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Juni / Juli 2005
 
 
Tag 17: Stockholm 3 (16,15 Km)
Abschied von Stockholm

Der fürs erste letzte Tag in Stockholm begann mit einem ausgedehnten Frühstück. Langsam schlenderte ich vormittags zum Küchenhäuschen und bereitete mir gemütlich mein Essen zu, denn es galt, Zeit tot zu schlagen. Meine Fähre sollte erst am Nachmittag gen Helsinki ablegen, und so hatte ich gute Gelegenheit zum Trödeln. Bei bestem Wetter radelte ich mit nun wieder vollgepacktem Rad in die City zum Fähranleger. Dort erfuhr ich zu meinem Erstaunen, dass ich trotz meiner Zeitschinderei noch viel zu früh angekommen war, weil die Angaben auf dem Ticket ein wenig irreführend waren. So hockte ich mich auf einen Betonklotz auf dem Check-In Parkplatz und wartete mir einen ab.

Zwei Stunden später konnte ich endlich an Bord, wo ich sofort meine 3-Mann Couchette bezog. Diese allerbilligste Kabinenkategorie befand sich auf diesem Schiff der Viking-Lines auf dem Ankerdeck, also noch unterhalb der Autodecks. Ich teilte dieses klägliche Domizil für eine Nacht mit einem finnischen Taxifahrer, der einen Motorrad-Urlaub in Deutschland gemacht hatte, und einem jungen kanadischen Touristen, der auf Europatour war. Er tauchte in der Kabine aber nur kurz auf und trieb sich ansonsten bis Frühmorgens irgendwo auf dem Kahn zum Feiern rum. Am Abend versorgte ich mich im Duty-Free-Shop mit dem Allernötigsten (Bier, Wodka, Chips) und begab mich an Deck, um die Fahrt durch die Schären zu bewundern.



Blick in die drei-Mann Couchette auf dem Ankerdeck




Stockholmer Schären




Stockholmer Randgebiete, seeseitig




Rätselhafte Schäreninseln...


Ein gemütlicher Abend auf der Fähre

Durch die endlosen Schären sieht die Ostsee in dieser Gegend nicht im geringsten nach "Meer" aus. Lange saß ich an Deck und ließ die nicht enden wollenden Inseln, Inselchen und Felsen an mit vorüber ziehen. Am späteren Abend versorgte ich mich nochmal mit wichtigen Lebensmitteln aus dem Duty-free-Shop (s.o.) und hockte mich, weil es draußen zu windig wurde, auf einen freien Sitzplatz auf dem Vergnügungsdeck und schaute durch eine Glasscheibe nach draußen. Hinter mir übte ein Gitarrist seinen Job aus und ratterte alle möglichen bekannten Lieder herunter. Auch "Wish You Were Here" von Pink Floy war dabei. Dem armen Lied wurde übel zugesetzt.

Gegen 23 Uhr tauchten die finnischen Åland-Inseln auf und wir legten um halb Zwölf in Mariehamn an. Fasziniert fotografierte ich die Abendstimmung, zumal es sommers in diesen Breiten bereits nicht mehr so richtig dunkel wird. Als sich das Schiff dann auf den Weg nach Helsinki machte, kroch ich in die Koje und ließ mich vom beruhigenden Brummen der nahen Turbinen in den Schlaf singen.



Mariehamn im späten Abend




Einsamkeit und Ruhe auf See





Wetter: hochsommerlich und heiss.
Übernachtung: Drei-Mann-Couchette auf dem Ankerdeck der Fähre.
Gesamtkilometer: 1229,99




 
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