Sportamt

53 Gesundheitsamt

54 Krankenhäuser

55 Ausgleichsamt

60 Bauverwaltungamt

61 Stadtplanungsamt

62 Vermessungs- und Katasteramt

63 Bauordnunsgamt

64 Wohnungsförderungsamt

65 Hochbauamt

66 Tiefbauamt

69 Grünflächenamt

70 Stadtreinigungsamt

71. Schlacht- und Viehhof

72 Marktamt

80 Amt für Wirtschaftsförderung und Verkehrsföderung

81 Eigenbetriebe

82 Forstamt


Grundsätze für die Geschäftsverteilung



Kreisfreie Städte in Schleswig-Holstein

haben jeweils eine/einen OberbürgermeisterIn


Stellenbeschreibung/Arbeitsplatzbeschreibung


Wie erstellt man am besten eine Arbeitsplatzbeschreibung?

Tätigkeiten+Tätigkeitsmerkmale=Arbeitsplatzbewertung


Vergütungsgruppen:



Produktplan

Muster Produktplan für den Bereich Jugend


Produktbereich

Produktgruppe

Produkt

51.1 Kindertagesbetreuung

51.1.1 Plätze in Kindertageseinrichtungen

51.1.1.1 für Kinder von 0 bis 3 Jahren

51.1.1.2. für Kinder von 3 bsi 6 Jahren

51.1.1.3 für Kinder ab 6 Jahren


51.1.2 Plätze für Tagespflege

51.1.2.1 Plätze für die Tagespflege

51.2. Allgemeine Förderung von jungen Menschen und ihren Familien

51.2.1 Kinder- und Jugendarbeit

51.2.1.1 Spielplätze

51.2.1.2 Kinder- und Jugendarbeit in / durch Einrichtungen

51.2.1.3 Kinder- und Jugendarbeit außerhalb von Einrichtungen

51.2.1.4. Jugendsozialarbeit

51.2.1.5 Kinder- und Jugendschutz


51.2.2. Familienförderung

51.2.2.1 Allgemeine Familienberatung und- bildung

51.2.2.2 Familienerholung und- freizeit

51.2.2.3 Maetrielle Förderung

51.3 Familienergänzende Hilfe für junge Menschen und Ihre Familien in besonderen Lebenslagen

51.3.1 Beratung

51.3.1.1. Kinder- , Jugend- und Familienberatung


51.3.2. Betreuung

51.3.2.1. Erziehungsbeistandschaft

51.3.2.2. Intensive sozialpädagogische Einzelbetreuung



Stufe

Aufgabenglie-derungsplan/Organisationsplan

Organisationsplan

Geschäftsvertei-lungsplan

Produktplan

Aktenplan

1

Aufgabenhauptgruppe (z.B. Schulen)

Dezernat

Dezernat (Fachbereichsleiter)

Produkt-bereich

Akten-haupt-gruppe

2

Aufgabengruppe (z.B. Realschulen)

Amt

Amtsleiter (Fachdienstleiter)

Produkt-gruppe

Akten-gruppe

3

Aufgabenuntergruppe (z.B.xy-Schule)

Abteilung

Abteilungsleiter

Produkt

Akten-unter-gruppe

4

Ggf. weitere Unterteilung


Sachgebietsleiter

Ggf. weitere Untertei-lung (z.B. Produkt)

Akten-zeichen






Dienst und Geschäftsanweisungen

So wie Organisationspläne zur Regelung organisatorischer Entscheidungen der Aufbauorganisation eingesetzt werden, sind Dienst- und Geschäftsanweisungen das klassische Organisationsmittel der Ablauforganisation.

Es gibt:

Z.B. für bestimmte Fachbereich oder Anweisungen für Tätigkeiten, die überall vorkommen können.


Bedeutung:

Dienst und Geschäftsanweisungen sind Führungsmittel der Verwaltungsführung, um die Organisations- und Verwaltungsziele zu erreichen. Sie dienen dazu, die Abläufe zu vereinfachen und zu vereinheitlichen. Sie sind für die Führung zugleich ein Mittel der Kontrolle, der Information sowie des Führungsstils (Art und Weise der Einwirkung auf MitarbeiterInnen). Da diese Anweisungen herkömmlich sind, stehen sie neben den modernen Mitteln (z.B. Berichtswesen, Controlling, Kontraktmanagement, Gesprächsführung) im Rahmen des neuen Steuerungsmanagements.


Abgrenzung

Dienst und Geschäftsanweisungen sind keine Rechtsvorschriften, jedoch Weisungen, Anordnungen oder auch Empfehlungen. Sie sind von den Mitarbeitern zu beachten, soweit nicht Ausnahmen bestehen. Dies gilt beispielsweise nach dem Landesbeamtengesetz SH, soweit die Anordnung strafbar oder ordnungswidrig sind oder die Würde des Menschen verletzt. Dienst- und Geschäftsanweisungen dürfen nicht mit Geschäftsordnungen, die sich die Gremien (z.B. Gemeindevertretung nach §34 GO) geben, verwechselt werden.


Beispiel für den Inhalt einer Allgemeinen Dienst und Geschäftsanweisung:


  1. Allgemeines

1.2 Rechtscharakter und Zweck

1.3 Geltungsbereich

1.4 Hinweis

  1. Grundsätze

2.1. Leitbild

2.2 Neues Steuerungsmodell

2.3 Koordination

  1. Organisationseinheiten und Funktionen

3.1. Organisationseinheiten

3.2. Funktionen

3.3. Dienstvorgesetzte

3.4. Fachvorgesetzte

3.5. ProjektgruppenleiterIn

  1. Organisationspläne

4.1. Kennzeichen der Organisationseinheiten.

4.2.Verwaltungsgliederungsplan und Geschäftsverteilungsplan

4.3. Produktinformation

4.4.Arbeitsverteilungsplan

4.5. Stellenplan

4.6. Aktenplan

  1. Dienst- und Fachaufsicht

5.1. Dienst- und Fachvorgesetzte

5.2. Führungskräfte

  1. Führungsgrundsätze

  2. Kundenorientierung

7.1. Verhalten gegenüber Kunden

7.2. Einladungen/Termine

7.3. Aufzeichnungen

7.4. Auskünfte

7.5. Telefonverkehr

  1. Personalrechtliche Grundsätze

8.1. Dienstliche Anordnungen

8.2. Wahrung städtischer Interessen, Grundsatz der Einheit der Verwaltung

8.3. Schutz der MitarbeiterInnen

8.4. Fortbildung

8.5. Vorschlagswesen

8.6. Einsicht in die Personalakte

8.7. Schweigepflicht

8.8. Einhaltung des Dienstweges

8.9. Aussagegenehmigung

8.10. Arbeitsrückstände

8.11. Bestechung

8.12. Dienstvergehen, strafbare Handlungen

8.13. Anzeige von Veränderungen

8.14. Nebentätigkeiten

8.15. Nichtraucherschutz/Alkoholverbot

  1. Abwesenheit im Dienst

9.1. Allgemeines

9.2. Urlaub

9.3. Dienstbefreiung/Dienstunterbrechung/Stundenausgleich

9.4. Dienst-(Arbeits-)unfall

9.5. Dienstunfähigkeit

9.6. Unentschuldigtes Fernbleiben vom Dienst

9.7. Dienstreisen

  1. Dienstgebäude, Diensträume

10.1. Verwaltung, Bewirtschaftung

10.2. Schäden

10.3. Wegweiser

10.4. Beaufsichtigung und Sicherung

10.5. Brandverhütung/Verhalten im Brandfall

10.6. Verhalten nach Diebstählen und Einbrüchen

10.7. Aushänge

10.8. Vertrieb von Waren und Dienstleistungen

10.9. Fundsachen

10.10. Sonstige Benutzung von Diensträumen und Einrichtungen, private aufträge und arbeiten

10.11. Inventar/Inventarisierung

10.12. Beflaggung

  1. Arbeitszeit/Öffnungszeiten

11.1. Arbeitszeit

11.2. Öffnungszeiten

  1. Sachbearbeitung

12.1. Grundsätze

12.2. Federführung, allgemeine Zusammenarbeit, Besprechungen

12.3. Zeitpunkt der Sachbearbeitung

12.4. Zwischennachricht und Abgabenachricht

12.5. Der Vorgang

12.6. Aktenführung, Akteneinsicht, Mitnahme von Akten nach Hause

12.7. Beglaubigungen und bescheinigungen

12.8. Dienstsiegel

12.9. Bearbeitung von Rechtsangelegenheiten

12.10. Verschlusssachen

12.11. Rücksprachen

12.12. Dienstausweise

12.13. Datenschutz

12.14. Wichtige Verträge und Urkunden

12.15. Zusammenarbeit mit Medien und Öffentlichkeitsarbeit

12.16 Öffentliche Bekanntmachungen

12.17 Sitzungsdienst

  1. Schriftverkehr

13.1. Schreib- und Ausdrucksweise

13.2. Schriftverkehr nach außen

13.3. Innerer Schriftverkehr

13.4. Unterzeichnung

13.5. Vorbemerkung

13.6. Allgemeiner Schriftverkehr

13.7. Verpflichtende Erklärungen

13.8. Unterzeichnung von Widerspuchsbescheiden

13.9. Unterzeichnung von Beschlussvorlagen

14. Vollmachten

  1. Post- und Botendienst

14.1. Posteingang

14.2. Posteingangsstellen, Behandlung der Posteingänge

14.3. Telefax und elektronische Post

14.4. Kennzeichnung er Eingänge für weitere Behandlung

14.5. Postausgang

14.6. Botendienst

  1. Inkrafttreten


Unterschrift BürgermeisterIn


Beispiele besonderer Dienst- und Geschäftsanweisungen


Ablauforganisation


Geschäftsordnung


Dienstvereinbarung

z.B. Arbeitszeitregelungen.

Nach § 57 Mitbestimmungsgesetz (MBG-SH)

Die Dienstvereinbarung gilt für jeden, es sei denn, es sind bestimmte Personen ausgenommen.


Aufbau einer Dienstanweisung:



Posteingang

Wie kommt die Post in die Verwaltung?



Bearbeitung der Post


Folgende Post darf nicht geöffnet werden (je nach Dienst und Geschäftsanweisung):


Dann wird die Post:


Absenden von Post (Rechtsvorschrift: LVWG § 146-161

Absendearten:


Briefköpfe

Behörde

Schriftkopf

Gemeinde

Gemeinde X (Träger)

Der Bürgermeister (Organ)

Stadt

Stadt X

Der Bürgermeister

Kreisfreie Stadt

Stadt X

Der Oberbürgermeister

Amt

Amt X

Der Amtsvorsteher

Kreis

Kreis X

Der Landrat

Schulverband

Schulverband X

Der Verbandvorsteher





Die Landesverordnung zur Durchführung der Gemeindeordnung (siehe 30.001)




Besondere Briefköpfe

Stelle

Briefkopf

Standesamt

Gemeinde X

Der Standesbeamte

Bürgervorsteher

Stadt X

Der Bürgervorsteher

Kirche

Der Kirchenvorstand

Land

Innenministerium des Landes Schleswig-Holstein



Das sollte ein Briefbogen umfassen:



Unterschriften



Aktenvermerk




Büroverfügung

Büroverfügungen sind typische Merkmale des internen Handelns einer öffentlichen Verwaltung. Sie dürfen nicht mit der Verfügung (Schreiben einer Mittelbehörde) oder einer Ordnungsverfügung verwechselt werden



Büroverfügung ist eine


Bearbeitungsgrundsätze


Aufgaben einer Amtsleiterin/Amtsleiters





Bezeichnung von Schriftstücken

In der Praxis haben sich Bezeichnungen für Schriftstücke entwickelt. Sie dienen zur Unterscheidung, Klarstellung sowie zur vereinheitlichung. Im Rahmen der Entwicklung von einer Behörde zu einem Dienstleistungsunternehmen verlieren diese jedoch an Bedeutung


Erlass: (Erl.)

Schreiben einer obersten Bundes- oder Landesbehörde an eine Nachgeordnete oder beaufsichtigte Behörde

Beispiel: Schreiben des Innenministeriums an den Bürgermeister einer Stadt


Runderlass (Rd.Erl.)

wie Erlass, jedoch an mehrere Behörden gerichtet

Beispiel:Schreiben des Innenministeriums an die Bürgermeister aller gemeinden in SH


Gemeinsamer Erlass (Gem.Erl)

Schreiben mehrerer Bundes- oder Landesbehörden an eine nachgeordnete oder beaufsichtigte Behörde.

Beispiel: Schreiben des Innenministeriums an und des Finanzministers an den BGM einer Gemeinde


Gemeinsamer Runderlass (Gem.Rd.Erl.)

wie gemeinsamer Erlass, jedoch an mehrere Behörden gerichtet


Verfügung (Vfg.)

Schreiben einer Landesbehörde oder Kreisbehörde an eine nachgeordnete oder beaufsichtigte Behörde

Beispiel: Verfügung des Landrates des Kreises X an den Amtsvorsteher des Amtes Y


Rundverfügung (Rd.Vfg.)

wie Verfügung, jedoch an mehrere Behörden gerichtet


Bericht

Antwort auf einen Erlass oder eine Verfügung

Beispiel: Bericht des Bürgermeisters der Gemeinde Y an den Landrat des Kreises X


Bescheid

Schriftlicher Verwaltungsakt mit Rechtsbehelfsbelehrung

Beispiel: Steuerbescheid


Urschrift

=Original


Urschriftliches Verfahren

Weitergabe des Vorganges im Original


Abschrift

Nachträglich hergestelltes (abgeschriebenes) Schriftstück vom Original

Beispiel: Abschrift eines Zeugnisses


Durchschrift

Gleichzeitig hergestelltes, mit dem Original übereinstimmendes Schriftstück

Beispiel: Durchschrift eines Geschäftsbriefes


Ausfertigung

Gleichzeitig mit dem Original hergestelltes Schriftstück, das nur für Beteiligte bestimmt ist.

Beispiel: Ausfertigung für eine Beteiligte Behörde


Achtung:

Bei der Übersendung von Schriftstücken einer Gemeinde an ein Ministerium und umgekehrt ist der Dienstweg über den Landrat zu beachten.



Verhandlungsniederschrift

z.B.


Die Niederschrift ist bei vielen Vorgängen nötig, um eine Unterschrift eines Gesprächspartners zu erhalten.




Beispiel einer Niederschrift:


Es erscheint......, wohnhaft ......, und erklärt:

„Ich, Peter Meier, beantrage als Vorsitzender des xy-Vereins, für den 25. September von 10-15 Uhr eine Sondernutzungsgenehmigung in der PP-Straße. Unser Verein plant an diesem Tag ein Infostand in der PP-Straße aufzustellen und Handzettel zu verteilen. Es werden voraussichtlich 12 Vereinsmitglieder anwesend sein“.





Aufbau einer Niederschrift:

a) Sachverhalt

b) Antrag

c) Belehrungen




Muster einer Verhandlungsniederschrift:




Briefkopf Ort Datum



VERHANDLUNGSNIEDERSCHRIFT Vorgeladen - bzw. unaufgefordert - erscheint:

Name:

Vorname:

geburtsdatum:

Ort:

Straße:

der Person nach bekannt - ausgewiesen durch:

Paß/PersonalausweisNr:

Ausgestellt am:

von:

und erklärt:

TEXT TEXT TEXT TEXT TEXT




vorgelesen bzw. gelesen, genehmigt, unterschrieben


Unterschrift des Erklärenden



geschlossen:

Unterschrift der/des Mitarbeiterin/Mitarbeiters


Beglaubigungen (§ 91 LVWG) , Beurkundungen (§ 313 BGB , Beurkundungsgesetz)




Sitzungsdienst



Schritte der Vorbereitung:


  1. Einladungen

  2. Bekanntmachung

  3. Unterrichtung der Einwohner über allgemein bedeutsame Angelegenheiten -> Information der Öffentlichkeitsarbeit


Sitzungsvorlage:

Vor Verhandlungsbeginn


Der Bürgermeister bereitet die Beschlüsse der Gemeindevertretung und der Ausschüsse vor (§55 (1) S.3 GO)


Beschlüsse - Beispiele:

Sitzungsdienst

Die sorgfältige Vorbereitung, die zügige Durchführung sowie die schnelle Nachbereitung beeinflussen erheblich den erfolg einer Sitzung. Dies gilt auch für Besprechungen, Versammlungen oder Dienstgesprächen.

Eine Sitzung verläuft meist in drei Phasen:


Vorbereitung

Durchführung

Nachbereitung

Sachlich

technisch



Ziel: Beschlussfassung, beratung, Information

Einladung (durch Vorsitzende/Vorsitzendem des Gremiums)

Begrüßung

Protokoll erstellen durch Protokollführer

Teilnehmer: Mitglieder, Gäste, Verwaltung

Raumgestaltung: Sitzordnung, Technik, Medien

Eröffnung

Protokoll unterschreiben (vorsitzender und Protokollführer)

Zeit: Beginn, Fortsetzung

Bekanntmachung (Tagesordnung)

Feststellung der termin- und fristgerechten Ladung gem. § 34 GO

Protokoll versenden

Ort: Örtlichkeit, Gebäude, Raum

Presse

Feststellung der Beschlussfähigkeit (gem. §38 GO)

Auszüge fertigen und versenden



Feststellen, ob Einwendungen gegen die Tagesordnung bestehen (§34 GO)

Beschlüsse ausführen



Eintritt in die Tagesordnung:

- nicht erledigte Angelegenheiten

- dringende Angelegenheiten

- weitere Angelegenheiten nach Sachzusammenhängen, auch öffentliche/nichtöffentliche Sitzung beachten

Verhandlungsleitung es Vorsitzenden nach $ 37 GO (Worterteilung, Unterbrechung)

Protokollfeststellung



Schließen der Sitzung



Protokollführer:

Der Protokollführer kann ein Mitglied, ein Mitarbeiter der Verwaltung oder eine Person außerhalb der Verwaltung sein. Der protokollführer ist zur Verschwiegenheit verpflichtet. Er ist Urkundsbeamter im Sinne der ZPO und ist an Weisungen nicht gebunden.


Muster einer Sitzungseinladung


Gemeinde/Kreis/Stadt/Amt Postleitzahl, Ort, Datum

Der Bürgermeister, der Bürgervorsteher,

Der Stadtpräsident, der Kreispräsident



Herrn

Oberbürgermeister Hansen

Neue Dorfstraße 27

24121 Neuberg


Anschriften (Möglichkeiten):

a) Mitglieder des Bauausschusses nachrichtlich

B) Alle Mitglieder aufzählen und jeweils unterstreichen

c) Mitglieder einzeln einsetzen

d) keine Anschrift

e) Verteiler:

Bürgermeister 1*

Bürgervorsteher *

FraktionsVorsitz 1*




Anrede (allgemein oder persönlich)

Beispiel: Sehr geehrte Damen und Herren,


zu der nächsten / öffentlichen Sitzung der / des ..... am Freitag, dem ....., ....Uhr, in der ......., lade ich Sie ein.


Tagesordnung:

1. ......

2. ......

3. .....


Die Vorlagen zu der Tagesordnung sind als Anlage beigefügt.


Mit freundlichen Grüßen (wenn Anrede eingetragen ist)


Name der / des Vorsitzenden


Muster einer Sitzungsvorlage



Briefkopf Ort, Datum

Amt / Organisationseinheit

AZ:



Vorlage

für die Sitzung des .......... Ausschusses / Gemeinde- bzw. Stadtvertretung / Kreistages

am ......




Bezeichnung des Punktes der Tagesordnung:





Beschlussvorschlag oder Antrag

In der Form des Beschlusses, so dass der Text in die Niederschrift aufgenommen werden kann



Begründung

Möglichkeit der Gliederung:



endgültiger Beschluss durch:








Unterschrift

Muster einer Sitzungsniederschrift


Hinweis:

Die Mindestbestandteile ergeben sich aus §§ 41 GO, § 105 LvwG (soweit nicht das Kommunalverfassungsrecht anzuwenden ist). Weitere Angaben können sich aus des Geschäftsordnungen (siehe §34 GO) ergeben.



Ort, Datum


Niederschrift / Protokoll


über die ..... Sitzung der Stadtvertretung der x-Stadt

am ....... in .......


Beginn: ....................

Ende ..................


Anwesend:


von der Stadtvertretung:

Bürgervorsteher Müller, Vorsitzender

Stadtvertreter Arens

Stadtvertreter Behrens

Stadtvertreterin Cehrens


es fehlen:

Stadtvertreter Johannsen

Stadtvertreter Meier


Von der Verwaltung:

Bürgermeisterin Obermüller

Stadtamtmann Petersen

Stadtinspektor Spitz - Protokollführer -


Gäste:

Kreisrat Meiersen

Bau-Ingenieur Stein


Tagesordnung:

  1. Einwohnerfragestunde

  2. Aktuelle Stunde

  3. Niederschrift über die Sitzung der Stadtvertretung am .....

  4. Mitteilungen des Bürgermeisters

  5. Beitritt zum Wasserbeschaffungsverband .......



Bürgervorsteher Müller begrüßt die Anwesenden und eröffnet die 5. Sitzung der Stadtvertretung. Er stellt die form- und fristgerechte Ladung sowie die Beschlussfähigkeit der Stadtvertretung fest.

Einwendungen gegen die Tagesordnung werden nicht erhoben.


TOP 1

Anfragen von Einwohnerinnen und Einwohnern liegen nicht vor.


TOP 2

Zur aktuellen Stunde liegen keine Anträge vor.


TOP 3

Niederschrift der Sitzung vom ...

Die Niederschrift ist den Stadtvertreterinnen und Stadtvertretern zugegangen.

Stadtvertreter Behrens weist darauf hin, dass er unter TOP 5 der Sitzung vom ... ordnungsgemäß wegen Befangenheit den Raum verlassen hat. Und zu TOP 6 bereits wieder erschien. Dies müßte noch ins Protokoll aufgenommen werden. Weitere Änderungswünsche liegen nicht vor.


Beschluss: Die Stadtvertreter beschließen einstimmig mit 34 „ja“-Stimmen, das Protokoll mit einem Änderungswunsch zu genehmigen.

Damit gilt das Protokoll in der geänderten Form als genehmigt.


TOP 4

Mitteilungen des Bürgermeisters

...............


TOP 5

.........

Beschluss: .............


Abstimmungsergebnis: 24 ja-Stimmen, 4 Nein-Stimmen, 6 Enthaltungen






......



TOP 11

Anfragen

Es liegen keine Wortmeldungen vor.







Unterschrift Vorsitzender Unterschrift Protokollführer

Fachliteratur



Verkündungsblätter

Weisungsblätter

Amtliche Anzeiger

BUND

Gesetz- und Verordnungsblätter

Amts- oder Ministerialblätter



Bundesgesetzblatt BGBL I (Gesetze und Verordnungen des Bundes, Urteile des Bundesverfassungs-gerichtes, die Gesetzeskraft haben. Seit dem 23. Mai 1945



BGBL II

Zwischenstaatliche Verträge des Bundes, Haushaltsgesetze des bundes, Rechtsnormen der EU



BGBL III

(Fundstellen-sammlung des geltenden Bunderechts nach Sachgebieten)

Ministerialblätter z.B. Gemeinsame ministerialblätter, Bundesteuerblatt

Bundesanzeiger

Amtliche Mitteilungen des Bundestages, des Bundesrates, Bilanzen, Ausschreibungen





LAND

GVOBL Schl.Holst.

Gesetze und Verordnungen des Landes seit 10. April 1947

GS Schl. Holstein

Sammlung des geltenden Landesrechts SH

Amtsblatt Schleswig-Holstein

Runderlasse, Stellenausschreibungen, seit 15.6.1946

Amtlicher Anzeiger

Beilage zum Amtsblatt Schleswig-Holstein

z.B.

Verlustmeldungen von Siegeln, Ungültigkeitserklärungen von Ausweisen, Bilanzen, Veröffentlichungen von Körperschaften, Anstalten und Stiftungen





FRÜHER

RGBL

Reichsgesetzblatt des Deutschen Reiches von 1871, WR von 1919, Deutsches reich 1933 bis 1945

Gesetzblatt der Alliierten Kommission

nach 1945






Fachliteratur




Amtliche Blätter

(siehe oben)



Fachzeitschriften

Von Kommunalen Verbänden

„Die Gemeinde“


Von Polit. Parteien

Zeitschriften für Stadtvertreter


Von Fachverlagen

z.B. für Standesämter, Kassenzeitschrift,

Zeitschrift für den Bauhof

Fachbücher

Als gebundene Bücher

als Loseblattsammlungen

Z.B. Gesetzestexte und Verordnungen

oder

Gesetzestexte mit Kommentar

oder

Bücher zu bestimmten Themen z.B. Pressewesen, Führungsaufgaben, Verwaltungsreform



Aktenverwaltung, Registratur:



Registratur

Schriftgut geordnet sammeln, damit es bei Bedarf schnell wiedergefunden werden kann


Aktenverwaltung


Art der Sortierung:


Art der Heftung



Dienstgebäude und Arbeitsplatz


Gebäude:


Arbeitsplatz


Dienstsiegel:



Vergabewesen


Vergabewesen:


Bedeutung: Die Gemeinden Ämter und Kreise erteilen jährlich Aufträge für rund 2/3 aller öffentlichen investitionen. Sie tragen somit maßgeblich zum Bruttosozialprodukt bei. Für die MitarbeiterInnen der verwaltung ist daher kenntnis der anzuwendenden Vorschriften (privatrecht, z.B. Bürgerliches gesetzbuch BGB; Öffentliches recht) notwendig, um Fehler zu vermeiden und Haftungssansprüche zu verhindern.


Vorschriften:


Arten der Vergabe:



Verfahren der Ausschreibung

Öffentliche Ausschreibung:


Beschränkte Ausschreibung


Die beschränkte Ausschreibung kommt nur in Betracht, wenn:


Freihändige Vergabe - Vergabe ohne Ausschreibung


Die Freihändige Vergabe kommt in Frage, wenn



Muster von öffentlichen Ausschreibungen:



Öffentliche Ausschreibung

Büromaterial

Die Stadt X schreibt den bedarf an Büromaterial für das Jahr 1997 öffentlich aus. Die Ausschreibungsunterlagen sind gegen eine Gebühr von 10,- DM im Rathaus, x-straße 25, Bauverwaltungsamt, Zimmer 245, ab .... erhältlich. Abgabe des Angebotes: spätestens ...., Bauverwaltungsamt, zimmer 245.

Stadt x, Der Bürgermeister



Öffentliche Ausschreibung

Der Bürgermeister der Gemeinde .... schreibt die tiefbaulichen Arbeiten zur Erschliessung des Gewerbegebietes, B-Plan 72 - Hofenden - öffentlich aus.

Auszuführen sind im wesentlichen:

ca. 16.000 cbm Bodenbewegungen

ca. 5.000 cbm Frostschutzschicht

ca. 4.300 cbm Asphalt

ca. 1.500 cbm betonbordsteine

ca. 800 cbm Pflaster

ca. 2.000 cbm Betonrohrleitungen DN 140-400

Die Arbeiten werden nur an ein leistungsfähiges, mit einschlägigen Arbeiten vertrautes Bauunternehmen vergeben.

Baubeginn: Juli 2000 1. Bauabschnitt: Herbst 2000; 2. Bauabschnitt Herbst 2002

Eröffnungstermin: 29. März 2000, 9:30 Uhr, im Rathaus der Stadt X, Zimmer 67. Die Umschläge sind mit dem vermerk: „Nicht öffnen - Angebot B-Plan 72 - Hofenden - Submission 29. März 2000, 9:30 Uhr“ zu versehen. Die Verdingungsunterlagen sind bei Petersen-Hassen-Partner Ingenieurbüro mbH, Hauptstraße 12, 24111 Y-Stadt, gegen einzahlung einer gebühr von 120,- DM auf das konto nr. 12345678 bei der Sparkasse x-Stadt, BLZ 20050078 bis zum 1. März 2000 schriftlich anzufordern. Die Schutzgebühr ist nicht zurückzahlbar. Der Einzahlungsbeleg ist der Angebotsabforderung beizufügen. Interessierten mit DV-Anlage können zusätzlich das Kurztext-/Preisverzeichnis auf Diskette gegen erstattung einer Gebühr in Höhe von 25,- DM anfordern (3,5 Zoll). Stadt x - Der Bürgermeister.




Steuerungsmodelle:

Motive für neue Steuerungsmodelle:


Warum neue Steuerungsmodelle?

Lehrplanauszug


Einführungslehrgang


Lernziele

Lernziel-stufe

Lerninhalt

Stunden


Aufbauorganisation





Organisationshoheit der Kommunalverwaltungen erklären

2

Begriff, Merkmale der Organisation, Grundlagen (Art 28 GG, 46 LV, §§ 1,2 GO)

Zuständigkeitsabgrenzung zwischen Willensbildenden Organ (Ziele , Grundsätze, Mittel bestimmen) und dem Ausführungsorgan

1


Grundstrukturen der Verwaltungsorganisation erklären

2

Aufbau- und ablauforganisation, Verwaltungsmodernisierung, Steuerungsmodelle (siehe auch Verwaltungbetriebswirtschaftslehre; Abstimmung erforderlich)

3


Aufbauorganisation, Organisationspläne erläutern

2

Aufgabengliederungsplan, Produktplan, Verwaltungsgliederungsplan, Geschäfts- und Dienstleistungsplan, Stellenplan


Ablauforganisation




Dienst- und Geschäftsordnungen sowie ergänzende Vorschriften anwenden

3

Geschäftsanweisungen, Geschäftsordnungen, Dienstanweisungen (allgemeine und besondere)

1

Posteingang und Postausgang bearbeiten

3

Posteingang und Postausgang, Arbeitsabläufe, Organisationsmittel, Registratur

3

Betriebliche Arbeits und Organisationsmittel wirtschaftlich einsetzen

3

Arbeitsmittel (z.B. Büromaschinen, Technikunterstützte Informationsmittel, Vordrucke), Organisationsmittel (Organisationspläne, Ablaufdarstellungen)

2

Persönliche Arbeitsorganisation rationell und zweckmäßig gestalten

3

Arbeitsplatzgestaltung, Zeitorganisation, gleichmäßige Auslastung

2

Schriftgut nach vorgegebenen Fällen verfassen und verwalten

3

Schriftverkehr, Sitzungsdienst, Befugnisse der Mitarbeiter (Unterschriftsbefugnis, Siegelführung, Beglaubigungen), Aktenverwaltung, Terminverwaltung

9

Fachliteratur und andere Informationsmittel nutzen

3

Informationsmittel, Amtliche Veröffentlichungsblätter (Gesetz- und Verordnungsblätter, Weisungsblätter, Amtliche Anzeiger), Fachliteratur

1

Leistungsnachweis/ Übungen

-

-

4

Informations- und Kommunikations-Systeme



14

Ergonomischen Arbeitsplatz beschreiben können

2

Richtiges Sitzen, wie muss ein „gesunder“ Arbeitsplatz eingerichtet sein

1

Leistungs- und Ausstattungsmerkmale eines PC erklären können

2

Hard- und Softwarekomponenten

2

Windows in seinen Grundfunktionen bedienen können

3

Fenstertechnik, Desktop, Explorer (Verknüpfungen anlegen, Programm installieren, Ordner einrichten, Dateien kopieren und verschieben)

3

Textverarbeitungsprogramm WORD in den Grundfunktionen bedienen können

3

Texte erfassen, korrigieren und speichern, einfache Formatierungen, Verwendung von Autotexten als Organisationsmittel, Autokorrektur, Rechtschreibprüfung, Tabellen einrichten und nutzen

6

Daten mit verschiedenen programmen erzeugen und in einem gemeinsamen Dokument speichern können

3

Zwischenablage. OLE

1

Informationen in einem lokalen Netzwerk austauschen


Mail, gemeinsame Nutzung von Ordnern

1

Die in der Textverarbeitung zu vermittelnden Kenntnisse sollten einen praxisbezug aufweisen (z.B. Anfertigung von bescheiden aus unterschiedlichen Rechtsgebieten)







Abschlusslehrgang


Lernziele

Lernzielstufe

Lerninhalte

Stunden

Informations- und Kommunikationssysteme




Weiterführende Techniken in Word nutzen können

3

Anlegen von Dokumentvorlagen, Makros, Verwalten von Symbolleisten, Feldfunktionen, Einbinden von Grafiken, Kopf- und Fusszeilen, Formulare

4

Das Internet nutzen können

3

Grundbegriffe, Suchmaschinen, Abrufen und Laden von Informationen, Versenden und Empfangen von Mails

4

Einfache Datenbanken erstellen und nutzen können

3

Anlagen von Datenbanken, Erstellen einer Erfassungsmaske, nach Daten suchen, Daten in anderen Programmen nutzen (Serienbrief)

3

Wesentliche Ziele des Datenschutzes nennen können

2

Landesdatenschutzgesetz, Passwortschutz, Viren

3

Kommunikation und Kooperation



27

Standards bei internen und externen Dienstleistungen erkennen

2

Arbeitsauftrag. Was macht meine Verwaltung (intern, Extern) gut? Was könnte man besser machen?

4

Grundsätze und Form der Kommunikation und kooperation nennen und situationsgerecht anwenden

02.03.00

Grundsätze der Kommunikation nach P. Watzlawick und F Schulz von Thun und deren Umsetzung auf konkrete Situationen aus dem Verwaltungsalltag, Funktionsmodell der TAA

6

Bedeutung und Wahrnehmung zur Vermeidung von Störungen in der Kommunikation und Kooperation sowie Gruppenverhalten erkennen

02.03.00

Grundlagen der Wahrnehmung anhand einer Übung. Wahrnehmungsfehler anhand von beispielen, Selbst- und Fremdwahrnehmung

3

Konfliktsituationen erkennen und angemessene Verhaltensstrategien entwickeln

02.03.00

Vorbereitete Videos und eigene Rollenspiele, Rhetorikübungen, Umgang mit schweren situationen

6

Arbeitsergebnisse empfängerorientiert präsentieren und anpassen an „Vorbereitung auf die Prüfung“

3

Vorbereitung und Aufbau einer Präsentation, mögliche Schwierigkeiten, Kriterien für eine gute Präsentation, Medieneinsatz, Kartentechnik

6

Leistungsnachweis

3


2





Internet




Hilfe zur Suche im Internet

Erfolgreiche Suche im Internet bedeutet, dass Nachfrage und Angebot über diese Information in Übereinstimmung gebracht wurde. Sie suchen z.B. nach dem Lebenslauf Ihres Vetters im Internet. Wenn dieser nicht gerade eine berühmte Persönlichkeit war, dürfte es sehr unwahrscheinlich sein, diese Information im Internet zu finden. Erfolgreiche Suche im Internet kann in verschiedenen Schritten erfolgen:

Was wird gesucht?

Wo ist es aller Wahrscheinlichkeit nach zu finden?

Welche Suchwerkzeuge kommen in Frage?

Wie ist die Abfrage zweckdienlich zu formulieren?

Welche Strategie ist anzuwenden, um das Suchen zu verbessern.


Was wird gesucht?

Versuchen Sie Ihre Suchanfrage durch Synonyme und Homonyme zu umschreiben.
Beispiel: comics, verwandte Ausdrücke sind: superheroes, interactive comics, alternative comics, miscellanious, comic strips, japanese animation
Versuchen Sie Ihre Suchanfrage einzugrenzen:
Verwaltung als Suchbegriff ist zu allgemein, wenn Sie Informationen über Verwaltungen in Deutschland brauchen.

Top


Wo ist es aller Wahrscheinlichkeit zu finden?

Wenn Sie statistische Daten brauchen, finden Sie heraus, wer diese wo veröffentlicht.
Die Daten der EG finden Sie leichter in der EG-Datenbank.
Wenn Sie bibliographische Daten brauchen, sind diese über den Rechner der Deutschen Bibliothek zu erreichen. Geographische Probleme sind leichter über den Weltatlas im Internet zu finden.

Top


Welche Suchwerkzeuge kommen in Frage?

Für die Suche im Internet stehen Ihnen verschiedene Suchmaschinen zur Verfügung:
z.B. Yahoo, Web.de, Altavista, Lycos

Suchmaschinen funktionieren nach zwei grundverschiedenen Prinzipien:

1. Mit einer Volltextsuche wird das Internet anhand einer Datenbank duchsucht.

2. Die kategorienbasierte Suche entspricht dem Durchblättern eines Inhaltsverzeichnises, bei dem Sie sich schrittweise an das gesuchte Gebiet herantasten (hierarchisch gegliedertes Verzeichnis).

Welches Verfahren das bessere ist, hängt davon ab, was Sie suchen

Wenn Sie sich über ein bestimmtes Thema umfassend informieren wollen, dabei aber kein konkretes Anliegen haben, ist das Verfolgen eines in Kategorien eingeteilten Menübaums die Methode der Wahl.

Wenn Sie andererseits eine fest umrissene Frage haben und diese auf wenige, aber möglichst prägnante Suchbegriffe reduzieren können, ist die Volltextsuche das geeignetere Verfahren.


Siehe auch Punkt
3.5 Suchmaschinen im Internet

Top


Wie ist die Abfrage zweckdienlich zu formulieren?

Bitte machen Sie sich über Altavista (eine weitere/andere Suchmaschine) "simple search> und Help" bzw." Altavista "advanced search> und Help " mit der Suchsprache vertraut. Altavista ermöglicht die Wort und die Satzsuche, unterscheidet in Klein- und Grossschreibung, ermöglicht Notationen (Worte ähnlicher Zeichenketten), ermöglicht die Suche in Newsgroups und verfügt bei der advances search über die Möglichkeiten der Bool'schen Algebra mit AND, OR,NOT und über NEAR zu suchen

Top


Welche Strategie ist anzuwenden, um das Suchen zu verbessern?

Wenn Sie o.a. Punkte berücksichtigt haben, gehen Sie in die Suchmaschine Ihrer Wahl. Bewerten sie dann das Resultat ihrer Suche und verfeinern Sie die Abfrage.
Eine Strategie könnte sein, erst in Altavista zu suchen, wenn dies nicht so erfolgreich war über die Multi- WWW-Suchmaschinen zu gehen.
Manchmal kann man aus den Suchergebnissen auch eine neue Suchanfrage mit neuen Worten und Eingrenzungen starten.
Man sollte sich angewöhnen, in einem parallel geführten Fenster in einem Textverarbeitungsprogramm zu arbeiten und dort die Suchanfrage dokumentieren (nach Markieren und STRG + C wird das Ergebniss in das Textverarbeitungsprogramm mit STRG und V kopiert).
Sie finden weitere Beiträge zu diesem Thema unter

Rund ums Suchen http://www.mpib-berlin.mpg.de/DOK/echsrch.htm

Die Universität Konstanz gibt Hilfen an über die Suchwerkzeuge im Internet
(Adresse http://www.inf-wiss.uni-konstanz.de/~bekavac/VBB/FolFunkt.html)
und über die Funktionsweisen von Such- und Metasuchmaschinen
(Adresse http://www.inf-wiss.uni-konstanz.de/~bek
avac/VBB/FolKrit.html.)



Was sind Suchmaschinen ?


Ein Programm, das im Internet nach Stichworten oder Adressen sucht. Die Suchmaschine läuft auf dem Rechner des Anbieters. Der Benutzer stellt seine Frage online über das Internet. Das Suchergebnis wird sofort angezeigt.

Suchmaschinen funktionieren nach zwei grundverschiedenen Prinzipien:

1. Mit einer Volltextsuche wird das Internet anhand einer Datenbank duchsucht.

2. Die kategorienbasierte Suche entspricht dem Durchblättern eines Inhaltsverzeichnises, bei dem Sie sich schrittweise an das gesuchte Gebiet herantasten (hierarchisch gegliedertes Verzeichnis).

Manche Suchmaschinen bieten beide Möglichkeiten der Suche an.

Welches Verfahren das bessere ist, hängt davon ab, was Sie suchen

Wenn Sie sich über ein bestimmtes Thema umfassend informieren wollen, dabei aber kein konkretes Anliegen haben, ist das Verfolgen eines in Kategorien eingeteilten Menübaums die Methode der Wahl.

Wenn Sie andererseits eine fest umrissene Frage haben und diese auf wenige, aber möglichst prägnante Suchbegriffe reduzieren können, ist die Volltextsuche das geeignetere Verfahren.



Vom Suchen und Finden

(Zu diesem Thema gibt es jetzt auch Die kleine Suchfibel von Stefan Karzauninkat - sehr empfehlenswert !)

Das Internet, Netz der Netze, bietet uns allen eine schier erschlagende Fülle an Informationen. Nicht nur die Menge, sondern auch die Struktur macht es oft unmöglich irgend etwas zu finden, es gibt einfach keinen logischen Aufbau, vermeindlich keine sinnvollen Zusammenhänge.

Aber wie findet man sich trotzdem in diesem Durcheinander zurecht ?

1. Der Benutzer kennt die Zieladresse

oder

2. Der Benutzer bedienen sich einer der vielen kostenlosen

Suchmaschinen / Datenbanken

Es gibt im Netz dreierlei Arten von Suchmöglichkeiten:

Die "klassischen" Suchmaschinen bedienen sich der beiden ersten Sucharten, Yahoo! ist z.B. ein Katalogsystem mit zusätzlicher Stichwortabfrage (beide Varianten gemischt), und Alta Vista eine reine Retrieval-Engine.
Bei der Benutzung von Katalogen muss man sich zuerst für einen Ober-Suchbegriff entscheiden, beispielsweise für Arts (Kunst).

Nach dem Anklicken des Suchbegriffs kommt der Benutzer in ein Unterverzeichnis, hat er sich dort beispielsweise für Painting (Malerei) entschieden usw.

Von den dort aufgelisteten Malern fiel die Entscheidung für Davis .

So funktionieren die Kataloge, also immer von Verweis zu Verweis bis das Ziel gefunden ist.

Bei den Retrieval-Engines, das bedeutet ungefähr Bring-Maschine, funktioniert die Suche nach Stichworten.
Es geht ganz leicht, einfach den Suchbegriff in das Formularfeld eintippen, dann den 'Submit'-Knopf drücken. Schon nach kurzer Zeit bekommt der Anwender die Antworten präsentiert.

Jeder wird schnell herausfinden, wie die Suche beeinflusst werden kann, denn es ist möglich nur einen bestimmten Teil des Internet (z.B. nur das WWW) nach dem Begriff suchen zu lassen, oder die Zahl der angezeigten Antworten zu beschränken. Selbstverständlich können auch bei amerikanischen Suchmaschinen deutsche Suchbegriffe eingeben !

Um nicht von der Antwortauswahl überladen zu werden, sollte der Suchbegriff möglichst präzisiert werden.

Wenn Benutzer also ein bestimmtes Softwareprogramm suchen, empfiehlt es sich anstatt einfach 'Software' anzugeben, den genauen Namen des Programms einzugeben.
Um die Trefferquote weiter zu erhöhen können auch gleichzeitig mehrere Suchbegriffe eingeben und diese logisch miteinander verknüpfen werden.

Dazu zwei kurze Beispiele:

Der Suchbegriff:

+mandel +kern -"mandelkern" (bei Lycos)

präsentiert die gefundenen Einträge zu mandel (2.190 Treffer) und zu kern (5.363 Teffer), aber nicht zu mandelkern.
image:wilfried.jpg als Begriff eingegeben (bei Alta Vista), sollte eine Auswahl von Seiten mit Bildern von diversen Wilfrieds liefern. <g>
Genauere Infos über die vielen Möglichkeiten der Verknüpfungen sind bei den Suchmaschinen unter dem Begriff 'Help' oder 'Hilfe' enthalten. Für die Suche bei Alta Vista findet der Benutzer eine
deutschsprachige Anleitung

Die Retrieval-Engines holen sich die Daten mit Hilfe von Robots, das sind vollautomatische Programme, die überall in den Netzen umherschwirren und sich auf alles Neue stürzen und Wort für Wort abspeichern. Die Kataloge haben ihr Wissen durch die Anwender selbst, hier ist es nötig sich anzumelden.
Einige private Homepages werden von einigen grossen Suchdiensten nicht berücksichtigt, wer dennoch bei Alta Vista oder Lycos gefunden werden möchte, sollte sich einfach in ein paar Gästebücher eintragen - dann klappt es.

Das Eintragen der eigenen Homepage-Adresse ist fast überall kostenlos möglich. Irgendwo auf den Seiten der Suchdienste gibt es einen Hyperlink (Verweis) namens "Add URL" der in aller Regel zu einem Formular führt auf dem man sich eintragen kann.
Hilfreich ist der Service von
Submit-it (http://www.submit-it.com/), von dieser Seite aus kann man sich per Formular in über 15 Suchdiensten eintragen.

Die dritte Gruppe, die Agenten, sei nur kurz erwähnt. Hier handelt es sich um Programme, oft Zusätze (Plug In) für die Internet-Browser, die in Ihrem Auftrag beispielsweise von Ihnen bestimmte Seiten auf Veränderungen überwachen. Mittlerweile entwickeln sie sich zu vollwertigen Suchmaschinen.

Hier eine kleine Auswahl an Suchmaschinen / Datenbanken:

Dies ist nur eine kleine Auswahl aus dem mittlerweile auch schon unübersehbaren Angebot von Suchdiensten.
Besonders hilfreich kann der Einsatz eines Multi-Suchsystems sein, mit einer einzigen Abfrage erreicht man so gleich mehrere Dienste auf einen Schlag.
MetaCrawler (http://metacrawler.cs.washington.edu:8080/)

Schliesslich gibt es auch noch Suchdienste oder Datenbanken die sich einem ganz speziellen Thema widmen.
Für die Suche nach E-Mail-Adressen bemüht man beispielsweise:
Internet Address Finder (http://www.iaf.net/)
Four11 (http://four11.com/)
Whowhere? (http://www.whowhere.com/)

Die Sucherei nach Shareware-Programmen hat ein Ende bei:
Shareware (http://www.shareware.com/)

Das Auflisten solcher Dienste ließe sich fortsetzen: CUSI (http://www.unix-ag.uni-siegen.de/search/)

Zurück




Auswahl geeigneter Suchmaschinen

Die folgende Auswahl zeigt die bekanntesten internationalen Suchmaschinen.

AltaVista:

HTTP://www.altavista.digital.com

Excite:

HTTP://www.excite.com

Hotbot

HTTP://hotbot.lycos.com

InfoSeek

HTTP://infoseek.go.com

Lycos

HTTP://www.lycos.com

WebCrawler

HTTP://www.webcrawler.com

Yahoo

HTTP://www.yahoo.com


Daneben gibt es auch einige Angebote, die speziell für den deutschsprachigen Surfer interessant sein dürften (teilweise finden sich dabei auch deutsche Ableger der Grossen, wie etwa Yahoo oder Lycos):

Aladin

HTTP://www.aladin.de

Dino

HTTP://www.dino-online.de

Fireball/AltaVista

HTTP://www.fireball.de

Focus Netguide

HTTP://netguide.de

Lycos

HTTP://www.lycos.de

Web.de

HTTP://www.web.de

Yahoo

HTTP://www.yahoo.de


Hier einige Beispielansichten

http://www.lycos.de

http://www.web.de

http://www.lycos.de/http://www.lycos.de/

http://www.web.de/http://www.web.de/



http://www.yahoo.de

http://www.altavista.de

http://www.yahoo.de/http://www.yahoo.de/

http://www.altavista.de/http://www.altavista.de/











Was ist ein Domain-Name?

Ursprünglich hatten alle Internet-Server nur eine numerische Adresse (IP-Adresse). Wollte man ein bestimmtes Dokument aufrufen, dann wurde zunächst der Computer (die IP-Adresse) angegeben, anschliessend die Verzeichnisse, sowie der Dokumentname.

Die Adresse dieses Dokuments (URL) sah dann z.B. so aus:

"http://www.000.001.300.4/maier/dokumente/brief1.html"

Diesen IP-Adressen wurden später sprechende Computernamen zugeordnet, die sogenannten Domain-Namen. "000.001.300.4" wurde etwa durch super.com ersetzt, sodass sich etwa die Adresse

"http://www.super.com/maier/dokumente/brief1.html" ergab.

In einem weiteren Schritt konnten dann auf einem Internet-Rechner mehrere IP-Adressen abgelegt werden, ein Rechner "simulierte" also mehrere Rechner. So konnten mehrere Firmen einen Internet-Rechner gemeinsam benutzen, jeder hatte aber eine eindeutige IP-Adresse.

Heute können gar einer IP-Adresse mehrere Domain-Namen zugeordnet werden.

Heute liegt der Sinn und Zweck eines Domain-Namens in der einfachen Adresse unter der das Angebot einer Firma, aber auch das Angebot von Privatleuten im Internet gefunden werden.

Es genügt die Angebot ibm.com, um zu wissen, dass alle Webseiten der Firma IBM unter der Adresse http://www.ibm.com zu finden sind. Dies ist die sogenannte Homepage, also die Startseite, von der aus durch Links die anderen Webseiten von IBM erreicht werden können.


Ein .COM, .NET -Domainname muss aus 3 bis 23 alphanumerischen Zeichen bestehen.

Deutsche Domainnamen können theoretisch bis zu 64 Zeichen lang sein, allerdings gibt es beim Überschreiten der 23-Zeichenlänge auf amerikanischen Servern Probleme.

Der Landescode, z.B. .DE zählt dabei nicht mit.

Erlaubt sind nur die Buchstaben a bis z, sowie die Zahlen 0 bis 9.

Sonderzeichen sind unzulässig, mit Ausnahme des Bindestrichs, dieser darf allerdings nicht das erste oder letzte Zeichen sein.

Es wird empfohlen mit einem Buchstaben zu beginnen.

Abgelehnt werden auch Domainnamen, die

Jeder Domain-Name kann nur einmal vergeben werden.

Die einzelnen Länder dürfen die Vergabe selbst regeln und an ihre Rechtsprechung anpassen.



Was bedeutet eigentlich Domain?

Domain - übersetzt: Domäne, Gebiet, Bereich

Die Übersetzung macht den Begriff "Domain" schon etwas deutlicher. So bezeichnet man im World Wide Web also bestimmte "Bereiche".

Im Zusammenhang mit unserer Provider-Übersicht interessiert vor allem die eigene Domain.
Kennzeichen der eigenen Domain ist die eigene Adresse im Internet, z.B.:

www.name.de
oder auch
www.name.com

Aufbau der eigenen Domain


http://

www.

name.

com

Protokoll

Web-Server

Second-Level Domain
(eigener Name)

Top-Level Domain


Viele Provider bieten aber auch sogenannte "Sub-Domains" (Third-Level Domain) an:

Aufbau einer "Sub-Domain"


http://

www.

name.

provider.

com

Protokoll

Web-Server

eigener Name

Vermieter

Top-Level Domain


Weiteres Beispiel einer "Sub-Domain"


http://

www.

provider.

name.

com

Protokoll

Web-Server

Vermieter

eigener Name

Top-Level Domain

Nur das erste Beispiel vermittelt dem Besucher Ihrer Homepage den Eindruck, als wären Sie mit einem eigenen Rechner fest an Internet angeschlossen. In Wirklichkeit befindet sich Ihre Domain aber zusammen mit anderen Domains auf einem Rechner Ihres Providers - daher spricht man hier von der virtuellen Domain.
Wer den Luxus liebt, oder sehr hohe Ansprüche hat, kann natürlich auch seinen eigenen Server betreiben.

.de ist eine Top-Level Domain, also in der Hierarchie ganz oben angesiedelt, und steht für das Land Deutschland. Weiter hat .de keine Bedeutung - weder sagt sie etwas über den Standort des Servers (Internet-Rechner) aus, noch über die Nutzungsart (kommerziell oder privat). Verwaltet werden die .de Domains von dem deutschen NIC, DeNIC (Network Information Center). Der Unterschied zu anderen Top-Level Domains ist vor allem im deutlich höheren Preis (ab ca. 200 DM/Jahr), und der typisch deutschen, komplizierten Bürokratie zu sehen (das galt zumindest bis vor kurzem, scheint aber inzwischen besser zu werden).

.com ist die wohl am meisten verwendete Top-Level Domain und ist die Abkürzung für: commercial (kommerziell, gewerbsmäßig). Allerdings wird .com auch sehr häufig nichtkommerziell genutzt ! Hinweise auf den Standort gibt eine .com Domain absolut nicht, sie ist international - also können Ihnen auf dieser Domain auch alle möglichen Sprachen begegnen. Verwaltet wird diese Top-Level Domain von InterNIC in den USA. Momentan kostet eine Registrierung einer Domain bei InterNIC 70 Dollar für die ersten beiden Jahre, Folgejahre dann jeweils 35 Dollar.

.org wird ebenfalls von InterNIC verwaltet und steht für organization. Leider hat sich noch nicht recht herumgesprochen, daß unter .org alle nichtkommerziellen Projekte (wie z.B. Privatpersonen) registriert werden können.

.at ist die Top-Level Domain für Österreich. Verwaltet wird .at vom NIC Österreich.

.ch und .li werden vom Schweizer NIC verwaltet, und sind die Top-Level Domains für die Schweiz und Liechtenstein.

Es gibt noch natürlich viel mehr Top-Level Domains. Eine nach Ländern geordnete Übersicht finden Sie unter:
A - F / G - O / P - Z

Egal für welche Top-Level Domain Sie Sich entscheiden, achten Sie darauf dass die Domain auf Ihren Namen registriert wird ! Nur dann sind Sie auch der Eigentümer der Domain, und könnnen sie bei einem Providerwechsel behalten.