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Sommertour 2008 - Nach Weding bei Flensburg

Die Strecke des letzten Tages meiner Sommertour 2008 war mir schon bekannt. Auch wenn ich immer einige Variationen einbaue, ganz neue Teilstücke sind doch nicht dabei. Auf den ersten 25 Kilometern, vorbei an Wolfsburg, ist mir zu viel Verkehr. Das restliche lange Stück durch die Altmark ist mir zu Geradeaus. Nach ca. 70 Kilometern auf den Bundesstraßen 244 und 248 vorbei an Salzwedel, wird es erst im Wendland ab Lüchow etwas kurviger. Aber auch nur weil ich eine Nebenstrecke an Dannenberg vorbei bis zur Elbe befuhr.

An der Elbe wählte ich diesmal die Südroute' über Hitzacker und Bleckede bis Lauenburg. Ein kräftiger Schauer an der Elbe trug auch nicht zu meiner Hochstimmung bei. Zumal ich Minuten vorher beim Autohof in Dannenberg getankt und meine CS für 2 Euros geduscht hatte. Aus dem Harz hatte sie doch dank Regen viel Sand mitgenommen. In Lauenburg besichtigte ich die Palmschleuse. Es ist Europas älteste Kammer- oder Kesselschleuse und war früher Bestandteil des Elbe-Lübeck-Kanals. Der weitere Weg über die Dörfer nach Norden ist abwechslungsreich und schön zu fahren. So gelangte ich über Büchen, Breitenfelde und Wesenberg/Schenkenberg zur B 75 bei Reinfeld. Eine Umleitung zwang mich dazu meine Route zu verlassen und nach Osten auszuweichen. Das heißt, ich kam bis an den Stadtrand von Lübeck. Das hatte zweierlei zur Folge. Erstens wurde der Verkehr immer dichter und zweitens fing es abermals an zu regnen. Damit war ich in diesem Jahr dreimal in Lübeck, jedes Mal unfreiwillig und jedes Mal wurde ich nass dabei. Auf den vielen Kilometern davor und danach nicht. Auch nicht an den folgenden Gewässern wie dem großen Plöner See in der Holsteinischen Schweiz oder dem Nord-Ostseekanal oder der Schlei. Was sich der norddeutsche Wettergott dabei gedacht hat weiß ich nicht. Den Nord-Ostseekanal überquerte ich mit der Fähre bei Landwehr. Hier beginnen meine Hausstrecken. Ich kenne jede Kurve auch ohne Navi. In Eckernförde erreichte ich die Ostsee und ein wenig später überquerte ich in Lindaunis die Schlei auf der betagten Eisenbahn- und Straßenbrücke. Eine knappe Stunde später, es war so kurz nach 19:00 Uhr rollte ich in die heimische Garage.

Das war meine erste Sommertour mit der F 650 CS von BMW. Dieses Motorrad ist zum Touren auf der Landstraße hervorragend geeignet. Sitzposition und Fahrkomfort stimmen auf langen Strecken. 50 PS hören sich nicht viel an aber die 62 NM bei bereits 5.500 up/m reichen locker aus um auf der Landstraße geschmeidig mit Zug um die Kurven zu ziehen. Berge sind dabei überhaupt kein Problem. Das Spritfass unter der Sitzbank ist für einen Tourer mit 15 Liter doch recht klein. Trotzdem musste ich nur alle 350 Kilometer nachtanken. Auf 100 Kilometer verbrauchte mein Scarver nämlich nur 3,40 Liter Normalbenzin. Verbraucht hat er aber auch 2 Glühlampen. Die Rücklicht-/Bremslichtlampe und das Kennzeichenbeleuchtungsbirnchen musste ich während der Tour ersetzen. An den heißen Tourtagen, wenn das Thermometer an die 30° C oder mehr erreichte, ging die Blinkerkontrollanzeige im Cockpit nicht. Das hat mich nicht besonders gestört, das verbuche ich unter Charakter der Maschine. Richtige Sommertage hatte ich zur Genüge auf meiner Tour. Auf der Rückfahrt von Österreich hatte ich dann überwiegend allerfeinstes Motorradwetter, ich meine damit so knappe 20° C bei bedecktem Himmel. Richtiges Regenwetter hatte ich nur am ersten Tag. An den anderen drei Tagen, an denen der Himmel mich nass spritzte, waren die gelegentlichen Schauer auch die Ausnahme. Die Strecke hatte ich auch sehr gut geplant. Bis auf die unvermeidlichen 200 Kilometer südlich der Elbe war ich nur in Mittelgebirgen und den Alpen unterwegs. Ich wählte wenn möglich immer Landstraßen und andere kleine Nebenstraßen, dichten Verkehr länger als eine viertel Stunde hatte ich mit Ausnahme in der Tegernsee- und Schlierseeregion nie zu beklagen. So eine Tour mache ich gerne mal wieder.

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