|
Zunächst einmal wird unterschieden zwischen Fließsystemen und Saugsystemen. Beide lassen sich einfach unterscheiden: Beim Fließsystem sitzt der Farbbehälter oben, beim Saugsystem unten. Während beim Fließsystem die Farbe einfach nur durch den Farbkanal abwärts rauscht, muß sie beim Saugsystem den Weg zur Düse bergauf. Hierbei hilft der an der Düse entstehende Unterdruck, welcher von selbst entsteht, wenn ein Luftstrom an der Düse vorbeizieht und Farbpartikel mitreißt. Einen Qualitätsunterschied zwischen dieses Systemen gibt es eigentlich nicht, es ist reine Geschmackssache was man vorzieht. Manche finden den Farbbehälter unter dem Airbrush als lästig, einige finden den obenliegenden störend, weil er die Sicht behindert. Dann gibt es "Double Action (Unabhängige Doppelfunktion)" und "Single Action (Einfachfunktion)" Geräte. Hier ist der Unterschied schon wesentlich deutlicher zu merken. |
Während bei der Single Action Variante Luft- und Farbfreigabe miteinander fest verbunden sind,
kann beim Double Action Airbrush Luftmenge und Farbmenge unabhängig voneinander
eingestellt werden.
Mit dem Double Action Prinzip läßt es sich also wesentlich präziser arbeiten,
es braucht aber auch ein wenig mehr Gefühl! Die Farbmischung erfolgt ebenfalls auf zwei Arten; der externen Farbmischung und der internen Farbmischung. Bei der externen sitzen Farbaustritt und Luftaustritt nebeneineiander, bzw. schräg zueinander. Die austretende Luft streicht an der Farbdüse vorbei und reißt Farbe mit,.... Bei der internen Mischung werden Farbe und Luft in der Düse gemischt. Sozusagen eine Düse in der Düse: ![]() |
Hier deutlich zu sehen: v.l.n.r. Die Nadelkappe (sie schützt die Nadel), Die Düsenkappe
(hier wird die Luft durchgedrückt, die Düse schaut ein Stück hindurch. Die Bohrung
der Düsenkappe ist so groß, das um die Düsenspitze herum noch ein wenig Freiraum für die Luft bleibt),
und die Düse. Sie ist der kleinste und filigranste Teil des Airbrush. In der Düse widerum
sitzt die Nadel. Diese läuft spitz zu und kann so die Farbmenge, die durch die Düse austritt reglulieren,
indem sie nach hinten gezogen wird. Ihr Durchmesser ist entscheidend für den Einsatz. Daher gilt: Je kleiner der Düsendurchmesser, desto feiner das Spritzbild! Aber: Je kleiner der Durchmesser heißt auch, desto weniger Farbe kann durch die Düse und umso feiner müssen die Farbpigmente gerieben sein, um überhaupt aus der Düse hinaus zu kommen. Wer feine Arbeiten durchführen will, wählt am besten eine Düse von 0.15 bis 0,2 mm. Größere Flächen erfordern größere Düsen! Das sollte, so hoffen wir, für's erste reichen, für weitere Fragen stehen wir selbstredend immer gerne zur Verfügung. |