Kjersti Ericsson

VORWORT ZUR 1. NORWEGISCHEN AUFLAGE

Dieses Buch ist eigentlich von viel mehr Menschen geschrieben worden als mir. Es ist ein Produkt der Diskussionen, die über mehrere Jahre hindurch im frauenpolitischen Milieu innerhalb und rund um die AKP (ml) geführt worden sind. Und dieses Milieu hat wiederum Impulse von einem weit größeren Kreis erhalten: von Frauenaktivistinnen und Frauenforscherinnen und -forschern, die durch ihre Praxis und Theorie Frauen ein neues Bewusstsein und ein neues fundiertes Wissen gegeben haben. Was zum Lesen auf diesen Seiten steht, geht selbstredend auf meine eigene Kappe. Aber was die dahinter stehende Arbeit betrifft, so stehe ich damit nicht alleine. Mit dem Benennen von Namen zu beginnen, wäre hoffnungslos. Einige ergeben sich aus der Liste der Literaturverweise3 hinten. Aber viele, die dort nicht genannt sind, haben sich ebenfalls an diesem Prozess beteiligt. Das Entwickeln von Frauenpolitik ist ein kollektives Unterfangen, bei dem das Recht auf Eigentum an Ideen und Gedanken nicht praktiziert worden ist.

Einen Namen möchte ich trotzdem nennen: die Zeitschrift «Materialisten»4. Im Laufe der Jahre hat diese Zeitschrift eine lange Reihe wichtiger Beiträge aus dem Bereich der Frauenforschung gehabt. Viele von ihnen sind von Frauen geschrieben, die sowohl Forscherinnen als auch Frauenaktivistinnen sind, und ihre Problemstellungen sind ebenso vom praktischen Kampf wie von einer «rein» wissenschaftlichen Neugier her bestimmt. «Materialisten» ist eine fachübergreifende Zeitschrift mit einer kritischen und radikalen Ausrichtung. Gerade dies hat sie dazu befähigt, eine derart wichtige Rolle bei der Entwicklung eines neuen und umstrittenen Gebietes zu spielen, obgleich die Ressourcen klein sind, und das Blatt sich von Luft und Liebe am Leben erhält.

Ein herzlicher Dank den Genossinnen und Genossen im Büro der AKP (ml), die mich von den täglichen Aufgaben als Leiterin der AKP (ml) beurlaubt haben, um dieses Buch schreiben zu können. Auch Dank denen, die sich die Zeit genommen haben, das Manuskript durchzusehen und mir nützliche Kommentare gegeben haben: Jorun Gulbrandsen, Cecilie Høigård, Siri Jensen, Geir Lundby, Jørn Magdahl, Eilev Ryste, Pål Steigan. Dass sich auf dieser Liste mehr Männer als Frauen befinden, darf als Zeichen dafür aufgefassst werden, dass für Frauen die Zeit für Konzentration ein noch knapperes Gut ist als für Männer, auch in der AKP (ml).

Oslo 1/3 1987
Kjersti Ericsson

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Anmerkungen

(4) «Materialisten» = «Der Materialist», - Die hier verlinkte Internet-Präsenz dieser Zeitschrift war lediglich bis Januar 2004 erreichbar. Eine Rückfrage ergab, dass die Seiten lange nicht aktualisiert worden waren, und daher zunächst aus dem Netz genommen wurden. Voraussichtlich im Sommer/Herbst soll eine völlig neu gestaltete Homepage erscheinen. Falls diese Seiten der Übersetzung dann noch online sein sollten, wird der neue Link dann hier gesetzt werden.