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Klein Wesenberger Chronik

1882 bis 1885

Kirchenbrand und Neuaufbau

Am Sonntag Jubilate, den 30. April 1882 wurde die Klein Wesenberger Kirche durch eine Feuersbrunst zerstört. Nachmittags zwischen 1:00 und 2:00 Uhr hatte ein Blitz in das neben der Kirche stehende Fährhaus eingeschlagen. Bei starkem Sturm hatte das Feuer auf das hinter der Kirche an der Nordseite gelegene Schul- und Organistenhaus übergegriffen. Von dort hatte es auch die Kirche erfaßt.
Es mußte ein neues Gotteshaus errichtet werden. Damit wurde der Reinfelder Baumeister Voß beauftragt. Am Sonntag Laetare, den 23. März 1884 war Grundsteinlegung.
Nach dem damaligen Zeitgeschmack wurde die Kirche im neugotischen Stil erbaut. Sie ist heute (1985) nicht mehr ganz in ihrem ursprünglichen Aussehen erhalten. Im Laufe der Jahre wurden einige bauliche Maßnahmen getroffen, die ihre Charakteristik aber nicht veränderten.
Am Freitag, den 27. März 1885, war die feierliche Einweihung der neuen Kirche. Im Innern war sie nicht in allen Eizelheiten vollendet. Die Ausschmückung geschah erst in den folgenden Jahren.
Aus der alten Kirche fanden die Taufe, das Kruzifix und das Wappen des Wesenberger Hofes wieder in ihr einen Platz. Der Taufstein ist der älteste sakrale Gegenstand unserer Kirche. Das Wappen stammt wahrscheinlich aus dem jahre 1706. Es befand sich bis zu dem Brand am "Trenthorster Stuhl". Eine Hälfte stellt das von Wettken'sche, die andere das von Plessen'sche Wappen dar. Das Kruzifix wurde etwa 1675 der Kirche von dem Plönschen Herzog gestiftet. Es diente ursprünglich als Altaraufsatz. Im Mittelalter war die Baumgestalt des Kreuzes nicht unüblich. Solche Astgabelkreuze symbolisierten den Lebensbaum.

Quelle: 1885 -1985 - Unsere Kirche steht einhundert Jahre

 

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