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Im Cockpit habe ich hinter der Verkleidungsscheibe eine Aluminiumschiene so gebogen und montiert, dass ich darauf mein 'Roadbook' und ein Thermometer befestigen konnte. Das Thermometer gab es mal bei Aldi. Es zeigt die Innen- und Außentemperatur an. Die Innentemperatur ist hinter der Scheibe, der Fühler für die Außentemperatur ist unten am Bremsschlauch im Fahrtwind befestigt. Der Unterschied zwischen Innen- und Außentemperatur im Fahrtwind ist manchmal ganz enorm.
und rechts des Thermometers sind zwei Magnethalter für Schranktüren auf den Bügel aufgeklebt. Die Gegenstücke dazu kleben in einer Klarsichthülle. Diese Hülle habe ich auf ca. 10 cm gekürzt. Hinein kommt ein DIN A4 Blatt das wie ein Brief zweimal gefaltet ist. Auf dem Blatt ist die Wegbeschreibung meiner Tour mit den Ortsnamen und Abbiegepfeilen wie sie wahrscheinlich während der Fahrt auch auf den Wegweisern zu finden sein werden. Die Hülle ist ca. zwei cm größer als das gefaltete Blatt. Dieser Überstand wird nach hinten gefaltet. Dieses Roadbook ist immer optimal im Bickfeld. Die Landkarte auf dem Tankrucksack kann man während der Fahrt doch nicht ablesen. Wenn ich damit fahre, verdeckt es zwar den Thermometer, aber na ja, was solls, das Roadbook ist dann wichtiger. Es hat sich schon auf vielen Touren bewährt.

Na ja, meistens jedenfalls. Im Stich gelassen hat mich das System, wenn auf den gelben Wegweisern neben der Straße andere Orte aufgeführt waren, als die, die ich notiert hatte. Auch bei Umleitungen ist das MAN-Systen unflexibel. Die Stärke des MAN-Systems ist auf Bundesstraßen. Die sind immer gut mit Nummern ausgeschildert. Trotzdem, so allmählich reifte in mir der Entschluss mir ein preiswertes GPS-System zuzulegen.



Im November 2004 bot Aldi einen Pocket PC mit GPS-Navigationssystem an. Ich griff zu. Das Bundle bestand aus dem Medion MD 95000 mit angebauter GPS Maus, einer Schwanenhals-Halterung fürs Auto, eine Halterung zum Anbau an einen Rohrlenker fürs Fahrrad oder Motorrad, ein Verbindungskabel zum Zigarettenanzünder im Auto und einiges mehr. Auf 4 CDs sind alle Länder Westeuropas dabei, von Skandinavien bis Spanien, von Irland bis Italien. Die Navigationssoftware ist der Medion Navigator 4.2. In den Kartenslot passen MMC oder SD-Karten, auf die die gewünschten Länderkarten aufgespielt werden. Alles zusammen gab's für 379 €. An weiterem Zubehör kaufte ich eine Displayschutzfolie, eine 512 MB SD-Karte und eine Schutztasche aus Leder. So alles in Allem habe ich dafür über 500 € ausgegeben.

Die Werbung versprach, "auspacken, einschalten und nach Hause navigieren". Das geht vielleicht mit dem Auto, mit dem Motorrad ist das nicht so einfach. Da der in den MD 95000 eingebaute Akku keine Tagestour durchhält, brauchte ich als erstes eine Steckdose/Zigarettenanzünder am Motorrad. Ich kaufte ein passendes Teil zu dem beiliegenden Kabel des MD 95000. Das Kabel verlegte ich unter dem Tank direkt zur Batterie der CB 500. Die Steckdose umwickelte ich zunächst mit so einer Plastikfolie mit stoßabsorbierenden Luftbläschen in der Folie. Um diese Folie klebte ich Klettband. Aus einem alten Fahrradregencape bastelte ich ein Häubchen um die Öffnung der Steckdose wasserdicht zu verschließen. Das Häubchen wird mittels Klettband an der Steckdose befestigt. Diese Steckdose befestigte ich dann mittels Klettband gut wassergeschützt hinter der Halbschale auf dem Scheinwerfergehäuse. Die Befestigung dient nur zur Sicherheit. Einfach hingelegt hält die Steckdose mit Stecker auch ohne zu verrutschen. Der Stecker, der in den PDA gesteckt wird, wird mit zwei Klammern in diesem festgehalten. Trotzdem ist das eine recht wackelige Angelegenheit. Sie hatte nicht mein vollstes Vertrauen auf dem Motorrad. Daher baute ich mir eine Vorrichtung die das Kabel direkt vorm Stecker umklammert. So kann kein Zug auf den Stecker wirken. Die ersten beiden Bilder zeigen die Steckdose mit Häubchen und mit dem Stecker hinter der Halbschalenverkleidung. Für das Foto habe ich die Scheibe abgenommen. Die nächsten zwei Bilder zeigen die Kabelhalterung an der PDA-Halterung. Einmal mit eingeklemmten Kabel und einmal mit weggeklapptem Klemmbügel, wenn der PDA nicht in der Halteung ist.

In den ersten beiden Jahren befestigte ich den PDA mit der Plastikschelle, die dabei war, am Lenker. Diese Halterung war der Aufgabe voll gewachsen. In dieser Position ist das Navigerät nur etwas tief angebracht. Man muss kurz den Kopf senken um das Display zu sehen. Dann fand ich durch Zufall ein Angebot im Internet für eine Ram-Mounthalterung zur die Befestigung des PDAs am Motorrad. Für ca. 40 € erwarb ich die Halterung. Damit konnte ich das Navigerät von den Armaturen hinter der Verkleidung befestigen. Es reicht wenn ich die Augen kurz senke um auf das Display zu sehen. So wie auf dem Bild sieht es aus wenn ich mit meinem Navigerät auf Tour bin.

Der MD 95000 selbst ist auch nicht wasserdicht. Das war das nächste Problem, das gelöst werden musste. Daher habe ich eine 'Regenhaube' für meinen MD 95000 gebaut. Für die Vorderseite schnitt ich eine 10 x 7 cm große Weichplastikscheibe zurecht. Diese Plastikscheibe schnitt ich aus der oberen Seite einer zweiteiligen Schreibtischunterlage. Die Ecken habe ich etwas abgerundet. Die Rückseite und die schmalen Seitenteile schnitt ich aus einem alten Fahrrad-Regencape. Die Regencape-Teile habe ich umgesäumt und mit doppelten Nähten zusammengenäht und dann auch mit einer doppelten Naht an die Plastikscheibe genäht. Es entstand sozusagen eine Tasche aus wasserdichtem Regencape-Material mit einem wasserdichtem Sichtfenster genau auf dem Display. In die Rückseite habe ich einen Schlitz von unten bis zum Kugelteil der Ram-Mounthalterung geschnitten. Dieser Schlitz wird von einem breiten Regencapeteil mit Klettband verschlossen. Offen bleibt nur eine kleine Stelle um den Stift, der die Halterung des PDA mit dem Kugelgelenk der Ram-Mounthalterung verbindet. Nun konnte ich meine Regenhaube von oben über den aufgesteckten PDA schieben. Durch das untere, offene Ende der Regenhaube wird das Ladekabel zum PDA geführt. Auch diese letzte Öffnung wird mit Klettband verschlossen. Mit dieser Konstruktion kann ich sicher nicht tauchen, aber Regen kommt keiner an meinen MD 95000.

Das nächste Problem war das Display selbst. Die Angaben darauf und die Landkarte sind im Schatten, im Auto oder in der Wohnung gut zu sehen. Aber auf dem Motorrad in der Sonne ganz schlecht. Es spiegelt sehr und ist viel zu dunkel. So kam ich auf die Idee für das Display ein Käppi zu bauen, sodass es immer im Schatten ist. Aus Pappe schnitt ich zwei Stücke von ca. 8 x 11 cm für die linke und rechte Seite und zwei Stücke von ca. 6 x 11 cm für die Schattenabdeckung oberhalb und unterhalb des Displays. Diese Pappteile beklebte ich außen mit schwarzer Klebefolie, die auch die Funktion der Scharniere zwischen den Teilen übernimmt. Mit eingearbeitet habe ich gleich Folienstreifen im oberen Bereich. Diese habe ich dann mit Klettbändern versehen. Nach hinten um den PDA geklappt und zusammen geklettet halten sie das Käppi während der Fahrt fest. Auch auf der Halterung des PDA sind Klettstreifen um das Käppi zu befestigen. Innen habe ich das Käppi mit dunklem Stoff ausgekleidet. Dadurch wird das Licht, das evtl. auf die inneren Seitenwände fällt, nicht nach unten auf das Display gespiegelt. Abgenommen kann das Käppi wie die Regenhaube ganz flach in den Tankrucksack oder das Topcase gelegt werden. Die Klettstreifen sind so groß gehalten, dass damit das Käppi auch über der Regenhaube angelegt werden kann. Die beiden Bilder vom Käppi verdeutlichen diese Konstruktion.

Erste kurze Versuchsfahrten im Winter zeigten, dass die Informationen des Displays so auch bei Sonnenschein ganz gut abzulesen sind. Diese Lösung war mir lieber als das Navigieren nach Sprachansage. Dazu müsste ich in den Helm Lautsprecher einbauen und diese mit dem MD 95000 verkabeln.

Die Antenne bleibt beim Navigieren eingeklappt. Auf dem Motorrad hat man auch mit eingeklappter Antenne immer genug Satelitten zum Navigieren. Bedient wird der MD 95000 während der Fahrt nicht. Die Touren bereite ich zu Hause auf dem PC vor und überspiele sie dann auf den PDA. Beim Tourstart wird die Tour geladen und die Navigation mit allen Einstellungen gestartet bevor z. B. die Regenhaube darüber kommt.

Der MD 95000 ist wie alle PDA ein offenes System. Es kann mehr oder weniger leicht an die eigenen Wünsche und Bedürfnisse angepasst werden. Hilfe dazu holte ich mir in den zwei Foren www.pocketnavigation.de und www.mini4inis.com.

Ein Wunsch war die standardmäßig nicht vorhandene Trackaufzeichnung im Medion-Navigator. Trackaufzeichnung heißt, die gefahrene Strecke wird in einer Log-Datei aufgezeichnet. Nach der Fahrt kann man die Aufzeichnung auf den PC übertragen, mit einem Routenplaner bearbeiten und wieder auf den PDA als fertige Tour abspeichern. Ein kleiner Eintrag in einer .ini-Datei bescherte mir die gwünschte Log-Datei. Jede Sekunde wird ein Datensatz geschrieben mit Angaben zur genauen Position, Uhrzeit, Geschwindigkeit und einiges mehr. Die Datensätze der Log-Datei werden auf dem PC mit dem kleinen Programm TrackCon von Tourentiger in Datensätze umgewandelt, die der zum System gehörende Tourenplaner auf dem PC und der Medion-Navigator lesen können. Je nach den gewünscheten Einstellungen in TrackCon werden mehr oder weniger viele Routenpunkte längs der Strecke gesetzt. Danke Manfred, für dieses kleine kostenlose Programm.



F 650 CS

Natürlich stattete ich auch meinen Scarver mit dem Navigerät von Medion aus. Die CS hat bereits eine kleine Steckdose im Cockpit. Der Spannungswandler des MD95000 braucht aber eine Steckdose in der Größe wie sie auch ein Zigarettenanzünder braucht. Ich überlegte eine Weile wie ich dieses Problem am besten lösen und wie ich das Navigerät in mein Cockpit integrieren könnte. Dann besorgte alle benötigten Bauteile und machte mich an die Arbeit.

Auf dem linken Bild sieht man rechts unten den kleinen Stecker für die BMW-Steckdose. Am anderen Ende des Steckerkabels ist der Zigarettenanzünder, davon ist der Spannungswandler von 12V auf 5V. In den Spannungswandler steckt man den USB-Stecker, am anderen Kabelende ist der Stecker der in den PDA gesteckt wird. Die große Steckdose, der Spannungswandler und der USB-Stecker müssen auch wasserdicht verpackt werden. Ich packte alles zusammen in die Hülle eines Knirpses, die als großes, schwarzes Teil rechts oben bereits zu sehen ist. Die Knirpshülle polsterte ich innen etwas aus, dann befestigte ich die große Steckdose mit Klettband in der Hülle. Das offene Ende der Hülle wird auch mit Klettband verschlossen. Es kommen nur die beiden Kabel raus. Das eine geht zur kleinen BMW-Steckdose, das andere zum Navigerät. Die wasserdichhte Hülle mit Inhalt wird ebenfalls mit Klettband auf dem kleinen Ablagebrettchen unterhalb des Cockpits abgelegt. Auf dem rechten Bild ist das auf der linken Seite unter den beiden Cockpituhren zu sehen.

Das rechte Bild zeigt auch die PDA-Befestigung an der linken Lenkerhälfte mittels Ram-Mount-Halterungen. An den Lenker kommt die Klemme für Rohrlenker mit einer Gummikugel für die weiteren Anbauteile. Eine kurze Klemme führt nach vorne unter dem Kupplungsseilzug hindurch. An das andere Ende der kurzen Klemme kommt ein Doppelkugeladapter. An der zweiten Kugel des Adapters ist ein mittleres Zwischenstück. An dieses ist oben eine Gummikugel mit einem ovalen Anbauteil, an das die Navihalterung geschraubt ist. Die Schwingungen der Maschine werden also über 4 Gummikugeln gedämpft.

Das Navigerät ist mit dieser Halterung in dieser Position durch die Scheibe gut geschützt und dabei optimal im Blickfeld. Nur der BMW-Tacho wird teilweise verdeckt. Als Tacho verwende ich sowieso den Sigma-Tacho über dem Drehzahlmesser. Das Bild zeigt meine Sicht auf das Cockpit mit Navi mit angelegtem Sonnenkäppi. Natürlich ist das Bild nicht während der Fahrt enstanden sondern zu Hause vor den Blumen neben unserer Einfahrt.

Das Sonnenkäppi und die Regenhaube leisten mir also auch weiterhin gute Dienste beim Navigieren.

Nach 4 Jahren sehr guter Dienste bekam der PDA Probleme. Ein Wackelkontakt an der Buchse auf der Platine verhinderte das zuverlässige Laden des Navis. Wenn ich am Kabel wackelte leuchtete das Kontrollämpchem mal und mal auch nicht. Das Display leuchtete auch immer schwächer. Trotz Sonnenkäppi war das Erkennen der gewünchten Strecke bei Sonnenschein zunehmend schwieriger geworden.



So beschloss ich mit dem Weihnachtsgeld 2008 die notleidende Wirtschaft zu stützen und kaufte mir ein neues Navi. Die Anforderungen standen ja fest: Wasserdicht, gutes Display, tourentauglich und die Zusammenarbeit mit dem PC standen ganz obenan. Ich entschied mich für den TomTom Rider2 mit der Europakarte. An Extras kaufte ich noch die abschließbare Halterung von Touratech dazu. Ich wollte das Navi optimal über dem Cockpit hinter der Scheibe platzieren. Dazu besorgte ich mir eine 5 mm dicke und 2 cm breite Aluschiene aus dem Baumarkt. Diese Schiene ist stabil genug um das Gewicht des Riders mit Halterung tragen zu können. Die Schiene kürzte ich und bog sie passend um das Cockpit oben herum. An den Seiten verschraubte ich sie an der Scheibenhalterung. Damit die Schiene nicht nach vorne oder hinten kippt bekam sie noch zwei Streben die oben von der Schiene hinter der Scheibe nach unten zu den beiden Schrauben oberhalb des Scheinwerfers führen. Auf dem linken Bild ist die Schiene gut zu sehen, die Streben sieht man nicht. Auf die Schiene schraubte ich eine einzelne RamMount-Kugel. Die RamMount-Halterung konnte ich also weiterverwenden. Auf dem rechten Bild sieht man das RamMount-Teil mit der abschließbaren Halterung, von der ich aber nur die Grundplatte verwende. Die Teile mit den vibrationsdämpfenden Gummipuffern benötige ich nicht, da das Navi von den Gummikugeln der RamMount-Halterung gut vor Vibrationen geschützt wird. Die RamMount-Klemme bekam ebenfalls eine abschließbare Schraube spendiert. So ist meine Halterung und das Navi ganz gut vor schnellem Diebstahl geschützt. Der winkelbare Stecker führt das Kabel von der Steckdose rechts neben dem Zündschlüssel nach rechts, ein kurzes Stück nach unten hinter die Verkleidung der CS und entlang der Schiene auf der rechten Seite hoch zum Rider2. Auf dem rechten Bild ist ein Teil des Kabelverlaufs ganz gut erkennbar - und auch das Sonnenkäppi für den Rider2. Das Sonnenkäppi verbessert das an sich nicht schlecht ablesbare Display des Navis bei Sonnenschein enorm.

Das Stromkabel vom Rider2 zum Kabelbaum oder direkt an die Batterie des Motorrades hat nur an einem Ende einen Stecker. Dieser Stecker kommt in die Bike-Dockinghalterung. Auf diese Halterung wird der Rider2 gesteckt und sie enthält auch den Spannungswandler von 12V auf 5V. In dieser Dockinghalterung ist auch eine 2A Sicherung. Die Halterung kann man aber nicht öffnen, wenn die Sicherung mal kaputt gehen sollte müsste man die Halterung zum Hersteller einschicken. An das andere Kabelende muss jeder selbst den passenden Stecker schrauben um das Navi mit Strom vom Bordnetz des Motorrades zu versorgen.

Meine CS ist mit einer Steckdose rechts vom Zündschlüssel ausgestattet. Ich besorgte mir also einen passenden Stecker und montierte ihn an das auf die passende Länge gekürzte Kabel. Da ich nicht wollte dass der Stecker so weit nach oben herausragt kaufte ich einen winkelbaren Stecker, der noch dazu in der Spitze eine Sicherung enthält. Die Steckdose selbst ist mit einer 10A Sicherung abgesichert. Sie sichert also das Navi nicht ab. Ich entfernte die originale 8A Sicherung im winkelbaren Stecker und ersetze sie durch eine 1,6A Sicherung. Diese Sicherung wird im Fall eines Defektes vor der 2A Sicherung in der Dockinghalterung kaputtgehen und damit das Navi vor Schaden schützen.

Der Stecker hat nur einen Nachteil - er ist nicht wasserdicht. Deshalb nähte ich mir wieder mal aus den Resten des Fahrradregencapes eine Regenhaube die auf dem Bild neben dem winkelbaren Stecker zu sehen ist. Die beiden offenen Enden der Regenhaube werden mit Klettband verschlossen um Regen am eindringen zu hindern.

Der Rider2 wird mit einem von Bluetooth angesteuerten Headset verkauft. Ich entschied mich aber weiterhin nur nach der Sicht auf das Display zu fahren.


NC750X

Die RamMount-Halterung befestigte ich auf dem Bügel der Tourenscheibe über dem Cockpit. An der Position über dem Cockpit ist mein Rider2 optimal im Blickfeld während der Fahrt und verdeckt keine Instrumente. Das Kabel habe ich an die Standlichtleitung anschließen lassen. Nur bei eingeschalteter Zündung bekommt das Navi Strom und schaltet sich dadurch automatisch ein. In das Zuleitungskabel ist eine 1,6 A Sicherung eingebaut. Das Navi selbst ist über die abschließbare Halterung von Touratech mit der RamMount-Halterung verbunden. Die RamMount-Klemme ist ebenfalls abschließbar.




Ich dachte mir, nach 7 Jahren mit dem Rider 2 wäre es Zeit für ein neues Navi. im Herbst 2015 war in der MOTORRAD-Zeitschrift ein Gutschein für Louis über 50 €. TomTom bot sein neues Motorrad-Navi, den Rider 400, für einen kurzen Zeitraum begrenzt mit einer kostenlosen Autohalterung an. Die Autohalterung hätte sonst ca. 60 € gekostet. Ich griff zu. Zwischen dem Rider2 und dem Rider 400 lagen zwei Navigenerationen, in denen sich auch die Bedienung weiterentwicklet hatte. So fing ich mit dem Lernen, z.B. der Tourenplanung, fast von vorne an. Nach einigen Wochen und mit Hilfe des Forums www.meintomtom.de war ich fit im Umgang mit dem Gerät. Nur wenn man den Umgang mit dem Navi beherrscht ist es ein gutes Navi. Wenn man den Umgang nicht beherrscht sind Frust und Verzweiflung auf den Touren vorprogrammiert.

Der Rider 400 sitzt wieder auf der abschließbaren RamMount-Halterung über dem Cockpit. Ein Sonnenkäppi ist Dank des verbesserten Displays nicht mehr notwendig. Der Rider 400 ist ebenfalls abschließbar auf der Halterung besfestigt.


Der Rider 400 wird durch leichtes tippen oder switschen mit zwei Fingern bedient wie ein modernens Smartphone. Leider schaffen das auch Regentropfen. Der Rider 400 ist zwar regendicht, aber Regentropfen, die auf eine Schaltfläche des Displays treffen, rufen z.B. ein Menü auf, das man während der Fahrt bestimmt nicht aufrufen wollte. Dieses Problem bekam TomTom über ein Jahr lang nicht in den Griff.

Deshalb bastelte ich mir eine Regenhaube. Ich hatte noch eine alte, durchsichtige Weichplastik-Rolle zu Hause. Daraus schnitt ich eine Regenhaube für meinen Rider 400. Auf dem linken Bild sieht man links und rechts 5 cm breite Flügel, die nach hinten umgeklappt werden. Das Teil oben mit dem großen Loch wird ebenfalls nach hinten umgeklappt. Durch das Loch kommt die Halterung für das Navi. Die Flügel und das Rückwandteil mit dem Loch habe ich einfach zusammengeklebt. Das mittlere Bild zeigt die fertige Regenhaube. Die Haube wird einfach von oben über das Navi gestülpt. Das rechte Bild zeigt mein Navi mit der Regenhaube über dem Cockpit vor meiner Tourenscheibe.

Da diese Regenhaube relativ 'rund' ist, lässt sie sich nicht klein zusammenfalten. Sie muss auch, wenn sie nicht auf dem Navi ist, ihre Form behalten. Das sieht man deutlich auf dem mittleren Bild. Aus einem alten Stück Styropor schnitzte ich die Form des Rider 400. Die Regenhaube stecke ich darauf und alles zusammen kommt in einen kleinen Beutel, der im Staufach der NC verschwindet, wenn es nicht regnet.

Mit dieser Regenhaube hatte ich das Regenproblem perfekt gelöst.

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