| Solarstrom für Tansania |
(veröffentlicht im
Gemeindebrief November 2002) |
| "Mit dem
Geld, das unsere Solaranlage abwirft, wollen wir Solaranlagen in
Tansania fördern", so hatte es der Kirchenvorstand Klein
Wesenberg vor zwei Jahren beschlossen. |
| Nun, jetzt
ist es soweit. Das Solardach auf unserem Klein Wesenberger
Kindergarten arbeitet seit über einem Jahr sehr erfolgreich, die
angepeilten 4000 kwh pro Jahr sind bereits überschritten. Damit
werden in diesem Jahr nach Abzug der jährlichen Schuldentilgung
für das Dach selbst noch Gelder übrigbleiben. |
| Der
Kirchenvorstand Klein Wesenberg hat nun beschlossen, diese Gelder
dem Verein "Deutsch-Tansanische Partnerschaft e.V."
zukommen zu lassen. Und mehr noch, die Kirchengemeinde wird als
juristische Person Mitglied in dem Verein werden. |
| Was ist das
für ein Verein? Der Verein ist in Hamburg angesiedelt und lebt ganz
wesentlich von der Initiative seiner Vorsitzenden, Frau Andrea
Karsten. Diese hat nämlich auf der Insel Sansibar mit mehreren
Schulen ein Solarlampenprojekt begonnen. Die Schülerinnen und
Schüler bauen die Lampen selbst zusammen und vermeiten sie dann.
Begleitet wird das Ganze von zwei deutschen Zivildienstleistenden,
im Augenblich sind das Kolja Bopp und Christian Wienberg. Und seit
neuestem interessiert sich auch eine Schule auf dem Festland, in Dar
es Salaam für das Lampenprojekt. |
| Daneben ist
der Verein auch Mitglied im Verein "North South
Initiative", der in Zusammenarbeit mit der evangelisch
lutherischen Kirche Tansanias sogenannte "Enterprises of
Trust", Vertrauenswerkstätten für den Bau und Verleih von
Solarlampen und Solargeräten in Tansania aufbaut. |

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| Der Verein
hilft also auf verschiedenen Weisen. Er unterstützt die Menschen in
Tansania, alternative Energiequellen zu finden und ihren
Lebensstandard wesentlich zu verbessern. Wer einmal in den Tropen
war, weiß, daß um sechs Uhr abends die Sonne untergeht, zu allen
Jahreszeiten. Danach ist man auf künstliches Licht angewiesen. Und
viele Dörfer sind nicht ans Stromnetz angeschlossen. Die
Alternative ist Brennholz oder Petroleum, umweltschädlich und für
viele unerschwinglich. Tansania importiert zur Zeit ebensoviel
Petroleum wie Dieselkraftstoff für LKWs. |
| Und der
Verein hilft auch, daß Menschen verschiedener Nationen sich
verstehen lernen. Die beiden Zivildienststellen des Vereins sind
jetzt zum dritten Mal besetzt worden. Vielleicht auch ein Abenteuer
für junge Männer unserer Gemeinde, die sich zum Zivildienst
entschließen. |
| In Zukunft
werden wir Sie regelmäßig über die Aktivitäten "unseres
Vereins" unterrichten. Und natürlich freut sich der Verein
auch über jede Spende über die Erträge aus dem Solardach hinaus.
Und wir freuen uns über die gemeinsame Zusammenarbeit. |