Ok, hier bin ich nun. Hallo Moskau. Du grosse Stadt. Du unglaublich spannende und riesige Stadt. Jetzt bin ich hier bei dir. Hmm. Na, in mancherlei Hinsicht bist Du ja doch nicht so fuerchterlich anders als Paris oder London... Irgendwie doch nicht so ganz fremd und unheimlich. Aber wenn ich genau hinsehe, naja, dann gibt es doch einige nicht unwesentliche Unterschiede zwischen Dir, London, Paris oder Berlin. Lass mal sehen...
Die Bahnfahrt hierher war echt ok. 28 Stunden mit dem Berlin-Moskau-Express von Berlin Lichtenberg nach Moskwa Belorusskaja. Der Einstieg war ganz schoen aufregend, noch aufregender aber der Ausstieg. Zwischendurch war es eigentlich nur nett, keine besonderen oder zumindest erwaehnenswerten Vorkommnisse, ausser in Brest. Brest. Zeitumstellung, Gleis- ode vielleicht auf Radwechsel um auf die anderen Gleise fahren zu koennen und vor allem die Grenzkontrolle Polen-Weissrussland. Es war so zwischen 4 und 5 Uhr morgens. Keine Ahnung, wann man die Uhren umstellen soll, deswegen weiss ich das nicht so genau. Ich schlafe seelenruhig und unschuldig in meinem Abteilbettchen und mit einem mal rumpelt es als wuerde jemand relativ erfolgreich versuchen, den Wagen umzustossen. Es wurde taghell, wir waren naemlich in eine riesige Halle eingefahren. Was dann passierte koennte folgendes sein: entwerder der Zug wird komplett angehoben und auf andere Gleise gestellt oder der Wagen wird angehoben, die Raeder darunter gewechselt und dann festgeschraubt. Irgendwie sowas jedenfalls, denn die Bahngleise sind nicht kompatibel. Spannend das ganze. Noch interessanter jedoch die Grenzkontrolle. Unser lieber russicher Schaffner, von denen uebrigens jeder Wagen einen eigenen hatte, ging herum und verteilte Zettel, die jeder ausfuellen sollte. Grosse Panik im Zug, denn ausser Lasse und mir konnte noch die Schulklasse, die imselben Wagen fuhr, auch kein russisch verstehen geschweige denn lesen. Naja, ich hatte eine leise Vermutung, was das fuer eine Deklaration war, doch weigerte ich mich, irgendwas zu unterschreiben, von dem ich mir nicht ganz sicher war, was es war. Moechten Sie ins Gefaengnis? Klar, Caroline Krohn, so fertig! Hups? Nee nee, so bloed bin ich nun doch nicht :-). Ich versuchte dem leider ausschliesslich russisch sprechenden Schaffner klarzumachen, er solle den Schiet bitte zuruecknehmen oder eine besser verstaendliche Version mitbringen, ich war ja schliesslich sicher nicht die erste, die mit diesem Zug fuhr und der russischen Sprache nicht maechtig war... Aber nein, der gute Mann hatte eine Idee: Schnapp ich mir doch einfach irgend ein junges Maedchen auf dem Gang und sag ihr sie soll helfen. Dieses Maedchen war nun aber leider eines dieser armen Schuelerinnen, die nun ueberhaupt nichts begriff und ihn aengstlich ansah, weil sie ja nicht wusste, was er von ihr wollte. Gluecklicherweise hatten wir eine ein wenig englisch sprechende Russin mit im Abteil, die sich bereit erklaerte, fuer uns die Sachen auszufuellen. Sie schien uns wohl gesonnen, (sie haette sich ja einen Scherz erlauben koennen und ankreuzen koennen, wir wuerden Drogen und Waffen einfuehren, nur um zu sehen, was dann passiert), gottseidank!!! Dafuer teilte ich in den darauffolgenden 14 Stunden unser ganzes Essen mit ihr, obwohl sie nicht wollte.
Wir sollten auch deklarieren, wie viel Geld wir dabei hatten. Da es verboten ist, Rubel einzufuehren habe ich beschlossen, jetzt gerade keine Kopeke dabei zu haben, dafuer aber -raeusper- na sagen wir, 200 Dollar. Jo, das kommt so hin... Es wurde wohlwollend zur Kenntnis genommen, auf dem Zettel eingekreist (mit einem schiefen Laecheln), die Anzahl unserer Gepaeckstuecke wurde nachgeprueft und das wars. Das war die letzte Grenzkontolle bis Moskau. Puha! Ich bin immer so wahnisnnig nervoes bei Grenzen, ich verkliere sehr leicht die nerven und grinse immer bloed. Aber das hatten wir ja nun gottlob hinter uns. Ich meine die Grenze. Ok, aus der Sicht der anderern auch das Grinsen.
Es war sehr dunkel,
als wir (ortszeit) um 22 Uhr ankamen. Die ersten Hochhaeuser waren zu sehen,
viele Lichter an, das sah aus wie auf den Boden gekommene Sterne (nach 28 Stunden
Bahnfahrt wird man romantisch, na, zumindest ich...). Aber wir fuhren noch eine
ganze halbe Stunde zum Bahnhof, der nicht mal ganz in der Mitte der Stadt war,
sondern auf dem Ring, den wir spaeter noch taeglich befahren sollten. Aber durch
diese lange Zeit innerhalb dieser fremden Stadt bekam ich schon einen Eindruck
von dieser immensen Groesse!
Wir stiegen also aus und wurden sofort von unserer "Betreuerin" (bis
dahin und auch spaeter, sie ist eine Koordinatorin von Language Link, der Sprachschule)
Tanya abgeholt. Sie ist kaum aelter als wir, Englaenderin, hat vor 2 Jahren
ihren Studienabschluss in Russisch gemacht und lebt seither in Moskau. Sie hat
sich wirklich von A bis Z um alles gekuemmert, was zur Vorbereitung anstand,
einschliesslich meiner taeglichen nervigen Mails, wie das denn nun alles sei
und so... . Nun durfte ich sie also persoenlich kennenlernen. Sie brachte einen
Fahrer mit, der uns zu unserer Wohnung im Stadtteil Planernaya fuhr. Planernaya
ist die Endstation der Linie 7, ein altes Arbeiterviertel; also eine riesige
Ansammlung von grossen Plattenbauten. Man kommt sich darin vor wie eine kleine
Ameise in einem Haufen Zuckerstueckchen (allerdings wuerde ich diesen Zucker
nicht essen, denn der waere dann mindestens einmal in' Dreck gefallen). Aber
es ist echt nett da. Ausser dass keiner mit uns redet von den vielen Menschen,
weiss nicht warum. Naja, wir finden schon noch Freunde... :-).
Die Wohnung ist
total super. Ich hatte ja schon viele Schreckensgeschichten von Wohnungen in
Russland gehoert, von Kakerlaken und klebrigem Dreck und so. Nee, also wir haben
eine 2-Zimmer Wohnung, moebliert, viele russische Buecher drin, eine Kueche
mit Gasherd, sauberer Spuele und Kuehlschrank, einem Badezimmer mit Wanne und
einem Klo, beides in modischem Plastikrosa. Ich habe mir ueberlegt, ob ich die
Klobrille (ebenfalls rosa) nicht abmontiere und klaue fuer zu Hause, aber dann
dachte ich mir, das ist ein bisschen unfair denjenigen gegenueber, die noch
auf diesem Klo sitzen sollen und vor allem denjenigen gegenueber, die zu Hause
darauf sitzen wollen und es sich beim Anblick dieser Farbe dann doch noch anders
ueberlegen. Also gut, die Brille bleibt drin.
Das einzig merkwuerdige ist, dass nicht wir entscheiden, wie warm es in der
Wohnung ist, sondern die Stadt. Tja, es ist also bruetend warm und die einzige
Moeglichkeit, es etwas kaelter zu machen, ist, die Fenster zu oeffnen. Aber
mir sagte man, ich solle mich nicht beschweren, schliesslich komme auch eine
Zeit, in der die Heizung abgestellt werde und wenn es dann nochmal kalt wuerde,
dann machten wir dicke Backen. Also finde ich die Variante gut, auch wenn ich
staendig elektrische Haare habe. Aber ich bin auch so aeusserst dankbar fuer
die Waerme, denn es ist saukalt hier. Offenbar erst, seitdem wir hier sind,
das mussten wir uns schon 1000mal anhoeren, aber ich habe mich entschlossen,
mir hier eine Muetze zu kaufen, weil ich guten Glaubens meine zu Hause liess.
Ich hatte zwar bald schon eine Muetze entdeckt, die mir gefiel, allerdings gehoerte
sie schon einem kleinen Maedchen. Ich wollte sie haben, aber das Kind lief weg
und das ist immer eine gute Waffe gegen mich, das laufen, denn ich kann nichts
dagegen tun. Aber die Muetze waere eh zu klein gewesen, also liess ich das Kaempfen
bleiben und kaufte mir eine, die auf meinen grossen Kopf passt.
Morgens frueh (am
Dienstag) ging es dann sofort los: erste Erfahrungen mit dieser beruechtigten
Moskauer Metro. Ich wollte ein Monatsticket kaufen, aber es hat nicht geklappt
und so bekam ich zwei Einzelfahrausweise fuer 10 Rubel (zur Orientierung: 1
Euro sind 27 Rubel!!!). Spaeter machte Tanya das mit den Momatstickets fuer
uns, die Leute hier sind naemlich nicht so geduldig, wenn da so ein Auslaender
etwas vor sich hinstammelt...
Wir begaben uns also in den Menschenstrom in irgendeine Bahn, von denen uebrigens
alle 45 bis 50 Sekunden eine faehrt. Dennoch hatten wir keine Ahnung, ob es
die richtige war und so entschlossen wir uns, erstmal wieder auszusteigen, standen
direkt vor der Tuer, doch die Leute schienen mit unserem Plan nicht einverstanden
zu sein und schoben uns mit der Wucht ihrer Masse wieder hinein. Gut, dann eben
nicht. Wie sich herausstellte, hatten sie recht.
Wir waren statt einer Stunde sicherheitshalber 2 Stunden eher losgefahren und
so waren wir deutlich frueher da als verabredet und warteten, in der Hoffnung,
nicht von der Miliz angesprochen zu werden, denn diese ist beruechtigt. Aber
nein, wir waren und sind noch immer unauffaellig.
Erwaehnenswert sind die Metro-Stationen. Jeder, der mal in Moskau war, berichtet davon und ich schliesse mich an; sie sind wunderschoen. Sauber, riesig gross und sie sehen aus wie Hallen und Gewoelbe. Jeder Bahnhof hat verschiedene Kunstwerke an den Waenden, meist arbeitende Menschen mit Hammer und Sichel, Sterne, aber auch Formen, Muster etc. Dort, wo unsere Schule ist, in der Novoslobodskaya, sind grosse, bunte Tiffany-Fenster; ganz unglaublich. Und die Rolltreppen erscheinen einem kilometerlang; man steht darauf mehrere Minuten, allerdings sind die Rolltreppen unglaublich schnell. Wenn ich nach Berlin zurueckkommen werde, werde ich wahrscheinlich das Gefuehl bekommen, auf den Rolltreppen nicht vom Fleck zu kommen, weil die hier so schnell sind. Wir sind gewarnt worden, uns auch ja festzuhalten, falls die Rolltreppe mal abrupt stoppt, was ab und zu passiert. Wie die Lemminge fallen dann alle runter. Naja, ok, dazu hab ich keine Lust. Also halte ich mich immer ganz brav fest.
Als wir am Dienstag von Tanya abgeholt wurden, kamen wir in die Schule und nachdem uns der eine oder die andere vorgestellt und die Raeumlichkeiten gezeigt wurden, ging es auch gleich ans Eingemachte: Der Unterricht mit unserem Lehrer Igor begann. Wir sind 3 Leute im Intensivkurs, Lasse, Janine und ich. Janine ist Australierin, aus Sydney. Tja, Janine. Janine ist 39 (sieht aber keineswegs so aus, eher mind. 10 Jahre juenger) hat einige Jahre in Bombay verbracht, dann einige Zeit in New York. Nach dem 11. September entschlossen sie, die da in einer Plattenfirma arbeitete, und ihr Freund Martin, Stockbroker bei einer grossen amerikanischen Bank, woanders hinzugehen, den New York wurde ihnen unertraeglich. Moskau erschien ihnen gut, denn es ist naeher an London dran. So kamen sie also im Januar fuer drei Jahre her, danach wollen sie nach Sydney zurueck. Janine gefaellt es aber nicht so gut in Moskau. Die ersten 2 Monate verbrachte sie mit schlafen, ab und zu musste sie aber schnell nach London um einer Party ihrer Freundin beizuwohnen oder ihre Moebel, die beim Umzug einen kleinen Umweg eingeschlagen haben, zu holen. Das ist aber ein wenig langweilig und bloed, deswegen entschloss sie sich entgegen den Gewohnheiten der anderen Damen ihres Standes mal die einheimische Sprache zu lernen. Janine ist ueberhaupt nicht ueberheblich, sie ist total witzig (das mein ich absolut ernst!), ihre "Welt" ist nur sehr anders als unsere und wir nehmen dies einfach zur Kenntnis, es ist sehr spannend! Zum Beispiel bin ich neulich beinahe in ein Fettnaepfchen getreten, als sie sagte, ihre Freundin in London heirate und sie muesse sich ein Kleid besorgen, aber sie habe keine Lust. Ich wollte gerade sagen "Hey, hier um die Ecke ist doch ein Einkaufszentrum!", doch biss ich mir auf die Zunge, als sie gerade fragte "Wisst Ihr wo Armani's ist?" "-oh, nee, Janine, Du, da waren wir dieser Tage noch nicht, sag aber bescheid, wenn Du's weisst, eine neue Unterhose ist auch mal wieder faellig!" (hab ich natuerlich nicht gesagt aber ungefaer so geguckt). Ein anderes mal fragte sie unsere arme Lehrerin Ljudmila auf Russisch "Wie spielen Sie Golf?". Ljudmila laechelte schuechtern und gab zu "ich habe noch nie Golf gespielt". Sie fragte uns wenig spaeter danach, welche Sprachen wir in der Schule lernten. Lasse und ich haben es brav erzaehlt, Janine sagte nur, sie habe keine andere Sprache als Englisch gelernt, sie habe sich fuer den kuenstlerischen Zweig entschien. 4 Jahre lang auf dem College hatte sie den Schwerpunkt, Huete zu machen. Jo, wow, sag ich. Ich meine, nicht abfaellig oder so, das ist wirklich unglaublich spannend, es fiel mir nur schwer, es mir vorzustellen. Ich wollte gerade sagen "Hey, so ein Zufall, ich wollte mir heute ne Muetze kaufen, ist naemlich - 7 Grad hier, machst Du mir eine?" aber ich habe mir ueberlegt, dass sie moeglicherweise andere Huete meinte und die passen nicht zu meinen Schuhen. Naja, und so reiht sich ein dicker Hund nach dem anderen ein. Heute (eine Woche spaeter) hat sie den Kurs verlassen, was bei Lasse und mir eine grosse Enttaeuschung hervorrief. Aber sie hat versprochen uns anzurufen, vielleicht treffen wir uns nochmal.
Also der Russischkurs:
Igor unterrichtet uns dienstags und donnerstags und Ljudmila montags, mittwochs
und freitags. Wir haben jeden morgen 3 Stunden Intensivkurs und es ist wirklich
wirklich knueppeldick. Heute konnten wir schon von unserer Familie, unseren
Freunden, unseren Lieblingsspeisen und Getraenken erzaehlen, ueber das, was
wir heute, die letzte Woche und die letzten Jahre gemacht haben, was wir warum
studieren, warum wir in Russland sind und ob es uns gefaellt. Es ist wirklich
unglaublich; neben 300 - 400 Vokabeln haben wir die Gegenwart und die Vergangenheit
durchgenommen, Adverbien, Pluralbildungen mit Ausnahmen, Praepositionen, Konjugationen,
Vorstellungsausdruecke, Zahlen bis zu einer Million und einiges mehr gemacht.
Natuerlich auch die Schrift. Wir haben schon gesungen (den Fehler macht Igor
aber bestimmt nicht wieder) und gespielt (das war sehr lustig, am meisten hat
sich Igor gefreut! Das war so niedlich!), Texte als Hausaufgaben geschrieben,
etc. Wir fuehlen uns konstant damit ueberfordert, aber so langsam schleicht
sich ein kleines Sprachgefuehl ein, dass es zulaesst, dass wir einkaufen gehen
koennen und die Leute denken, wir verstuenden es, wenn sie uns zutexten (wenn
wir ihnen ihre Illusion nehmen, macht das auch nichts, sie koennen schliesslich
auch lauter reden - ??!!). Igor und Ljudmila sind Professoren an der Uni Moskau
und unterrichten beide russische Sprache und Literatur. Sie sind beide unglaublich
liebenswert und sehr sehr gute Lehrer. Ljudmila hat etwas muetterliches, liebes,
waehrend Igor vor allem lustig ist. Schnell zum Beispiel lernten wir gewisse
Ausdruecke, die uns immer wieder ueber den Weg liefen (bei Igor), wie aha-aha-aha-mhm-mhm-mhm-mhm-da-da-da-da-da,
was soviel heisst wie aha-aha-aha-mhm-mhm-mhm-mhm-ja-ja-ja-ja-ja. Aber natuerlich
auch vieles andere.
Ich finde den Unterricht sehr befriedigend, weil das Tempo stimmt und die Lehrer
erste Klasse sind. Ich habe zwar oft das Gefuehl, dass ich gar nichts verstehe,
aber wenn ich das erst nachgearbeitet habe, verstehe ich verhaeltnismaessig
viel. Ich denke naemlich, dass sowohl Lasse als auch ich fuer nur eine Woche
Russisch relativ viel koennen.
Soviel zu den Russichkursen. Nachmittags sind wir dann bei Tony. Tony ist unser Trainer fuer die Deutschkurse, die wir in Wolgograd geben werden. Er ist Englaender und hier der Academic Director oder sowas, hat also inhaltlich den Plan von der Schule. Er ist sehr nett. Wir haben am Freitag unsere erste Modelldeutschstunde gegeben und er kann jetzt sagen " Mein Name ist Tony, sein Name ist Lasse, ihr Name ist Caroline, wie ist Dein Name?" und ein paar Vokabeln, die Phonetik und die Zahlen bis 10. Fuer 30 Minuten gar nicht schlecht denk ich. Er hat einen deutschen Zahnarzt, dem hat ers praesentiert. Nun haben wir aber noch einige Theoriestunden mehr. Das Ding ist, dass wir die allerersten Deutschlehrer hier sind, also gibt es hier keinerlei Materialien oder Erfahrungen. Allerdings wird hier en masse Englisch unterrichtet und auch franzoesisch. Bei den Englischstunden sahen wir auch schon zu. Die Lehrer hier sind groesstenteils iunserem Alter und die Atmosphaere ist sehr gut. Es sind vor allem Englaender, Amerikaner oder Australier.
Es ist also sehr lustig: Morgens sind wir Schueler und werden auch als solche behandelt, wenn wir Mittagspause haben, gehen wir dann einen Stockwerk hoeher ins Lehrerzimmer und sind fuer den Rest des Tages (angehende) Lehrer. Das ist extrem witzig.
Abends waren wir auch schon einige Male weg, allerdings vor allem mit Tanya, ihrem Freund und ein paar anderen Leuten, die jedoch vor allem Englischsprachler sind (also Englisch als Muttersprache haben). Lustige Abende, auf jeden Fall, nur mit wenig russischem Inhalt. Aber fuer die erste Woche war dies hoechst angenehm.
Abschliessend kann ich sagen, dass es wunderbar ist, hier zu sein; Moskau ist eine tolle Stadt, ich bin sehr zuversichtlich, frueher oder spaeter die Sprache zu bezwingen und bei dieser Schule sind wir sehr sehr gut aufgehoben. Sie tun alles fuer uns, allen voran Tanya, die uns betreut wie nichts in ihrer Arbeits- wie in ihrer Freizeit. Wir verstehen uns mit allen bisher sehr gut, haben einige Bekanntschaften ausserhalb der Lehrerschaft gemacht und so verbringen wir zwar eine sehr anstrengende aber auch eine sehr aufregende Zeit hier.
Wer Lust hat, mir zu schreiben, - ich freue mich sehr ueber jede Nachricht von Euch - schreibe bitte an Carosabenteuer@hotmail.com, weil hotmail fuer mich einfacher abzurufen ist als gmx oder foni. Ihr hoert bald wieder von mir!
Liebe Gruesse
Caroline