Jürgen Scharnweber, 42, Museumsdirektor Dömitz:
Die Wiederherstellung der Brücke, ob nun der alten oder einer neuen, und der dazugehörenden Bahnlinie ist zu begrüßen. Güterverkehr muß runter von der Straße. Er ist hinderlich, was auch zwischen Ludwigslust und Dömitz deutlich wird. Der Transport von Gütern ist auf der Schiene wirtschaftlicher als auf der Straße."
Hans J. Zimmermann, 55, Bürgermeister in Ludwigslust:
Ich bin eindeutig dafür, weil diese Strecke wesentlich dazu beiträgt, den Güterverkehr von der Straße auf die Schiene zu verlegen. Mittlerweile werden Lasten bis zu 50t auf der Straße bewegt. Viele Fahrbahnen können das vom Unterbau her gar nicht ab. Und Straßenschäden belasten kommunale Haushalte." SVZ, 6.Dezember 1997
B. Genth in express vom 11.Dezember 1997
... Aus dem niedersächsischen Verkehrsministerium kam die Kunde, daß der dort zuständige Minister die Zugleistungen für die Bahnstrecke Lüneburg nach Dannenberg zum nächsten Fahrplanwechsel abbestellen will. Mit so einer Maßnahme würde auch der Lückenschluß über die Elbbrücke in Dömitz in weite Ferne rücken. Da sowohl der Landkreis Ludwigslust als auch die südlichen Nachbarn im Kreis Lüchow-Dannenberg von eineer gut funktionierenden Eisenbahn auf dieser Strecke profitieren, setzen sich die Regionalpolitiker für dden Erhalt und den Aussbau der Strecke ein."
Ulrich Deuker, Malliß:
Ich fordere die ministerialen Stellen in Schwerin und Hannover auf, keine Scheuklappen anzulegen und nur kurzfristig zu denken. Die Eisenbahnstrecke Dömitz-Lüneburg hat eine Zukunft, wenn der Fahrplan, einschließlich der Anbindungen an die Hauptstrecken sowie eine Abstimmung mit dem Busnahverkehr, günstig gestaltet wird."
Klaus-Dieter Feige, Landtagsabgeordneter in Mecklenburg-Vorpommern:
.... die Raumordnungsprogramme beider Bundesländer haben in der Perspektive einen Brückenbau vorgesehen." Anmerkung: Die Strecke sollte sogar elektrifiziert werden!
Winffried Wolf:
Die Sillegung von Nebenstrecken ist nicht einmal betriebswirtschaftlich vernünftig. Die alte Bundesbahn war in internen Untersuchungen immer wieder zu dem Ergebnis gekommen, daß bei dem größten Teil der Streckenstillegungen in der Fläche das Wirtschaftsergebnis negativ beeinflußt wurde. Schließlich nimmt mit jeder Stillegung die Zahl der möglichen Streckenrelationen für Zugreisende überproportional ab. So gehen wichtige Zubringerleistungen für Hauptstrecken verloren."
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