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BerechnungenBerechnung einer praktischen FahrstreckeZur Wiederholung hier noch einmal kurz die Formeln zur Berechnung der schon bekannten Rollreibungs- und Luftwiderstandsenergie.RollreibungsenergieEr = Fr * s[Nm] = [N] * [m] Er = Rollreibungsenergie Fr = Rollreibung s = Wegstrecke Die Rollreibungsenergie ist das Produkt aus der uns schon bekannten Rollreibung Fr und der zurückzulegenden Wegstrecke. LuftwiderstandsenergieEl = Fl * s[Nm] = [N] * [m] El = Luftwiderstandsenergie Fl = Luftwiderstand s = Wegstrecke Genauso wie die Rollreibungsenergie ergibt sich die Luftwiderstandsenergie aus der Multiplikation des zugrunde liegenden Luftwiderstands und der Wegstrecke. Im vorangegangenen Kapitel haben wir den Energiebedarf und damit den Spritverbrauch bei konstanter Geschwindigkeit in der Ebene berechnet. Eine praktische Fahrstrecke sieht aber etwas anders aus. Wir haben:
Potentielle EnergieUnser Auto fährt nicht nur im Flachland sondern muss gelegentlich auch Steigungen erklimmen. Hierbei wird die chemische Energie des Kraftstoffs in potentielle Energie umgewandelt. Die Berechnung wird dadurch vereinfacht, dass es nicht darauf ankommt welchen Weg unser Auto auf den Berg genommen hat sondern lediglich auf den überwundenen Höhenunterschied.Epot = m * g * h [Nm] = [kg] * 9,81 m/s² * [m] Epot = potentielle Energie m = Fahrgewicht (nicht mit Leergewicht verwechseln) g = Erdbeschleunigung (Konstante) h = Höhenunterschied Kinetische EnergieUm auf Touren zu kommen, müssen wir unser Auto erst einmal beschleunigen. Nach dem Beschleunigungsvorgang haben wir kinetische Energie aufgebaut. Früher auch Bewegungsenergie genannt.Beim Bremsen wird diese durch die Bremsen voll und ganz in Wärme umgewandelt. Seit kurzem gibt es aber auch Serienfahrzeuge, die die Energie beim Bremsvorgang in elektrische Energie zurückwandeln (Honda Civic IMA, Toyota Prius). Ekin = ½ * m * v² [Nm] = [kg] * [m/s] Ekin = kinetische Energie m = Fahrgewicht (nicht mit Leergewicht verwechseln) v = Fahrgeschwindigkeit Wir stellen fest, dass die Fahrgeschwindigkeit im Quadrat eingeht. Fahren wir also doppelt so schnell, muss die Bremsanlage viermal (4x !) soviel Energie in Wärme umwandeln um das Auto zum Stillstand zu bringen. Beim Beschleunigungsvorgang verhält es sich genauso. Hier muss der Motor die vierfache Energie bereitstellen. Nun wird deutlich warum es sich lohnt darüber nachzudenken auf welche Geschwindigkeit es sich lohnt hochzubeschleunigen bevor einen die nächste rote Ampel stoppt. Beschleunigt ihr zwischen zwei Ampeln auf der Landstraße auf Tempo 65 anstatt Tempo 90, muss der Motor nur die Hälfte der kinetischen Energie bereitstellen. Bei Tempo 75 spart ihr gegenüber Tempo 90 immer noch 30%. Kommen wir zur BerechnungIn der folgenden Exceltabelle könnt ihr nun einmal mehrere Variablen verändern um euch einer bekannten Strecke anzunähern. Überlegt euch gut:
Und dann vergleicht das Ergebnis mit eurem praktisch ermittelten Spritverbrauch wenn ihr einen Bordcomputer habt. Andererseits könnt ihr durch Veränderung der Variablen das ganze auch theoretisch durchrechnen und euch anschließend für ein paar Parameter auf eurer Fahrt entscheiden (z.B. Reisegeschwindigkeit oder Tageszeit mit wenig Verkehr um Stopps zu minimieren). Excel-Tabelle Berechnung praktischer Fahrstrecke
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