|
...will auch gelernt sein, denn ganz so einfach ist es doch nicht,...aber keine Angst, es ist auch nicht schwer. Es gibt durchaus einiges zu beachten, will man eine dauerhafte, unauffällige und fachgerechte Lötstelle herstellen: Nicht jedes Metall läßt sich löten. Sehr gut geeignet sind z.B. Neusilber Gleise. Vor dem Löten muß die Lötstelle gut gereinigt sein! Am besten mit einem Glasfaserstift oder feinem Schleifleinen kurz anrauhen. Das Lötzinn muß sauber fließen können, daher ist es empfehlenswert (aber nicht unbedingt nötig) ein Flußmittel zur Hand zu haben, mit dem die Lötstelle vorher bestrichen wird. |
Hiermit meine ich kein Lötfett, sondern vielmehr
ein Kolophoniumflußmittel. Geeignet ist hier z.B. SM2010, ein gängiges Flux auf
Alkoholbasis, also flüssig. Es sollte im Elektronikfachhandel erhältlich sein. Die Wärme spielt eine wichtige Rolle; zu wenig wird zu keiner sauberen Lötverbindung führen sondern, wegen der langen benötigten Zeit bis zum Schmelzen des Zinns höchstens die Schwellen zerfließen lassen. Bei zu großer Wärme wird das Flussmittel verbrennen und die Lötstelle verkleistern. Auch die Lötzeit ist zu beachten! Zu kurz, und die Verbindung wird nicht richtig eingegangen sein. |
Zu lang, und das Lötzinn
wird wieder verbrennen bzw, es wird zuviel Sauerstoff vom Zinn aufgenommen und die Lötstelle
verkleistert und wird demnächst korrodieren,...und dann viel Spaß bei der Fehlersuche ;-). Wichtig beim Löten ist immer: Erst die Lötstelle erwärmen und dann erst das Lötzin zuführen. Sonst gut Nacht Flußmittel! Und noch eins: Viel hilft nicht Viel! Eine fachgerechte Lötstelle hat so viel Lötzinn wie nötig und so wenig wie möglich! Genauer gesagt heißt das: Eine Lötstelle hat immer eine möglichst konkave Form, also eine Hohlkehle. Nun einige Abbildungen dazu: |
|
|
| Hier eine Lötstelle an einer Stromeinspeisung. | In der Vergrößerung ist die konkave Form deutlich zu erkennen. Die Schwellen sind nahezu unversehrt. |
|
|
| Hier noch einmal eine vergrößerte Ansicht einer weiteren Stromeinspeisung. | Ein gut verlöteter Gleisstoß sorgt für ruhiges Fahren. |
|
|
| Hier nun der schematische Aufbau einer Lötstelle an einem Gleisstoß. |
|
Die Technik ist an sich nicht schwer: Wir verwenden einen 40 Watt- Lötkolben mit einstellbarer Temperatur. Dieser wird auf einen recht hohen Wert gestellt. Dadurch kann in sehr kurzer Zeit die Lötstelle gut erwärmt werden. |
Ist die Stelle warm genug, wird das Lötzinn herangeführt (nicht vorher!). Das sofort schmelzende Zinn umfließt die zu verbindenen Teile und das war's auch schon. Durch die recht hohe Temperatur lässt sich die Aktion auf ein Minimum an Zeitdauer reduzieren, was die Schwellen schützt, |
denn die Wärme bekommt nicht genug Zeit, um auf sie einzuwirken. Das Risiko bei dieser Methode ist natürlich, eine zu warme Lötstelle zu produzieren, und damit das Lötzinn zu schädigen, bzw, das Flux zu verbrennen, hier ist Feingefühl angesagt. |