NEUES ZUR HERAUSGABE
Die Sicherheitspolitik kommunistischer Buchverlage hat manchmal ihre guten Seiten dort, wo sie am wenigsten vermutet werden: Beim Suchen im undurchdringlichen Dickicht verschlungener Depots in Norwegen ist noch ein ganzer Schwung der englischen Ausgabe von Schwestern, Genossinnen! gefunden worden. Die v.a. wegen einer größeren Sammelbestellung von Freedom Road geplante 2. Auflage dieser vergriffen gewähnten Ausgabe entfällt damit, und die frei werdenden Mittel stehen für die Produktion der deutschsprachigen Printausgabe zur Verfügung!
Jetzt geht es also vorranig um Vertriebswege. Und bei einem der bekannteren linken Buchverlage wird gerade diesbezüglich gelesen. Bitte Daumen drücken!
Im kommenden Monat setzen sich zwei Frauen, nicht nur räumlich unabhängig voneinander, an ihren Schreibtisch, um jeweils ein Vorwort zur deutschsprachigen Ausgabe zu verfassen. Die eine sitzt in Norwegen und heißt Kjersti Ericsson, die andere ist eine nicht ganz unbekannte Genossin aus Deutschland.
Am 30./31. Oktober 2004 wird der 6. Frauenpolitische Ratschlag in der Heinrich-Heine-Universität in Düsseldorf stattfinden (s. Link im Frame ganz oben). Ich weiß ja, dass ich niemanden stressen soll, aber wenn ich im Hinblick auf das Erscheinen der deutschsprachigen Ausgabe von Schwestern, Genossinnen! einen Wunsch frei hätte, dann wäre dieses Datum meine Wahl.
... stehen die Sterne günstig?
... der Übersetzer
ZUR HERAUSGABE DER DEUTSCHSPRACHIGEN AUSGABE VON SCHWESTERN, GENOSSINNEN!
Auf der Redaktionssitzung des Verlages Røde Fane am 18. Mai 2004 in Oslo wurden Fragen rund um die Herausgabe der deutschsprachigen Ausgabe des Buches erörtert. Die Herausgabe soll demnach zweigleisig vorbereitet werden:
- Es wird (weiter) nach einem Verlag im deutschsprachigen Raum gesucht, der Interesse an der Herausgabe von SCHWESTERN, GENOSSINNEN! hat, oder das Buch in seinen Vertrieb übernehmen möchte,
- parallel dazu wird darum gebeten, dass Organisationen, die Interesse an der Abnahme einer gewissen Anzahl von Exemplaren der deutschsprachigen Ausgabe haben, eine Vorbestellung über die hier angegebene E-Mail-Adresse vornehmen (dies gilt auch für InteressentInnen, die sich ein einzelnens Exemplar der deutschen Ausgabe sichern möchten).
Das Buch wird auf jeden Fall in deutscher Sprache erscheinen, unabhängig davon, ob es von einem Verlag im deutschsprachigen Raum oder vom Verlag Røde Fane selbst herausgegeben bzw. vertrieben wird. Von daher, und im Zusammenhang mit einer angedachten Rundreise der Autorin, um das Buch vorzustellen und die Standpunkte zu diskutieren, gewinnt eine realistische Kalkulation der Höhe der Auflage an Bedeutung, wozu ihr also durch eine Vorbestellung einen wichtigen Beitrag leisten könnt.
... der Übersetzer
«POWERCAT» MIT ERSTEM DEUTSCHEN WEBKATALOG-EINTRAG VON SCHWESTERN, GENOSSINNEN!
Als erster deutscher Webkatalog hat das Frauenportal POWERCAT positiv auf die Anfrage reagiert, die Seiten dieser Online-Übersetzung in ihren Katalog aufzunehmen. Dort hat sie, neben anderen interessanten Links, in der CATegorie: in der Gesellschaft/Politik, ihren Platz gefunden. Zur Startseite von POWERCAT geht es hier.
ÜBERSETZUNGSSEITE AB HEUTE OFFIZIELL ONLINE!
Nachdem die Existenz dieser Seite knapp sieben Monate lang ausschließlich einer unvollständigen Auswahl progressiver und linker Organisationen und Persönlichkeiten mit frauenpolitischem Hintergrund bekannt gemacht worden war, habe ich heute damit begonnen, sie bei verschiedenen Suchmaschinen und frauenbezogenen Katalogen anzumelden bzw. vorzustellen. - Nun bin ich gespannt, wie sich dies auf den Besuch der Übersetzungsseite von «Schwestern, Genossinnen!» auswirken wird.
Die rund 320 Besuche in den vergangenen sieben Monaten scheinen mir doch eine relativ große Zurückhaltung bei den Benachrichtigten zu signalisieren, was das Weiterverbreiten der Existenz dieser Online-Übersetzung betrifft, auch wenn es eine ganze Reihe positiver Feed-Backs, überwiegend von einzelnen Frauen, gab.
Die Initialzündung, die irgendwo die Analysen und Standpunkte von Schwestern, Genossinnen! in eine kollektive Diskussion einbindet, und diese weiteren Teilnehmerinnen zugänglich macht, steht in den deutschsprachigen Ländern noch aus.
In Kürze - etwa zeitgleich mit der Erreichbarkeit dieser Seiten über Suchmaschinen und Web-Verzeichnisse - beginnt hier die Übersetzung des 10., und damit letzten Kapitels: DER KAMPF ZUR VERÄNDERUNG DER HERZEN DER MENSCHEN. Spätestens nach dem Lesen dieses Kapitels wird sich an den Feed-Backs auf diesen Seiten zeigen, ob auch deutsche Herzen zu verändern sind. ;-)
Eine aufschlussreiche Lektüre wünscht
der Übersetzer
BITTE DES ÜBERSETZERS
Gern würde ich die Intention der Herausgeberinnen, « ... dass das Buch sowohl von Frauen in der revolutionären Bewegung als auch von vielen anderen Frauen gelesen, diskutiert und in Gebrauch genommen wird.» noch besser unterstützen. Daher wende ich mich an alle, die nach einer ersten Lektüre vorliegender Kapitel den Eindruck gewonnen haben, dass bestimmte Analysen und Standpunkte wichtige Perspektiven präsentieren, die auch in deutschsprachigen Ländern zu einer Bereicherung der Debatte um eine revolutionäre Frauenperspektive im Heute und für den morgigen Tag beitragen könnten.
Es liegen jetzt gut drei Viertel des Buches übersetzt vor, und die Anzahl von bislang rund 300 Aufrufen dieser Internetpräsenz der deutschsprachigen Übersetzung müßte sich doch noch um einiges steigern lassen. Eine abschließende Würdigung kann natürlich erst vorgenommen werden, wenn das Buch komplett übersetzt worden ist. Aber es gibt meines Wissens nicht gerade ein üppiges Angebot vergleichbarer Werke. Es ist auch ausdrücklich erwünscht, dass in Zeitungen, Zeitschriften, Maillinglisten und auf entsprechenden Internetseiten Hinweise auf diese Übersetzungsseite gegeben werden, und dabei bitte ich um Mithilfe. Gern wird dann hier eine Seite eingerichtet, auf der diese Medien aufgelistet und verlinkt werden.
Danke für die Beförderung der Debatte,
vom Übersetzer
DISKUSSIONEN, VERANSTALTUNGEN, VERLAGE
Neben erfreulichen Rückmeldungen von Freundinnen aus meinem Bekanntenkreis, gab es diesmal eine freundliche Anmerkung aus der Frauen- und Geschlechterforschung, die mich auf Fehler bei den Übersetzungsresultaten geschlechtsbezogener Berufsbezeichnungen im 1. Kapitel hinwies. Ich habe es geahnt, dass ich (als Mann und mit den geschlechtsneutralen norwegischen Berufsbezeichnungen im Hinterkopf) solche Fehler fabrizieren kann; die Korrekturen sind vorgenommen und das Intro sowie das 1. Kapitel dementsprechend aktualisiert worden. Bitte weiterhin um Hinweise für eine gelungene und verständliche Übersetzung an meine E-Mail-Adresse.
Wie vielleicht einige von euch in der linken Spalte gesehen haben, ist die erste Hälfte der gesamten Rohübersetzung jetzt fertig. Das bislang Übersetzte entspricht dem, was Kjersti Ericsson in ihrer Einleitung wie folgt beschreibt:
«Der erste Teil (die ersten fünf Kapitel) handelt davon, wie die Frauenunterdrückung in das ökonomische System und die Machtstruktur des Kapitalismus eingewebt ist: Wie der Kapitalismus «das Weibliche» an der weiblichen Arbeitskraft ausnutzt, um sich Extraprofit in der Produktion zu verschaffen. Wie der Kapitalismus sich die unbezahlte Hausarbeit der Frauen zu Nutze macht, um seine eigenen Kosten niedrig zu halten. Wie die Bourgeoisie sicherer die Zügel in der Hand behält, wenn gewöhnliche Männer Macht über Frauen bekommen. Wie die Familie als eine Institution fungiert, wo die Fäden zusammenlaufen, die die Frauen in eine unterdrückte Position binden. Wie der Imperialismus an der Mühe und Not der Bäuerinnen in der 3. Welt verdient.»
Damit sind im ersten Teil bereits einige Analysen und Standpunkte vorgetragen worden:
• Sollte es dazu schon Diskussionen geben, und es wird gewünscht, dass auf der Seite der Übersetzung ein extra Hinweis, Link o.ä. erfolgt, der im Gästebuch nicht so gut aufgehoben wäre, bitte ich um eine Benachrichtigung.
• Wo sich in deutschsprachigen Landen der Wunsch abzeichnet, eine Veranstaltung mit der Buchautorin durchführen zu wollen, kann dieser auch an meine E-Mail-Adresse gerichtet werden.
• Und wenn es im deutschsprachigen Raum Verlage geben sollte, die an einer irgendwie gearteten Kooperation bei einer Herausgabe der deutschen Ausgabe von Schwestern, Genossinnen! interessiert sind, dito.
DAS GÄSTEBUCH
In Erwartung eines anwachsenden Aufkommens von Besuchen auf den Seiten der Übersetzung von Schwestern, Genossinnen!, habe ich zusätzlich ein Gästebuch eingerichtet. Hinweise zu einer gelungenen und verständlichen Übersetzung, bitte ich jedoch weiterhin direkt an meine E-Mail-Adresse zu schicken. Das Gästebuch soll vielmehr den Versuch bilden, einen vorläufigen Raum für ein erstes Echo auf die Hoffnung der norwegischen Herausgeberinnen anzubieten, die Taran Sæther im Vorwort zur 2. norwegischen Auflage so formuliert hat:
«Wir hoffen, dass das Buch sowohl von Frauen in der revolutionären Bewegung als auch von vielen anderen Frauen gelesen, diskutiert und in Gebrauch genommen wird.» [Es beinhaltet] «... viele Analysen und Standpunkte, die auf keine Weise durch die Zeit überholt worden sind, und sie präsentieren wichtige Perspektiven, die in der heutigen Debatte vielleicht ein wenig (zu weit) in den Hintergrund gerückt sind. Das Buch kann darüber hinaus als Ausgangspunkt für die Arbeit mit neuen und aktualisierten Analysen fungieren.»
DER ERSTE MONAT (SEPTEMBER '03)
Im ersten Monat der Online-Verfügbarkeit der Übersetzung von SCHWESTERN, GENOSSINNEN! ist die Seite ca. 110-mal besucht worden.
Per E-Mail habe ich nach und nach erste Hinweise auf die Übersetzungsseite versendet: an einige sehr bekannte, revolutionär eingestellte und politisch aktive Frauen, eine Reihe linker Zusammenschlüsse und Parteien (mit der Bitte der Weiterleitung speziell an Frauen), an persönliche Freundinnen und last but not least natürlich an die Mitstreiterinnen der politischen Gruppierung, in der ich selbst aktiv bin.
Vier Rückmeldungen trafen im vergangenen Monat aus der Ferne ein: Es wird für «den wertvollen Hinweis» gedankt, und - nach dem Lesen - eine erneute Kontaktaufnahme angekündigt, «hat mein Interesse geweckt! [...] Ich freue mich aufs Lesen im Urlaub.», «habe Deine Mail an die [...]-Mailingliste weitergeleitet und bedanke mich für die Zusendung», bis hin zu einer E-Mail mit zwei nützlichen Hinweisen für eine gelungene Übersetzung, die mit den Worten endet: «Sonst wird das Buch nicht verständlich werden und das wäre vermutlich schade.» (die beiden erstgenannten stammen von Frauen). Auch an dieser Stelle nochmals Dank für diese ersten Feedbacks!
Von Interesse vielleicht auch die Zusammenhänge bzw. Umfelder, aus denen diese (dem Anliegen der Herausgeberinnen entsprechend) ermutigenden und konstruktiven Rückmeldungen stammen. Hier, unabhängig von der Abfolge im vorhergehenden Absatz, in alphabetischer Reihenfolge:
Antikapitalistas
Avanti - Projekt undogmatische Linke
Gruppe Arbeiterpolitik
LabourNet Germany
Ich bin jetzt bemüht, in einem zweiten Schub, weiteren potentiell interessierten Frauen die Übersetzungsseite des Buches zur Kenntnis zu bringen. Tipps oder Unterstützung dabei sind sehr willkommen.