1 Einleitung


Spielen ist ein gesamtgesellschaftliches Phänomen. Jeder Mensch spielt, jeden Tag. Trotzdem ist Spielen in Teilen der Schule immer noch verpönt. Gespielt wird in der Freizeit, im Kindergarten und vielleicht auch noch in der Primarstufe. In der Sekundarstufe hingegen soll gearbeitet werden und nicht gespielt. Übersehen wird hierbei, daß das Spiel seinen Platz in Teilen aller Schulformen haben kann und sollte. So können Spiele den Unterricht bereichern und abwechslungsreicher gestalten. Außerdem ist zeitgemäße Bildung eben mehr als Stoffvermittlung und  rezeptiver Wissenserwerb. Moderne Bildung muß auch auf Selbständigkeit, Selbstverantwortung, Methodenbeherrschung, Kreativität, Kommunikationsfähigkeit und soziale Kompetenzen zielen. Eben hier bieten Spiele die Möglichkeit das veränderte Bildungs- und Qualifikationsverständnis in den Unterricht hineinzuführen, es ermöglicht die Schaffung von Räumen für eigenverantwortliches Arbeiten und Lernen in Einzel-, Partner- und Gruppenarbeit (Klippert. 1996, S. 9).

 

Diese Ausarbeitung möchte auf die Bedeutung des Spiels für die Schule und das Lernen eingehen. Aus diesem Grund werde ich zunächst versuchen zu erläutern, was Spielen ist, um den Gegenstand einzugrenzen. Anschließend werde ich ausführen, warum der Mensch spielt, um die elementare Bedeutung des Spiels für den Menschen zu verdeutlichen. Darauf folgt eine Beschreibung, warum man in der Schule spielen sollte und was für Probleme beim Spielen in der Schule auftreten können. Danach werde ich die Frage beantworten, warum man beim Spielen lernt, was für den Einsatz in der Schule natürlich eine wichtige Voraussetzung ist, um darauf Bedingungen an ein Lernspiel und didaktische Kriterien für den Einsatz von Spielen in der Schule, allgemein zu beschreiben, um zu verdeutlichen, das nicht alle Arten von Spielen für die Schule geeignet sind und das man nicht um des Spielen willens, sondern um des Lernen willens, in der Schule spielen sollte. Vor einer abschließenden Zusammenfassung werde ich mit der exemplarischen Beschreibung des Inhalts und der Bedeutung des Planspiels und Pausenhofspiels noch zwei Praxisbeispiele für den Leser anführen. Diese zwei Spielformen habe ich gewählt, da sie zwei unterschiedliche Pole darstellen. So findet das Planspiel im Unterricht statt und ist an feste Regeln gebunden, während das Pausenhofspiel in der Pause stattfindet und weitgehend frei von Regeln von Seiten der Lehrer ist. 

 
 

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