Grundbegriffe der Organisation

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Hier finden Sie Informationen zu folgenden Themen:

Organisation

Projektarbeit

Instrumente der Organisation

Aufbauorganisation

Ablauforganisation

Regelkreis

80:20-Regel

Aufgabengliederungsplan und Verwaltungsgliederungsplan

 

Was ist Organisation ?

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Organisation ist der Zusammenschluß von Menschen mit gleichen Interessen

Ein Unternehmen ist eine Organisation.

Ein Unternehmen hat eine Organisation.

Woher der Begriff "Organisation" kommt, kann ich leider nicht genau sagen. Unter http://www.vordenker.de/gerald/orgtheorie.html gibt es aber eine umfasende Erklärung. Organisation heißt auf Lateinisch "temperatio". Man könnte sich vorstellen, daß es etwas "Temporäres", etwas auf Zeit ist. Organisieren heißt auf Latein "ordinare", das auch "ordnen" bedeutet. Vielleicht liegt hier der Sinn: etwas anordnen, in bestimmte Bahnen lenken, verteilen, in Ordnung bringen.

An dieser Stelle ist mit Organisation alles gemeint, was unter das "wie" in der Verwaltung fällt. Wie arbeite ich so, daß andere die Arbeit weiterführen können oder ich nach Wochen etwas wiederfinde oder einen Vorgang weiterbearbeiten kann. Auch die Organisation eines gesamten Betriebes zählt hier hinzu.

Daß mir dabei viele neue Techniken helfen, ist klar. Ich darf mich nicht vor Neuerungen verschließen. Gerade hier ist eine Systematik zu erkennen: Was neu ist oder anders als bisher ist, wird (und wurde) vielfach abgelehnt oder belächelt.Dies ist eine ganz natürliche Sache: mußte doch noch vor etwas über 100 Jahren vor Kraftfahrzeugen ein Fahnenträger vorweglaufen und die Passanten vor dem herannahenden Auto warnen. Man hatte Angst vor der neuen Technik. Dennoch benutzen die meisten Menschen heute das Auto oder das Telefon ganz selbstverständlich.

Hier soll daher alles behandelt werden, was einem die Arbeit erleichtern kann. Von der Bürotechnik über den Aufbau eines Unternehmens bis zur Selbstorganisation eines Einzelnen reicht daher die Spanne. Dies alles ist unter "Organisation" zu verstehen.



Organisation Seitenanfang Übersicht Organisationation Glossar, Stichwortsuche

ist die Zuordnung und das Abstimmen von verschiedenen Tätigkeiten zur Erreichnung eines Zieles.

In einem Betrieb umfaßt die Organisation alle Bereiche, um eine Betriebsbereitschaft zu gewährleisten.

Die Organisation regelt die Arbeitsverteilung, die Zuständigkeit und die Verantwortung.

Organisation ist dann möglich, wenn eine teilbare Aufgabe über einen unbestimmten Zeitraum möglich ist.


Zitat: "Von anderen lernen heißt kapieren, nicht kopieren" Seitenanfang Übersicht Organisationation



Projektarbeit Seitenanfang Übersicht Organisationation Organisationskunde Glossar, Stichwortsuche

Plan

Projektarbeit ist alles andere als Routine. Ein Projekt hat immer einen Starttermin und einen Endtermin. Es beginnt mit der Planungsphase, in der weitere Termine festgesetzt werden und die Ressourcen (z.B. Arbeitszeit, Arbeitsmittel und Finanzen) genau festgelegt werden.

Dann folgt die Umsetzungsphase, in der genau nach Plan die festgelegten Schritte abgearbeitet werden. Natürlich muß auch während der Umsetzung mit Änderungen des Planes gerechnet werden. Es ist aber vorteilhaft, wenn bestimmte Eventualitäten von vorn herein so weit wie möglich berücksichtigt werden.

In der Nachbereitungsphase werden die Erfahrungen bei der Umsetzung des Projektes festgehalten und für evtl. weitere Projekte zugrunde gelegt.

Ein Projekt bestimmt sich durch:  einen klaren Projektauftrag mit Zielen (z.B. auch Termindefinition), Einzelaufgaben und Mitteln

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Instrumente der Organisation: Seitenanfang Übersicht Organisationation Glossar, Stichwortsuche

 

 

 

Vorteil:

  •   rationelle Fertigung

  •   geringe Lagerbestände

  •   leichtere Ersatzteilbeschffung und

  •   Kostensenkung

Nachteil:

  •   Innovation wird beschränkt

Aufgabe: Welche Unternehmenszweige können nach außen verlagert werden ?


In Unternehmen werden diese Bereiche am häufigsten ausgelagert :

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Aufbauorganisation: Seitenanfang Übersicht Organisationation Organisationskunde Glossar, Stichwortsuche Homepage

Jedes Unternehmen hat einen inneren Aufbau. Typischer Aufbau:

a) Leitung: Top Management

b) Abteilungsleitung: middle management

c) Gruppenleitung: lower Management

d) Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter

Dieses hierachische System findet sich in vielen, aber nicht allen Organisationen. Der Aufbau ist natürlich von der Größe des Betriebes, der Anzahl der dort beschäftigten Personen und der Art des Betriebes abhängig.



Organisationssysteme: Seitenanfang Übersicht Organisationation Glossar, Stichwortsuche

Liniensystem: Der Informationsfluß geht über mehrere Instanzen

Stabliniensystem: Stabstellen haben beratende Funktion ohne Weisung innerhalb eines Liniensystems

Funktionalsystem (Mehrliniensystem), erfordert Dienstanweisungen, Gruppen  und Abteilungsleitungen könen sich besser spezialisieren: Sachbearbeiter haben verschiedene Vorgesetzte mit Spezialfunktion

Direktorialsystem: Eine Person allein bestimmt

Kollegialsystem: Mehrere Personen entscheiden zusammen.

Vorteil:

Nachteil:


Dezentrale Organisation:

Schnelle Entscheidungen, kleine Gruppen, geringe Arbeitsstörungen

Zentrale Organistion:

einheitliche Entscheidung, hohe Leistungsfähigkeit, kurze Wege

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Ablauforganisation: Seitenanfang Übersicht Organisationation Organisationskunde Homepage

Aufbau regelt Zuständigkeiten, Ablauf regelt durchzuführende Arbeiten. Vergleichbar mit einem Fahrplan. Die Ablauforganisation setllt sicher, daß alle Betriebsvorgänge reibungslos ablaufen.

Jeder kann erkennen:

Beispiel: Posteingang Postausgang.

  1. Der Brief erreicht den Betrieb.

  2. In der Poststelle (Registratur) wird der Brief geöffnet und mit einem Eingangsstempel versehen.

  3. (Falls vorhanden) geht der Brief über einen "zentralen Posteingang" zur Vorsortierung. Wichtige Briefe weren an den Unternehmensleiter weitergeleitet, Routinebriefe werden den Mitarbeitern zur Bearbeitung gegeben.

  4. Mitarbeiter entwerfen Antworten.

  5. In Unterschriftenmappen werden diese (wenn so festgelegt) dem Vorgesetzen zur Unterschrift vorgelegt.

  6. In der Poststelle werden die Antwortschreiben gefaltet, kouvertiert, frankiert und schließlich zur Post oder Kurierdienst gebracht.


    Dieser Ablauf ist relativ starr festgelegt. Jeder weiß, was er zu tun hat. Nun sind Untersuchungen möglich, die genau festhalten wer was wann genau macht, ob der Brief lediglich weitergeleitet wird oder inhaltlich verarbeitet wird. Auch Durchlaufzeiten können festgelegt werden.

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Organisation im Regelkreis

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1. Definition des Problems

2. Aufnahme des Ist Zustandes

3. Analyse und Auswertung

4. Entwickeln des Soll Konzeptes

5. Realisieren des Soll Konzeptes

6. Überprüfen des Ergebnisses

und wieder zu 1.


Organisation muß "produktiv sein ! Ihr Nutzen soll größer sein als ihre Kosten !

 

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Die 80:20 Regel

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In 20 % der Zeit werden bereits 80% der Arbeiten erledigt. D.h. daß in weiteren 80% der Zeit nur 20 % Aufgaben geschafft werden.

Diese erstaunliche Regel gilt für alle Bereiche. Ich gebe ein Beispiel: Wenn ich ein Gedicht auswendig lerne, dann kann ich bereits nach kurzer Zeit (20% der geplanten Zeit) schon ein recht großes Stück (80%) dieses Gedichtes auswendig. Für den Rest (20% des Gedichtes) brauche ich aber sehr viel mehr an Zeit (80% des gesamten Zeit).

Dieser Effekt spiegelt sich z.B. bei vielen Industrieprodukten wieder:

Z.B. Software: Schon nach kurzer Zeit - sagen wir einen Monat Entwicklungszeit - ist ein Programm eigentlich lauffähig. Nun kann man es noch weitere 4 Monate zur absoluten Fehlerfreihet weiterentwickeln oder gleich auf den Markt bringen. Vorteil, bereits nach einem Monat kann Umsatz gemacht werden. Die Theorie sagt: die Sonderfunktionen oder Ausnahmekonfigurationen, die nicht getestet wurden, nehmen ohnehin nur die wenigsten Benutzer in Anspruch. Man kann ja nach vier Monaten eine weitere Version auf den Markt bringen. Gut, dies ist eine böse Unterstellung, die nicht auf alle Untenehmen in der Softwarebranche zutrifft. Aber diese Regel bzw. Theorie klingt doch rein wirtschaftlich gesehen gar nicht schlecht, oder?

Es gibt aber Branchen, bei denen eine Fehlerfreiheit dazugehört. Dazu zählen z.B. Verkehrsflugzeuge, ärztliche Geräte und Prozessoren für Computer.

Was bringt uns diese Theorie in der Praxis?

Ich habe einmal einen Kollegen erlebt, der bereits zwei Stunden versuchte, eine Seite an einer bestimmten Stelle unterstrichen auszudrucken. Das war allerdings in einer Zeit, als es noch keine oder kaum WYSIWYG-Textprogramme gab. Sein Papierkorb quoll über, er war völlig genervt. "Weißt Du, wie man das unterstrichen ausdruckt?", fragte er. "Klar", antwortete ich, "es gibt eine Methode, das Ergebnis in 5 Sekunden fertig zu stellen". Er war sichtlich überrascht. Ich nahm ein Lineal und seinen schwarzen Stift und zog eine dünne Linie unter der bestimmten Textpassage. "So, nun kannst Du den Brief rausschicken und das mit dem Unterstreichen zeige ich Dir später", lachte ich. Sein Problem war - zumindets in diesem Moment - gelöst.

OK, sein eigentliches Problem, Texte unterstrichen auszudrucken, war in diesem Moment noch nicht gelöst. Aber wie schnell brauchte er diese Funktion wieder? Erstes und vorrangiges Ziel war, einen Brief zu erstellen. Dieses wichtige Ziel war erreicht. In nur 20% seiner verwendeten Zeit, hat er bereits 80% seines Produktes hergestellt - den Brief. Warum er nun so viel Zeit in dieses letzte Problem investierte, blieb offen. Er hätte in dieser Zeit beinahe alle wichtigen Schreiben des Tages erledigen können.

An dieser Stelle sein noch ein wichtiger Merksatz erlaubt:

Zeit, die man zum Schärfen seines Werkzeuges investiert, ist keine verschenkte Zeit.

Dieses Sprichwort zeigt, daß z.B. Weiterbildung, das Nachdenken über Produktionsabläufe oder gemeinsame Gespräche wichtig sind, um einen flüssigen Arbeitsablauf zu garantieren. Spart jemand das "Schärfen" ein, wird er den Rest des Tages über seine stumpfen Werkzeuge klagen und nicht viel schaffen.

 

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Aufgabe: Überlegen Sie, ob die Organisation in Ihrem Betrieb eher eine dienende, herrschende oder Alibi Funktion hat.


Aufgabe: Unternehmensziel: Wer bestimmt es ?

Aufgabe: bestimmen Sie die Ziele eines Unternehmens am Beispiel einer Kommune:

 

Merke:

Wer langsam seinem Ziel entgegen geht, ist immer noch geschwinder als der, der ohne Ziel herumirrt.

Der Mensch kann nicht tausend Tage gute Zeit haben, so wie die Blume nicht hundert Tage blühen kann. Tseng Kuang



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Zentrale Fragen der Organisation sind:

 


Aufgabengliederungsplan und Verwaltungsgliederungsplan

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Der "Einheitsgliederungsplan" ist bereits 1937 entstanden. Damit sollte die kommunale Verwaltungsorganisation vereinheitlicht werden. Der Plan ging von einer Grundaufgabe aus, die von jeder Gemeinde zu erledigen ist.

Auch heute ist es zu begrüßen, wenn Bürgerinnen und Bürger in jeder Stadt einen ähnlichen Aufbau wiederfinden können und sich schnell zurechtfinden können. Allerdings sind heute die Möglichkeiten der Öffentlichkeitsarbeit auch wesentlich besser, so daß es schon Abweichungen geben kann (siehe auch Verwaltungsreform ).

Ein Aufgabengliederungsplan kann also folgende Aufgabenhauptgruppen umfassen:

  1. Allgemeine Verwaltungsaufgaben

  2. Finanzen

  3. Recht, Sicherheit und Ordnung

  4. Schule und Kultur

  5. Sozial- und Gesundheitswesen

  6. Bauwesen

  7. Öffentliche Einrichtungen

  8. Wirtschaft und Verkehr

Diese Aufgabenhauptgruppen unterteilen sich in weitere Aufgabengruppen: Zum Beispiel:

1 Allgemeine Verwaltungsaufgaben

10 Zentrale Verwaltungsaufgaben (u.a. 3.Mitgliedschaften in Vereinen und Verbänden, 5. Allgemeine Angelegenheiten der Gemeindevertretung, 6. Ortsrecht, 8. Repräsentationen und Ehrungen, 9. Organisation, 10. Regelung des Geschäftsganges und des allgemeinen Deinstbetriebes, 11. Maßnahmen der Verwaltungsvereinfachung)

11. Personalwesen (1. Beamte, 2. Angestellte, 3. Arbeiter, 4. Versorgung, 5. Aus- und Fortbildung, 6. Berechnung und Anweisung der Gehälter, Vergütungen, Löhne, .... 9. Dienstwohnungen, 10. Dienststrafsachen, 11. Ehrungen, 12. Schutzkleidung, 13. Soziale Betreuung (Beihilfen, Unterstützungen, Gemeinschaftsküchen, Unfallschutz, Wohnungsfürsorge, 14. Personalärztlicher Dienst,... 18. Dienstausweise)

12. Statistik und Wahlen ...

13. Pressewesen (1. Verbindung zu öffentlichen Informationsdiensten, 2. Unterrichtung von Presse, Rundfunk und Fernsehen über Gemeindeangelegenheiten, 3. Förderung gemeinschaftlicher Interessen, 4. Zusammenarbeit mit anderen Pressestellen, 5. Vorbereitung von Pressebesprechungen, 6. Auswertung kommunalpolitischer Mitteilungen der örtlichen und der überörtlichen Presse in einem Ausschnittdienst, 7. Herausgabe eines amtlichen Verkündungsblattes, 8. Zentrale Auftragserteilung für Anzeigen an die Presse)

14. Rechnungsprüfung ...

entsprechend gliedern sich die weiteren Aufgabenhauptgruppen ebenfalls weiter auf. Auch jede Aufgabengruppe kann sich weiter aufteilen.

Der Verwaltungsgliederungsplan zieht aus dem Aufgabenkatalog (Aufgabengliederungsplan) die organisatorischen Folgen: Für jede Aufgabengruppe ist meist ein Amt gebildet worden. Das Amt wird demnach als kleinste organisatorische Einheit (nicht zu verwechseln mit dem Amt als gemeinsame Verwaltung für mehrere Gemeinden). Aber auch hier sind örtliche Abweichungen möglich.

Der Rahmengliederungsplan sieht folgende Einzelverwaltungen vor:

  1. Allgemeine Verwaltung

  2. Finanzverwaltung

  3. Rechts-, Sicherheits- und Ordnungsverwaltung

  4. Schul- und Kulturverwaltung

  5. Sozial- und Gesundheitsverwaltung

  6. Bauverwaltung

  7. Verwaltung für öffentliche Einrichtungen

  8. Verwaltung für Wirtschaft und Verkehr

Auch hier sind weitere Untergliederungen möglich. Zum Beispiel

2 Finanzverwaltung

20. Kämmerei

21. Stadtkasse

22. Steueramt

23. Liegenschaftsamt

Wie gesagt, alle oben genannten Pläne sind Muster, die in jeder Verwaltung unterschiedlich ausgestaltet sein können. Ich empfehle, die tatsächlichen Aufgaben regelmäßig zu prüfen, Pläne den neuen Erfordernissen anzupassen und entsprechend die Organisationspläne regelmäßig neuen Verhältnissen anzupassen.


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