KOPPELIN: FLEISCH VERWERTEN STATT VERBRENNEN
Der schleswig-holsteinische F.D.P.-Landesvorsitzende Jürgen Koppelin, MdB, erklärte heute in Kiel:
"Wenn die Pläne der EU und von Bundesministerin Künast verwirklicht werden, dass 400.00 Rinder zur "Marktbereinigung" verbrannt werden, ist mit erheblichem Widerstand zu rechnen. Dieser Widerstand ist berechtigt.
Nach dem Tierschutzrecht können Tiere nicht einfach getötet werden, um eine Marktbereinigung herbeizuführen. Klagen von Tierschützern sind daher nicht auszuschließen.
Es muss alles unternommen werden, damit das Fleisch der jetzt dringend zur Schlachtung anstehenden Tiere nicht verbrannt, sondern verwertet wird.
Da alle Rinder, die jetzt getötet werden auch auf BSE getestet werden, sollte dieses Fleisch auch verwertet werden. Zur Zeit befinden sich in den Lagerbeständen rund 50.000 Tonnen Fleisch, das nicht auf BSE getestet ist und damit faktisch unverkäuflich ist. Dieses Fleisch muss durch getestetes Fleisch ersetzt werden.
Statt Fleisch von BSE-freien Tieren zu vernichten, sollte es auch für den osteuropäischen Markt ohne EU-Exporterstattung angeboten werden. Ebenfalls könnte dieses Fleisch zu Konserven verarbeitet werden, dass dann in Hunger- und Katastrophengebieten verteilt werden kann.
Die jetzt geplante Verbrennung von Tieren ist unethisch und hat nichts mit der BSE-Bekämpfung oder mit Verbraucherschutz zu tun. Sie dient allein dazu, den Rindfleischmarkt zu stabilisieren.
Die jetzige Politik des Vernichtens von Fleisch ist Wahnsinn."