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Letzte
Änderungen:
08/2012: Anlagenplanung ergänzt
05/2012:
Neue Anlagenplanung erstmalig
veröffentlicht.
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Die Anlage, oder
besser ..... derzeit deren Planung und Aufbau
Als
wir - meine
Familie bestand damals nur aus meiner Frau und mir - vor vielen Jahren
unser Haus in der Nähe von Lübeck erwarben, war eines
meiner
zentralen Kaufmotive ein ca. 620 x 440 cm großer Kellerraum.
Auch
wenn meine Frau das damals wohl nicht in dieser Konsequenz realisierte
-- eines war klar, hierbei konnte es sich ausschließlich um
einen
Modellbahnkeller handeln. Schließlich hatte ich davon schon
viele
Jahre in unserer Berliner Altbauwohnung geträumt.
Anfangs
entstand
darin eine N-Spur-Anlage nach Plänen von Rolf Knipper (die
Älteren werden den Namen noch kennen), allerdings kam der
Weiterbau spätestens mit der Geburt unserer Kinder
(wofür wir
Gott noch heute danken) zunehmend mehr und mehr zum Erliegen. Und die
Jahre des Stillstandes bewirkten noch etwas anderes. Immer neidvoller
schaute ich in Zeiten zunehmender Digitalisierung, Minitiaturisierung
und der aufkommenden Ausstattung mit Loksound in
Modellbahngeschäften und der Nürnberger Messe (die
ich damals
recht regelmäßig besuchen konnte) auf die Welt der
HO-ler.
Diese hatten so vieles, was in N noch auf Jahre unerreichbar bleiben
sollte. Vor allem aber hatten sie eines ... eine ungleich
größere Modellvielfalt. Und ich hatte auch eines,
einen
größeren Keller, als ich je erhofft hatte.
Und
da ich mich
nicht über mein liebgewonnenes Hobby ärgern wollte,
entschloss ich mich zum Abbau der N-Anlage und Verkauf des (fast)
gesamten Zubehörs. Im Zuge des Verkaufs der Einzelteile in
einem
bekannten Internet-Auktionshaus erzielte ich nicht nur den streng vom
restlichen "Familiensilber" separierten Grundstock für die
neue
Anlage, nein viel mehr. Aus einigen zunächst reinen
Kaufbeziehungen entstanden interessante Kontakte bis hin zu
Freundschaften, die ich heute noch pflege und für die ich
dankbar
bin.
Irgendwann
- die
Eltern unter euch werden es bestätigen - wurden die Kinder
schnell
älter, größer und ließen uns
wieder mehr
zeitliche Freiräume für eigene
Aktivitäten. Und so
langsam kreisten meine Gedanken wieder mehr um den erneuten Aufbau
einer Modellbahn, diesmal in H0. Auch an mir waren die Jahre nicht
spurlos vorbei gegangen, und bekanntermaßen erinnert man sich
mit
zunehmenden Alter mehr und mehr an seine Kindheit und Jugend - und
diese lag nun halt einmal im (damals noch geteilten) Berlin.
Thema meiner Anlage
ist die Berliner
Stadtbahn sowie der dazugehörige Berliner Nahverkehr,
also S-Bahn, U-Bahn, Straßenbahn und Busse (auf Basis des
Faller
Car Systems). Obwohl grundsätzlich der Zustand zwischen 1970
und
1990 dargestellt werden soll, mag ich mich nicht auf eine bestimmte
Epoche festlegen. D.h. auf der Fernbahn wird ein ICE wie
selbstverständlich neben einer preußischen Dampflok
verkehren, allerdings werden auch bestimmte - mit meinen eigenen
Erinnerungen verknüpfte - Züge wie z.B. der D 242
nach Hoek
van Holland oder die heutigen RE zum Einsatz kommen.
Auf
der S-Bahn
wird es ein Stell-Dich-Ein der Baureihen 125, 165, 166, 167 sowie 482
(und hoffentlich auch 485) geben, auch die 74er mit
preußischen
Abteilwagen ist vorhanden. Ein Traum ist und bleibt der Werkstattzug
der S-Bahn.
Die
U-Bahn wird
zunächst vertreten sein durch einen Hk, einen A2U-Selbstbau
habe
ich in Messing bereits realisiert, dieser Tage kommt das erste im
3D-Druck entstandene Modell zu Hause an. Irgendwann werde ich mich an
einen A3L92 wagen. Und hoffentlich erbarmt sich R.Raetz noch eines
Tages, mir einen Bausatz seiner wundervollen G-Umsetzung zu
überlassen.
Straßenbahnen
sind vertreten durch T24/B24, T25/B25, TM36/BM28, aber auch Tatras und
die aktuellen GT-Züge werden kommen.
Auf
den Strassen
werden Busse der Typen D38, D2U und DE verkehren - und was man noch
bekommen kann. Inständig hoffe ich hier, irgendwann einmal
noch
einen DF ergattern zu können.
Der erste Anlagenentwurf
entstand Anfang 2007:

Oben
links im
unteren Bereich Bhf. Friedrichstasse, von dort führt die
Stadtbahn
(rot) oben rechts nach "Börse" (heute Hackescher Markt) weiter
nach Charlottenburg, wo die Strecke in Richtung Spandau und Wannsee
verzweigt. Die S-Bahn erhält in Chab eine
Kehrmöglichkeit,
"Westkreuz" ist die Abstell- und Kehreinrichtung. Zwischen den Strecken
nach Spandau und Wannsee wird noch das BW Grunewald angedeutet, da ich
auf ein BW mit Ringlokschuppen und eine Aufstellanlage nicht verzichten
möchte.
Die
U-Bahn (blau)
besteht aus zwei Bahnhöfen, dem Untergrundbahnhof
Spichernstrasse
(rechts) über eine Rampe (ala Nollendorfplatz) in eine noch
nicht
benannte Hochbahnstation.
Die
Straßenbahn (gelb) fügt sich überwiegend
den
Gegebenheiten an, nur am Hackeschen Markt (Börse) hatte ich
auf
einen möglichst realistischen Verlauf Wert gelegt.
Schwierigkeiten
bereitete dabei noch das Überführungsbauwerk der
Strecken
nach Spandau und Wannsee, da dort die Strecken bis zur Unterfahrung
recht kurz waren (zuviel Steigung bzw. Gefälle) sowie der
letztlich ungünstig positionierte Bhf-Friedrichstrasse. Dort
fiel
mir keine sinnvolle Möglichkeit ein, die Strecken ausgehend
vom
Stadtbahnniveau realitätsnah über einen Gleiswendel
ins
Schattenbahnhofsniveau zu führen. Letztlich aus diesen
Gründen wurde diese Planung dann wieder fallen gelassen.
Der zweite, aktuelle Entwurf
entstand gedanklich 2010/11, aber erst Anfang 2012 konnte ich ihn
erstmalig skizzenhaft zu Papier bringen. Mit Letzterem tue ich mich
leider unendlich schwer und muss lange auf den richtigen Augenblick
warten. Strategischer Unterschied ist, dass ich von der Familie bis
dahin für andere Nutzungsformen zugedachte Flächen
quasi
zurückerobern konnte (wenngleich die Schlacht noch nicht
endgültig gewonnen ist).

Wie
Ihr
hoffentlich erkennen könnt, hat der Bahnhof Friedrichstrasse
seine
Position (oben links) zwar grundsätzlich beibehalten, ist
jetzt
aber vollkommen anders angeordnet. Durch geschickte
Höhenänderungen des Verlaufes der Stadtbahnstrecke
ergeben
sich Möglichkeiten, die erforderlichen Rampenstrecken auf ein
Minimum zu reduzieren und im Wesentlichen hinter
Gebäudekulissen
zu tarnen. Der Streckenverlauf der Stadtbahn entspricht jetzt einer
verdeckten Acht, im unterirdischen Bereich zweigen die Zufahrten zu
zwei Schattenbahnhöfen für die Regional- und Fernbahn
ab.
Da im
unteren
rechten Bereich jetzt das Ostkreuz dargestellt werden soll,
erhöhen sich die Fahrmöglichkeiten der S-Bahn von der
Stadtbahn auf die ebenfalls in Ansätzen vorhandene Ringbahn.
Oben
rechts der Bereich Warschauer Strasse bzw. Brücke. Hoffentlich
bleibt in der Detailplanung Platz für wenigstens eine
angedeutete
Wagenhalle der Hochbahn. Auch eine Mini-Oberbaumbrücke soll
die
Spree überqueren, ein typischer Lastkahn ist längst
gebaut
und soll noch durch einen Ausflugsdampfer der Weißen Flotte
ergänzt werden.
Ergänzt
wird
der Verkehr wiederum durch Straßenbahnen und Busse, diesen
werden
einen angemessenen Betriebshof erhalten. Sobald ich die vorhandenen
Skizzen in einem Planungsprogramm umgesetzt habe, berichte ich hier
weiter.
Anfang August 2012 habe ich diese Planungen weitgehend in Wintrack umgesetzt.
Die Fernbahn ist im sichtbaren Beeich rot dargestellt, die getarnten (oder auf der 0-Ebene liegenden) Bereiche in orange. Die S-Bahn im sichtbaren Bereich dunkelgrün, ansonsten hellgrün. Die U-Bahn und Strassenbahn folgt noch. Die gestrichelten Gleise sind die beiden jeweils 11-gleisigen Schattenbahnhöfe samt Zufahrten von der 0-Ebene aus. Besonders effektiv sind die beiden Weichenverbindungen im verdeckten Bereich oben und unten rechts. Die obige dient dem Gleiswechsel auf der Fernbahn und emöglicht dadurch in die Schattenbahnhöfe eingefahrene Züge in Gegenrichtung wieder ausfahren zu lassen. Damit lassen sich Wendezugganituren vorbildgerecht darstellen. Die untere Verbindung ermöglicht den Wechsel von S-Bahn von der Stadt- auf die Ringbahn und erschliest damit zusätzliche Möglichkeiten der zu fahrenden S-Bahnstrecken. Etwas Sorgen macht mir noch die Unterfahrung der S-Bahn Verbindungskurve durch das Ringbahngleis. Hier wird ein Gefälle von nahezu 10% erforderlich. Zwar liegt dieses Gleis ausschließlich im Gefälle und wird zudem nur von kurzen S-Bahn-Zügen befahren (in durchgeführten Tests durch diese sogar in Steigungen bewältigt), ob das aber optisch passt, wird sich noch erweisen müssen. Wer dazu noch Ideen hat, immer gerne.
Ebenso habe ich das erste Modul des Unterbaus vor einigen Wochen
fertiggestellt. Auch wenn es momemtan noch für Testzwecke -
i.w. Umbau
eines ICE 3 und PC-Steuerung mittels Open-DCC / Selectrix
in Verbindung
mit Rocrail
- mißbraucht wird, bald wird darauf ein Hauptthema der
Anlage - der Bahnhof Friedrichstrasse - seinen Platz finden.

Für letzteren auch hier nochmal ein herzliches
Dankeschön an
meinen Modellbahnerfreund Rüdiger Schacht (auch bekannt als
Erbauer der Super-Anlage Berlin Anhalter Bahnhof EJ Sonderheft 04/2001),
unter dessen geschickten Händen dieses Modell anstanden
ist. |