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Eine Krankheit mit dem Namen Leukämie

Auf dieser Seite möchte ich mich dem Thema Leukämie widmen. Dies hat den Grund, weil es so viele Menschen gibt, die diese Krankheit haben, seien es Menschen, die einen nahe stehen oder seien es Menschen, die man gar nicht kennt. Ich selbst hatte einen Cousin, der an Leukämie erkrankte und nach langem Kampf mit 17 Jahren an seiner Krankheit erlag. Es ist traurig und niederschmetternd, daß es so kommen mußte. Aber, so mag man denken, gibt es nicht genug Möglichkeiten dagegen etwas zu machen? Gibt es nicht irgendwelche Heilungsmöglichkeiten, um diese Krankheit wirkungvoll zu besiegen? Darauf möchte ich hier eingehen, aber zuerst halte ich es für sinnvoll, zu erklären, was es für Leukämieformen gibt und wie sie sich unterscheiden. Ich habe mir die Mühe gemacht und Bücher gelesen, damit ich weiß, worum es dabei geht und dieses Wissen möchte ich zusammenfassend auf diese Weise weitergeben.



Die verschiedenen Formen der Leukämie
Leukämie ist nicht gleich Leukämie. Es gibt zwei verschiedene Formen:
  • die akute und die chronische Form

Diese unterscheiden sich jeweils dann nochmal:
    1. Akute lymphatische (ALL) und akute myeloische (AML) Leukämie
    2. Chronische lymphatische (CLL) und chronische myeloische (CML) Leukämie

Was außer der Namen unterscheidet nun die Krankheit voneinander? Es hat mit der Schwere und dem Verlauf zu tun. Eine akute Form ist ohne Therapie innerhalb von wenigen Wochen tödlich, eine Heilung ist aber möglich. Bei einer chronischen Form verläuft die Krankheit über Jahre hinweg, wobei eine Heilung selten erfolgreich erzielt wird. Zu der Häufigkeit kann man sagen, daß Kinder eher von der ALL betroffen sind, wobei Erwachsene oft die AML haben. Am Meisten kommt aber die CLL als Leukämieform vor. Auch die Symptome sind nicht bei jeder Form gleich:

    Die akute Leukämie
    • Frühsymptome: Fieber, Abgeschlagenheit, Nachtschweiß (meist plötzlich auftretend)
    • Anämie (Blutarmut): Blässe, Müdigkeit, Atemnot und Schwindel
    • Granulozytopenie (Verminderung der Granulozyten im Blut): häufige Infekte, insbesondere Soor
    • Lymphknotenschwellung bei ungefähr 30% der betroffenen, unter Umständen Milz- und Lebervergrößerung
    • Thrombozytopenie (Verminderte Zahl der Thrombozyten im Blut): Blutungen

    Die chronische Leukämie
      # Chronisch myeloische Leukämie - Diese verläuft in drei Krankheitsphasen:
    • Chronisch stabile Phase: beginnt schleichend mit Allgemeinsymptomen, Leukozytose (gutartige Leukozytenvermehrung bei Infektionskrankheiten als Zeichen einer vermehrten Abwehrreaktion des Organismus), Vergrößerung der Milz
    • Akzelerations- oder Beschleunigungsphase: Übergangsphase, in der hinzukommend Fieber, eine Anämie (Blutarmut) und oft eine Thrombozytose (Vermehrung der Bluttplättchen) auftreten
    • Blastenschub: ins Blut werden massiv die bösartig veränderten Granulozytenvorstufen (Blasten=Vorstufe, Granulozyten=die großen, weißen Blutkörperchen aus der Knochenmarksreihe) ausgeschwemmt. Häufig versterben die Patienten innerhalb kurzer Zeit

      # Chronisch lymphatische Leukämie - Bei 70% der Patienten wird diese Form zufällig festgestellt, da es meist über lange Zeit hin keine Beschwerden gibt. Im Verlauf der Erkrankung treten dann folgende Symptome auf:
    • Lymphknotenschwellung, manchmal Vergrößerung der Milz und Leber
    • Hauterscheinungen wie Juckreiz, Herpeszoster, Ekzeme, Mykosen, Hautblutungen
    • Anämie (Blutarmut): Blässe, Herzrasen, Atemnot und Schwindel, Müdigkeit
    • Abgeschlagenheit, Leistungsminderung, Fieber, Nachtschweiß

    Das waren jetzt die verschiedenen Formen der Leukämie, aber was kann man dagegen denn tun?


    Die therapeutischen Aussichten
    Die akuten sowie die chronisch lymphatische Leukämien werden chemotherapeutisch behandelt, wobei bei den akuten Fällen die Therapie möglichst frühzeitig und hochdosiert beginnt, hingegen aber bei der chronisch lymphatischen Leukämie die Behandlung mit Chemo erst spät und schonend eingesetzt wird. Bei der chronisch myeloischen Leukämie wird zunächst erst eine Immuntherapie angewandt.


      Knochenmarktransplation ist fast das einzige was bei einer chronischen Form der Leukämie hilft. Dabei werden Patienten, die unter 50 Jahre sind und einen passenden Spender haben, in Betracht gezogen. Zuerst erhält der Patient eine aggressive Chemotherapie und wird anschließend am ganzen Körper bestrahlt, um sämtliche bösatrig entartenten Knochenmarkzellen zu zerstören und auch gleichzeitig eine Immunsuppression (Unterdrücken der Immunantwort) zu erzielen. Anschließend wird dem Kranken Knochenmark von einem entsprechenden Spender übertragen mit dem Ziel, daß diese Knochenmarkzellen die Blutbildung übernehmen. Die Chancen der Heilung sind im Falle einer erfolgreichen Knochenmarktransplation sehr gut.

      Gerade wegen der guten Heilungschancen, besteht ein ernster Aufruf. Denn das Knochenmark ist zu vergleichen wie mit einem Fingerabdruck, er ist nur ganz schwer ein zweites Mal zu finden. Und gerade bei der Suche geht es um Zeit! Deswegen ist es so wichtig, daß sich jeder einmal Gedanken macht, wie er helfen kann. Man muß zwischen 18 und 55 Jahren alt sein und gewisse Kriterien ausschließen können, um sich in einem Register für Knochmarksuchende eintragen lassen zu können:


      • Nicht unter 50 Kilogramm wiegen
      • Diabetes
      • Infektiöse Gelbsucht (Hepatitis B, C, D)
      • Schwere Erkrankungen des Herzens und der Lunge, wie z.B. Asthma bronchiale o.ä
      • Bösartige Tumore
      • Nicht ausgeheilte Geschlechtskrankheiten
      • Spender darf keiner Risikogruppe angehören


      Was muß man machen, um sich Registrieren zu lassen? Man sollte sich mit der DKMS (Deutsche Knochenmarkspenderdatei)in Verbindung setzen, auf die Homepage gelangt man, wenn man hier auf dem Link einmal angeklickt:   www.dkms.de
      Dort wird genau erklärt wie das funktioniert. Es ist nicht schwer, sich als potenziellen Spender eintragen zu lassen. Ich habe es vor Jahren machen lassen. Daß man selbst mal als Spender in Betracht kommt, kann viele Jahre noch dauern oder aber schon in den nächsten Wochen, vielleicht aber auch gar nicht. Keiner weiß das. Es ist auf jedenfall ein gutes Gefühl, zu wissen, daß man das Nötigste getan hat. Im Falle einer eigenen Erkrankung, würde man hoffen, daß es genug Menschen sind, um einen Spender zu finden. Das muß sich jeder vor Augen halten.



      Kleiner Anhang

      Am 07.01.02 bekam ich Post von der DKMS, daß ich eventuell als passender Spender in Frage käme. Daraufhin wurden die beiden letzten von insgesamt 6 Gewebemerkmalen untersucht (die 4 anderen Gewebemerkmae werden bei der Registrierung festgehalten). Leider stimmten diese nicht überein. Ich hoffe, der Patient findet trotzdem noch rechtzeitig einen passenden Spender!!!



      Hier noch ein paar Links zum Thema Leukämie:




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