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Verwaltungsreform bei Kommunen |
7.1.
Ausgangsbasis: Gesetzesflut und veraltete
Strukturen
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Kommunen
haben: 
1.900 Gesetze
2.900 Rechtsverordnungen
mit insgesamt
84.900
Einzelvorschriften zu beachten !!
Darüber hinaus gibt es in den meisten Kommunen ca.
150
Satzungen und Dienstanweisungen.
Diese Vorschriftenflut ist nach 1945 bis heute in einem langen Zeitraum entstanden und nicht von einem Tag zum anderen. Die Organisation von Gemeindeverwaltungen wurde natürlich auch nach und nach angepaßt. Es gab auch mehrere Reformversuche nach 1945. Eigentlich hat sich - bis auf kleine Ausnahmen - nicht viel in der Organisationsstruktur geändert. Bis heute gibt es z.B. die gesetzliche Einheitskasse bei Kommunen, die Kameralistik und eben die Flut der og. Vorschriften, über die nur die wenigsten einen echten Überblick haben. Auch die Organisation der Ämter und Abteilungen nach einer Vorgabe der Kommunalen Gemeinschaftsstelle für Organisation KGST hat sich kaum verändert.
Bekannt wurde niederländische Stadt Tilburg durch eine neue Organisationsstruktur. Die Stadtverwaltung als Unternehmen. Bis heute schwärmen viele von dieser Art der wirtschaftlichen unternehmensführung. Aber: wenige Jahre nach Einführung der neuen Struktur war Tilburg "pleite". Der Versuch war kein voller Erfolg.
Dennoch gibt es heute viele Ansätze, neue Organisationsstrukturen bei Stadt und Gemeindeverwaltungen einzuführen.
mehr Bürgerfreundlichkeit z.B. durch
verlängerte bzw. dem Bedarf angepaßte Öffnungszeiten
verbesserte Information der Bürgerinnen und Bürger
bessere Orientierung in Verwaltungsgebäuden (Leitsysteme)
Einführung von Namenschildern und Visitenkarten für das Personal
Nutzung moderner Kommunikationsmedien (Internet, e-mail)
Ideen- und Kummerkästen
Einrichtung von Bürgerbüros oder Info-Centern, um BürgerInnen die Wege zu verkürzen.
Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und hauptamtlicher Verwaltung z.B. durch
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Berichtswesen und
Kontraktmanagement (Zielvereinbarungen)
Einsatz der Mittel "Workshop" und "Moderation " zur Zielfindung, Problemlösung oder Entscheidungsvorbereitung
Mehr Beteiligung des Personals bei der Umsetzung bzw. Entscheidung z.B.durch
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Bildung von Teams
Einrichtung von Fachdiensten
internes Berichtswesen
Erweiterung von Bestell- und Anordnungsbefugnissen
Delegation von Entscheidungsbefugnissen
Freischalten von Telefonanlagen
7.2.
Firmenkultur (Corporate
Identity)
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ist Ausdruck für Ziele und Werte an denen sich Firmenmitglieder orientieren. Umgangsform miteinander
hängt ab vom internen Bereich (Arbeitsklima, Arbeitsleistung) aber auch von externen Bereich (Vertrauen , Sachkompetenz)
Unternehmensziele, Unternehmenskonzeption, Organisation, Management und Firmenkultur sollten zusammenpassen.
Konservativ heißt, es ist schwer sich an eine weitere Firmenentwicklung zu gewöhnen, es sei denn, konservativ bedeutet: sich stets am Fortschritt zu orientieren.
Mit zu einer neuen Firmenkultur gehören Visitenkarten. Seit Jahrzehnten in der Wirtschaft praktiziert, sollten diese Karten bis zur Scheckkartengröße auch bei Verwaltungen eingeführt werden. Es empfiehlt sich, diese Karten zu drucken und nicht auf einen Kopierer herzustellen. Gestaltungsrichtlinien gibt es nicht. Aber ein "weniger ist mehr" ist auch hier angebracht. Überladen Sie die Karten also nicht.
Visitenkarten erleichtern die Kontaktaufnahme und werden auch gern zu einem späteren Zeitpunkt wieder "herausgekramt". Sie erhöhen die Motivation der Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.
Oft wird pauschal vom Personal die Führungsqualität der Vorgesetzen bemängelt. Manchmal ist die Kritik berechtigt, manchmal allerdings auch nicht. In den letzten Jahren gab es dazu folgende Meinungen:
"Jede Treppe ist von oben zu kehren". Was nützt Veränderung im Kleinen, wenn "oben" alles starr bleibt?
Oft wird oberste Führungsschicht als organisatorische Tabuzone betrachtet. Gerade hier sind gute Beispiele vorzugeben.
Daher ist ein hohes Maß an Selbstkritik der Vorgesetzten nötig.
Viele Manager ergeben noch kein Management. Zu einer Anzahl von Personen gehört immer eine gute Organisation.
Die häufigsten
Fehler
der Führungsspitze
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personell überbesetzt/ personell unterbesetzt
sehr formelle/informelle Machtverteilung
Konkurrenzdenken
unzureichende Delegation nach unten
zuviele Häuptlinge, zuwenig Ruderer
"Rosinenpickerei": jeder macht, was ihm am meisten Spaß macht
zuviele Nebenverpflichtungen
mangelnde Information /Kommunikation
Unfähigkeit zur Teamarbeit
fehlende Kontrolle
Ein weiterer Punkt, der der Verbesserung der Zusammenarbeit zwischen Ehrenamt und hauptamtlicher kommunaler Verwaltung bildet, ist das Berichtswesen. Das Berichtswesen ist in der Gemeindeordnung für Schleswig-Holstein´(SH) inzwischen verankert worden. Es ist eine gesetzliche Vorgabe. In SH hat der Hauptausschuß das Berichtswesen zu entwickeln und die Gemeindevertretung hat es zu beraten und zu beschließen.
Das Berichtswesen macht aber nur Sinn, wenn es als Arbeitsmittel zur Steuerung der Verwaltung genutzt wird. Mit Hilfe des Berichtes sind die nächste Schritte und Ziele zu entwickeln und der hauptamtlichen Verwaltung an die Hand zu geben. In SH ist nicht festgelegt worden, wie und was zu berichten ist. Das hat jede Kommune für sich selbst zu entwickeln und festzulegen. Es gibt keine offiziellen Muster.
Was kann nun mit Berichten alles "schieflaufen"?
Es erfolgen keine Auswertungen der Berichte
Es werden keine Zielvereinbarungen getroffen
Die Politik wird nicht eingebunden
es gibt kein zielgerichtetes Projektmanagement
Alle diese "Negativ"-Faktoren können zur Frustration bei Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern führen, weil mühsam erstellte Berichte teilweise ungelesen abgeheftet werden und mühsam umsonst erarbeitet wurden.
Nocheinmal: Das Berichtswesen ist zu entwickeln und wenn man´s schon hat, sollte man es richtig einsetzen: zur Steuerung der Kommune. Alles was nicht wichtig im Bericht ist, sollte auch nicht darin enthalten sein. Ferner sollte das Berichtswesen um die Punkte ergänzt werden, deren Information noch dringend benötigt wird. Damit ist das Berichtswesen kein starres System, sondern ist fortlaufend weiterzuentwickeln.
Zielvorgaben, Kontraktmanagement
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Führung durch Zielvorgaben, ist ein (nicht ganz neues) System, Effizienz in die Verwaltung zu bringen. Umschrieben wird diese Zieldefinition auch durch Kontraktmanagement. Ehrenamtliche Verwaltung und hauptamtliche Verwaltung vereinbaren Ziele, die als Vorgabe dienen sollen. Die Ziele sollten Zielvorstellungen, Teilziele und Fristen beinhalten. Nicht die Tätigkeit der Mitarbeiter steht im Vordergrund, sondern die Ergebnisse dieser Tätigkeiten.
Folgende Fragen sind bei den Zielvorgaben zu berücksichtigen:
Ja
Nein
Sind die Zielvorgaben -realistisch - erreichbar?
Ist die Herausforderung groß genug?
Beinhalten diese die Notwendigkeit der beruflichen Weiterbildung?
Ist klar, wie diese Ziele im Zusammenhang mit den Gesamtzielen stehen?
Wissen alle, wie Zielvorgaben bei Planung, Überwachung, zur Beurteilung der Leistung und bei Berichten eingesetzt werden?
Was geschieht, wenn einige Ziele nicht oder nur zum Teil erfüllt werden?
Wie sehen die Belohnungen aus, wenn die Ziele erreicht werden?
Sind alle über die Zielvorgaben schriftlich informiert worden?
Akzeptieren alle diese Zielvorgaben (Führung ist gefragt: Ziele vermitteln!)
Zielvorgaben sind aber auch kein einengender Zwang. Wenn sich herausstellt, daß Ziele keinen Sinn machen, müssen alle die Gelegenheit erhalten, sich dazu zu äußern. Ferner müssen die Ziele auch korrigiert werden bzw. abgeändert werden können. Zur Not müssen auch mal neue Ziele gesetzt werden können.
Welchen Zeitraum sollten Zielvorgaben umfassen? (Berichte in gleicher Frequenz!)
Sind Zielvorgaben nachprüfbar definiert? Welche Kennzahlen sind für das Ziel ausschlaggebend?
Wie kann Zielvorgabe meßbar dargelegt werden (in Berichten)?
Sind willkürliche Quantifizierungen vermieden worden (wenn um 20% reduziert werden soll, warum dann nicht 50%)
Ist der Grad der Zielerreichung objektiv oder subjektiv? (Arbeitsmoral ist so nicht meßbar)
Sind "große" Ziele in Teilziele zerlegbar? Warum keine Teilziele?
Stehen die definierten Ziele mit bereits höher definierten Zielen im Wiederspruch? (Z.B. Ziele der Ausschüsse mit denen der Gemeindevertretung als ganzes konform?)
Umgang
mit der Bürgerin/dem Bürger
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Folgende Umgangsform sollten/könnten Sie beachten:
seien Sie höflich
hängen Sie einen "Ideenkasten" (andere sagen "Kummerkasten")auf. Geben Sie den BürgerInnen Gelegenheit für eine Rückäußerung (Feedback).
auch wenn Sie innerhalb einer Behörde nicht selbst für diesen bestimmten Vorgang zuständig sind, müssen Sie sich in einigen Bundesländern dennoch um die Angelegenheit kümmern. Geben Sie Ratschläge, an wen sich der Ratsuchende wenden kann. Allerdings können Sie, wenn Sie nicht zuständig sind, natürlich keine rechtsverbindliche Auskunft geben. Helfen Sie Ihrem Gesprächspartner.
Haben Sie selbst keine Zeit, vereinbaren Sie einen Termin.
Möglichkeiten
der Verwaltungsreform
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Die Verwaltungsreform in Kommunen wird teils durch Zuschüsse gefördert, teilweise profitieren Kommunen von den Erfahrungen anderer Kommunen. Viele verstehen unter Verwaltungsreform etwas verschiedenes. An dieser Stelle soll daher aufgezeit werden, was Verwaltungsreform alles bedeuten kann und was es beinhalten kann. teilweise macht ein Stichwort für sich allein noch keine Verwaltungsreform aus. Vielmehr handelt es sich um ein Modell bzw. ein System: wird an einer Ecke etwas verändert, können sich an ganz anderer Stelle Auswirkungen zeigen.
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Das Vergleichen von Kommunen setzt Kennzahlen voraus. Was "kostet" die Bearbeitung eines Falles in München oder in Hamburg. Trotz abweichender lokaler Unterschiede klaffen die einzelnen Kennzahlen manchmal auseinander und lassen Rückschlüsse auf die Qualität der Organisation zu. |
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Das Berichtswesen kommt ohne Zielvorgaben nicht aus. Es wird über das Erreichen von Zielvorgaben berichtet. Also: erst das Ziel, dann der Bericht. Schriftliche Berichte setzen auch schriftliche Zielvorgaben voraus. Ähnlich wie bei einem Gutachten kann ich nur genaue Berichte erwarten, wenn die Ziele auch ebenso eindeutig festgelegt worden sind. Man unterscheidet zwischen "externen" Berichtswesen zwischen hauptamtlicher und ehrenamtlicher Verwaltung, sowie dem internen Berichtswesen, in dem die Sachbearbeiter der jeweils höheren Stelle "Berichte" vorlegen. Siehe auch Ziele |
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Abteilungen bzw. Einrichtungen erhalten ihe eigenes "Budget". Also einen Kostenrahmen, mit dem allein gearbeitet werden kann. Bleibt am Ende des Jahresetwas übrig, so kann ein Teil davon für Investitionen oder künftige Projekte weiterverwendet werden. Der Rest geht allerdings in den großen Topf zurück. |
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Einige Kommunen richten "Bürgercenter" oder "Bürgerläden" ein. Gemeint ist ein "Front"-Office, das möglichst bürgernah z.B. Anträge entgegen nimmt und Auskünfte erteilt. Also eine Arbeit in der "Breite" vornimmt. Im Back-Office werden diese Anträge dann in ruhe verarbeitet. Probleme gibt es, wenn das Backoffive Fehler macht, die das Front-Office duch Beschwerden aushalten muß. Daher ist ein Wechseln der Rollen von vorn nach hinten un umgekehrt sinnvoll |
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Damit ist nicht "Kontrolle", sondern Steuerung gemeint. Das Controling überwacht die Einhaltung von Zielen und macht Vorschläge, wie der Kurs korregiert werden muß. Zur Not müssen evtl. auch Ziele neu umdefiniert werden. |
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"Elektronische Datenverarbeitung" sagte man früher, heute sagt man "Informationstechnik" (IT). Egal, welchen Ausdruck sie bevorzugen, aus den ehemaligen besseren Schreibmaschinen sind heute Kommunikations- und Informationsgeräte geworden. Wer die Technik nicht "mitmacht", verliert im wahrsten sinne des Wortes den Anschluß. Daher sollte in neue Technik und neue Medien investiert werden - auch ein Aspekt der Verwaltungsreform. |
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"Eine Treppe kehrt man von oben", heißt es. Eine Verwaltungsrefom muß daher auch (oder gerade) ein Umdenken in den Führungskreisen bedeuten. Ohne richtige Führung ist ein Betrieb "orientierungslos". Mehr zur Führung klicke hier. |
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Der Bau und die Unterhaltung von Gebäuden ist ein extrem hoher Kostenfaktor. Sollen Räume gemietet werden oder eigene gekauft werden oder ist leasen besser? Soll eine Fremdreinigung durchgeführt werden oder miteigenen Kräften gereinigt werden? Ist der Fußbodenbelag so ausgewählt worden, daß die geringsten Kosten bei der Reinigung entstehen. Wieviel soll in Energisparmaßnahmen investiert werden, um tatsächlich kostengünstig zu heizen? Fragen über Fragen um die sich das Gebäudemanagement kümmert. Wer über nimmt diese Aufgabe bei Ihnen? |
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In der Verwaltung ist die kameralistische Buchführung vorgeschieben. Wer kaufmännische Buchführung durchführen möchte, muß diese entweder als zweites Buchungssystem einführen (neben der kameralistischen) oder kann sich über "Experimentierklauseln" eine Ausnahme genehmigen lassen. Kameralistische Buchführung hat sich über Jahrhunderte bewährt und hat "Aufgabenerfüllung ohne Gewinne" zum Ziel. Die Kaufmännische Buchführung hat den Vorteil, daß in der Gewinn-und Verlustrechnung am Ende eines Zeitraumes genau gesehen werden kann, was an "Gewinn" herausgekommen ist. |
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Wenn Gremien der Selbstverwaltung und die hauptamtliche Verwaltung gemeinsam Ziele vereinbaren, so wird dies Kontraktmanagement genannt. Siehe auch Berichtswesen . Die oft anzutreffende "Gullideckel"-Mentalität sollte ad acta gelegt werden. Damit ist gemeint, daß sich die Gremien sehr oft mit "Kleinigkeiten" aufhalten, anstatt die wirklich wichtigen Ziele vor Augen zu haben. |
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Behörden sind oft Monopolbetriebe. Man kann seinen Ausweis nur eben "dort" holen. "Warum sollte man sich um seine Kunden bemühen, die kommen doch sowieso hierher?". Diese Haltung trägt nicht zum fröhlichen Miteinander bei. Der öffentliche Dienst wird von den Steuerzahlern bezahlt. Und die haben einen Anspruch auf eine sparsame Haushaltsführung, aber auch auf Offenheit und freundlichen Umgang. Also werden Namenschilder für Mitarbeiter angeschafft, Eingangshallen auf Vordermann gebracht und die Informationsmöglichkeiten stark verbessert. Der öffentliche Dienst ist leistungsfähig - das sollte er auch beweisen! |
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Ein Leitbild enthält die sond ungeschriebenen Regeln. Obgleich ein freundliches Miteinander eigentlich selbstverständlich sein sollte, halten sich viele nicht daran. Ob das mit einem Leitbild besser wird? Zumindest ist es ein Versuch wert. Man sollte also das Leitbild, das alle Mitarbeiterinnen zusammen selbst entwickeln, als Zielrichtung für gemeinsames Handeln und miteinander Umgehen verstehen. Oft taucht die Frage auf: "Was passiert mit den Leuten, die bewußt gegen Leitbild-Regeln verstoßen?" Ob es Sanktionen geben soll, ist zumindest umstritten. Zu beachten ist auch, daß man alte Bäume nicht verpflanzt: Wer sich noch nie kollegial verhalten hat, wird auch auch mit einem Leitbild nicht tun. Aber je besser eine Gemeinschaft ist, desto besser vertägt die Gemeinschaft auch "scwarze Schafe". Das gehört nicht in ein Leitbild: Gesetzliche Regelungen (dann müßte man alle aufnehmen), Einseitige Regelungen zugunsten bestimmter Leute. Überflüssiges "Geschwafel". Festsetzungen "für immer". Das gehört zum Leitbild: eine "Erneuerungsklausel" (nach zwei Jahren wird eine Neuauflage herausgebracht). Regeln für Führungskräfte und Mitarbeiter. Das Wort "wir". |
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Viele Führungskräfte fühlen sich "toll" und verständnisvoll. Ist das wirklich so? Eine Antwort gibt nur eine Mitarbeiterbefragung. Fragebögen, die anonym in Umlauf gegeben werden, werden zentral oder dezentral ausgewertet. Diesen Fragebogen sollten Führungskräfte für sich selbst einmal ausfüllen und danach mit den Ergebnissen der Umfrage vergleichen. Dort, wo erhebliche Abweichungen festzustellen sind, sollte dringend "nachgebessert" werden. Dazu kann man sich sehr gut externer Hilfe bedienen, die nicht nur die Auswertung sondern auch gleich eine Beratung mit anbietet. Aber: die Kosten dafür sind auch extrem hoch! |
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Alle Führungsmöglichkeiten, um Motivation zu fördern, sind in der Verwaltungsreform herzlich willkommen. Ohne die Mitarbeit des personals ist eine Verwaltungsrefom undenkbar. |
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Man wird kaum darum herumkommen: Aufgaben werden neu zugeschnitten, organisatorische Umänderungen finden statt. Delegation fördert die Selbständigkeit der MitarbeiterInnen. Müssen Posteingänge noch zentral eingehen (was ist mit Fax, Telefon und e-mail?)? Die Form des Mediums kann doch nicht entscheidend sein, oder doch? Eine Verwaltungsrefom ohne organisatorische Veränderungen ist kaum denkbar! |
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Die Verlagerung von Aufgaben nach außen. Aufgaben kann man mit wenig Personalaufwand, aber einen größeren Etat, von externen Stellen wahrnehmen lassen. Oder man erledigt die Aufgabe mit eigenem Personal und Engangement selbst - mit einem geringen Etat. |
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Das Personal ist die wichtigste Ressource des Betriebes im Arbeitsleben. Man muß es also motivieren und fördern. Fortbildungsmaßnahmen gehören ebenso dazu wie das Erkennen von individuellen Fähigkeiten. Eine Beförderung hat per Gesetz nach Eignung und Befähigung zu erfolgen. Man sollte also nicht beförden, nur weil man "dran" ist. Oft spricht die erfahrung der Betroffenen dafür, aber eben nicht immer. Das "Peterprinzip " besagt, man wird solange befördert, bis man unfähig ist. Wer als Sachbearbeiter prima ist, muß nicht unbedingt zum Abteilungsleiter geeignet sein. |
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Viele Verwaltungen setzen auf Produkte. Sie fassen bestimmte Tätigkeiten zusammen und geben diesen einen Namen. Diese Produkte tauchen dann auch in den "produktorientierten" Haushalten auf. Auch hier sind sich die Gelehrten nicht einig. Einige Kommunen haben die Produkte bereits wieder abgeschafft. |
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Einige Autohändler werden von den Herstellerwerken nur noch beliefert, wenn sie sich nach DIN ISO 9000 zertifizieren lassen. Dieses Zertifikat kostet je nach Unternehmensgröße mehrere Zehntausend Mark. In den Untersuchungen wird zuvor die Organisation, der Produktionsablauf etc untersucht und optimiert. Danach liegt aber kein starres System vor, sondern es werden Verbesserungen an dre Struktur zur Pflicht gemacht. An den hohen Kosten und dem Erfolg scheiden sich die Geister. |
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Warum müssen alle Arbeitnehmer um ca. 08:00 Uhr mit der Arbeit anfangen. Auch Schulen beginnen um diese Zeit. Straßen sind verstopft, Parkplätze sind rar. Dem Arbeitgeber kosten Büros viel Geld: Heizung, Licht, Reinigung und Inventar sind erhebliche Kostenfaktoren. Mitarbeiterinnen geben Ihre Kinder in Obhut anderer Personen und arbeiten, um dies zu bezahlen. Muß das sein? Warum nicht von zuhause Schreibtätigkeiten abwickeln? Man wird nicht nach "Arbeitszeit" bezahlt, sondern nach tatsächlich geschaffter Arbeit. Wenn die Kinder rufen, ist man sofort da und zuhause fühlt man sich doch am wohlsten. Kein Mobbing, sondern flexible Arbeitseinteilung für Jedermann und Jederfrau ist angesagt. Es ist egal wo man wohnt oder arbeitet. Heute arbeite ich für eine Firma in München, morgen für eine Firma in Berlin, übermorgen für eine Firma auf dem Mond (sehr viel Zukunft). Den zweiten Wagen können sich Familien oft sparen. Kritiker bemängeln mangelnde soziale Kontakte und Probleme mit dem Datenschutz. Dennoch: Telearbeit ist eine sehr zukunftsträchtige Angelegenheit für viele Branchen. |
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Ideal ist es, wenn in der ehrenamtlichen Verwaltung (Gremien) statt über Gullydeckel über Zielfestsetzungen gesprochen wird. Diese Ziele werden der hauptamtlichen Verwaltung vorgegeben. Z.B. Stellen Sie sicher, daß jedem Kind ein Kindergarten-Platz zur Verfügung steht (wenn die Eltern es wollen). Wie dieses Ziel erreicht wird und ob der Kindergarten blau oder gelb angestrichen wird, ist dann nicht mehr Aufgabe der Politik. Die Führungskräfte der hauptamtlichen Verwaltung spalten dieses Ziel in Teilziele auf und delegieren die "Verantwortung und Aufgaben". Über den Zielerreichungsgrad wird schließlich den Gremien berichtet: z.B. "Wir haben es zu 97% geschafft, jedem Kind ein Kindergarten-Platz zur Verfügung zu stellen. Grund: ....." |
(c) Thorsten Dahl, diese Seiten sind unter http://home.foni.net/~thorsten-dahl abrufbar.