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Freisuche / Die Ablenkung /Die Verleitung / Übergänge /Auszeit /Zwangsfährte
Ausbildungsfehler /Ausbildungsfehler/Beispiele /Ungehorsam /Konflikte /Futterabbau
Erwartungshaltung /Wetter /Ausbildungsmaterial /Triebmittel /Gelände
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Freisuche!
Die Freisuche ist aus meiner Sicht die höchste Kunst der Fährtenarbeit. Vorraussetzung ist das Hundeführer und Hund ein eingespieltes Team sind. Der Hundeführer muss das Verhalten seines Hundes genau kennen und weiss dies richtig zu beurteilen. Der Hund besitzt einen hohen Erfahrungsschatz aus jahrelanges fährten (Übungsfährten, Wettkämpfe, Prüfungen). Er muss dazu ruhig und gleichmäßig suchen gelernt haben.
Es ist immer zu überlegen ob eine Freisuche überhaupt sinnvoll ist.
Es muss gesagt werden das man dafür keine Extrapunkte bekommt. Ich glaube aber für einen Fährtenfreak ist es das Grösste, wenn sein Hund eine Freisuche absolvieren kann.
Also, wo könnte eine Freisuche überhaupt sinnvoll sein?
Ich würde sagen überall da wo es um nichts geht. Wenn man sich zu höheren Veranstaltungen qualifiziert hat, könnte man Prüfungen wiederholen oder an einen Wettkampf teilnehmen. Auf Ausscheidungsprüfungen wäre dies nicht ratsam. Hier geht es manchmal um einen halben Punkt. Und es kann sagen wer will, über die Leine hat man so seine Möglichkeiten um den Hund ein wenig zu helfen.
In der VPG1- und VPG2-Fährte sollte man den Hund auf gar keinen Fall frei suchen lassen. Der Hund hat zu wenig Erfahrung und könnte bei einem Problem sehr schnell überfordert sein. Ausserdem macht man diese beiden Prüfungen in der Regel nur einmal um den Grundstein für die VPG3 zu setzen.
In der VPG3-Fährte könnte ich mir schon eine Freisuche vorstellen. Diese Prüfung kann beliebig wiederholt werden.
Freisuche in der FH1 und FH2: Hier kommt die Disziplin voll zum Einsatz der Hund besitzt einen grossen Erfahrungsschatz und der Hundeführer kennt das Verhalten des Hundes genau. Leider sieht man frei suchende Hunde viel zu wenig. Ich hatte das Glück und durfte einen Sportsfreund, mit seinen Hund auf einer Übungsfährte bei der Freisuche begleiten. (Schon das zweite Mal mit zwei verschiedenen Hunden) Es war für mich absolut beeindruckend.
Hunde mit ausgeprägtem Jagdtrieb eignen sich leider nicht so gut für die Freisuche. Denn bei einer FH1 und FH2 die 3 Stunden liegen muss, kann sich einiges im Gelände ändern. Es kann sich in der Zwischenzeit ein Hase oder Kaninchen neben der Fährte gemütlich machen. Oder ein Reh springt plötzlich auf und flieht über den Acker. Wenn der Hund damit Probleme hat sollte man auf die Freisuche verzichten.
Zum Ablauf: In der FH1 und FH2 geht man mit der 1m Führerleine zum Richter und meldet sich an. Hier sagt man ob der Hund verweist oder den Gegenstand aufnimmt. Gleichzeitig teilt man dem Richter mit das der Hund frei sucht. Die 1m Führerleine ist aus versicherungstechnischen Gründen sichtbar mit sich zu führen. Das heißt die Leine ist von Hund fort umzuhängen. Über die linke Schulter unter den rechten Arm. Vom Richter aus geht man mit dem unangeleinten Hund an das Abtrittsschild mit dem Kommando "SUCH" gibt man dem Hund den Befehl zum suchen.
Probleme bei der Freisuche:
- 1. Der Abstand zwischen Hundeführer und Hund. Auch hier ist ein
Mindestabstand von 10 Meter einzuhalten. Es kann auch etwas mehr sein, sollte aber wieder nicht zu viel sein. Wenn man sich auf den Hund konzentriert kann dieser Abstand schnell mal über oder unterschritten werden. Der Richter kann dies mit einigen Punkten ziehen.
2. Die Geschwindigkeit des Hundes kann je nach Trieblage oder Schwierigkeitsgrad etwas unterschiedlich sein. Zum Beispiel stürmt der Hund nach dem Gegenstand, oder nach dem spitzen Winkel FH 2 etwas schnell in den Fährtenverlauf. Dies kann mit der Leine dahin korrigiert werden, in dem man die Fährtenleine einige Meter straff durch die Hand gleiten lässt. Dem Richter fällt dies nicht so auf. Bei der Freisuche wird der Richter dies aber beim Hund bemerken.
3. Der Hund kommt von der Fährte ab. Hier hat man keine Einwirkungsmöglichkeit mehr. Bei der Fährtenleine kann man den Hund noch so lange festhalten, bis der Richter sagt: "Hund folgen".
4. Wildwechsel könnte zu einem Problem werden.
5. Probleme am Gegenstand. Hier kann ich mit der Leine ebenfalls etwas kommunizieren. Man bekommt zwar nicht mehr die volle Punktzahl für den Gegenstand, aber dies ist immer noch besser wie komplett überlaufen.
6. Die Verleitung ist auch nicht zu unterschätzen. Ich habe es immer so gehalten, das ich den Hund mit der Fährtenleine korrigiert habe, wenn ich merkte das der Hund in die Verleitung ging. Dies ist immer noch besser als durchgefallen. Ohne Leine geht da nichts mehr.
7. Fehler die je nach Windrichtung immer wieder auftreten ist auch das Überqueren einer Straße. Der Hund driftet ev. etwas seitlich ab. Mit der Leine konnte man den Hund so lange halten, bis er wieder in den Fährtenverlauf findet. Ohne Leine kann man dies auch nicht korrigieren.
Dies sind nur mal einige Probleme die beim Fährten ohne Leine auftreten können. Also, wenn Ihr mal einen Hundesportler beobachten könnt, der seinen Hund frei auf einer Prüfung fährten lässt, ist dies meiner Meinung nach ganz hoch zu würdigen. Denn hier kann man sagen, dass man dies nicht alle Tage sehen kann.
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Die Ablenkung
Bei dem jungen Hund sollte man natürlich die Ablenkung noch vermeiden. Er soll ja erst mal lernen mit tiefer Nase zuarbeiten. Grosse Ablenkung wäre zu diesem Zeitpunkt ungünstig. Der Hund würde seine Arbeit unterbrechen (stehen bleiben, umschauen u.s.w.)Wenn der junge Hund das Suchen mit tiefer Nase erst mal gelernt hat, kann man Schrittweise mit der Ablenkung beginnen. Ich würde erst mal die Ablenkung in Bodennähe einbringen.
Dies könnte z.b.s. eine Plastiktüte oder eine Jacke sein, die ca.1- 2m neben der Fährte liegt. Die Tüte würde ich mit einem Stein beschweren, damit Sie nicht weg geweht wird. Der Hund wird wahrscheinlich nachsehen wollen was neben der Fährte liegt. Last den Hund nicht an das Objekt. Haltet den Hund einfach fest bis er wieder in die Fährte kommt. Last eurer Phantasie freien Lauf, baut alle Dinge mit ein die auf einer Fährte passieren können. Wenn sich mehrere Personen zum Fährten treffen, könnte einer auch neben der Fährte stehen.
Oder legt zwei Fährten nebeneinander: Diese sucht Ihr dann parallel mit zwei Hunden gleichzeitig ab.
Trainiert mit Sportsfreunden. Wenn sich jemand für die Fährtenarbeit interessiert last Ihn zuschauen. Ja last Ihn sogar mitgehen wenn der Hund die Fährte ausarbeitet.
Ablenkung aus der näheren Umgebung. Es kann fast alles passieren. Ein Traktor kommt vorbei. Spaziergänger mit Hunden tauchen plötzlich auf. Wild springt plötzlich auf. Führt den Hund an alles heran.
Es gibt nichts Schlimmeres wenn der Hund auf einer Prüfung plötzlich durch die Umwelt abgelenkt wird.
Ich gehe mit einem jungen Hund immer 2mal in der Woche alleine und am Wochenende mit der Fährtengruppe arbeiten.
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Die Verleitungen
Die Verleitungen werden in der FH1 und in der FH2 gelegt. Bei der FH1-Fährte wird die Verleitung eine halbe Stunde nach der Originalfährte gelegt. Beim Absuchen ist die Originalfährte 3 Stunden alt und die Verleitung 2,5 Stunden alt.
Bei der FH2 wird die Verleitung eine halbe Stunde, bevor der Hund suchen darf gelegt. Die Originalfährte ist 3 Stunden alt und die Verleitung nur 0,5 Stunden alt. Sie ist also noch ganz frisch und sondert demnach einen sehr starken Geruch ab.
Wie trainieren wir also mit dem Hund die Verleitung, so dass er auf der Originalfährte verbleibt?
Dazu müssen wir selbst wissen, wie der Hund die unterschiedlichen Fährten wahrnimmt. Der Hund wird die Fährten wahrscheinlich nur nach dem Alter unterscheiden. Vom Individualgeruch des Fährtenlegers wird für den Hund nicht mehr viel finden sein. Also muss der Hund wohl die Bodenverletzung unterscheiden. Und genau das macht er auch. Die Gerüche verändern sich während der Liegezeit. Diese lernt der Hund nun zu unterscheiden.
Methode 1
Wenn wir den Hund in der Methode ausgebildet haben die hier erklärt wurde, kann man sehr früh mit der Verleitung beginnen. Dazu legt Ihr die Originalfährte ganz normal mit Futter. Die Verleitung legt Ihr ohne Futter. Der Hund wird ganz schnell merken, dass es für ihn besser ist auf der Originalfährte zu bleiben. Wichtig ist nur das Ihr die Verleitung eine halbe Stunde später legt. Wenn der Hund an die Verleitung kommt soll er mit dem Geruchsunterschied vertraut gemacht werden. Dies ist ja unser Ziel der Übung. Er soll lernen das auf der Verleitung niemals Futter liegt. Deshalb last Ihn auch die Erfahrung selbst machen. Wenn der Hund in die Verleitung geht last ihn ein paar Schritte rein gehen.
1.a)
Wenn er sich nach ca. 4 bis 6 Schritten nicht selbst korrigiert hat, müsst Ihr dem Hund helfen. Entweder holt den Hund zurück und setzt ihn wieder auf der Originalfährte ca. 3 Schritt vor der Verleitung an.
1.b)
Oder benutzt passiven Zwang. Dazu bleibt Ihr einfach stehen und haltet den Hund an der Fährtenleine fest. Er darf jetzt keinen weiteren Schritt mehr in die Verleitung machen. Da er jetzt nicht mehr weiter kann wird er kreisen. Wenn der Hund wieder selbstständig in die Originalfährte gefunden hat, müsst Ihr sofort wieder Leine geben. Last den Hund sofort weiter fährten.
Wenn Ihr dies ein paar mal trainiert habt wird der Hund das schnell gelernt haben.
Dadurch lernt der Hund selbst mit dem Konflikt fertig zu werden.
Methode 2
Ein erfahrener Fährtenhund der nicht mehr in jedem Fußabdruck ein Futterbrocken brauch, könnt Ihr anders trainieren. Dazu braucht Ihr auch nicht mehr in jedem Fußabdruck ein Futterbrocken legen.
Wir machen das dann so:
Die Originalfährte liegt ja bereits. Wenn Ihr jetzt eine halbe Stunde später die Verleitung legt, werdet Ihr irgendwann die Originalfährte kreuzen. Wenn Ihr die Originalfährte mit der Verleitung kreuzt, müsst Ihr hinter der Verleitung auf der Originalfährte ein kleines Futterdepot legen. Dieses Futterdepot enthält ca. 3-5 Futterbrocken. Wenn der Hund jetzt die Verleitung nicht beachtet, wird er hinter der Verleitung positiv mit dem Futterdepot bestätigt. Mit dem legen des Futterdepots müsst ihr euch etwas geschickt anstellen. Ihr steht ja genau auf der Kreuzung der Verleitung und der Originalfährte. Beugt euch nun etwas vor und werft hinter der Verleitung in den zweiten oder dritten Fußabdruck der Originalfährte das Futter. Je erfahrener der Hund wird umso weiter könnt Ihr das Futter von der Kreuzung in die Originalfährte werfen. Aber werft das Futter so, dass es auch noch auf der Originalfährte liegt.
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Die Übergänge
In der FH1 muss der Hund noch (Übergänge) Straßen und Wege überqueren, in der FH2 kann dieses auch vorkommen. Als Wege gibt es die Feldwege oder die nicht natürlichen Wege wie Teerstraßen, Asphalt oder Verbundpflaster.
Die Feldwege Diese Wege sind eigentlich relativ einfach für den Hund da auch hier Bodenverletzung entsteht. Aus diesem Grund würde ich erst mal eine Zeit diese Feldwege mit dem Hund trainieren. Dazu kann man beim Legen der Fährte in den Straßengräben vor und hinter dem Feldweg ein kleines Futterdepot legen. Dadurch lernt der Hund sich erst noch mal zu vergewissern, bevor er den Feldweg überquert. Nach dem Feldweg soll er auch belohnt werden und sein Futterdepot erhalten. Auf dem Feldweg könnte man in der Mitte auch einige Futterbrocken legen.
Ich fange immer mit dem mehrmaligen überqueren durch einen Knick an. Hat der Hund Probleme, werfe ich beim Spazieren gehen immer einen Ball durch den Knick bis er sich an das überqueren gewöhnt hat. Danach Feldweg und Straße. (statt Futter kann auch geschleppt werden z.b.s. Leberwurst oder Pansen).
Unnatürliche Böden
Hier bleibt nach 3 Std. nur noch wenig an Geruch haften. Wenn man Glück hat und ein erfahrener Fährtenleger die Fährte legt, wird dieser versuchen mit den Erdreich an den Stiefel die Teerstraße zu verschmutzten. Aber darauf kann man sich leider nicht verlassen.
Auf diesen nicht natürlichen Böden kann man nur mit wenig Fährtengeruch rechnen. Deshalb muss der Hund so ausgebildet werden, dass er nach dem überqueren der Straße sein Futterdepot erhält. Nach vielen Übungen wird er gezielt die Straße überqueren.
Probleme sind leicht schräge Übergänge auf unnatürlichen Böden .
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Die Auszeit
Die Auszeit ist eine Möglichkeit dem Hund in der FH2- Fährte eine kurze Pause zu geben.(Hilfe für ältere Hunde) Hund und Hundeführer haben 40 Minuten Zeit die Fährte auszuarbeiten. In dieser Zeit muss der Hund das Ende der Fährte erreicht haben. Die Auszeit ist in den 40 Minuten mit enthalten. Es kann auch ein feuchter Schwamm mitgenommen werden, um den Hund in der Auszeit die Nase zu befeuchten oder zu reinigen.(Im Sommer bei höheren Temperaturen) Dies musst dem Richter vorher bekannt gegeben werden.
Die Auszeit darf nicht genommen werden, wenn der Hund an einem Problem in der Fährte arbeitet.
Am besten ist es, wenn der Hund einen Gegenstand verwiesen hat. Der Gegenstand wird eingesteckt, dann kann dem Richter durch Handzeichen signalisiert werden dass man eine Auszeit nehmen möchte. Da der Hund sowieso schon liegt, stellt es auch für den Hund kein Problem dar. Es kann auch eine Auszeit auf einer graden Strecke genommen werden die der Hund gerade gut ausarbeitet. Dies musst man dem Richter aber vorher mitteilen und dem Hund das Kommando Platz geben. Ich halte dies aber nicht für sinnvoll. Warum soll man den Hund aus einer guten Arbeit rausreißen. Zu dem kann dieses Kommando Platz für den Hund ein Problem darstellen.
Ein Tipp: Es ist nirgendwo festgehalten wie lange der Hund am Gegenstand liegen darf. Nutzt diese Gegenstände als Auszeit. Nach dem einstecken des Gegenstandes nehmt Ihr wieder Grundstellung neben dem Hund ein. Danach gebt eueren Hund durch das Kommando "Such" wieder frei. Somit bekommt man auf einer FH2 insgesamt 7 kleine Auszeiten.
Dieser Tipp kann auch in der FH1 angewendet werden. Hier stehen allerdings nur 30 Minuten Zeit zur Verfügung um die komplette Fährte auszuarbeiten.
Das etwas längere liegen am Gegenstand sieht zudem noch gut aus. Der Richter erkennt sofort, hier ist ein Hundeführer mit Erfahrung an der Arbeit.
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Die Zwangsfährte
Die Zwangsfährte ist eine Ausbildungsmethode in der man den Hund durch Strafen (aus Angst meiden) auf den Fährtenverlauf hält.
Der Hund wird mit Futter oder einem anderen Triebmittel im Fährtenbereich aufgebaut. Sobald der Hund gelernt hat die Fährte Schritt für Schritt abzusuchen, wird Zwang mit in die Ausbildung eingebaut. Dazu wird dem Hund z.b.s. ein Stachelhalsband umgelegt. Verläst der Hund jetzt einmal die Fährte, wird er sofort mit kleinen Rucken in das Stachelhalsband gestraft, bis der Hund wieder auf die Fährte kommt. Wenn der Hund wieder den Fährtenverlauf folgt, bekommt er seine Ruhe. Der Hund lernt jetzt um jeden Preis auf der Fährte zu bleiben.
Arbeiten mit zwei Leinen:
Die Zwangsfährte kann auch mit zwei Leinen trainiert werden. Dazu kommt eine Leine an die linke Seite des Halsbandes und die andere Leine an die rechte Seite des Halsbandes. Kommt der Hund jetzt links von der Fährte ab, ruckt man so oft rechts an dem Halsband, bis der Hund wieder auf den Fährtenverlauf ist.
Ähnlich ist es mit jedem Fehlverhalten des Hundes. Jedes Fehlverhalten wird sofort mit Zwang bestraft.
Der Hund bekommt nur noch seine Ruhe, wenn er mit ganz tiefer Nase den Fährtenverlauf folgt.
Ich persönlich halte von dieser Methode nicht allzu viel. Es ist sicherlich richtig dass die Zwangsfährte eine von mehreren Ausbildungsmethoden ist. Für mich fehlt bei dieser Ausbildungsmethode der Spaß an der gemeinsamen Arbeit (Ausbildung) mit dem Hund. Außerdem glaube ich dass ein Hund der über diese Methode ausgebildet wurde nur selten gelernt hat selbstständig zu arbeiten.
Jeder sollte sich selbst eine Meinung über diese Ausbildungsmethode bilden.
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Die Ausbildungsfehler
Es sollte jedem Hundeführer/in klar sein, dass während der Ausbildung auch Fehler in den Hund einarbeitet werden. Es kann sogar gesagt werden, dass garantiert Fehler durch die Ausbildung in den Hund einarbeitet werden.
Also sollte man versuchen diese Ausbildungsfehler so klein wie nur möglich zu halten. Es muss uns auch klar sein, dass die Fehler die vom Hund gemacht werden, ausschließlich unsere Schuld sind. Der Hund sollte nicht für unsere Fehler bestraft werden.
An einem kleinen Beispiel möchte ich so ein Fehler mal erklären: Ich füttere meine Hunde morgens und abends, gehe ich morgens fährten fällt die Fütterung abends aus und umgekehrt. Die Triebleistung über den Futtertrieb steigt. Diese Triebleistung kann der Hund beim Fährten ausleben.
Wenn die Fährte dann lange genug liegt, hole ich den Hund aus dem Auto klicke die Fährtenleine an und gehe zum Abtritt.
Jetzt habe ich einen Ausbildungsfehler begangen, der mir erst viel später aufgefallen ist. Für mein Hund ist das einklicken der Fährtenleine das Signal zum suchen und bis zum Abtritt kann es noch ein sehr langer Weg sein. Auf dem Weg zum Abtritt verhält sich der Hund sehr hektisch und aufgeregt. Ist der Abtritt auf Großveranstaltungen weit entfernt komme ich mit einen relativ ausgepumpten Hund an und die Fährte geht erst los.
Nach vielen Versuchen dieses Verhalten zu ändern, was sich über Jahre verfestigt hatte bin ich letztendlich dahinter gekommen dem Hund auf dem Weg zum Abtritt etwas tragen zu lassen (Flexileine) dadurch verhält sich der Hund ruhig und ausgeglichen.
Der Hund konnte nichts dafür. Es war allein meine Schuld, mein Ausbildungsfehler.
Das schlimme an den Ausbildungsfehler ist, dass wir diese meistens erst sehen wenn diese im Hund gefestigt sind. Es gibt Ausbildungsfehler, Konflikte und Ungehorsam. Diese drei Punkte müssen wir trennen.
Für Ausbildungsfehler und Konflikte kann der Hund nichts aber für den Ungehorsam. Deshalb müssen wir dass Verhalten des Hundes genau untersuchen.
Ein Ausbildungsfehler ist nicht immer leicht zu erkennen. Deshalb sollte man auf der Fährte sehr konzentriert sein. Beobachtet den Hund genau. Jede Verhaltensweise des Hundes ist für die Beurteilung wichtig. Der Ausbildungsfehler und der Ungehorsam liegen sehr eng beieinander.
Bei einem Ausbildungsfehler müssen wir das falsche Verhalten des Hundes mit unserem gemachten Verhalten in den vorigen Übungsstunden vergleichen.
Wie bauen wir den Ausbildungsfehler wieder ab?
Wir korrigieren nicht etwa den Hund sondern wir müssen uns korrigieren.
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Ausbildungsfehler:
Beispiele
Der Hund arbeitet den Abtritt nicht aus und stürmt direkt in die Fährte.
1. Der Abtritt wurde mit zu wenig Futter bim Üben belegt. Der Abtritt müsste etwas grösser und mit mehr Futter gelegt werden. 2. Der Hundeführer hält die Fährtenleine am Abtritt noch auf Zug und aktiviert den Oppositionsreflex (Zug erzeugt Gegenzug) des Hundes. Kommt man mit straffer Leine an den Abtritt, sollte man dem Hund spätestens hier mehr Leine geben. 3. Der Hund wurde zu stark am Ende der Fährte bestätigt. Die Belohnung (Futter) am Ende etwas abbauen. 4. Der Futtertrieb des Hundes ist aussergewöhnlich stark. In diesem Fall kurz vor der Fährte noch mal ein wenig füttern.
Der Hund überläuft öfters einige Fussabdrücke und lässt das Futter liegen.
1. Der Hund ist zu hektisch. Die Fussabdrücke sollten weiter auseinander gelegt werden. Schrittlänge anstatt 20-30 cm auf 50-60 cm. 2. Es wird das falsche Futter verwendet. Der Hund muss zulange kauen. Benutzt weiches Futter, dass der Hund schnell verschlingen kann. (Fleisswurst, Leber) 3. Die Schrittbreite ist zu breit. Legt die Fussabdrücke mehr voreinander. 4. Die Futterbrocken sind zu klein und nicht genug interessant für den Hund. 5. Der Futtertrieb ist nicht stark genug. Der Hund sollte länger hungern. 6. Der Hund wird zu stark am Ende der Fährte belohnt. Futterdepot am Ende kleiner machen.
Der Hund verweist den Gegenstand nicht richtig.
1. Zu schnell mit der Ausbildung vorangegangen. Bevor der Hund das sichere verweisen des Gegenstandes gelernt hat, wurden weitere Elemente der Fährtenarbeit geübt.
2. Die Belohnung am Ende der Fährte ist zu stark. ab und zu mal eine Fährte ohne Futterdepot am Schluss legen.
3. Es wurde Zwang am Gegenstand eingebracht. Der Hund will meiden. In diesem Fall könnte man die Gegenstandsarbeit erst mal ganz von der Fährte nehmen. Es kann mit Schlüsselmäppchen oder Fotodöschen die mit Futter gefüllt sind weiter gearbeitet werden. Geht auf eine Wiese oder in den Garten mit dem Hund. Macht ein Beutespiel mit dem Hund und dem Schlüsselmäppchen/Fotodöschen. Haltet den Hund an einer langen Leine. Werft jetzt den Gegenstand ca. 5 m vor den Hund. Und lasst ihn über straffe Leine an das Mäppchen/Fotodöschen. So wie der Hund am Mäppchen/Fotodöschen ist, gebt das Kommando "Platz". Jetzt muss alles schnell gehen. Geht direkt zum Hund und öffnet das Mäppchen/Fotodöschen. Gebt dem Hund 2-3 Futterbrocken. Mäppchen/Fotodöschen wieder zu. Einige Zeit warten und dann wieder Beutespiel machen. Macht die Übung 3-5 mal hintereinander und das zweimal am Tag. Wenn das eine Woche geübt wurde, geht es mit diesem Mäppchen/Fotodöschen in die Fährte.
Ich lasse beim Spazierengehen wenn der Hund in meine Richtung schaut einen Gegenstand fallen, gehe dann ein paar Schritte weiter und warte bis der Hund den Gegenstand erreicht hat. Jetzt bekommt der Hund das Platzkommando ich trete schnell neben den Hund und Lobe ihn mit Stimme und Futter. Diese Übung führe ich 3-5mal am Tag durch. Es wird solange geübt bis der Hund den Gegenstand ohne Kommando verweist, danach geht es auf der Fährte weiter.
Der Hund robbt am Gegenstand in den nächsten Fussabdruck.
1. Zu schnell mit der Ausbildung vorangegangen. Bevor der Hund das sichere verweisen des Gegenstandes gelernt hat, wurden weitere Elemente der Fährtenarbeit geübt. 2. Der Hund bekommt vom Wind den Geruch des nächsten Leckerlis in die Nase. Legt die Fährte beim nächsten Mal mit der Windrichtung oder lasst den Futterbrocken im nächsten Schritt aus.
Der Hund überläuft fast jeden Winkel.
1. Die Graden vor dem Winkel sind zu lang gelegt. Legt kurze Graden dann kommt der Winkel. Der Hund muss sich mehr anstrengen. 2. Das Futter direkt vor dem Winkel beschäftigt den Hund zu lange. Bis er damit fertig ist, hat er den Winkel überlaufen. Last in diesem Fall das Futter 2-3 Schritte vor dem Winkel fort. 3. Der Winkel wurde zu schwer gelegt. Lege den Winkel noch mehr in einen Bogen. 4. Der Wind wirkt sich ungünstig auf den Winkel aus. Legt die erste Grade immer mit dem Wind. 5. Der Hund wird vor dem Winkel an straffer Leine gehalten. Dadurch wird der Oppositionsreflex (Zug erzeugt Gegenzug) aktiviert und der Hund stürmt über die Fährte. Last die Leine locker. 6. Dem Hund wurden das selbstständig arbeiten nicht vermittelt. Er hat nicht gelernt den Winkel selbstständig auszuarbeiten.
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Der Ungehorsam
Hunde zeigen im laufe einer Ausbildung auch Ungehorsam Diese Ungehorsamkeit liegt vom Verhalten sehr eng mit dem Verhalten eines Ausbildungsfehlers zusammen. Ungehorsam müssen wir korrigieren. Dies dürfen wir in gar keinen Fall durchgehen lassen. Aber um Ungehorsamkeit zu korrigieren, müssen wir wissen was das eigentlich ist und wie erkennen wir das. Wir sind am Anfang einer Übung. Wir wollen dem Hund das Platz an dem Gegenstand beibringen. Der Hund will sich aber jetzt noch nicht legen. Dann ist das kein Ungehorsam. Der Hund kennt diese Situation doch noch überhaupt nicht. Diese Übung ist ein Konflikt für den Hund. Hier sollte man auf gar keinen Fall mit Zwang korrigieren.
Ungehorsam hingegen müssen wir korrigieren.
Es gibt in unserer Ausbildungsmethode nur sehr wenige Stellen wo wir Ungehorsam vom Hund beobachten können.
Bevor wir aber zur Korrektur greifen, müssen wir uns hundertprozentig sicher sein, das kein Ausbildungsfehler vorliegt.
1. Der Hund wird zu schnell auf der Fährte.
Beim Abbau des Futters kann es sein das der Hund zu schnell auf der Fährte wird. In diesem Fall dürfen wir zur Korrektur greifen. Diese Korrektur erfolgt über die Leine. Hier wird über einen kurzen und dosierten Ruck dem Hund klar gemacht dass er zu schnell fährtet. Diese Korrektur kommt aber erst beim Abbau des Futters.
Kommt nicht in Versuchung die Korrektur mit der Leine am Gegenstand einzutrainieren. Dies wäre fatal. Der Hund würde sich später nach jedem Ruck an der Leine sofort legen.
2. Der Hund überläuft aus Ungehorsam den Gegenstand.
Bevor an dem Gegenstand eine Korrektur durchgeführt wird, muss man auch wieder sicher sein, das hier kein Ausbildungsfehler vorliegt.
Hier sollte passiven Zwang einsetzt werden, bleibt stehen und lasst den Hund nicht weiter fährten. Geht zum Hund hin und korrigiert den Hund am Halsband zurück an den Gegenstand. Bitte aber nur anwenden wenn es100 %ig sicher ist, dass es auch Ungehorsamkeit vom Hund ist.
Wenn mein Hund ein Gegenstand überläuft lasse ich ihn nicht weiter fährten, sondern rufe ihn zurück und bringe ihn mit viel Stress vor den Gegenstand zum liegen. Dort lasse ich ihn einige Zeit liegen um sich vom Stress zu erholen. Ich lege den Gegenstand nach 20m wieder auf den Fährtenverlauf, setze den Hund an und achte darauf das er den Gegenstand dieses mal nicht überläuft. (Natürlich nur bei einen erfahrenen Hund)
Man kann sagen wenn der Hund nach einer dieser Korrekturen am Gegenstand sein Verhalten nicht ändert, liegt kein Ungehorsam vor.
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Konflikte
Unter Konflikte versteht man alle Situationen die der Hund nicht kennt. Im laufe der Zeit ist die Ausbildung mit dem Hund so weit fortgeschritten, das auf einer Prüfung geführt werden kann. Das Team wird bestimmt auch eine gute Prüfung machen. Vielleicht sogar die beste an diesem Tage. Da der Hund auch auf diesem Level bleiben soll, wird so weiter trainiert.
Soll das alles sein?
Der Hund kennt jetzt jeden unserer Schritte. Er kennt wirklich alles was wir Ihm beigebracht haben. Der Hund wird gar nicht mehr gefordert.
Nach und Nach wird die Arbeit für den Hund stink langweilig. Spätestens jetzt muss der Hundeführer für neue Situationen sorgen und den Hund wieder motivieren.
Diese Motivation können wir dem Hund über Konflikte vermitteln.
Damit meine ich, versucht den Hund über neue Situationen aus dem Ausbildungsstand zu reisen. Gebt dem Hund neue Konflikte. Übersteigt zum Beispiel den Hund am Gegenstand oder geht zum Hund hin und wieder 10 Meter zurück anschließend wieder hin.
Durch diese Konflikte wird der Ausbildungsstand gefestigt. Den Hund kann durch die gelernten Konflikte nichts mehr erschüttern. Werft euch mal am Gegenstand, wenn der Hund dort liegt seitlich auf die Wiese. Dies könnte tatsächlich mal passieren wenn man in ein Mauseloch tritt.
Es braucht nur etwas Phantasie. Baut die Konflikte aber erst ein wenn der Hund die voran gegangen Übungen gut bewältigt. Denn diese Übungen waren auch mal Konflikte für den Hund. Wenn der Hund diese Übungen noch nicht verdaut hat, würde man den Hund mit Konflikten nur so überhäufen. Dies wäre dann auch wieder nicht richtig.
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Der Abbau des Futters
Der Abbau des Futters wird ca. 3 bis 4 Wochen vor einer Prüfung praktiziert. Der Hund hat in der Fährte nun bestimmte Schlüsselreize mitbekommen, in der mehr Trieb angesprochen wurde als in andere Bereiche auf der Fährte.
Welche Bereiche wurden auf der Fährte stärker durch den Futtertrieb des Hundes angesprochen?
1 Der Abtritt
2. Die Gegenstände
3. Die Winkel
4. Das Ende
In diesen Bereichen ist der Futtertrieb des Hundes am größten. Also müssen wir von diesen Bereichen langsam das Futter abbauen. Der Hund findet dann vor diesen Triebbereichen kein Futter mehr. Durch die entstehende Erwartungshaltung wird der Hund nun in den größeren Triebbereich (Punkt 2 bis 4) weiter fährten. Den Abtritt müssen wir separat behandeln. Die erste Fährte mit weniger Futter legen wir wie folgt.
1. Fährte
Dazu legen wir eine VPG1-Fährte in der U-Form. Der Abtritt und der erste Schenkel wird normal mit Futter gelegt. Der kommende Winkel wird noch mit Futter ausgelegt bis ca. 5 Schritt in den zweiten Schenkel. Jetzt wird kein Futter mehr gelegt bis zum Gegenstand. Nach dem Gegenstand wird ganz normal mit Futter bis zum Ende weiter gelegt.
2. Fährte
Jetzt gehen wir wie in der ersten Fährte vor nur wird der dritte Schenkel ca: 5 Schritt hinter dem zweiten Winkel ohne Futter gelegt. Bis zum Gegenstand kommt jetzt kein Futter mehr. Auf dem Gegenstand liegt ja auch kein Futter mehr, aber es wird durch den Hundeführer beim verweisen auf den Gegenstand geworfen. Denkt bitte daran nach dem letzten Gegenstand immer noch ein paar Schritte mit Futter und ein Futterdepot legen. Dort lassen wir das Futter auch nicht fort.
3. Fährte
Der Futterabbau des ersten Schenkels ist am schwierigsten. Wir legen am Abtritt jetzt kein Futter. Vom Abtritt gehen wir ca. 5 Schritt in die Fährte und legen ein kleines Futterdepot. Von dort wird dann wieder Futter gelegt bis kurz hinter den ersten Winkel. Dann wieder kein Futter bis zum ersten Gegenstand. Von dort wieder Futter bis zum Ende.
4. Fährte
Der Abtritt wird wieder mit Futter belegt. Jetzt wird kein Futter mehr gelegt bis kurz vor den ersten Winkel. Im weiteren Verlauf könnt Ihr jetzt zwischen der 1 und 3 Fährte nach euerem Gefühl legen. Wichtig ist nur, dass nach dem letzten Gegenstand noch einige Schritte mit Futter weiter gelegt wird und ein kleines Futterdepot folgt.
5. Fährte
Jetzt kommt die Generalprobe. Auf dieser Fährte wird kein Futter gelegt. Die einzigen Punkte wo der Hund noch Futter erhält sind am Gegenstand durch den Hundeführer und die letzten paar Schritte hinter dem letzten Gegenstand mit Futterdepot. Wenn der Hund diese Fährte gemeistert hat. Könnt Ihr ruhig weiter bis zur Prüfung trainieren. Legt dazu immer mal einen Schenkel oder Bereiche des Schenkels ohne Futter. Aber nicht das Futter ganz bis zur Prüfung abbauen.
Verhaltensweisen zu diesen 5 Fährten durch den Hundeführer:
Es kommt schon mal vor das der Hund plötzlich irritiert ist wenn kein Futter mehr auf der Fährte liegt. Hier entsteht in dem Hund ein neuer Konflikt und dies ist ganz normal. Wir als Hundeführer müssen jetzt ganz ruhig bleiben. Am besten ist es wenn der Hund mit diesem Konflikt selber fertig wird. Wichtig ist jetzt, dass der Hund nach vorne geht und damit in den nächsten Futterbrocken, die ja noch vor Ihm irgendwo liegen, geht. Dadurch wird der Hund bestätigt.
Sollte er nicht nach vorne gehen wollen, müssen wir den Hund ein klein wenig ermuntern. Aber nur so viel bis der Hund nach vorne geht. Wenn der Hund erst mal gelernt hat, dass in jedem Fall vor ihm noch ein Futterdepot wartet, geht er auch vor.
Es gibt noch die Methode mit dem auslassen der Futterbrocken in jedem zweiten, dritten oder vierten Schritt. Der Hund hat dies so schnell gelernt, dass er später eventuell auch nur den zweiten, dritten, oder vierten Schritt mit der Nase untersucht.
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Erwartungshaltung
Was ist nun die Erwartungshaltung des Hundes? Der Name des Wortes sagt es eigentlich schon. Der Hund erwartet etwas. Die nächste Frage die man sich stellen sollte ist warum erwartet ein Hund etwas? Jeder kennt das doch auch mit dem Fressnapf. Wenn man mit dem Fressnapf klimpert, kommt der Hund sofort angerannt um seine Portion abzuholen. Er sitzt neben uns und erwartet seine Schüssel mit dem leckeren Futter. Ja mach mal kann man sogar sehen wie die Erwartung in Speichelfluss übergeht. Diese Situation sollten wir uns mal genauer anschauen. Diese Zeremonie des Futtergebens geschieht immer an der gleichen Stelle. Dadurch steigt der Trieb oder die Triebmotivation stärker als wenn wir dem Hund immer an verschieden Stellen füttern würden.
Bestimmte Stellen! Was können das denn für Stellen in der Fährte sein. Allgemein kann man sagen alle Stellen die für den Hund ein Problem darstellen können. Es kann auch eine einfache Grade sein. Aber man sollte mit den Futterdepots sehr sparsam umgehen .Es könnte z.b.s. ein Depot ca. zwei Schritte hinter einem Winkel, oder ca. zwei Schritte hinter einem Gegenstand von nutzen sein.
Am besten ist es wenn immer hinter dem Problem das Depot gelegt wird. Denn wenn der Hund diesen Konflikt bewältigt hat wird er belohnt. Wenn man vor dem Konflikt das Depot gelegt hat, kann der Hund ev. noch mit dem fressen beschäftigt sein. Dabei überläuft er die Schwierigkeit ohne diese sicher und gezielt auszuarbeiten.
Wo könnte man sonst noch ein Depot legen? Hier würden sich ein Maulwurfshügel, Mäuselöcher, Wildspuren, Verleitungen, Wegüberquerungen, Feldwechsel, Tracktorspuren, Misthaufen, Kuhfladen oder Düngestreifen anbieten.
Wichtig ist nur das wir das Depot immer hinter dem Konflikt legen.
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Das Wetter
Das Wetter nimmt bei der Fährtenarbeit einen grossen Stellenwert ein. Unter Wetterfaktoren versteht man Wind, Temperaturen, Regen, Nebel, Schnee, Eis und Luftfeuchtigkeit.
Wind:
Am besten ist es wenn wir mit dem jungen Hund trainieren wenn es sehr windstill ist. Dann verbleibt der Fährtengeruch überwiegend direkt über der Fährte. Wird der Wind stärker kann der Fährtengeruch von der eigentlichen Spur fort getragen werden. Da der Hund dem fortwehenden Geruch folgen möchte wird er die Fährte verlassen. Dies müssen wir aber vermeiden. Nur ganz ohne Wind lässt sich eine Fährte nicht ausarbeiten. Auch haben wir direkt über dem Boden eine andere Windgeschwindigkeit als 1 Meter über dem Boden. Es können Windverwirbelungen entstehen die sich wiederum ungünstig für die Ausarbeitung der Fährte auswirken. Auch sollte man die Fährte für den jungen Hund immer mit der Windrichtung legen. So wird der Geruch der Futterbrocken vom Hund fortgeweht. Würde der Wind den Geruch der Futterbrocken in die Nase des Hundes wehen, würde der Hund nicht mehr mit tiefer Nase suchen, sondern über die Fährte stürmen.
Zusammengefasst kann man sagen: Windstille wirkt sich auf die Fährtenarbeit positiv aus, wobei starker Wind sich eher negativ auf die Fährtenarbeit auswirkt.
Temperatur
Die Temperatur spielt für die Fährtenarbeit ebenfalls eine große Rolle. Zum ersten wirken sich die Temperaturen auf den Hund aus. Große Hitze kann dem Hund schon ganz schön zu schaffen machen. Wenn der Hund noch ein schwarzes Fell hat werden die Sonnenstrahlen vom schwarzen Fell absorbiert. Da der Hund nur über die Zunge schwitzen kann muss er beim hecheln den Fang öffnen. Dies wirkt sich auf die Fährtenarbeit wieder negativ aus. Es gibt Richter die, das suchen mit offenem Fang sogar als Fehler werten.
Temperaturen können sich positiv sowie negativ auf die gelegte Fährte auswirken. Wenn wir über den Boden gehen, werden Pflanzenteile und Mikroorganismen zertreten. Damit diese verwittern und Geruch abgeben, ist wärme nötig. Je wärmer es ist desto stärker wird Geruch an die Umgebung abgegeben. Der Nachteil ist, dass der Zersetzungsprozess sehr schnell abläuft und nach kurzer Zeit kein Geruch mehr vorhanden ist. Es kann auch sein das bei sehr großer Hitze der Zersetzungsprozess unterbrochen wird. Hier verdunstet das Wasser in den zertretenen Pflanzen und Organismen. Unter diesen ungünstigen Verhältnissen kann der Fährtengeruch schon nach 1 Stunde verschwunden sein. Erst wenn es wieder feucht wird, kann der Zersetzungsprozess weiter fortschreiten.
Bei kälteren Temperaturen geht der Zersetzungsprozess sehr langsam von statten. Es wird zwar weniger Geruch abgeben aber die Fährte bleibt länger frisch.
Regen
Der Regen begünstigt den Zersetzungsprozess leichter Regen oder Nieselregen begünstigen auch den Fährtengeruch. Wobei starker Regen oder ein Platzregen die Fährte sehr schnell verwischen kann.
Nebel
Nebel ist nichts anderes wie eine hohe Luftfeuchtigkeit die bereits kondensiert ist. Eine Fährte bei Nebel auszuarbeiten ist für den Fährtenhund eine Leichtigkeit. Dies ist die beste Voraussetzung für die Fährtenarbeit.
Schnee
Schnee ist ebenfalls gut für die Fährtenarbeit. Nur muss vorher noch einiges geklärt werden. Liegt bereits eine Schneedecke bevor man die Fährte legt? Oder fällt der Schnee erst nach dem legen der Fährte?
Für den Hund ist es sehr leicht eine Fährte auszuarbeiten die auf eine geschlossene Schneedecke gelegt wurde.
Eine FH1- oder FH2-Fährte darf bei einer Prüfung nicht mehr gesucht werden. Dies wäre für einen erfahrenen Fährtenhund auch zu leicht.
Man sollte auch nicht zu häufig bei geschlossener Schneedecke suchen da der Hund sonst nur noch auf Sicht arbeitet. Anders ist es, wenn die gelegte Fährte zuschneit. Die Fährte bleibt unter der Schneedecke sehr lange frisch, da der Zersetzungsprozess nur ganz langsam fortschreitet.
Für den Hund ist dies eine echte Herausforderung. Der Hund kann nichts mehr sehen, da die Fährte zugeschneit wurde und der Geruch dringt durch die Schneedecke. Ein Hund der nur mit der Nase arbeitet kommt hier auch ans Ziel.
Eis und Frost
Eis und Forst wirken sich ebenfalls positiv auf den Geruch der Fährte aus. Hier ist es ähnlich wie beim Schnee. Nur sollte man beachten das die Verletzungen im Acker sehr gering ist. Wenn der Frost im Acker ist bekommt man kaum noch eine Verletzung durch die Gummistiefel erzeugt. Hier sollte dann auf einer Wiese gearbeitet werden. Ist der Hund schon durchgearbeitet kann auch im gefrorenem Acker gesucht werden. (kleine Fährten)
Luftfeuchtigkeit
Mit der Luftfeuchtigkeit ist es ähnlich wie mit dem Nebel. Je höher die Luftfeuchtigkeit ist, je besser ist es mit dem Fährtengeruch. Nur läuft der Zersetzungsprozess bei hoher Luftfeuchtigkeit schneller ab und ist demnach schneller abgeschlossen.
Zusammenfassung: Um Zersetzungsgeruch zu erzeugen brauchen wir Wärme und Feuchtigkeit. Je wärmer und feuchter es ist umso größer wird der Fährtengeruch. Der Zersetzungsprozess ist aber schneller abgeschlossen.
Wichtig ist noch zu wissen dass der Zersetzungsprozess nach ca.15 bis 20 Minuten beginnt.
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Ausbildungsmaterial
Für die Ausbildung sollte man sich einige Materialien zulegen.
Fährtenleine - Die Fährtenleine muss 10m lang sein. Die Leine sollte nicht zu schwer sein. Es gibt Leinen aus Leder und aus Kunststoff. Zu empfehlen ist eine Leine aus Kunststoff, denn diese kann ruhig mal Nass werden. Das Wasser macht dieser Leine nichts aus. Leder wird schnell hart und ist im Gegensatz zu einer Kunststoffleine etwas schwerer. Zum Training reicht auch eine 5m Leine, da man den Hund meistens sowieso nur ca. 3m vor sich suchen lässt. Am besten ist es wenn die Leine einen Durchmesser von 6mm hat. Leinen mit einem kleineren Durchmesser verknoten sich leicht und dickere Leinen werden zu schwer. Wichtig ist das die Trainings und Prüfungsleine gleich aussieht, da der Hund diese Leine später angenehm mit Futter bei der Prüfung verknüpfen soll.
Die Leine sollte aus feuchtigkeitsresistentem bzw. schnell trocknendem Material sein, da sie zeitweise am Boden schleift und sehr dreckig werden kann.
Fährtenschild - Dieses Fährtenschild signalisiert den Fährtenabtritt es wird links neben den Abtritt in den Boden gesteckt. Es kann beim Üben aus einem einfachen Zweig oder einen Holzstock bestehen. Das Schild sollte ausschließlich aus Holz bestehen. Der Hund verknüpft später dieses Schild mit dem beginn der Fährte. Ich benutze ein Aluminiumschild. (Ein Metallschild darf nach dem Fährten nicht vergessen werden, denn es kann wohlmöglich in Landmaschinen geraten und der Ärger mit dem Landwirt ist vorprogrammiert).
Suchgeschirr - Als Suchgeschirre sind nach der Prüfungsordnung das normale Brustgeschirr oder das Böttcher Suchgeschirr erlaubt. Dabei ist es egal ob es aus Leder oder Kunststoff besteht. Wenn man es aus Kunststoff bekommen kann reicht dieses völlig aus. Meistens sind diese auch billiger als die Geschirre aus Leder. Man kann auch ein großgliedriges Kettenhalsband verwenden. Auf einer Prüfung sind auch nur großgliedrigen Kettenhalsbänder erlaubt. Lederhalsbänder dürfen nicht benutzt werden. Ich persönlich mache meine Fährtenleine an dem Halsband fest.
Gegenstände - Für eine VPG 1- oder VPG 2-Fährte benötigt man 2 Gegenstände. Bei einer VPG 3-Fährte benötigt man 3 Gegenstände und bei einer FH1-Fährte benötigt man 4 Gegenstände. Die Gegenstände sollen in der Farbe dem Boden angepasst sein. Das Material der Gegenstände kann aus Leder, Kunstleder, Stoff oder Holz bestehen. Bei einer FH2-Fährte benötigt man 7 Gegenstände, die Größe ist vorgeschrieben. Die Gegenstände dürfen höchstens eine Länge/Breite/Höhe 10cm/3cm/1cm haben.
Man kann die Gegenstände fertig kaufen oder selbst herstellen. Der Fantasie sind da keine Grenzen gesetzt. Man kann zum Beispiel einen alten Gürtel zerschneiden oder ein altes Schlüsselmäppchen verwenden. Man kann alles verwenden, wenn die oben genannten Kriterien erfüllt sind.
Gummistiefel - Am besten eignen sich zum Fährtenlegen Gummistiefel die man oben zubinden kann, denn wenn man über einen Acker marschiert und es vorher noch geregnet hat, kann es passieren das bei offenem Gummistiefel einiges an Erde reinfallen kann.
Auf harten Lehmboden empfehlen sich Springerstiefeln (Bundeswehr).
Futterbrocken - Gerade im Aufbau der Hunde benötigt man für jeden Fußabdruck einen Futterbrocken. Am besten eignen sich zum Beispiel Würstchen oder Fleißwurst. Die Brocken sollten nicht zu groß sein. Deshalb sollte man die Würstchen der Länge nach einmal durchschneiden und dann kleine 5mm dicke Häppchen abschneiden. Diese kleinen Häppchen kaut der Hund nicht er schlingt sie sofort runter. Auf harte Futterbrocken würde der Hund zu lange kauen und die Sucharbeit wird dadurch unterbrochen. Wenn der Hund schon in der fortgeschrittenen Ausbildung ist könnte man auch dunkle Futterbrocken aus Blutwurst verwenden. Diese Brocken findet der Hund nicht so schnell mit den Augen und muss stärker mit der Nase arbeiten.
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Das Triebmittel
Um ein Triebmittel einzusetzen müssen wir uns klar werden welche Triebe hat der Hund. Da gibt es als ersten den Fresstrieb, Jagdtrieb, Beutetrieb und Meutetrieb.
Triebmittel für den Fresstrieb: Jeder von uns weiß wie man den Fresstrieb des Hundes ansprechen kann. Mit einem saftigen Leckerli kann man von dem Hund alles abverlangen. Sofern der Fresstrieb bei dem Hund auch ausgeprägt ist. Es gibt immer wieder Hunde die als schlechte Fresser bezeichnet werden. Ich vermute es gibt mehr verwöhnte Fresser als schlechte Fresser. Woran liegt das? Meist ist es so das die Hunde fressen dürfen wann sie wollen. Die Futterschüssel steht den ganzen Tag bereit mit Weichfutter. Der Hund kann sich bedienen wann er will. Dies ist grundverkehrt. Der Hund ist an feste Futterzeiten zu gewöhnen. Dann wird der Fressnapf mit Futter für ca. 5 Minuten hingestellt und danach wieder fortgenommen. Wenn der Hund bis dahin nicht alles auf gefressen hat, muss er bis zur nächsten Mahlzeit warten. Wir müssen als Hundehalter in diesem Fall hart bleiben. Dieses warten auf Futter erzeugt in dem Hund einen Triebstau. Den Triebstau braucht der Hund für die psychische Entwicklung. Wie verhält es sich beim Spielen mit dem Ball? Man hebt den Ball von der Erde auf. Solange man den Ball in der Hand hält entsteht in dem Hund einen Triebstau. Dieser Triebstau wird in dem Moment frei gesetzt in dem der Ball fort geschleudert wird.
Kommen wir nun zu unserm Triebmittel auf der Fährte. Ich bin der Meinung, dass wir den Hund mit Futter genau dahin bekommen, wo wir ihn hin haben wollen. Wir können in jeden Fußabdruck einen Futterbrocken legen. Dieser Futterbrocken wird so in dem Fußabdruck platziert das er hinten an der Ferse liegt. So kann der Hund den Brocken erst in letzter Sekunde sehen. Er wird diesen Brocken aber bis dahin schon mit dem Geruchssinn wahrgenommen haben. Wir erreichen damit dass der Hund mit tiefer Nase den Fußabdruck absuchen wird.
Wichtig ist auch das wir mit den Futterbrocken in jedem Fußabdruck arbeiten. Der Hund lernt so jeden Fußabdruck auszuarbeiten, da er ja in jedem Abdruck ein Leckerli erwartet.
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Das Gelände
Wir sollten wissen, dass die Windverhältnisse am Boden anders sind als in 1,50 m Höhe. Es kann durch Temperaturunterschiede, Vegetation, Bodenwellen usw.. Zwischen den Luftschichten unter und über 30 cm über dem Boden zu heftigen Turbulenzen kommen. Auch sollte man wissen, dass es an windstillen Tagen durch Sonnenerwärmung zu Luftbewegungen kommen kann. So werden durch die Sonne die höheren Luftschichten erwärmt, während es in tieferen Lagen noch kalt ist. Die Luft steigt auf und wird durch nachströmende kalte ersetzt. Am Nachmittag geht dieser Prozess genau anders herum. Auch andere Hindernisse im Gelände, wie Häuser, Scheunen, Bäume, Hecken, Strommasten etc. wirken sich auf die Strömungen der Luft aus.
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Fährten in Windrichtung
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Auf der anderen Seite sind diese Geländeeigenschaften für uns auch sehr nützlich. Wir können uns dort Orientierungspunkte suchen, die das legen der Fährte und vor allem beim absuchen der Fährte sehr hilfreich sind. Man hat hierdurch einen ungefähren Anhaltspunkt, wo die Fährte entlang läuft. Auch hilft es einem, seine Fährtenschenkel in gerader Richtung zu legen, ohne Orientierungspunkte kenne ich fast ausschließlich Schlangenlinien, die zwar auch sinnvoll sind, aber nicht ausschließlich gelegt werden sollten.
Also lege eine Fährte nach markanten Punkten im Gelände und notiere dir den Fährtenverlauf und die genaue Lage der Winkel und Gegenstände. Denn nur wenn du deinen Fährtenverlauf kennst, kannst du erkennen ob der Hund sich wirklich auf der Fährte befindet und kannst ihn Loben oder Korrigieren. Wenn du ihn neben der Fährte lobst und auf der Fährte strafst, wird der Hd. sehr schnell lernen dich zu "belügen", denn er ist frustriert und weiß eigentlich nicht, was ich von ihm will. Später ist solches Verhalten dann schwer zu korrigieren.
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