Bibliographie zur Zeitschrift Tangodanza

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Erläuterungen zu den bibliographische Erfassungkriterien

Wer die Bibliographie an einer beliebigen Stelle betrachtet, wird zunächst nicht umhin können, ihr im bibliographischen Aufbau eine gewisse Kompliziertheit anzumerken. Dies liegt jedoch nicht im Verantwortungsbereich des Bibliographen, sondern vielmehr in der Verantwortung der Redaktion, die ab dem Heft 0 von 1999 zunächst eine, dann aber ab Heft 10 von 2002 zwei unterschiedliche Heftzählungen parallel führte.

Sie verwendet daher sowohl fortlaufende als auch im Jahrgang nicht fortlaufende Ausgabebezeichnungen. So ist beispielweise das Heft 11 von 2002 zugleich die Ausgabe Nummer 3 des vierten Jahrgangs. Eine Rückenbezeichnung mit fortlaufenden Nummern über die Grenzen der Jahrgänge hinweg wurde erstmals mit der Klebebindung eingeführt, die 2002 die Klammerbindung der Zeitschrift ablöste.

Beide Heftbezeichnungen bringen nun für sich allein genommen Schwierigkeiten mit sich. Die fortlaufende Numerierung ist zwar praktisch, schließt aber die Ausgaben 0 bis 9 aus. Die im Jahrgang immer wieder von 1 bis 4 durchgezählte Ausgabenbezeichnung hingegen erfordert für den Nachschlagenden einen großen Aufwand und viel mehr Verwechslungsmöglichkeiten.

Daher entschied sich der Bibliograph für eine Anführung beider Zählungen, wobei der Zählung über die Jahrgänge hinaus (1 bis 23 und folgende ) der Vorzug gegeben wurde. Erst danach erscheint bei jeder Titelaufnahme auch die Bezeichnung "[Ausgabe ... ejusdem anni]", die im Beispielfall "[Ausgabe 2 ejusdem anni]" die zweite Nummer des laufenden Jahrgangs kennzeichnet und stets zwischen den Ziffern 1, 2, 3 und 4 pendelt. Um möglichst verwirrende Abkürzungen wie "d.lfd.Jhrs." oder ähnliche kryptische Abreviaturen nach den Ziffern zu vermeiden, wurde seitens des Bibliographen das eindeutige und kurze lateinische "ejusdem anni" (desselben Jahres) benutzt.

Ein zweites Manko beim Bibliographieren ergab sich durch die Vershciedenartigkeit der Rubrikenvergabe seitens der Redaktion. Denn die Rubrikentitel sind nicht regelmäßig fest vergeben worden, sondern richten sich mehr nach den eigentlichen Inhalten. Portraits von Tangokünstlern wurden teilweise unter der Rubrik "Galerie", teilweise unter der Rubrik "Portrait" verarbeitet. Gelegentlich wechseln auch innerhalb einer Artikelreihe die Rubrikentitel, so wurden "Die Chansons des Tango" von Raimund Allebrand zweimal in der Rubrik "Tango-Lied" und einmal in der Rubrik "Serie" abgedruckt.
Auch gibt es Inhalte in Rubriken, die damit inhaltlich in keinem Bezug stehen, so wird ein Artikel über das Theater am Hebbelufer in Berlin unter der Rubrik "Tango & Bühne" gebracht, obgleich der Tango in dem Aufsatz gar nicht vorkommt, sondern es um argentinisches Theater im Allgemeinen geht.

In der Regel erscheint aus diesen Gründen eine Suche nach Rubriken nur in eingeschränktem Maße zum Erfolg zu führen und vereinigt durchaus nicht immer gleich angelegte Inhalte, auf die sich der Leser verlassen könnte. Ausnahmen sind die Buch- und Hörscheibenbesprechungen, obgleich auch Rezensionen zu klanglichen Novitäten in anderen Rubriken zu finden sind, zum Beispiel gelegentlich unter der Rubrik "Elektrotango".

Trotzdem wurden hier in der Bibliographie die Rubriken als einteilende Ordnungskriterien betrachtet, da eine reine Sortierung nach Autorennamen für den thematisch zugreifend Interessierten eher sinnlos gewesen wäre.

Aufgenommen in diese Bibliographie wurden alle selbständig erschienenen Aufsätze, abseits davon aber auch Leserbriefe, die in aller Regel ohne Titel erschienen sind. Leserbriefe wurden aufgenommen, da sie oftmals Kritiken an bestimmten Erscheinungen des Tangolebens oder an Aufsätzen nahmen und daher zur Meinungsbildung in der Diskussion erheblich beitrugen. Sie wurden aber nur dann aufgenommen, wenn sie einen Sinngehalt abseits kurzer Lob- oder Kritikäußerungen und damit inhaltlich zu reflektierende Substanz besaßen.

Verzichtet wurde dahingegen vollständig auf die bibliographische Erfassung der folgenden Inhaltsrubriken und Aspekte: Editorial, Inhaltsverzeichnis, Tanzkalender, Veranstaltungshinweise, Workshopankündigungen, Annoncenteil, Kleinanzeigen, Inhalte aus dem Abschnitt "In eigener Sache" (Adressenänderungen von eMail-Anschriften et cetera), Reisepläne, Kioskoabschnitt mit Kaufangeboten für Bücher, Hörscheiben, Postkarten und Plakate. Diese Rubriken dienten vor allem dem Tagesgeschäft und besitzen daher keine erhöhte bibliographische Bedeutung. Sie mögen zwar später als Quelle für bestimmte Forschungen dienen können, jedoch ist es das Ziel der vorliegenden Arbeit, vor allem solche Aufsätze und Inhalte der Zeitschrift zu erfassen, die über das Tagesgeschäft hinaus bleibenden Wert für den Tango besitzen.

Zur Vereinheitlichung der oft sehr unterschiedlich und vielfach ohne Interpunktionen gestalteten Titel und Untertitel wurden hier Interpunktionszeichen eingefügt, auch wenn sie nicht im Titel selbst enthalten waren. Dadurch soll die Abgrenzung verschiedener schrifttumskundlicher Auskünfte klar gewährleistet werden. Dazu gehörte auch die Bibliographierung von Aufsätzen ohne Verfassernamen oder Titel, in diesen Fällen wurden lediglich die Angaben "Nomen Nescio" [11] sowie "Ohne Titel" verwendet, wobei dann allein über die Annotationen in den eckigen Klammern Auskünfte über den Inhalt ermittelt werden können.

Diese eckigen Klammern sind bei jedem Titeleintrag vorhanden und beinhalten Zusammenfassungen der Inhalte des jeweiligen Aufsatzes mit einer Kurznennung der angesprochenen Themenbereiche und eine kurze Stellungnahme der möglicherweise vorhandenen Tendenz und Richtung des Aufsatzes, sofern diese Auskünfte nicht bereits aus dem Titel und Untertitel des Aufsatzes selbst hervorgingen. Diese Annotationen helfen dem Benutzer bei der Entscheidung, ob er den Aufsatz wirklich heranziehen möchte, sie ermöglichen eine regestenähnliche tiefergehende Kurzinhaltsangabe mit zusätzlichen Auskünften, die sich allein über den Aufsatztitel nicht erschließen lassen.

Dabei wurde Wert gelegt auf möglichst einheitliche Annotationsbegriffe. So findet man Diskussionen um das Für und Wider von gleichgeschlechtlichem Tangotanzen immer auch unter dem Stichwort "Queer-Tango", Überlegungen zum Sinngehalt des Tangos in philosophischer Hinsicht immer unter dem Stichwort "Reflektionen zum Tango" et cetera.
Bei den hier in der Bibliographie gelegentlich auftauchenden unterschiedlichen Schreibweisen von Autorennamen wurde jeweils das Original beibehalten, auch wenn Fehler offensichtlich waren. So werden Namen teils mit Bindestrich, teils ohne Bindestreich geschrieben, zum Beispiel "Hans Peter Salzer" und "Hans-Peter Salzer".

Dem aufmerksamen Betrachter der Bibliographie wird fernerhin auffallen, daß hier alte und neue Rechtschreibung gemischt sind, jedoch nach einem einheitlichen System. Die Tangodanzatitel und Untertitel wurden im Original in neuer Rechtschreibung verfaßt, an die sich der Verfasser der Bibliographie jedoch nicht gebunden fühlt, so daß dessen Annotationen in den eckigen Klammern nach den Regeln der alten Rechtschreibung verfaßt wurden.

Schließlich soll noch bemerkt werden, daß die Seitenangaben absolute Bezeichnungen darstellen und auf Angaben wie "f" und "ff" aus Gründen der Exaktheit verzichtet wurde. Seitenzahlen verorten daher immer den genauen Beginn und das genaue Ende des Aufsatzes. Zuletzt soll ein Beispieleintrag gebracht werden, um die durchgehend angewendete Systematik in der vorliegenden Bibliographie zu verdeutlichen:

In diesem Falle wurde von den Autorinnen Gabriele Sohia Börges und Sonja Schultz ein Aufsatz mit dem Titel "Wem gehört der Tango?" geschrieben. Er beinhaltet neben Reflektionen zum Tango ein Plädoyer für die Lebendigkeit des Tangos, behandelt das Thema Rollentausch und faßt Reaktionen auf den entsprechenden Film Dance the Gender zusammen. Zu finden ist der Aufsatz im dritten Jahrgang der Tangodanza, also dem Jahre 2001, insgesamt im Heft 5, welches zugleich das erste Heft des Kalenderjahres ist. Der Aufsatz befindet sich ausschließlich auf der Seite 59, ist daher nicht länger als eine DIN-A-4-Seite, eingereiht wurde er von der Redaktion in die Diskussionsrubrik.

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