|
Inhalt: Erdöldestillation Sprit sparen
Tipps: Physik/Technik Alternative Antriebe Carsharing Autokunst Linkliste |
www.michael-bosch.net
Home Auto & Verkehr Contact
|
Sprit sparen: Was ist anders?Benziner mit EinspritzanlageSeit vielen Jahren gibt es nun aber nur noch Motoren mit vollelektronischen Einspritzanlagen. Die Stellung des Gaspedals bestimmt nur noch die Luftzufuhr über die Drosselklappe. Die Einspritzanlage mischt automatisch die optimale Menge Benzin bei. Selbst kleinste Motoren mit 50 PS, haben nun eine völlig andere Charakteristik. Sie bieten hohes Drehmoment und damit viel Durchzug bei niedrigen Drehzahlen v. 1500-2000 U/Min. Wir erinnern uns an den erwähnten Einfluss des verbesserten Zylinderfüllgrads. Der Schaltvorgang kann bei modernen Motoren bei 2000 U/Min. erfolgen.Höchstens halbe GaspedalstellungWie oben schon erwähnt ein Relikt aus der Zeit ungeregelter Vergasermotoren. Bei Benzinmotoren gilt heute: Viel Gas geben. In der Praxis heißt das 90 % Gaspedalstellung. Mindestens jedoch zu ¾ durchdrücken damit die Drosselklappe weit öffnet. Aber nicht Vollgas da dann die Volllastanreicherung des Gemischs erfolgen würde. Der Motor hat so seinen optimalen Wirkungsgrad.Aber bitte nicht vergessen: nur bis 2000 U/Min. Dann sofort in den nächsthöheren Gang. Zwecks Erklärung, was eine geschlossene Drosselklappe für einen Benzinmotor bedeutet, verdeutliche man sich einen Marathonläufer mit zugehaltenem Nasenloch. Auf diesen Vergleich kommen wir später noch zu sprechen. DieselmotorenBei Dieselmotoren ist aber ein zaghafter Gasfuß empfehlenswert. Die angesaugte Luftmenge ist hier unabhängig von der Gaspedalstellung: Wird nur durch die Drehzahl bestimmt.Die Gaspedalstellung bestimmt hier auf direktem Wege die eingespritzte Menge Dieselsprit. Bleifuß führt also zu hohem Verbrauch während ein zaghafter Gasfuß zu niedrigen Verbrauchswerten führt. Auch hier bei max. 2000 U/Min. hochschalten. Bei größeren Maschinen auch schon früher. Fahrt mit konstanter GeschwindigkeitDie erforderliche Kraft, um im Stadtverkehr bei Tempo 40-50 km/h den Wagen bei konstanter Geschwindigkeit zu halten, liefern viele Motoren schon bei Leerlaufdrehzahl. Einem Kleinwagen reichen hier 3-5 PS. Warum also benzinfressende 3000 U/Min.? 1200-1400 U/Min. reichen allemal. Das Fahrverhalten wird dadurch auch viel komfortabler (kein Rucken beim Gaswegnehmen). Ihr gleitet nur so dahin wie die Queen in ihrem Rolls Royce. Madame würde sich über eine ruckende Fahrweise ihres „James“ schließlich auch wenig „Amused“ zeigen. Nur dass ihr dafür keine 6 Liter Hubraum und 600 Nm benötigt.Außerdem ist der Motor flüsterleise was euch in den vollen Genuss eurer Lieblingsmusik bringt. Oder würdet ihr zuhause noch Schallplatten mit all ihrem Rumpeln und Knacksen auflegen? Warum also den Musikgenuss beim Fahren durch Brummen oder Nageln (Dieselmotor) trüben? Die beste Anlage taugt nichts wenn die Wiedergabe durch Nebengeräusche gestört wird. Motor bei Stillstand laufen lassenIch muss zugeben, dass ich mich selber lange nicht mit dem Gedanken anfreunden konnte, den Motor an der Ampel abzustellen. Erstens glaubte ich nicht so recht an den Spritspareffekt. Und zweitens, war da die Angst vor dem Hupkonzept des Hintermanns wenn die Ampel Grün zeigt.Seitdem ich aber Autos mit Bordcomputer gefahren bin, wurde mir der Wahnsinn bewusst. Gerade noch hatte ich mich über 70 km hinweg über meine Fahrkünste gefreut, mit 5 l/100 km auszukommen. Da machen die 4 Ampeln auf den letzten 2 km meine ganzen Bemühungen zunichte. Schwupps war er bei 5,3 l/100 km. Na toll! Alles für die Katz! Lasst mich hierzu noch eine Zahl anführen. Die Verweilzeit an einer Ampel beträgt durchschnittlich 45 Sek. In dieser Zeit pustet ein Mittelklassenwagen 700 Liter Abgas auf dem Auspuff. Zur Stoßzeit in Städten also 14.000 Liter wenn 20 Autos warten. Angesichts dieser Menge wundert es mich immer wieder, dass mir an der Fußgängerampel doch noch genug Luft bleibt um die Straße asthmafrei zu überqueren. Und was das Motoranlassen angeht, lasst mich einmal fragen, ob ihr morgens noch bewusst darüber nachdenkt den Motor anzulassen? Wahrscheinlich sieht es so aus, dass ihr mehr intuitiv den Schlüssel ins Zündschloss steckt und ihn umdreht. Ihr merkt es erst wenn das Zündschloss ausnahmsweise mal nicht rechts vom Lenkrad positioniert ist (MCC Smart, Saab, BMW 7 er etc.). Ihr fummelt schon seit 2 Sek. mit dem Schlüssel rum als euch bewusst wird, dass da gar kein Schloss ist. Und genau so intuitiv werden ihr nach einer Eingewöhnungszeit den Motor bei Grün starten. Es ist alles nur eine Frage der Gewöhnung. Übrigens: Wieviel verbraucht der VW Golf TDI Variant mit 1,9 l 100 PS-Motor am Standort Hildesheim Bhf? 8, 7 oder 6 Liter/100 km? Die Summe der TeilAuto Nutzer kommt auf 6.6 l/100 km (Wert v. Bordcomputer über 8000 km Fahrstrecke). Ich komme bei meinen Fahrten hingegen auf 4 -5 Liter. Derzeitiger Rekord: 4,1 l/100 km bei nur 26 km Fahrstrecke inkl. Kaltstart bei 6°C. Durchweg Tempo 80-85 auf Landstraße gefahren. Wenn ihr dies nachvollziehen wollt, vorab an dieser Stelle ein paar Tipps zur Erreichung:
Zurück Weiter © 2004 by M. Bosch |