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11.1 Die Jahr 2000 Problematik
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Ob Sylvester 1999 der große Crash einteten sollte, wollte keiner genau festlegen. Viele vermuteten, daß Flugzeuge nicht mehr fliegen können, Aufzüge steckenbleiben, die Autos nicht mehr anspringen, das Handy versagt etc. Grund dafür sollten kleine Chips sein, die als "Hilfsrechner" eingesetzt werden und zeitgesteuert sind. Diese Chips waren nicht für einen Jahrtausendwechsel vorgesehen. So hätte beim Auto die Benzineinspritzung stillgestanden, die Zentralverriegelung wäre geschlossen geblieben oder der Bordcomputer hätte eine falsche Geschwindigkeit angezeit. Oder die Aufzugtür klemmt. Besonders krass wird´s bei einem Flugzeug in der Luft. Frankreich erwägte daher in dieser Nacht sogar ein Flugverbot.
Dass zum "Jahrtausendwechsel" kein Crash geschah, ist wahrscheinlich der guten Vorsorge der Systembetreuer zu verdanken. Allen unkenrufen zum trotz kam es nicht zu dem befürchteten Zusammenbruch.
Aber die Angst der Menschen war da und die Medien hatten ein tolles Thema *g*.Es bleibt jedoch anzumerken, dass die Technik dennoch nie vollkommen sein kann. Keine Maschine funktioniert besser als die, die sie programmiert haben.
An folgenden Adressen waren Informationen zur Jahr 2000-Problematik im Internet abrufbar:
11.2 Kommunikation oder Vereinsamung?
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Ist die Neue Techik geeignet für uns, sind wir für Sie geeignet ?
Ist unsere Medienkompetenz ausreichend? Können wir auch mal abschalten?
Wie gehen wir mit der Technik um?
Seit dem Untergang der Titanic ist der Glaube an die "unbesiegbare" Technik verloren gegangen. Mitte letzten Jahrhunderts dachte man, daß Körper zerplatzen, wenn diese schenller als 40km/Stunde fahren würden. Vor den Automobilen mußte ein Fahnenträger vorweglaufen und vor dem Automobil warnen.
Heute sichert man sich durch Technik ab: ABS im Auto, Anschnallgurte, Kopfstützen, Airbag, Seitenaufprallschutz. "Es kann ja gar nichts passieren", denken sich viele. Was geschieht, wenn die "neue Technik" versagt? Ach, es gibt ja ein Backup (Sicherungskopie).
Doch was geschieht, wenn die Sicherheitssysteme ausfallen? Ist nicht ein wenig vorausschauendes Fahren beim Auto besser, als Vertrauen in die Technik allein. In Italien fährt man auch bei Grün vorsichtig in die Kreuzung: Es könnte jemand von der anderen Seite kommen. In Deutschland "hat man grün und die anderen haben ja zu halten".
Die Technik wird komplexer, doch keiner weiß, wie sie wirklich funktioniert. Alle kennen die Funktion einer Autobatterie, aber kaum einer kann erklären, welche Stoffe sich darin befinden, wie diese miteinander reagieren. Dennoch wenden wir auch ganz normale Batterien "selbstverständlich" an.
Flugzeug-Piloten müssen sich ständig weiterbilden. Tun sie es nicht, verlieren sie die Lizenz. Was ist mit dem PC oder dem Auto, evtl. mit unserem Beruf? Wir lernen etwas, aber bilden wir uns auch so weiter, daß wir die Technik auch morgen noch bedienen dürfen und können? In Japan muß jedes Jahr eine neue Motorradprüfung abgelegt werden. In Deutschland gibt es das nicht. Es gibt auch keine PC-Weiterbildungspflicht. Im Gegenteil: Der Tarifvertrag sagt, daß neue Technik ab 55 Lebensjahre nicht eingesetzt werden braucht. Schon gibt es zwei Klassen in der Verwaltung: Die einen nutzen die Technik, die anderen brauchen es nicht mehr. Die einen erhalten keine Information mehr, sind draußen vor. Jüngere sollten ältere nicht deswegen mißachten. Im Gegenteil: Die lange Lebenserfahrung der älteren sollte hoch geschätzt werden und betrieblich genutzt werden.
Bringt der PC wirklich Kommunikation oder läßt er uns in unserem Kämmerchen allein vereinsamen?
Ist ein Kühlschrank, der automatisch Milch nachbestellt, wirklich erstrebenswert?
Müssen wir, um zehn Telefonnummern zu verwalten, gleich einen PC einschalten, oder reicht nicht auch ein handschriftliches Mini-Merkheft neben dem Telefon?
Diese Fragen sollen an dieser Stelle nicht beantwortet werden, doch ist es wichtig, die Technik auch zu hinterfragen.
Wie weit ist Technik für uns sinnvoll, wo erkennen wir die Grenzen?
Viren sind (auch) Computerprogramme, die aus drei Teilen bestehen:
Ein Bedingungsteil, ein Aktionsteil und ein Fortpflanzungsteil.
Letztes sorgt dafür, daß der Virus sich ständig weiter verbreitet.
Der Bedingungsteil prüft, ob bestimmte Voraussetzungen vorliegen (Datum, spezielle Eingabe etc).
Der Aktionsteil löst schließlich ein bestimmtes Vorgehen aus: Löschen der Festplatte, Verlangsamung des Rechnersystems etc.
Gegen Viren kann man sich schützen!
Regelmäßige Kontrolle durch neue Virenschutzprogramme sind nötig.
Unbedachtes Einbringen von Disketten sollte verhindert werden. (z.B. mit Safeguard)
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sind Programme, die oft kostenlos verteilt werden. Sie haben neben der gewünschten Funktion noch mindestens eine weitere Funktion. Diese ist vom Nutzer aber nicht gewollt. Z.B. das Auslesen von Paßworten, das Übertragen von bestimmten Datein während der Online-Sitzung etc. |
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sind Programme, die erst zu einem bestimmten Datum eine unerwünschte Funktion auslösen. |
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sind besonders tükisch. Diese sind kein Programm, sondern eine "Programmieranweisung" innerhalb von Dokumenten. Wenn ein solches Dokument - also ein Text einer makrofähigen Textverarbeitung oder eine Tabelle - weitergereicht werden, so können bestimmte Funktionen beim Aufruf dieses textes ausgelöst werden. Ferner nistet sich diese Anweisung in die Vorlagen ein, so daß alle weiteren Texte, die man selbst erstellt, plötzlich zu einer Gefahr fürandere werden können. Die Funktionen können von einer "Visitenkarte" des Makroprogrammierers bis hin zum Löschen der Festplatte reichen. Neuere Virenschutzprogramme untersuchen daher nun auch Dokumente auf Makros. Mein Tip: auf Makros so weit wie möglich verzichten und Makrofunktionen deaktivieren. |
Hier gibts weitere Informationen über Viren:
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Alle Virenscanner bei der TU-Berlin |
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Antivirensoftware der Fa. Trend Micro |
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Firma Symantec mit kostenlosen Downloads |
Grundsätzlich soll an dieser Stelle nicht der Sinn des Datenschutzes in Frage gestellt werden. Aber ein paar kritische Gedankenn sollen an dieser Stelle in den Raum gestellt werden und zu einer Diskussion anregen:
Datenschutz verursacht Mehraufwand. Richtig durchgeführter Datenschutz führt zu einer Personalmehrung und Mehrkosten durch zusätzliche technische Maßnahmen. Diese müssen bereitgestellt werden. Oft ist dies nicht der Fall, so daß an anderer Stelle gespart werden muß.
Datenschutz erschwert die Arbeit. Wenn bestimmte Daten nicht mehr archiviert werden dürfen, werden Bürgerinnen und Bürger zu einem späteren Zeitpunkt keine Auskünfte mehr erhalten. Beispiel: Es gibt Fristen, nach denen Daten unwiderbringlich zu löschen sind. Der Datenschutz geht davon aus, daß das informationelle Selbstbestimmungsrecht auch die Pflicht beinhaltet, seine eigenen persönlichen Daten zu pflegen und vorzuhalten. Nun haben aber nicht alle Bürgerinnen und Bürger ein solches Verständnis dafür und werfen für spätere Zeiten noch zu benötigtende Daten evtl. weg. Evtuell nach Jahrzehnten stellt sich heraus, daß Daten bzw. Belege noch gebraucht werden (z.B. für die Rente). Dann können auch Behörden keine Auskünfte mehr geben, da sie die Datenbestände inzwischen vernichten mußten. Die Behörde kann den Bürgerinnen und Bürgern nicht mehr helfen. Dadurch kann es zu Nachteilen für die Bürgerinnen und Bürger kommen.
Öffentliche Betriebe haben mehr Vorschriften zu beachten als private Betriebe. Ein gab eine Zeit, da waren bestimmte Telefon-CD-Rom für jeden Schüler in Warenhäusern zugänglich. Behörden durften diese CD-Roms jedoch nicht erwerben und einsetzen. Private Betriebe in Schleswig-Holstein haben nicht die Datenschutzverordnung zu beachten. Behörden jedoch schon.
Das Datenschutzrecht ist ein junges Rechtsgebiet. So gab es zu Beginn viele unbestimmte Rechtsbegriffe. Niemand wußte die Vorschriften richtig zu interpretieren.
Datenschutz geht von der Annahme aus, daß Behörden auf der einen Seite "gegen" die Bürger auf der anderen Seite arbeiten. Problematisch wird es, wenn die Bürger jedoch selbst Teil der Verwaltung sind, z.B. bei Kommunen. Plötzlich müssen diejenigen, die vor dem "Datenmißbrauch" geschützt werden, selbst die komplizierten Vorschriften einhalten: Die Katze beißt sich selbst in den Schwanz.
Datenschutz ist widersprüchlich: In den USA und Frankreich fällt gute Verschlüsselungssoftware unter das Waffenrecht, der Einsatz ist streng verboten. Nur die Software, zu der die staatlichen Behörden ein "Hintertürchen" haben, ist zulässig. In den USA wollen die Behörden so der organisierten Kiminalität entgegen wirken. Wer verschlüsselt, hat etwas zu verbergen, macht sich dort also bereits strafbar. Der Entwickler der guten Verschlüsselungssoftware "PGP" war selbst lange Zeit angeklagt. In Deutschland hingegen ist Verschlüsselungssoftware nicht verboten. Im Gegenteil: Die Datenschutzbeauftragten raten zum Einsatz von Verschlüsselungssoftware. Nun ist in Zeiten des Internet und der weltweiten Vernetzung aber eine einheitliche Haltung besser. Entweder müßte die Verschlüsselung weltweit erlaubt werden oder weltweit verboten. So ein "Mittelding" ist eigentlich unsinnig. An dieser Stelle sei jedoch die Frage in den Raum gestellt, ob es nicht doch zu jeder Verschlüsselungssoftware ein "Hintertürchen" oder "Masterpaßwort gibt. Nur die wenigsten durchschauen wirklich, was die Verschlüsselungsprogramme tatsächlich können.
Um es an dieser Stelle noch einmal zu betonen: Datenschutz ist sinnvoll und notwendig. Der Datenschutz, so wird von Befürwortern argumentiert, faßt nur noch einmal das gesetzlich zusammen, was EDV-Verantwortliche ohnehin zu bedenken haben, wenn der Einsatz neuer Geräte und Programme geplant wird. Der Einsatz dieser hochkomplizierten Technik ist mit dem Flugzeug vergleichbar: In ein Flugzeug, das ein Pilot nicht fliegen kann, steigt niemand freiwillig ein. Ein PC - so die weitläufige Meinung - darf heute "jeder" bedienen, auch Personen, die gar keine Ausbildung daran haben. Dass es dann zu "Abstürzen" durch Fehlbedienung kommen kann, ist vorprogrammiert.
Anderes Beispiel: Viele können Auto fahren, doch die wenigsten wissen, wie man einen Reifen wechselt. Noch krasser wird es, wenn man nach der Arbeitsweise der Autobatterie fragt. Was sind in der Batterie für Stoffe ´drin? Was ist daran gefährlich? Die wenigsten können diese Frage beantworten.
Fazit: Fast jeder kann heute hochtechnische Geräte einsetzten, doch die wenigsten wissen, wie diese Geräte genau funktionieren. Genau hier liegt die Gefahr: Bei den kleinsten Normabweichungen ist die "Katastrophe" unausweichlich. Stillstand und Datenverlust sind dann unvermeidbar. Die Geräte, die uns das Leben erleichtern sollen, werden plötzlich selbst zur Gefahr.
Sehr gute Informationen zum Datenschutz gibt es auf folgender Seite des Landesdatenschutzbeauftragten des Landes Schleswig-Holstein:
© Thorsten Dahl, Diese Seiten können unter http://home.foni.net/~thorsten-dahl abgerufen werden.