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MotorentechnikEinflussnahme auf die LeistungDie Formel zeigt uns auf, dass die Motorleistung durch verschiedene Faktoren beeinflusst wird. In den folgenden Betrachtungen wird stets von einem stöchiometrischen Gemischverhältnis ausgegangen. Gemischheizwert HgemDer Gemischheizwert wird durch die Treibstoffart vorgegeben. Stoffe wie Methan, Propan oder Methanol weichen vom Wert her von Benzin ab. Die Unterschiede zwischen Normal- und Superbenzin sind jedoch bedeutungslos: die Klopffestigkeit ist hier das Unterscheidungskriterium.
Treibstoffart:
Treibstoffmenge:
Dichte dl, dkrJe kälter die Luft, desto mehr Treibstoff kann in die dichte Luft mit höherem Sauerstoffgehalt eingespritzt werden. Nicht ohne Grund werden Turbo-Motoren heutzutage stets mit einem Ladeluftkühler betrieben. Die durch Reibung u. Kompression im Verdichter aufgeheizte Luft (ca. 100 °C) wird vor Einleitung in die Zylinder heruntergekühlt. Desweiteren bergen große Querschnitte im Ansaugtrakt das Potential die Luftreibung zu reduzieren. Der Ansaugstutzen sollte sich idealerweise vor dem Motor im Fahrtwind befinden um nicht durch den Motor aufgeheizte Umgebungsluft anzusaugen. Volumen Vh, kEine Erhöhung der Hub- und Kompressionsvolumens führt formelmäßig zu einer linearen Leistungssteigerung. Prozesswirkungsgrad ηprDer Prozesswirkungsgrad wird hauptsächlich durch folgende Faktoren beeinflusst:
Die Erhöhung der Verdichtung wirkt sich positiv auf den Prozesswirkungsgrad aus. Sie kann in Abhängigkeit von:
Das Oberflächen-Volumenverhältnis lässt sich beeinflussen durch:
Die Verbrennungsgeschwindigkeit lässt sich beeinflussen durch:
Günstig wirkt sich ein schnelles Durchbrennen des Gemischs aus. Eine kompakte Brennraumform mit mittig angeordneter Zündkerze und allseitig kurzen Flammwegen zu den Brennraumwänden ist wünschenswert. 4-Ventiler mit dachförmigen Brennräumen ergeben hier gute Voraussetzungen. Aus thermodynamischen Gründen ist der Prozesswirkungsgrad bei Hubräumen von 250 cm³ bis 400 cm³ je Zylinder am größten. Luftliefergrad λ1Der Luftliefergrad gibt ausgehend vom theoretischen Optimum (Hubvolumen + Kompressionsvolumen) an wieviel Gasvolumen nach Abschluss des Ladungsvorgang tatsächlich im Kompressionsraum zur Verfügung steht. Hierbei sind auch evtl. zurückbleibende Restgasmengen im Zylinder sowie evtl. Verluste an Frischgas durch Überströmung in den Abgastrakt zu berücksichtigen. λ1 = mfz / (d0 * Vh)mfz = Frischgasmenge im Zylinder nach Ladungswechsel [g] d0 = Frischgasdichte (1,013 bar bei 15°C) [g/cm³] Vh = Hubvolumen des Motors [cm³] Im Luftliefergrad sind folgende Verluste beim Ladungswechsel berücksichtigt:
Um einen hohen Luftliefergrad zu erhalten, müssen diese Verluste also minimiert werden. Dies kann durch folgende Maßnahmen erreicht werden:
Der Luftliefergrad ist dabei keineswegs eine Konstante. Er verändert sich in Abhängigkeit von Drehzahl und Last (Drosselklappenstellung). Diese Abhängigkeit ergibt sich aus den Ventilsteuerzeiten und den gasdynamischen Vorgängen in den Saug- und Abgasleitungen (insbesondere Resonanzen).
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