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Allgemeine Tipps FahrverhaltenWährend der FahrtNun wird es erst richtig spannend. Denn jetzt könnt ihr euer verbrauchsreduzierendes Können ausspielen.1. Nicht über Gebühr beschleunigenEs gibt nichts was mehr Sprit kostet als die Beschleunigung. Beschleunigt den Wagen also nur auf eine Geschwindigkeit, die ihr auch über eine längere Strecke halten könnt. Stop and Go Verkehr verdoppelt den Verbrauch.Bremst ihr den Wagen bis zum Stillstand ab, vernichtet ihr alle aufgewendete Energie. Schließlich kaufen wir doch alle Sprit um voranzukommen und nicht um Metallscheiben abzuschleifen, oder? Der Benzinmotor eines Kompaktwagens mit 2. Vorausschauend fahren, Schwung ausnutzen
Seht ihr in der Ferne eine rote Ampel, geht sofort vom Gas. Das aktiviert binnen Ihr spart auf diese Weise eine Menge Energie und Zeit. Nichts verbraucht mehr Sprit als ein Auto aus dem Stand zu beschleunigen. Rollend habt ihr schon die halbe Miete verdient. Und achtet mal darauf wie schwer sich die Autos an der Ampel tun wieder in Gang zu kommen. Es wird euch unendlich lang erscheinen, während ihr immer noch flott in Fahrt seid und keine Zeit verliert. Tipp: Auf einer zweispurigen Fahrbahn wechselt ihr beim Rollen auf die linke Spur. Die ist oft frei. So könnt ihr ganz elegant an den sich mit dem Beschleunigungsvorgang abquälenden Wagen vorbeigleiten. Achtet allerdings stets darauf, dass ihr beim Spurwechsel keine nachfolgenden Fahrzeuge ausbremst. Gewöhnt euch daran, dass die meisten Leute mit unverminderter Geschwindigkeit bis auf 50 m an die Kreuzung heranfahren um dann in die Eisen zu steigen. Sie glauben so schneller zu sein. Wenn ihr sie dann auf der linken Spur überholt, wird die Sinnlosigkeit ihres Verhaltens deutlich. Zu eurer Sicherheit überholt ihr die Fahrzeuge der rechten Spur nur mit mäßigem Tempo. Es gibt ja bekanntlich eilige Zeitgenossen, die ohne zu schauen u. blinken die Spur wechseln. Keine Regel ohne Ausnahme: Im Berufsverkehr u. bei hoher Verkehrsdichte fühlen sich nachfolgende Fahrer eventuell von eurem frühzeitigen Bremseneinsatz behindert und leiten womöglich ein halsbrecherrisches Überholmanöver ein. Das hängt ganz von Land und Leute ab! Also raucht im Zweifelsfall lieber die Friedenspfeife anstatt um jeden Tropfen zu kämpfen. 3. Motor im Stand abstellen
Mir persönlich behagt es inzwischen nicht mehr den Motor bei Stillstand laufen zu hören. Habe ich einen Beifahrer an Bord, wird mir erst bewusst wie automatisch ich den Zündschlüssel zurückdrehe wenn dieser mich verdutzt anguckt. Dabei ich es in ein paar Jahren voraussichtlich die Regel, dass der Motor automatisch ausschaltet. Der Toyota Yaris linea eco spart damit 4. BeschleunigenUm spritsparendes Beschleunigen zu erklären, lässt es sich leider nicht vermeiden ein wenig tiefer in die Motorentechnik einzusteigen.Wer dazu keine Lust hat, sei auf folgende generellen Hinweise verwiesen. 5. Nicht Rasen sondern zügig fahrenDass es am besten ist die Geschwindigkeit konstant zu halten wissen wir bereits. So vermeiden wir das spritfressende Beschleunigen.Aber mit welcher Geschwindigkeit sollen wir uns fortbewegen? Und in welchem Gang? Während ihr euch fortbewegt kämpft das Auto gegen zwei Fahrwiderstände an:
Fahrt ihr doppelt so schnell, ist er also Auch wenn ihr nur 20% schneller fahrt, ist der Luftwiderstand schon um 44% angestiegen. Wenn ihr es nicht sehr eilig habt und auf der Autobahn statt
Auch wenn man es im Fahrzeug kaum merkt, macht der Luftwiderstand bei höherem Tempo den Motoren schwer zu schaffen. Die meisten Autos haben bei Tipp: Habt ihr ein Auto mit Bordcomputer, fahrt doch einfach einmal ein und denselben Autobahnabschnitt mit unterschiedlichen Geschwindigkeiten. Nutzt dazu die Zeiten geringen Verkehrsaufkommens (z.B. So. morgen 6. Bergauf fahrenDie meisten Leute schalten am Berg meist früh zurück. Der Motor muss hier schließlich mehr leisten. Leider erhöht das den Spritverbrauch erheblich. Um Sprit zu sparen gibt es eine wesentlich bessere Methode.Tretet das Gaspedal stärker durch. Wenn nötig bis zum Bodenblech! Erst wenn die Geschwindigkeit trotz Vollgas abfällt, ist es zeigt zurückzuschalten. Gebt dann so viel Gas, dass ihr die Geschwindigkeit halten könnt. Es macht keinen Sinn im nächstniedrigeren Gang hochzubeschleunigen. Sobald ihr hochschaltet, würde die Geschwindigkeit wieder abfallen. Ihr seid ja vorhin schon Vollgas gefahren. Erst wenn die Steigung nachlässt, könnt ihr wieder hochschalten. Beispiel: Bergauf mit 60 km/h
Hinweis: Vollgasfahrten grundsätzlich nur mit warmem Motor. Egal ob Benziner oder Diesel; Turbo oder Sauger. Jeder Motor ist erst behutsam auf Temperatur zu bringen. Stellt es euch einfach so vor als ob ihr nach 8-stündigem Sitzen im Büro plötzlich Genauso geht es eurem Motor nach dem Kaltstart. Also macht ihn erst warm. Dann spurtet er nachher auch ohne Schaden. Tipp: Bucht euren nächsten Urlaub doch einmal bei einem Reisebusunternehmen. Beim Einsteigen setzt ihr euch vorne rechts in die erste Reihe. Neben der wundervollen Aussicht nach vorne, habt ihr den großen Drehzahlmesser bestens im Blickfeld. Dieser ist unübersehbar in drei Bereiche unterteilt:
Achtet auf die Schaltpunkte des Fahrers. In der Ebene wird er erst zurückschalten, wenn fast Leerlaufdrehzahl erreicht ist. Den roten Bereich wird er völlig links liegen lassen. Beschleunigt wird bis in den gelben; gefahren im grünen Bereich. Am Berg wird erst der nächstniedrigere Gang gewählt wenn die Geschwindigkeit im gefahrenen Gang nicht mehr zu halten ist. Und wo ist das Gaspedal? Es ist weit unten. Diese Fahrweise ist kein Zufall. Viele Busunternehmen lassen ihre Fahrer speziell schulen. Ein Bus bracht um die Es gibt sogar Unternehmer, die belohnen ihre sparsamsten Fahrer mit Vergünstigungen. Das rechnet sich allemal. Dieselmotoren von LKW’s und Bussen sind überdies absolut wirkungsgradoptimiert. 45% bis 51% werden bei hoher Last u. optimaler Drehzahl erreicht. Zum Vergleich:
Diese Werte gelten jedoch nur bei hoher Last und einer bestimmten Drehzahl, die meist derjenigen des maximalen Drehmoments entspricht.. Natürlich ist der Motor warm. Alle hiervon abweichenden Betriebszustände führen zu einem geringeren Wirkungsgrad. Und diese Betriebszustände machen in der Praxis den überwiegenden Teil aus. So beträgt der Wirkungsgrad eines Benzinmotors im praktischen Fahrbetrieb (viel Teillast, kaum Volllast) nur 23%. Ihr wollt es ganz genau wissen? Dann folgt dem Link hier. Ich erkläre hier wie man die Fahrwiderstände und Energieverbräuche eines Auto berechnet. Nach diesem mathematischen Exkurs werden ihr die Welt mit anderen Augen sehen. 7. SchubabschaltungModerne Fahrzeuge verfügen allesamt über eine Schubabschaltung. Das heißt, es wird kein Benzin bzw. Diesel mehr eingespritzt wenn ihr den Fuß vollständig vom Gaspedal nehmt. Die Betonung liegt hier auf VOLLSTÄNDIG!Kuppelt ihr aus, wird wieder Kraftstoff eingespritzt da ansonsten der Motor stehen bliebe. Bei eingelegtem Gang ist der Verbrauch gleich Null. Leider programmieren nicht alle Hersteller ihre Schubabschaltung in der gleichen Art und Weise. Die Schubabschaltung wird nämlich abhängig von der Drehzahl aktiviert. Ist sie zu gering Daher kann es bei niedrigen Drehzahlen günstiger sein, auszukuppeln. So wird der Wagen nicht mehr durch den mitlaufenden Motor gebremst. Um dies einzuschätzen müsst ihr die Schwelle der Schubabschaltung herausfinden. Dies geht folgendermaßen: Mit Bordcomputer: Wenn Ihr einen Bordcomputer habt, schaltet die Anzeige auf „Momentanverbrauch“, um erkennen zu können, wie der Autohersteller die Schubabschaltung programmiert hat Wenn Momentanverbrauch = 0 Liter ist Schubabschaltung aktiv. Ohne Bordcomputer: Aber auch ohne Bordcomputer geht es: Lasst bei verschiedenen Drehzahlen (am besten im höchsten Gang) das Gaspedal los. Wenn nach Die Motorbremse wird deshalb stärker, weil keine Leerlaufspritmenge mehr eingespritzt wird. Ist bei niedrigen Drehzahlen keine Änderung mehr spürbar, wird die Schubabschaltung nicht mehr aktiviert. Auskuppeln oder Schubabschaltung nutzen? Den Gang eingelegt zu lassen bringt zwar unter Ausnutzung der Schubabschaltung den Verbrauch auf null, gleichzeitig wird der Wagen aber durch den Motor gebremst. Dies führt im leichten Gefälle unweigerlich zum Abfall der Geschwindigkeit. Wollt ihr sie halten, müsst ihr leicht Gas geben. Dabei ist es erstaunlich wie viel ein Motor auch nur bei leichtestem Gasfuß selbst im höchsten Gang verbraucht. Der Grund hierfür ist der niedrige effektive Mitteldruck, der mit einem niedrigen Wirkungsgrad einhergeht. Besonders bei Benzinern und überdimensionierten Motoren. Beispiel: VW Golf TDI 1,9 L 100 PS Im leichten Gefälle, Tempo 80, 5. Gang: 2,7 - 3,5 l/100 km. Im leichten Gefälle, Tempo 80, ausgekuppelt: 0,7 - 1 l/100 km. Habt ihr einen Bordcomputer, könnt ihr dies mittels der Momentanverbrauchs-Anzeige leicht nachvollziehen. Wollt ihr eure Geschwindigkeit halten ist es im leichten Gefälle vorteilhafter auszukuppeln. Die Betonung liegt auf LEICHTES Gefälle. 8. Lange oder steile AbfahrtenDas Auskuppeln darf nur im mäßigen Gefälle erfolgenBei langen oder steilen Abfahrten ist der Einsatz der Motorbremse unabdingbar. Die Bremswirkung durch den Motor muss so groß sein, dass ihr nur noch gelegentlich die Fußbremse einsetzt (z.B. vor den Kurven). Dazu muss im Bedarfsfall kräftig zurückgeschaltet werden. Viele auf Bergstraßen unerfahrene Autofahrer stehen beim Hinabfahren ständig auf der Bremse. Dadurch erhitzen sich die Bremsscheiben auf bis zu Bremsflüssigkeit zieht mit der Zeit immer ein wenig Feuchtigkeit. Das lässt sich nicht verhindern. Deshalb ist die Flüssigkeit entsprechend der Serviceintervalle auszutauschen. Am Großglockner müssen die Servicekräfte an schönen Sommertagen Was ist zu tun wenn euch dieser Fall trotz aller Vorsichtsmaßnahmen ereilt? Kräftiges rhythmisches Pumpen des Bremspedals ist erforderlich um den Bremsdruck wieder aufzubauen. Wenn das keine Abhilfe schafft, weicht nach Möglichkeit aus (Feldweb, Bucht etc.) und verzögert mit der Handbremse. In Ermangelung einer solchen Chance bleibt euch nur noch eines übrig: bremst das Fahrzeug durch Reibung ab (Schrammen an Felswand). Jetzt zählt nur noch eines: euer Überleben! Also denkt nicht über den Wert des Autos nach. Die Dellen und den Ärger mit der Versicherung. Es ist letztendlich alles nur Blech und Kunststoff. Leicht zu ersetzen; ganz im Gegenteil zu eurem Leben: ihr habt nur eines! Autos hingegen werdet ihr noch viele fahren. 9. Radfahren als ÜbungWas soll das denn nun? Sind Radfahren und Autofahren sind zwei völlig verschiedene Sachen?
Prinzipiell gibt es einen Zusammenhang, den niemand leugnen kann: Energie! Erfahrene Radfahrer wissen wie sie auf langen Strecken ihre Kräfte einteilen müssen. Steigen sie aufs Auto um, erinnern sie sich welche Steigung ihren wie viel Kraft abverlangt hat. Folgerichtig schätzen sie den Spritverbrauch richtig ein. Im letzten Sommer bin ich dank der trockenen Witterung oft Radtouren von Bevor ich losfahre, schaue ich mir immer die Strecke auf der Landkarte an. Die Höhenmeter sind hierbei die wichtigste Information. In meinem Kopf teile ich die Stecke wie von selbst nach Hügeln auf. Fahre ich los, sind folgende Informationen abgespeichert:
Fahre ich einen steilen Berg hinauf, erinnere ich mich an den Kraftaufwand der letzten Radtour. Man spürt dann wie viel Sprit der Motor jetzt braucht. Denn Sprit = Energie! Wie fährt man lange Distanzen am ökonomischsten? Das zeigt sich dem Radfahrer jedes Mal wenn er über seine Kräfte hinausgeht. Also zu viel Steigungen oder zu lange Stecken fährt. Er fährt dann nur noch große Gänge mit niedriger Trittfrequenz. Kleine Gänge werden nur im Wechsel zur Lockerung der Muskulatur gefahren. Dafür gibt es drei einfache Erklärungen:
Heutige Fahrzeuge halten meist so große Kraftreserven bereit, dass man keinen Unterschied zwischen 3 und 6 % Steigung merkt. Nach einer Radtour werdet ihr den Unterschied kennen. 10. Gänge überspringenIm Schiebebetrieb oder im Gefälle ist es durchaus sinnvoll, Gänge zu überspringen. Insbesondere bei den kürzer abgestuftenZurückschalten macht im ausrollenden Zustand erst Sinn wenn:
Zusätzliche Vorteile bei spritsparender Fahrweise:
Ich selbst habe mich mittlerweile in meiner Fahrweise umgestellt und kann bestätigen, dass sich mein Kraftstoffverbrauch deutlich reduziert hat. Wie sehr könnt ihr in der Kategorie Bestwerte nachlesen. Was kann man sonst noch tun?Wenn euch euer Durchschnittsverbrauch trotz Ausschöpfung aller Maßnahmen immer noch nicht zufrieden stellt, dann schmeißt doch einfach eure Oma aus dem Auto. 100 kg weniger Gewicht bringen im Schnitt 0,6 l weniger Verbrauch auf 100 km. Damit dürfte das Ziel dann endlich erreicht sein.Zurück Weiter © 2004 by M. Bosch |