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Alternative Antriebe

Elektromotor

Ich habe mich weder mit der Materie bisher auseinander gesetzt noch habe ich jemals ein reines Elektroauto probegefahren. Zum Brötchenholen und Einkaufen ist das Elektroauto sicherlich eine Alternative. Im Stadtverkehr wären wir sicherlich alle froh, viele dieser Mobile zu sehen. Die Geräuschkulisse wäre eine Wohltat: und ich bräuchte nicht mehr so oft Fenster zu putzen (wohne an einer Hauptverkehrsstraße). Bevor ich weiter schreibe, liste ich erst einmal die Vor- und Nachteile auf, die mir spontan dazu einfallen:

Vorteile:
  • Hoher Motorwirkungsgrad v. bis zu 95%
  • Hohes Motordrehmoment; Drehmoment nahezu unabhängig von Drehzahl
  • Keine Kaltstartanreicherung notwendig; daher kein erhöhter Verbrauch
  • Kein Verbrauch wenn keine Nutzleistung erzeugt wird (Ampelstopp)
  • Keine Emissionen im Fahrbetrieb
  • Fast lautlos bei Geschwindigkeiten von bis 50 km/h
  • Idealer Antrieb für Kurzstrecken
Nachteile:
  • Aufladung der Batterien erfordert mehrere Stunden
  • Steckdose an Stellplatz erforderlich
  • Hohe Anschaffungskosten
  • Hohes Batteriegewicht
  • Hoher Platzbedarf der Batterien
  • Begrenzte Reichweite
  • Geringe Höchstgeschwindigkeit
  • Ökobilanz zweifelhaft wenn Strom aus herkömmlichen Kraftwerken genutzt wird
Ökobilanz:
Das Einzige was mir dazu konkret einfällt, ist folgende Tatsache. Der Energiebedarf eines Elektroautos wird im Stadtverkehr auf ca. 20 kWh/100 km geschätzt. Herkömmliche Kohle- oder Gaskraftwerke blasen im Bundesdurchschnitt 690 g CO2/kWh in die Luft: macht also 13,8 kg CO2 für die Erzeugung von 20 kWh.

Die gleiche Menge CO2 fällt bei der Verbrennung von 5,8 L Benzin an. Also nicht wirklich ein großer Vorteil.

Bedenkt man aber, dass Autos üblicherweise 8 - 9 L im Stadtverkehr verbrauchen, stellt sich das Ganze schon wieder anders dar. Und ein schlechtes Gewissen braucht man für Kurzstrecken nicht mehr zu haben. Sie schaden weder der Umwelt, dem Motor noch dem Geldbeutel.

Hinzu kommt die Tatsache, dass herkömmliche Kraftwerke nachts mit nahezu unverminderter Leistung durchlaufen. Diese Energie wird heute kaum genutzt (Nachtspeicherheizungen, Wasserspeicherkraftwerke stellen Ausnahmen dar). Das nächtliche Nachladen der Elektrofahrzeuge bietet sich also geradezu an: mit Strom zum Nachtarif natürlich!

Und was kosten 20 kWh: höchstens 4 Euro (Tagtarif) bzw. 2 Euro (Nachttarif).
Im Gegensatz dazu kostet Sprit für 100 km Stadtverkehr 5 - 10 Euro.

In Hinblick auf Länder mit hohem Anteil an regenerativen Quellen (Wind, Wasser etc.) wie Dänemark, Norwegen oder der Schweiz errechnet sich natürlich eine perfekte Ökobilanz.
So investiere ich persönlich im Oktober 2004 zusammen mit ca. 300 Teilhabern in einen neuen Windpark. Und wer noch nicht glaubt, dass sich damit gutes Geld verdienen lässt sollte sich schnellstens einmal beraten lassen. Ein Windpark stellt eine Symbiose aus Ökologie u. Ökonomie dar. 8 % Rendite nach Steuern sind locker drin.

Ein Angebot, mit dem sich meine Hausbank derzeit schwer tut.

Außerdem: wer kann schon eine Mühle sein Eigen nennen?
Und bläst der Wind einem im Herbst das Laub um die Ohren, hat man damit fortan auch kein Problem mehr. Das Sparschein quickt ja geradezu vor Freude angesichts rosiger Aussichten.

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