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Sommertour 2008 - Nach Königslutter am Elm

Auch dieser Morgen hielt bestes Motorradwetter für mich bereit. Aber bevor ich meine Reise fortsetzen konnte erfüllte ich der Tochter meiner Cousine einen großen Wunsch. Sie wollte unbedingt mal als Sozia auf meiner BMW mitfahren und das Motorradfahren erleben und genießen. Vor drei Jahren bei meinem letzten Besuch drehten wir auch eine gemeinsame Runde. Das Foto davon hängt noch immer an der Pinwand in ihrem Zimmer. Am Abend davor hatten wir recht schnell eine Rundstrecke zur Sababurg im Norden von Espenau ausgearbeitet und in meinem Navi gespeichert. Die Strecke war ca. 50 Kilometer lang und verläuft viel im Wald. Der Scarver lässt sich solo wieselflink und agil durch die Kurven treiben. Aber selbst ein zartes 14 jähriges Mädchen hintendrauf lässt ihn doch träge und schwerfällig werden. Der Motor hat damit keine Probleme. Aber das Fahrwerk stößt mit Sozius hin und wieder an seine Grenzen. Na ja, Hauptsache es hat dem jungen Fräulein Spaß gemacht. Wenn ich öfters mit Sozius fahren würde, würde ich das Kurvenfahren zu zweit besser beherrschen und zumindest das Federbein gegen ein besser geeignetes tauschen.

So kurz nach 10 Uhr war dann endgültig der Abschied gekommen. Ich war wieder alleine unterwegs. Auf kürzestem Weg steuerte ich die B 3 an. Die Bundesstraße macht die gleichen weiten Bögen wie die Fulda daneben bis nach Hann. Münden. "Wo Werra sich und Fulda küssen, sie ihren Namen büßen müssen und hier entsteht durch diesen Kuß, deutsch bis zum Meer der Weserfluß. "Verewigt wurde dieser Spruch 1899 auf dem Weserstein am Zusammenfluss von Fulda und Werra in Hann. Münden. Die ersten Kilometer begleitete ich die Weser am Ostufer bis Hemeln. Dann durchquerte ich den Bramwald im Süden Niedersachsens und steuerte im Norden davon Uslar an. Am Südrand des Weserberglandes fand ich schnell meinen Rhythmus auf der Bundesstraße nach Osten. Hardegsen und Ebergötzen ließ ich schnell hinter mir. In Duderstadt machte ich eine Pause um mir die sehr sehenswerte Altstadt anzusehen. Das mittelalterliche Stadtbild wird geprägt von rund 600 Bürgerhäusern verschiedener Stilepochen - überwiegend Fachwerkhäusern. Im Zentrum steht eines der ältesten und wohl schönsten Rathäuser Deutschlands.

Kurze Zeit danach kam ich an zwei riesigen, künstlichen, rötlichen Bergen vorbei. Es sind wohl Abraumhalden vom Kalibergbau, die hier die Landschaft schon von weitem prägen. An einigen Stellen wachsen schon Bäume auf den Bergen. Dann, ich wollte von Süden her den Kyffhäuser ansteuern, begann es zaghaft zu regnen. Es sah den Wolken nach nicht nach einem kurzen Schauer aus. Also strich ich den Kyffhäuser kurzerhand aus meiner Naviroute und steuerte direkt den Harz im Norden von meiner Position an. Durch den Harz musste ich, auch wenn er noch so für Regen bekannt ist. Es regnete dann auch bis ich auf der B 83 kurz vor Hasselfelde ankam. Das Stück über die Rappbodetalsperre, der größten Talsperre im Harz, nach Elbingerode war trocken. Sowohl von oben als auch der Asphalt waren trocken.

Wikipedia berichtet sowohl von der Rappbodetalsperre als auch vom Schluchse in Baden-Württemberg es wäre die höchste Talsperre Deutschlands. Bei genauerem Nachlesen stellte ich fest, dass der Schluchsee 930 Meter über NN hoch ist, die Rappbodetalsperre die höchste Staumauer mit 106 Metern Höhe hat. Auf dem Parkplatz der Talsperre machte ich eine größere Pause. Dabei unterhielt ich mich mit einem Dakar-Fahrer. Meine CS und seine GS-Dakar sind ja Schwesternmodelle vom BMW. Er unternimmt mit der Dakar ebenfalls weitgedehnte Reisen von denen er einiges erzählte.

In Wernigerode fing es abermals zu regnen an. Es hörte alsbald wieder auf, aber die Straße blieb nass bis ich ca. 1 Stunde später um 18:00 Uhr Königslutter erreichte. Ich stellte meine BMW auf den Hofplatz der Fam. Weber, bei der ich schon seit Jahren übernachte. Vom Wetter her hätte der Tag sicherlich schöner sein können. Die Strecke hingegen war schön abwechslungsreich, eigentlich eine optimale Mischung aus Bergen, Hügeln und flachem Gelände, aus kurvigen Landstraßen und schnelleren Bundesstraßen mit recht wenig Verkehr. Im Regen und auf nasser Straße macht das Motorrad-Touren aber nicht wirklich großen Spaß.

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Sommertour 2008 - Nach Weding bei Flensburg

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