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Hundebegegnungen
Wie verhalte ich mich richtig?Es könnte so einfach sein. Hunde begegnen sich, spielen und trennen sich wieder. Der Alltag sieht jedoch nicht immer so aus. Viele Hunde sind einfach nicht so sozial, wie wir es gerne hätten, was viele verschiedene Ursachen haben kann. Verlassen Sie sich bitte nicht darauf, dass Hunde immer alles selbständig untereinander regeln. Es gibt immer wieder Hunde, die massiv andere Hunde verletzen oder von fremden Hunden verletzt werden. Man kann wenn man sich mit der Körpersprache des Hundes halbwegs auskennt im Vorfeld ziemlich klar erkennen, was als Nächstes passiert. Beispiel: Zwei soziale Rüden begegnen sich frei laufend auf einer Hundewiese beide Hunde haben ihr Fell gestellt, was bei der Vielfalt unserer Hundetypen nicht immer leicht zu erkennen ist; der Gang der Hunde ist angespannt und sie beschnüffeln sich erst einmal in der Analregion. Die meisten Hunde verabschieden sich dann auch schon wieder voneinander. Dagegen versuchen "hartnäckige Fälle" nun, den anderen zu dominieren, indem sie ihren Kopf auf die Schulter des anderen legen. Im schlimmsten Fall lässt sich das der zweite nicht gefallen und schon haben Sie ein Hundeknäuel vor sich. Dies ist natürlich sehr pauschal. Sie wissen ja bereits, dass Hunde mindestens so individuell sind wie wir Menschen auch! Bitte leinen Sie Ihren Hund immer an, wenn Ihnen ein angeleinter Hund begegnet auch, wenn Ihrer nix tut. Ihr Gegenüber hat sicher einen Grund, seinen Hund an der Leine zu führen. Vielleicht kann er ihn nicht freilassen, weil er jagt; vielleicht ist sein Hund krank; vielleicht ist sein Hund aggressiv zu anderen Hunden und wird deshalb ordnungsgemäß an der Leine geführt. Bitte bedenken Sie, dass nicht alle Hundebesitzer ihre Hunde richtig kennen. Immer wieder hört man.Huch, das hat er ja noch nie gemacht". Viele Unfälle kann man durch gute Erziehung des Hundes und die eigene Weiterbildung hinsichtlich Kennenlernen der Körpersprache und Ausdrucksverhalten des Hundes vermeiden. Was tun, wenn sich zwei Hunde ernsthaft in der Wolle haben? Erst einmal gilt es, Ruhe zu bewahren. Wie ernst ist die Sache? Bei lautem Getöse ist oft viel "Schau" dabei. Beide Besitzer gehen am besten ruhig und zügig in die entgegengesetzten Richtungen. Oft reicht dies schon aus, um zumindest einen der beiden Hunde so zu verunsichern, dass er klein beigibt. Außerdem verlieren die meisten Hunde schnell das Interesse an einer Rauferei, wenn keiner zusieht und die Menschen nicht mitmischen. Wirddagegen leise und erbittert gekämpft, kann man nicht einfach weitergehen. Es kann gefährlich für die Hunde werden. Sie sollten gemeinsam in direkter Absprache mit dem anderen Hundebesitzer versuchen, die, beiden zu trennen, natürlich ohne sich selbst zu gefährden! Beide Hunde sollten nach der Auseinandersetzung untersucht und gegebenenfalls dem Tierarzt vorgestellt werden. Wir wünschen Ihnen keine unerfreulichen oder gar folgenschwere Begegnungen, sondern weiterhin viel Freude mit Ihrem Vierbeiner.
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Apportieren eine Beschäftigung für jeden Hund!
Ist es nicht der Traum eines Hundebesitzers - der Hund bringt Gegenstände zuverlässig zurück? Viele Hunde laufen lieber davon und warten, dass der Besitzer sich dem „Fang – mich - Spiel" anschließt. Mit dem richtigen Training wird das Apportieren ein großer Spaß für Hund und Besitzer. Hier haben wir Ihnen eine kurze Anleitung zusammengestellt, wie Sie Ihrem Hund das Apportieren den Hausgebrauch beibringen können: Zum Apportieren eignet sich zunächst einmal jeder Gegenstand: von professionellen Apportiergegenständen über diverse Hundespielsachen bis hin zum Handschuh oder Schüsselmäppchen. Letzteres sollte man jedoch nur verwenden, wenn man sich sicher ist, dass der Hund es findet bzw. es auch der zurückbringt. Von den so beliebten Stöckchen möchten wir an dieser Stelle abraten, da sich schon so mancher Hund daran verletzt hat. Der Hund selbst sollte ein gewisses Maß an – Spiel und Beutebegeisterung mitbringen und gesund sein, dann eignet sich jede Rasse - vom Yorkshireterrier bis zum Rottweiler. Man beginnt am besten in einem begrenzten, den Hund gut zu übersehenden Bereich versucht das Interesse und die Begeisterung des Hundes an der „Beute" zu wecken. Zunächst lässt man den angeleinten Hund nicht an den Apportiergegenstand heran und spielt selbst damit. Zeigt der Hund Interesse, so lässt man ihn das Apportel mit dem Hörzeichen Apport o. ä. in den Fang nehmen und festhalten. Nun wird er mit der Stimme und/oder Streicheln gelobt. Das Apportel wird nach einer kurzen Zeit mit dem Hörzeichen Aus" aus dem Fang entfernt. Wenn der Hund die Übung gut bewältigt, kann man ihn den Apportiergegenstand tragen lassen und mit dem Hörzeichen Fest" bestätigen. Bevor man mit dem eigentlichen Apportieren an fängt, sollte der Hund natürlich auch gelernt haben, auf ein bestimmtes Signal zurückzukommen, sonst ist die Gefahr groß, dass er mit seiner "Beute" erst einmal das Weite sucht. Hat er nun gelernt, das Apportel festzuhalten, kann man mit dem nächsten Schritt beginnen: Man erweckt wieder die Aufmerksamkeit des Hundes und wirft den Gegenstand für den Hund gut sichtbar, lässt ihn mit dem Hörzeichen "Apport" loslaufen und das „Dummy" aufnehmen. Wenn der Hund den Gegenstand zurückbringt, wird er überschwänglich gelobt und ganz nebenbei wird das Apportel mit einem "Aus" aus dem Fang genommen. Der Hund darf nicht verknüpfen, dass er durch das Zurückbringen seine Beute verliert, deshalb darf er sie auch ab und zu behalten und ein Stück neben seinem Menschen hertragen. Einwichtiger Faktor ist natürlich auch die Stimmung des Menschen. Wenn man hier keine Begeisterung zeigt, dann wird dem Hund das Spiel schnell langweilig. Hat er erst einmal das Prinzip des Spielens verstanden, so kann man die Anforderungen langsam steigern, z. B. die Entfernung vergrößern oder schwierigeres Gelände auswählen. Hier sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. So hat man die Möglichkeit, seinen Hund bis ins hohe Alter zu beschäftigen, und wird überrascht sein, wo und mit weicher Begeisterung er überall sein Bällchen" findet. |
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Ein Welpe zieht ein
Endlich ist unser neues Familienmitglied da: ein kleiner Welpe mit dunklen Knopfaugen. Ab jetzt hält der neue Mitbewohner uns auf Trab. Im Prinzip ist es mit einem Hundekind kaum anders als mit einem Menschenkind. Junge Hunde brauchen viel Zeit, Geduld und vor allem auch Erziehung. Doch wie mache ich dem Kleinen bloß begreiflich, was ich von ihm möchte? Hunde brauchen eine klare Orientierung. Jeder Hund hat seine Position und die entsprechenden Rechte bzw. Pflichten in einem Hunderudel. Auch für einen Welpen gelten diese Regeln. Je eher er diese lernt, umso leichter wird das Zusammenleben von Mensch und Hund. Leider können wir Hunden diese Regeln nicht durch Erklärungen vermitteln, denn sie verstehen unsere Sprache nicht. Sie können zwar einzelne Worte lernen und sie mit bestimmten Handlungen in Verbindung bringen. Sie können unseren Tonfall deuten, aber den Sinn nicht verstehen. Hunde kommunizieren hauptsächlich über Körpersprache. Dabei spielen Körperhaltung, Gestik und Mimik eine wichtige Rolle. Halten Sie Ihrem Hund also bitte keine Vorträge, die er sowieso nicht begreifen kann, sondern versuchen Sie sich in seine Sprache hineinzuversetzen. Wenn Sie z. B. nach Hause kommen und den Teppich zerkaut vorfinden, dann können Sie Ihrem Hund nicht erklären, dass er das nicht zu tun hat. Zwar wird er ganz „betroffen" schauen und eine unterwürfige Körperhaltung zeigen, was häufig als schlechtes Gewissen gedeutet wird. Doch das würde ein moralisches Denken von Hunden voraussetzen. Tatsächlich aber achtet Ihr Hund lediglich auf Ihre Stimme und Körperhaltung und daran merkt er, dass.Sie ärgerlich sind. Da beschwichtigt er doch lieber seinen Menschen, duckt sich und zieht die Rute ein. Hunde leben nur in der Gegenwart. Sie können Lob und Tadel nur verstehen, wenn diese direkt im Moment der Handlung einwirken. Loben können Sie mit freundlicher, hoher Stimme, mit Futter oder durch Streicheln, strafen durch tiefe, ärgerliche Stimme und mit dem Schnauzgriff. Beim Schnauzgriff greift man über den Fang des Hundes und drückt ggf. die Lefzen gegen die Zähne. Feste Regeln sind wichtig Im Zusammenleben sollten bestimmte Verhaltensregeln beachtet werden, um die Rangordnung zu klären. Dazu gehört, dass wir nicht ständig für den Hund präsent sind und nicht sofort springen, wenn der Hund etwas möchte. Was immer zur Verfügung steht, ist irgendwann nicht mehr interessant. Beispiel: Wir sitzen auf dem Sofa und sehen fern. Der Welpe kommt angewackelt, schubst mit der Schnauze die Hand an und schaut uns tief in die Augen. Natürlich können wir nicht wider stehen und streicheln ihn, bis er zufrieden in sein Körbchen abmarschiert. Dadurch lern unser Hund, dass wir immer für ihn da sind wenn er möchte, und dass er die Spielregeln bestimmen kann. Wieso sollte er dann aber kommen, wenn wir ihn beim Spaziergang rufen? Sonst sind wir doch diejenigen, die auf ihn reagieren, ihn füttern, wenn er bettelnd vor uns steht, mit ihm spielen, wenn er um seinen Ball vor die Füße schmeißt. Ab sofort fordern Sie ihn ruhig zum Spiel auf, Sie rufen ihn zum Schmusen zu sich. Machen Sie sich ruhig ein wenig rar und Ihr Hund wird Sie umso toller finden. |
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Tipps zur Haltung älterer Hunde
Ganz gleich, ob er als Welpe oder bereits im fortgeschrittenen Alter an die Seite seiner Halter tritt: Der Hund ist stets ein enger Vertrauter und Partner seines Menschen, der Wohlbefinden und Lebensqualität deutlich fördert. So gaben in einer aktuellen Umfrage (Research International, Hamburg, 2001) 42 Prozent der deutschen Hundehalter an, dass ihr Vierbeiner ein Familienmitglied sei, weitere 39 Prozent bezeichneten ihren tierischen Gefährten als Freund und Kumpel. Kommt der Hund in die Jahre und ist er vermehrt auf die verantwortungsvolle Fürsorge seines Halters angewiesen, wird die Bindung zwischen Mensch und Tier meist noch enger. Der Wunsch des Halters, dem langjährigen, treuen Gefährten Lebensqualität bis ins hohe Alter zu gewährleisten, wird stärker. Viel Gutes für den Vierbeiner können kleine Aufmerksamkeiten im Alltag bewirken. Vermehrte Zuwendung und Pflege zum Beispiel sind nicht nur eine Streicheleinheit für die Seele des Hundeseniors, sondern helfen auch, eventuelle Veränderungen im Verhalten oder der Gesundheit des Hundes frühzeitig zu erkennen und in der Tierarztpraxis begutachten zu lassen. Wichtig ist auch, den Hundesenior geistig wie körperlich aktiv zu halten. Dabei sollten natürlich keine Höchstleistungen gefordert werden: Geschicklichkeitsübungen, Gymnastik und ausgedehnte ruhige Spaziergänge halten vital und agil, ohne zu überfordern. Das Leben des vierbeinigen Seniors leichter und vor allem angenehmer machen spezielle Decken und Kissen, die Wärme spenden. Sinnvoll sind darüber hinaus die gewissenhafte Zahnpflege, eine gezielte, altersgerechte Ernährung und die jährliche Vorsorgeuntersuchung in der Tierarztpraxis. |
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Erste Hilfe für Hunde: Autounfälle
Plötzlich ist es passiert: ihr Hund wurde von einem Auto angefahren. Trotz der Aufregung gilt es nun, Ihrem Tier besonnen zu helfen und die richtige Reihenfolge zu beachten. Ihre Sicherheit hat Vorrang Bitte laufen Sie nicht in der ersten Bestürzung auf die Fahrbahn. Verschaffen Sie sich zunächst einen Überblick über die Situation und die Gefahren (z. B. Verkehr, Trümmerteile). Jetzt müssen Sie die Unfallstelle absichern. Eventuell können Sie kurz versuchen, Ihren Hund zu sich an den Straßenrand zu rufen und anzuleinen. Vorrang hat jedoch das Absichern. Stellen Sie ein Warndreieck am Fahrbahnrand auf:
• Autobahn 200 m
• Landstraße 100 m
• innerorts bis zu 50 m
Besser ist es, wenn die Sicherung der Unfallstelle und des Hundes gleichzeitig geschieht. Haben Sie weitere Unterstützung, sollten Sie sich um Ihren Hund kümmern. Bitte berücksichtigen Sie, dass selbst eine abgesicherte Unfallstelle gefährlich ist. Vermutlich werden Sie Ihren Hund nur am Straßenrand sicher versorgen können. Die Versorgung des Hundes Grundsätzlich sollten Sie sich einem verletzen Tier vorsichtig und behutsam nähern. Bevor Sie Ihren Hund anfassen, binden Sie ihm für die Dauer der ersten Hilfe den Fang zu, damit Sie nicht aus Angst oder Schmerz gebissen werden. Beobachten Sie Ihren Hund. Schonhaltungen (z. B. ein entlastetes Bein), Blutungen oder Abschürfungen geben erste Anhaltspunkte Zusätzlich müssen Sie Ihr Tier vorsichtig ab tasten. Dabei können Ihnen weitere Verletzungen auffallen (besonders bei langhaarigen Hunden). Bei der Versorgungsreihenfolge gilt: Ursachen, die Atmung und Herzschlag beeinträchtigen, müssen als Erstes versorgt werden. Da heißt beispielsweise bei einer Bewusstlosigkeit, die Atemwege frei machen (Fremdkörper entfernen, Zunge rauslegen, Kopf über strecken). Erst danach kümmern Sie sich um weitere Beeinträchtigungen (z.B. Blutungen) Falls Sie Wunden versorgen müssen, binden Sie diese auf keinen Fall ab. Drücken Sie mit einer Wundkompresse oder einem Verbandstuch (z. B. Kfz Verbandkasten) auf die Wunde. Zur Not können Sie auch Kleidungsstücke verwenden. Eventuell ist dadurch die Blutung schon zu stillen. Sie können die Wundauflage, mit einer Fixierbinde ("Mullbinde") anbringen. Achten Sie darauf, dass Sie nicht zu fest wickeln, damit die Atmung nicht beeinträchtigt oder der Körperteil abgebunden wird. Größere Fremdkörper (z. B. Fahrzeugteile dürfen Sie nicht herausziehen. Auch Ihr Hund darf nicht daran lecken oder nagen. Bitte stellen Sie Ihren Hund unverzüglich einem Tierarzt vor (rufen Sie vorher an). Lassen Sie sich nicht davon täuschen, da von außen keine Verletzungen zu entdecken sind. Ihr Hund kann noch Stunden nach dem Unfall an inneren Verletzungen sterben. |
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Verlassensangst
Viele Hundehalter und Hundehalterinnen kennen es: Sie gehen aus dem Haus und der Hund Fängt an zu heulen. Wenn man dann zurückkommt findet, man den Wohnzimmerteppich zerfetzt vor, Türen sind zerkratzt, Mülleimer Ausgeräumt. So gerne man den Hund mag, aber da fällt es schwer, gelassen zu bleiben... Hunde entwickeln untereinander starke Bindungen. Diese sichern in der Natur das Überleben des Rudels, es ist erfolgreicher, gemeinsam zu jagen und für die Aufzucht der Jungen zu sorgen. Deshalb ist der Hund bestrebt, bei seinem Rudel zu bleiben bzw. bei einer Trennung den Kontakt wiederherzustellen. Auch gegenüber dem Mensch entsteht ein starkes Bindungsverhältnis. Hunde zeigen bei einer Trennung unterschiedliche Verhaltensweisen, die weder für uns noch für den Hund besonders angenehm sind, wie zum Beispiel jaulen oder bellen, Zerstörung von herumliegenden Gegenständen oder von Türen, speicheln und zittern. Manche Hunde können plötzlich ihren Harn und Kotabsatz nicht mehr kontrollieren. Zeigen Hunde solche Verhaltensauffälligkeiten, dann wollen sie uns nicht ärgern, sondern versuchen ihre Anspannungen loszuwerden. Schimpfen Sie bitte nicht, wenn sie die Wohnungseinrichtung zerstört vorfinden. Mit einem gewissen Training kann Ihr Hund lernen, sich in Ihrer Abwesenheit ruhig zu verhalten. Kleidungsstücke können trösten Bei einem Welpen sollten Sie langsam mit dem Alleine lassen beginnen, am besten wenn er müde und satt ist und sich gelöst hat. Zunächst einmal gehen Sie nur für ein paar Minuten in ein anderes Zimmer, ganz nebenbei so als wäre daran nichts besonderes. Damit signalisieren wir dem Welpen, dass alles seine Ordnung hat und keine Aufregung notwendig ist. Große Verabschiedungs und Begrüßungszeremonien hingegen bewirken das Gegenteil. Hilfreich kann sein, ein getragenes Kleidungsstück auf den Schlafplatz zu legen, so dass wenigstens noch unser Geruch zurück bleibt. Hunde lernen langsam Wenn Ihr Hund sehr aufgeregt reagiert, gehen Sie nicht hin und trösten ihn, sondern warten Sie, bis er sich beruhigt hat. Ansonsten würde er lernen, dass Jaulen erfolgreich ist. Räumen Sie, so gut es geht, alle gefährdeten Dinge beiseite, um das Zerstören von Gegenständen nicht zu provozieren im Kinderzimmer lässt man auch keine Streichhölzer liegen! Damit der Hund beschäftigt ist, sollte er ein tolles Spielzeug oder Kauknochen zur Verfügung haben. Falls dort was zu Schaden kommt, bleibt Ihnen nichts anderes übrig, als dies zu ignorieren. Hunde haben eine sehr geringe Lernzeit, man muss sie „also auf frischer Tat ertappen". Wenn das Alleine bleiben in einem Zimmer gut klappt, können Sie, schließlich auch das Haus verlassen und die Zeitspanne langsam steigern. Für erwachsene Hunde, die Verlassenheitsangst zeigen, gilt im Prinzip das Obengenannte. Häufig führen einschneidende Erlebnisse, z.B. Aufenthalt im Tierheim, zu Verlassens- angst. Solche Hunde folgen dem Besitzer gern auf Schritt und Tritt. Versuchen Sie immer wieder, Distanz zu schaffen auch dann wenn der Hund eigentlich dabei sein könnte. Viele Tiere reagieren bereits mit Aufregung, wenn man sich zum Ausgehen fertig macht. Versuchen Sie, diese Schemata zu durchbrechen: Nehmen Sie dazu zwischendurch den Schlüssel in die Hand, ziehen Schuhe und Jacke an, ohne aus dem Haus zu gehen. So gerät der Hund gar nicht erst in große Aufregung. Generell gilt: Lieber öfter und kurz üben, einmal im Monat stundenlang. Dies ist nur ein ganz kurzer Einblick Thema zum Trennungsangst. |
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Stubenreinheit
Wenn ein Welpe in sein neues Zuhause kommt, dann ist er meist noch nicht stubenrein. Der Wohnzimmerteppich, weich und gut saugend, eignet sich in seinen Augen hervorragend dafür, sein Geschäft genau darauf zu verrichten! Und er wird zunächst gar nicht begreifen, warum wir das für keine gute Idee halten ...
Unsere Aufgabe heißt nun: gut aufpassen den Kleinen im Auge behalten, um ihn sofort nach draußen befördern zukönnen, wenn er Anstalten macht, sich zu lösen. Ein Welpe kann meist nicht länger als zwei Stunden einhalten.Nach dem Fressen, Schlafen und Spielen sollten wir mit ihm rausgehen, denn das sind die typischen Zeitpunkte, zudenen junge Hunde Drang verspüren. Auch nachts wird Ihr Hund zunächst nicht durchschlafen, sondern sich sicherlich mindestens einmal melden.Hilfreich ist es, den Hund frühzeitig an einen Schlafplatz zu gewöhnen und diesen einzugrenzen. Den eigenen Platz beschmutzt ein Hund nämlich nur im Notfall. Wenn er muss, werden Sie das daran feststellen, dass Ihr Hund unruhig wird bzw. sich durch Winseln bemerkbar macht. Nun müssen Sie nur noch schnell sein und ihn dorthin befördern, wo er sich lösen darf. Es ist vorteilhaft, wenn Sie wissen, was dem Hund in seinen ersten Lebenswochen angeboten wurde: Durfte er sich auf Zeitung, Sägespäne, Rasen, Sand oder Stein lösen? Was der Hund von klein auf kennt, wird er zunächst bevorzugen.
Lob ist besser als Tadel
Wenn man einen Garten hat, ist das natürlich ebenfalls eine Erleichterung. Soll Ihr Hund im Garten nur an eine bestimmte Stelle gehen, dann bringen Sie ihn bitte IMMER dorthin. Ausnahmen versteht Ihr Hund nicht. Achten Sie bitte darauf, dass Ihr Hund an dieser Stelle bleibt, bis er sein Geschäft erledigt hat. Sie können den Lernprozess dadurch beschleunigen, dass Sie Hörzeichen einführen: Immer wenn sich Ihr Hund löst, Und es gibt natürlich auch sofort ein dickes Lob, am besten ein tolles Leckerli! Nach ein paar Wiederholungen wird Ihr Hund sich bereits auf Ihr Hörzeichen hin lösen. Wenn doch mal etwas drinnen passiert sein sollte, sehen Sie darüber hinweg und säubern Sie die Stelle gut, möglichst mit einein geruchsintensiven Putzmittel, denn sonst wird Ihr Hund dort gern wieder hingehen. Tadeln können Sie ihn nur dann, wenn Sie ihn auf frischer Tat ertappen (Stimmerhebung reicht in der Regel). Hinterher wird er Ihren Tadel nicht mehr begreifen. Ebenso unverständlich ist es für Hunde, wenn man ihre Nase reinstößt. Beobachten Sie stattdessen in Zukunft genauer, wann Ihr Hund unruhig wird.
Aufregung treibt
Vor allem Welpen, teilweise auch erwachsene Tiere, urinieren, wenn sie aufgeregt sind oder sich freuen, zum Beispiel wenn sie uns begrüßen. Dieses Wasserlassen zeigen unterwürfige bzw. unsichere Hunde. Strafen Sie Ihren Hund bitte nie dafür, denn sein unterwürfiges Verhalten würde sich verstärken und damit auch das Urinieren. Gestalten Sie stattdessen die Begrüßung ruhiger, ziehen Sie sich zunächst Jacke und Schuhe aus, warten Sie, bis sich die erste Aufregung gelegt hat, und beschäftigen Sie sich erst dann mit ihm. Und/ oder Sie gehen direkt mit ihm in den Garten, damit der Teppich keinen Schaden nimmt. Keine Bange, beim einen dauert's länger, der andere ist schon nach ein paar Tagen stubenrein aber lernen tut es jeder! Gelegentliche Ausrutscher gehören einfach dazu ... |
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Zweithund: So klappt das Zusammenleben
Seit vielen Jahrtausenden besteht eine enge Gemeinschaft zwischen Hund und Mensch, obwohl wir sehr unterschiedliche Lebewesen sind. Ein Zusammenleben ist möglich geworden, weil Hunde sehr anpassungsfähig sind.
Trotzdem können wir Menschen niemals die vierbeinigen Artgenossen ersetzen, niemals so wild herumtoben und Jagdspiele machen, nie auf gleiche Art und Weise kommunizieren. Warum also nicht einen zweiten Hund anschaffen? Damit Sie mit den beiden viel Spaß und Freude haben und sich alle Hausbewohner wohl fühlen, gibt es dabei einige Verhaltensregeln zu beachten.
Die erste Begegnung der Hunde findet am besten auf einem neutralen Gelände statt, damit es nicht zu Territorialstreitigkeiten kommt. Dann gehen Sie mit den angeleinten Hunden zunächst einmal nebeneinander spazieren. An der Leine dürfen sich die beiden leider noch nicht beschnuppern, denn häufig entwickeln sich hieraus Beißereien. Sind beide Hunde bereits sehr gehorsam, können sie frei laufen und Kontakt zueinander aufnehmen. Dabei halten wir Menschen uns mit Streichel- und Schmuseeinheiten besser zurück, um gar nicht erst Konflikte entstehen zu lassen.
Schließlich ist es dann so weit- der neue Mitbewohner ist eingezogen. Damit sich die beiden auch weiterhin gut verstehen, brauchen sie feste Regeln und jeder benötigt seinen Platz in der Rangordnung. Da Hunde in einer hierarchischen Welt leben, empfinden sie es nicht als ungerecht, eine niedere Rangposition innezuhaben. Dieses System müssen wir akzeptieren, weil sonst ständige Rangordnungskämpfe in der Wohnung die Folge wären. Finden Sie zunächst heraus, wie die Rollen verteilt sind. Der ranghöhere Hund sichert seine Position beispielsweise dadurch dass er direkten Blickkontakt aufnimmt Spielsachen und Futter verteidigt, den Weg, versperrt, knurrt, schnappt, aufreitet, ernste Kämpfe herausfordert.
Diesem Hund werden gewisse Privilegien gewährt: Er erhält sein Futter vor dem anderen Hund, er wird zuerst gestreichelt, er darf als Erster durch die Tür und ins Auto, er erhält einen begehrten Liegeplatz, er wird zuerst begrüßt und erhält zuerst Leckerli. Weist er den rangniederen Hund zurecht, strafen Sie, ihn hierfür bitte nicht!
Da Futter und Spielsachen häufig Auslöser für Kämpfe sind, sollten diese nicht offen herumliegen. Erhöhte Plätze (wie Bett und Sofa) sind für die Hunde tabu und bleiben den Mensch als Rudelchef überlassen.
Der rangniedere Hund erhält entsprechend weniger Aufmerksamkeit als der ranghöhere auch wenn dies unserem Gerechtigkeitsdenken widersprechen mag. Versuchen Sie dieses "Ungleichgewicht" auszugleichen (z.B. durch zusätzliche Streicheleinheiten und zusätzliche Leckerli), so wird der Schwächere übermütig werden und mehr und mehr austesten. Der Ranghohe fürchtet um seine privilegierte Position und straft den anderen häufiger und massiver, was durchaus in einer Beißerei enden kann. |
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So werden Kind und Hund zu wahren Freunden
Ist es nicht ein schöner Anblick: Kinder toben mit dem Hund über die Felder oder kuscheln sich trostsuchend in sein weiches Fell. Eine solche Freundschaft ist für Kinder sehr wichtig ist es doch inzwischen erwiesen, dass Kinder, die mit Haustieren aufwachsen, mehr Verantwortungsgefühl entwickeln und bei sozialem Stress Trost bei ihrem vierbeinigen Freund finden.
Doch vor allem für kleine Kinder ist eine solche Freundschaft nicht immer ungefährlich. Denn werden bestimmte Regeln nicht beachtet, kann auch der geduldigste Hund zuschnappen und unter Umständen das Kind verletzen.
Als erste Regel gilt daher: Kleine Kinder und Hund dürfen nie ohne Aufsicht zusammen bleiben. Denn Kinder erkennen häufig die Warnsignale eines Hundes nicht wie Knurren oder Zähnezeigen. Schnell ist dann die Toleranzschwelle des Hundes erreicht wenn seine Warnung nicht ernst genommen wird, beißt er vielleicht zu. Deshalb ist der Hund aber nicht verhaltensgestört oder böse. Er verhält sich so, wie es in Hundesprache richtig ist, denn auch Welpen, die Warnsignale nicht beachten, werden zurechtgewiesen. Allerdings ist die menschliche Haut empfindlicher als das Hundefell. Ein frecher Welpe, der bestraft wird, kann sehr viel mehr einstecken als ein kleines Kind, das unter Umständen dabei verletzt wird.
Unbedingt ist darauf zu achten, dass dem Hund nicht unbeabsichtigt oder gar absichtlich Schmerz zugefügt wird. Denn sonst wird der Hund eventuell vor Schreck auch ohne Vorwarnung zuschnappen.
Halten Sie auch die Augen offen, wenn Sie merken, dass es Ihrem Hund zu viel wird und er sich zurückzieht. Lässt man das Kind hinterher rennen, fühlt sich der Hund in die Enge getrieben. Das Kind muss lernen, dass der Hund auf seinem Platz oder auch beim Fressen nicht gestört werden darf. So merkt der Hund, dass er dem Kind aus dem Weg gehen kann.
Zusätzlich muss der Hund lernen, dass unsere Haut seine spitzen Zähne sehr viel schmerzhafter empfindet, als ein anderer Hund das tut. Wir müssen ihm zeigen, wenn er beim Spiel zu fest zubeißt, und das Spiel sofort abbrechen. Das Herumkauen auf Händen und Armen und das Ablecken der Kinder sollten von Anfang an unterbunden werden, ebenso das Zerren an Kleidungsstücken. Zieht das Kind nämlich seinen Arm oder die Hand weg, wird der Hund reflexartig fester zupacken. Reagiert Ihr Hund nicht auf Hörzeichen "Nein", dann bremsen Sie ihn mit einem Schnauzgriff. Dabei greifen Sie, über den Fang, teilen das Maul in zwei Teile drücken die Lefzen gegen die Zähne. Auch das Anspringen zur Begrüßung oder Spiel sollte jedem Hund von Anfang an konsequent verboten werden. Denn ein Kind fällt natürlich sehr viel schneller um als ein Erwachsener und kann sich dabei wehtun. Satt den Hund bei der Begrüßung hochzuspringen zu lassen, sollte mit ihm "Sitz" geübt werd Wenn die Aufsicht von Kind und Hund nicht gesichert werden kann, dann sollten die beiden unbedingt getrennt werden. Denn auch dem liebsten Hund kann irgendwann mal der Geduldsfaden reißen. |
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Was tun, wenn "Dertutnix"doch angreift?
Warum es nie verkehrt ist, beim Gassigehen Kartoffeln, Käsestückchen oder eine Taschenlampe dabeizuhaben: Tipps für den Hundespaziergang.
,Der tut nix«, schallt es schon von weitem und ein riesiger Hund rast auf den eigenen zu. Hundebesitzer kennen die Situation. Dem Ruf kann man allerdings nicht immer vertrauen. Auch die liebsten Hunde sind unberechenbar in ihren Raubtierlaunen. Wer weiß, was den anderen dazu bewegen mag, dann doch zuzubeißen? Ein empörtes, hilfloses Das hat er aber noch nie getan!" tröstet dann auch nicht. Wenn man auf andere Hunde trifft, weiß man nie, wie gut sie mit anderen Vierbeinern auskommen. Und wie gut ist eigentlich mein Hund im Umgang mit anderen? Wenn er von klein auf an andere Hunden verschiedener Rassen und Altersstufen gewöhnt ist und sie häufig getroffen hat, müsste er ihre Körpersprache kennen. Vielleicht verrät bereits die Körpersprache des anderen, ob er aggressiv oder ängstlich ist, und man kann entsprechend reagieren.
Nie allein die Hunde trennen
Wenn zwei große Hunde aufeinander treffen, raten die Experten dazu, „Leine los“ und erst mal nicht einmischen". Wenn es sich beim Balgen bloß um die Klärung der Rangfolge handelt, besteht kein Grund zur Sorge. Wenn sich beide allerdings verbeißen, kann man sich abwenden, um die Situation zu entschärfen. Wenn man weggeht, verunsichert das den eigenen Hund und die Situation entspannt sich womöglich. Man sollte nach dem anderen Hundebesitzer Ausschau halten, wenn der nicht dabei ist. Denn falls ein Kampf entsteht und man eingreifen muss, hat man allein keine Chance. Nur zu zweit kann man die beiden trennen: gleichzeitig beide Hunde an den Hinterbeinen packen, hochheben und rumdrehen. Das unterbricht auch den Blickkontakt der beiden Kämpfer. Und bloß nicht wieder gleich loslassen, sonst gehen sie wieder aufeinander los!
Anbrüllen oder ablenken
Wenn ein großer Hund auf einen kleinen losgeht, gibt es mehrere Möglichkeiten, ihn zu vertreiben. Bei manchen reicht bereits ein Anbrüllen, ein lautes „Hau ab!“ Wer sich traut, haut dem anderen auf die Nase. Man kann den Angreifer auch mit allem bewerfen, was einem so in die Finger kommt- von der Kartoffel im Einkaufskorb bis zum Tannenzapfen am Wegrand. Wirkungsvoll kann auch eine Hand voll besonders guter Leckerli wie z.B. Käsestückchen sein, die auf die Kämpfer geworfen werden. Sie sollten aber sehr klein sein, damit der Hund Mühe hat, sie aufzuheben, und richtig vom Kampf abgelenkt wird. Auch der Strahl einer starken Taschenlampe lenkt den Angreifer ab.
Wer lieber von vornherein auf Nummer Sicher gehen will, kann einen Schirm zwischen den beiden aufspannen. Die plötzliche Bewegung hält den Angreifer ab und unterbricht den Blickkontakt der Hunde. Dazu kann man laut Platz!" brüllen: Viele Hunde folgen automatisch diesem Kommando. Wer diese Verteidigungsstrategie wählt, sollte allerdings unbedingt seinen Hund an das plötzliche Aufspannen des Schirms gewöhnen. |
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„Komm!“
Mit Belohnung klappt es besser .„Bella, komm hierher. Komm, Bella, kommst du jetzt her!? Los, auf der Stelle hierher !!!!“ Kennen Sie das? Sie rufen ihren Hund, aber der tut so, als hätte er nichts gehört. Statt zu kommen, läuft er einfach weiter oder schnuppert ausgiebig an einem Laternenpfahl.
Das Herankommen ist eine der wichtigsten Übungen, die ein Hund beherrschen sollte. Können wir uns nicht darauf verlassen, dass unser Hund sich heranrufen lässt, dann muss er unter Umständen sein Leben lang an der Leine bleiben er soll ja schließlich nicht überfahren werden. Aber nur an der kurzen Leine? Das ist doch auch kein Hundeleben! Ab sofort üben wir bei jedem Spaziergang das Herankommen auf Zuruf. Es muss sich für den Hund lohnen, zum Menschen zu kommen. Sobald er sich in unsere Richtung in Bewegung setzt und auf uns zuläuft, loben wir ihn deshalb und feuern ihn mit hoher, freundlicher Stimme an. Wer mag schon dorthin laufen, wo jemand mit verschränkten Armen steht, grimmig guckt und vor sich hin schimpft ... Außerdem gibt es, bei uns angekommen, jedesmal Leckerchen. Für eine besonders tolle Leistung, d. h. wenn der Hund trotz großer Ablenkung zu uns kommt, kann es ruhig mal eine ganze Hand voll oder etwas besonders Leckeres geben. Der Zeitpunkt der Belohnung ist von großer Bedeutung. Wenn der Hund bei uns ist, sollten wir nicht erst die Leckerli aus der Jackentasche kramen, sondern diese müssen bereits in der Hand sein und direkt gegeben werden. Er muss dabei nicht vorsitzen, denn dann würden wir ihn fürs Sitzen, nicht aber fürs Herankommen belohnen. Auch unsere Körpersprache spielt eine wichtige Rolle. Hunde haben es nicht gerne, wenn wir uns vornüberbeugen und ihnen die Hände entgegenstrecken, denn das wirkt eher bedrohlich. Besser ist, Sie gehen in die Hocke und sind so auf Höhe des Hundes oder Sie laufen rückwärts vom Hund weg. Bitte rufen Sie Ihren Hund immer mal wieder während des Spaziergangs heran, nicht nur wenn Jogger, Radfahrer, andere Hunde kommen und vor allem nicht nur zum Anleinen. Niemals darf das Herankommen für den Hund unangenehm sein. Auch wenn er aufs Rufen hin nicht sofort an unserer Seite ist, sollte er weder angeschrien oder ausgeschimpft, geschweige denn geschlagen werden. Ansonsten wird er uns in Zukunft meiden und lieber Abstand halten. Hinterherrennen ist nicht sinnvoll, denn Ihr Hund wird es als Rennspiel ansehen und von Ihnen weglaufen. Wenn er auf Ihr Signal hin nicht kommt, dann laufen Sie stattdessen möglichst schnell weg von ihm. Wissen wir von vornherein, dass unser Hund in einer bestimmten Situation nicht kommen wird, dann sparen wir uns das Rufen. Er würde nur lernen, uns zu ignorieren. Zunächst einmal sollte deshalb die Ablenkung möglichst gering sein. Dafür suchen Sie am besten eine möglichst reizarme Gegend auf. Klappt es dort gut, dann können Sie das Gelände wechseln und die Ablenkung steigern. |
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Hitzeschlag beim Hund
Vorbeugen und erste Hilfe
Die schöne Jahreszeit lädt zu vielen Aktivitäten im Freien ein. Den Hund als Begleiter freut es. Aber die warmen Tage können für Ihren Vierbeiner ebenfalls Lebensgefahr bedeuten. Noch immer sterben Jahr für Jahr Hunde unnötig durch Hitzschlag. Ersparen Sie Ihrem Tier dieses Schicksal durch einige wenige vorbeugende Maßnahmen und im Falle eines Falles durch richtige erste Hilfe.
Vorbeugen ist besser als heilen
Ist es uns Menschen zu warm, schwitzen wir ganzen Körper. Hunde können dies nicht. Sie schwitzen nur an den Pfoten. Die wirkungsvolle Regelung der Körpertemperatur geschieht durch Hecheln. Bei hohen Temperaturen reicht das jedoch nicht mehr aus ein Herzschlag droht. Deshalb ist es wichtig, dass Sie Ihren Hund in , warmen Jahreszeit nicht in stickigen und schlecht belüfteten Räumen lassen oder durch Spiel und Sport überfordern. Bitte respektieren Sie das Bedürfnis Ihres Hundes nach Ruhe und Kälte. In den kühlen Abendstunden bietet sich sicher auch noch die Gelegenheit zum Radfahren, Skaten oder zu Ähnlichem. In der Regel können Hunde gut mit der warmen Jahreszeit umgehen. Sie suchen sich ein schattiges Plätzchen, bewegen sich weniger oder lieben es, sich auf kalte Böden zu legen. Manche Hunde mögen es sogar, von ihrem Menschen nass gespritzt zu werden. Noch immer wird das Auto als Gefahrenquelle unterschätzt. Scheint die Sonne auf den PKW können schnell Temperaturen von über 60°C im Inneren entstehen. Unter diesen Umständen hat der Hund keine Chance, für ausreichende Abkühlung zu sorgen. Bitte lassen Sie Ihren Hund an warmen Tagen nicht im Auto. Schnell dauern die fünf Minuten länger als vermutet, weil Sie noch einen Bekannten getroffen haben, die Schlange an der Kasse länger ist als erwartet oder Sie schnell noch etwas anderes erledigen müssen. Es reicht nicht aus, die Fenster des Autos einen Spalt zu öffnen. Ebenso wenig bietet ein Parkplatz im Schatten Sicherheit. Schließlich wandert die Sonne. So kann ein Auto, das auf einem schattigen Parkplatz stand, nach einer Weile der prallen Sonne ausgesetzt sein. Bitte bedenken Sie auch, dass Sie die Temperaturen niedriger empfinden als Ihr Hund. Wir Menschen haben den Vorteil, uns angemessen kleiden zu können. Außerdem ist unser Kühlsystem" wirkungsvoller, als das des Hundes.
Was passiert bei einem Hitzschlag? Kann der Hund seine Körpertemperatur nicht mehr durch Hecheln senken, wird sie über die normalen 38 bis 39°C steigen (je kleiner der Hund, desto höher ist seine normale Körpertemperatur). Mit steigender Körpertemperatur dehnt sich das Gehirn aus. Da der Schädelknochen nicht nachgibt, wird mit zunehmender Ausdehnung Druck auf das Gehirn ausgeübt. Es kommt zu (eventuell bleibenden) Funktionsstörungen im Organismus. Ab einer Körpertemperatur von 42 °C werden Eiweiße, die "Bausteine" des Körpers, zerstört..
So erkennen Sie einen Hitzschlag
• starkes Hecheln
• schneller Puls
• erhöhte Körpertemperatur
• zunehmende Mattheit (der Hund kann später nicht mehr aufstehen)
• blasse oder bläuliche Schleimhäute (z. B. Lefzen, Zahnfleisch, Zunge)
• Bewusstseinseintrübung (z. B. Taumeln, Benommenheit, Bewusstlosigkeit)
• Schock
Nicht alle aufgeführten Symptome treten zugleich auf. Erste Anzeichen sollten für Sie schon ein Warnsignal sein.
So leisten Sie erste Hilfe
• für gute Belüftung sorgen (Fenster und Türen öffnen, Hund aus dem Auto bzw. Raum holen)
• nach Möglichkeit das Tier in den Schatten bringen
• Wasser anbieten
• für Ruhe sorgen
• vorsichtig und langsam mit feuchten Kompressen oder Wasser abkühlen. Fangen Sie an den Pfoten an und arbeiten
Sie sich langsam zum Rumpf und Kopf vor.
• Tierarzt aufsuchen (bitte vorher anrufen)
Diese Fehler müssen Sie vermeiden
• fahren Sie nicht im heißen Auto zum Tierarzt (vorher gut lüften)
• kühlen Sie auf keinen Fall den Hund schlagartig ab (z. B. Eimer kaltes Wasser über ihn gießen oder ihn in Wasser
tauchen)
• flößen Sie dem Hund nicht gewaltsam Wasser ein. |
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Was tun, wenn mein Hund an der Leine zieht?
Welcher Hund findet es nicht klasse, ohne Leine laufen zu dürfen und herumzutollen? Doch auch der gehorsamste Hund muss mal angeleint sein. Sei es, dass wir an einer Straße gehen, bis wir im Feld oder im Wald sind, oder dass wir ihn mit in die Stadt nehmen möchten. Auch aus Rücksichtnahme gegenüber anderen Menschen, z. B. Fußgängern, Radfahrern, spielenden Kindern, geht es oft nicht ohne Leine. Angenehm ist es, wenn unser Hund dabei nicht zieht und zerrt und andere Vierbeiner wild verbellt, sondern uns mit lockerer Leine begleitet. Doch wie können wir unserem Hund das beiringen?
Zunächst suchen wir hierfür eine ablenkungsfreie Umgebung auf. Dort können wir und unser Hund uns besser konzentrieren. Wir brauchen viele Leckerli und einen Hund, der nicht kurz vorher gefressen hat, denn sonst reagiert er nicht auf die Leckerli. Er sollte ein Leder , Stoff oder Nylonhalsband (kein Ketten /Würgehalsband) tragen und mit einer 1 bis 2 m langen Leine geführt werden. Eine Ausziehleine ist nicht empfehlenswert, denn damit wird das Ziehen regelrecht geübt: Je mehr der Hund zieht, umso größer wird sein Radius.
Wenn Ihr Hund links laufen soll, dann halten Sie die Leine in der rechten Hand. Grundsätzlich ist egal, ob der Hund rechts oder links läuft. Er sollte jedoch nicht selbständig von einer Seite auf die andere wechseln. Sonst kann Ihnen passieren, dass der Hund auch wechselt, während Sie an einer Straße laufen, und dabei vor ein Auto gerät. Die Leckerli (bitte gleich mehrere) nehmen Sie in die linke Hand . Dann laufen Sie los, motivieren Ihren Hund mittels der Leckerlis und konzentrieren ihn außerdem durch freundliches Reden auf sich. Ist die Leine locker, dann verbinden Sie diese gewünschte Handlung mit ein Hörzeichen (z. B. bei Fuß«) und loben ihn mit der Stimme und/oder den Leckerli. Falsch wäre es, in dem Moment, in dem der Hund nach vom zieht, ihn mit einem Leinenruck zurückzuziehen und mit bei Fuß" zu korrigieren, denn er muss zunächst einmal verstehen, was wir überhaupt von ihm möchten
Damit der Hund konzentriert bleibt, bauen wir zwischendurch Richtungswechsel ein, laufen im Zickzack oder mit variierenden Tempo. Jedes Mal wenn der Hund zieht und sich die Leine spannt, gehen Sie zügig in die entgegengesetzte Richtung oder bleiben stehen, bis die Leine wieder locker wird. Auf diese Weise lernt Ihr Hund mit der Zeit, dass Ziehen keinen Erfolg bringt.
Bitte lassen Sie sich nicht entmutigen, wenn es nicht gleich klappt. Hunde haben von Natur aus ein sehr viel schnelleres Tempo, weshalb es ihnen schwer fällt, sich uns anzupassen. Achten Sie konsequent darauf, dass die Leine locker durchhängt, denn für Hunde gibt es keine Ausnahmen. Ein angeleinter Hund sollte nicht mit anderen Hunden spielen dürfen, denn das läuft nie ohne gespannte Leine ab. |
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Das Kopfhalfter
Erziehungsinstrument an der kurzen Leine
Wenn ein Hund an der Leine zieht, dann ist das weder für den Menschen angenehm, dessen Arm darunter leidet, noch für den Hund, denn das dauerhafte Ziehen kann sich auf die Dauer schädlich auf seinen Bewegungsapparat auswirken. Als Hilfsmittel kann in solchen Fällen das Kopfhalfter zum Einsatz kommen. Zunächst einmal sollte der Hund die Chance haben, sich damit vertraut zu machen. Dazu nutzen wir einen ruhigen Moment, um dem Hund das Halfter ohne Hektik aufsetzen zu können. Er soll es als positiv erleben, deshalb gibt es in Zusammenhang mit dem Halfter immer viel Lob und viele Leckerli bzw. Spieleinheiten. Ihre Stimmungslage trägt massiv dazu bei, ob Ihr Hund das Halfter zukünftig gerne trägt oder ob er es (wie Sie vielleicht) ,doof" findet. Nach dem Abmachen bitte nicht mehr loben. Er wird lediglich für das Tragen und Ignorieren des Halfters gelobt. Bei den ersten Malen reichen ein paar Minuten pro Tag vollkommen aus, später steigern Sie langsam die Zeit, die der Hund das Halfter aufhat. Nach der Eingewöhnungsphase können Sie die Leine einhängen. Sie benötigen hierzu eine Leine mit zwei Karabinerhaken. Der schwerere Haken wird am Halsband befestigt, der andere am Halfter. Suchen Sie bitte zu Beginn eine möglichst ablenkungsfreie Umgebung auf, um in Ruhe mit der Halfterführung vertraut zu werden. Ziel ist, dass beide Haken locker herunterhängen keinesfalls sollte der Hund mit Zug am Halfter laufen. Bleibt er zu Beginn stehen, dann haben Sie ja zur Sicherheit die andere Leine am Halsband. Versuchen Sie bitte in einem solchen Fall, die Halfterleine zu lockern, und führen ihn über die Halsbandleine weiter. Hängen beide Leinen wieder durch, dann loben Sie den Hund bitte viel mit Stimme und/oder Leckerli/Spielzeug. Zieht der Hund oder bellt ein beliebiges Objekt« an, dann kann man über Wendungen und Tempounterschiede viel erreichen. In ,Extremfällen« kann man den Blickkontakt seines Hundes durch das Halfter erhalten, indem man am Halfter sanft, aber bestimmt einwirkt (niemals rucken!). Ein Hund darf mit Halfter generell nur an kurzer Leine geführt werden, also niemals an einer Auszieh oder Schleppleine. Das kann zu schweren Verletzungen führen! Das Kopfhalfter gibt übrigens vielen unsicheren Hunden ein Stück mehr Sicherheit, so dass sie gelassener durchs Leben gehen können. Es ist zwar ein bewährtes Hilfsmittel, kann aber sicherlich keine Wunder wirken. Der Erfolg hängt von unserer konsequenten und korrekten Anwendung ab. Wenn Sie sich für ein Training mit dem Halfter entscheiden, sollte Ihr Hund in der nächsten Zeit stets damit geführt werden, damit man vom Ziehen an der Leine völlig wegkommen kann. Das ist so ähnlich wie mit Stützrädern: Diese benutzt man so lange, bis man völlig sicher ist, dann kann man sie allmählich reduzieren. So ist das auch mit dem Halfter. Erst wird weiterhin das Halfter aufgezogen, aber nur noch an der Halsbandleine geführt, später kann man in der Regel komplett auf das Kopfhalfter verzichten, da der Hund ja gelernt hat, nicht mehr an der Leine zu ziehen. |
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Anspringen
Eine unangenehme Verhaltensweise von Hunden ist das Anspringen. Es ist eine Sequenz aus demBegrüßungsritual der (Wolfs )Welpen. Hierbei stoßen die Welpen nach der Rückkehr von der Jagd an die Schnauze des Muttertieres und versuchen sie so zum Vorwürgen der angedauten Nahrung zu bewegen. Hochspringen ist also nichts anderes als der Versuch, auch an unsere "Schnauze" zu kommen.
Es wäre also völlig unlogisch, den Welpen hierfür zu bestrafen. Er zeigt eine völlig natürliche Verhaltensweise undwürde es überhaupt nicht verstehen, dass er für seine freundliche Begrüßung gerügt wird. Stellen Sie sich einmal vor, Ihr Begrüßungsritual wäre laut schreiend (vor Freude) auf jemanden zuzulaufen, der Chinese, der dieses Ritual nicht kennt, versetzt Ihnen daraufhin eine Ohrfeige. Würden Sie die Welt noch verstehen?
Wie also mache ich dem Welpen klar, dass ich mich auch freue, wenn er mich begrüßt, aber dass ich dasAnspringen nicht mag?
In einigen alten Erziehungsbüchern und unter vielen „Fachleuten" gibt es zahlreiche Tipps.Da wäre zum Beispiel die Möglichkeit, dem anspringenden Welpen so richtig mit Schmackes auf die Hinterpfoten zutreten. Angeblich merkt der Hund nicht, dass Sie es sind, der ihn tritt (für wie blöd halten die eigentlich unsere Hunde?), oder aber rammen Sie Ihrem Hund das Knie mit voller Wucht in den Brustkorb, wenn er Sie anspringt. Oder auch eine nette" Variante ist eine Stecknadel, die immer dann in den Hundehintern fährt, wenn er anspringt.
Denken Sie bei allen diesen und etlichen anderen Methoden, die mit Schmerz verbunden sind, an die Ohrfeige des Chinesen"! Eine Alternative zum Anspringen ist die Lösung. So können Sie zum Beispiel immer wenn der Welpe anspringen will einen Schritt zurücktreten und ihn ins Leere springen lassen und ihm mit ein Nein signalisieren: Das, was du gerade tust, ist falsch, aber ein sitz wäre etwas, was ich sehen möchte." Setzt sich der Hund, wird er mit einem Leckerchen o. ä. gelobt. Er lernt hierdurch, dass "Sitz" belohnt wird und Anspringen eigentlich verschwendete Energie ist, da für ihn nichts dabei herausspringt. Genauso sollten alle Leute verfahren, die Ihr Haus betreten. Wenn Sie Leute treffen, sollten Sie derjenige sein, der den Welpen mit einem Nein am Anspringen hindert und ihm dann ein Sitz" abfordert. Die Belohnung kommt dann wahlweise von Ihnen (wenn Sie nicht möchten, dass andere Menschen Ihren Hund füttern) oder von dem Getroffenen. Wichtig ist hierbei, das der Hund von niemandem für sein Anspringen belohnt wird. Belohnung ist in diesem Fall auch das Streicheln des Hundes, das freundliche Ansprechen Gott, ist der süß , wildes Herumfuchteln mit den Armen, um ihn am Anspringen zu hindern (der Welpe empfindet das als tolles Spiel), sowie jede Form der Beachtung beim Anspringen. Speziell bei Kindern ist dies ein schwieriges Unterfangen, aber Sie sollten es Ihren Kindern so erklären und wie toll es doch ist, wenn der Welpe ein Sitz" macht, wenn das Kind es sagt. Denn alle Bemühungen werden zunichte gemacht, wen er es dann bei den Kindern doch wieder darf. Liebevolle Konsequenz ist wie bei allen anderen Erziehungsbemühungen hier das ganz besondere Zauberwort.
Was bei 5 Kilogramm noch süß ist, hört spätestens bei 50 Kilogramm auf, in irgendeiner Form niedlich zu sein. Denken Sie daran. |
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Bewusstloser Hund! Was nun?
Die Ursachen
Eine Bewusstlosigkeit kann vielfältige Ursachen haben. Dazu zählen unter anderen starker Blutverlust, Vergiftungen,Sauerstoffmangel allergische Reaktionen, Stromschläge, Hitzeschlag und Gewalteinwirkungen auf den Körper (zum Beispiel Sturz und Autounfall).
Die Gefahren
Ein bewusstloser Hund liegt in der Regel leblos und erschlafft auf der Seite. Das Gros der Muskulatur ist außer Funktion. Was beispielweise zur Folge hat, dass das Tier nicht mehr schlucken kann. So können schon kleinere Fremdkörper und Flüssigkeiten die Atmung erschweren. Hinzu kommt, dass auch die Zunge erschlafft und sich in die Atemwege legt, der Hund droht zu ersticken.
Die Vorgehensweise
Vergewissern Sie sich, dass der Hund bewusstlos ist: Nähern Sie sich langsam von vorn und sprechen Sie mit Ihrem Hund. Zeigt er keine Reaktion, fassen Sie ihn an. Sie können ihn sanft zwischen die Zehen kneifen. Reagiert der Hund nicht, gehen Sie von einer Bewusstlosigkeit aus. Sichern Sie die Atmung: Schauen Sie zunächst im Fang nach, ob sich darin entfernbare Fremdkörper befinden (zum Beispiel Erbrochenes, Stöckchenreste). Nach deren Beseitigen überstrecken Sie den Kopf. Nase und Oberkopf müssen ungefähr eine gerade Linie mit dem Rücken bilden. Dadurch schaffen Sie den nicht sichtbaren Teil der erschlafften Zunge aus den Atemwegen. Überprüfen Sie die Vitalfunktionen. Reanimation Ja oder Nein? Sind die Vitalfunktionen vorhanden, so transportieren Sie bitte Ihren Hund vorsichtig und mit bestrecktem Kopf zum nächsten Tierarzt (bitte vorher anrufen). Können Sie weder Puls noch Atmung feststellen, müssen Sie ihn reanimieren.
Die Reanimation
Bei einer Reanimation ersetz man die ausgefallene Vitalfunktion. Da Puls und Atmung voneinander abhängig sind, werden Sie in der Regel einen Hund vorfinden der weder atmet noch einen Herzschlag aufweist.
Beatmen (2 mal):
Umfassen Sie die Lefzen mit beiden Händen. Umschließen Sie die Nase mit Ihren Lippen und pusten Sie 2x hinein, bis sich der Brustkorb hebt. Bitte warten Sie nach der ersten Beatmung, bis der Hund ausgeatmet hat.
Herzdruckmassage (10 mal):
Der Hund muss auf der (idealerweise rechten) Seite, auf festem Untergrund liegen (zum Beispiel Tisch oder Fußboden). Knien Sie sich hinter das Tier. Legen Sie eine Hand neben die Schulter des Tieres auf den Brustkorb. Nun kommt die andere Hand auf die bereits abgelegte. Strecken Sie Ihre Arme durch. Ihre Armhaltung sollte einem "V" ähneln. Drücken Sie 10x im Sekundentakt mit durchgedrückten Armen auf den Brustkorb des Hundes. Wiederholen Sie bitte den Durchgang Beatmen und Herzdruckmassage 3 bis 4 mal. Danach müssen Sie wieder die Vitalfunktionen überprüfen. Beenden Sie die Reanimation, wenn Atmung und Puls wieder eingesetzt haben oder keine Aussicht auf Erfolg mehr besteht (nach ca. 20 bis 30 Min.). Bitte beachten Sie, dass Sie den Hund auch auf der Fahrt zum Tierarzt reanimieren müssen, falls er keine Vitalfunktion aufweist. |
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Sitz!
So bringen Sie Ihrem Hund bei, sich auf Befehl zu setzen und dort zu bleiben, bis Sie ihm erlauben wieder aufzustehen.
Die wichtigste Gehorsamkeitsübung ist sicherlich das Kommen auf Zuruf. Aber auch die Befehle "Sitz“ und"Platz!“ sind wichtige Kommandos, um den Hund zu kontrollieren. Entscheidend ist der richtige Aufbau der Übung. Der Hund soll den Befehl beim einmal gegebenen "Sitz!" ausführen und so lange sitzen bleiben, bis Sie ihn mit einem anderen Kommando aus dem "Sitz!" entlassen. Dies kann er schon als Welpe lernen, aber auch für Hunde in fortgeschrittenem Alter ist es nie zu spät!
Fangen Sie in einer Umgebung an, in welcher der Hund nicht abgelenkt wird, nämlich zu Hause. Nehmen Sie ein besonders gutes Leckerchen zwischen Daumen und Mittelfinger. Damit der Hund nicht nur lernt, sich beim gesprochenen Befehl zu setzen, sondern auch Sichtzeichen, deutet der Zeigefinger der gleichen Hand gleichzeitig nach oben. So erreichen Sie, dass der Hund sich auch setzt, wenn er den Zeigefinger sieht. Nun halten Sie Ihrem Hund das Leckerchen über die Nase und ziehen es ein wenig über seinen Kopf nach hinten. Ihr Hund muss sich nun hinsetzen wenn er das Leckerchen erreichen will.In dem Moment, wo das Gesäß des Hundes den Boden berührt, sagen Sie ein lang gezogenes "Siieetz!", geben ihm sofort das Leckerchen und loben ihn überschwänglich. Dann sagen Sie ,Lauf!", um das Sitz aufzuheben. Wichtig! Wirklich erst "Sitz!" sagen, wenn der Hund sich setzt, er muss die Bedeutung des Wortes erst lernen! Stellen Sie sich vor, jemand würde Ihnen in einer Fremdsprache, die Sie nicht beherrschen, sagen, dass Sie sich auf einen Stuhl setzen sollen. Sie würden ihn auch nicht verstehen. Wenn er sich aber selbst hinsetzt und dabei gleichzeitig seinen Wunsch äußert, können Sie die Bedeutung der Worte nachvollziehen! Das Kommando sollten Sie 10 bis 20 mal über den Tag verteilt üben. Nach ein paar Tagen werden Sie feststellen, dass Ihr Hund sich schon von allein setzt, wenn Sie ein Leckerchen in der einen Hand halten und den Zeigefinger heben. Jetzt ist der Zeitpunkt gekommen, den Befehl zu festigen. Verlegen Sie die Übung mit angeleintem Hund nach draußen. Immer noch ohne Ablenkung! Nun können Sie den Befehl "Sijeetz!" gezielt geben. Vergessen Sie auch hier nicht, den Befehl aufzuheben. Sollte Ihr Hund versuchen, früher aufzustehen, sagen Sie ein Korrekturwort wie z. B. "Nein" oder "Falsch". Führen Sie ihn mit der Leine an die gleiche Stelle, an der er gesessen hat, und beginnen Sie das Gänze von vorn. Wenn dies gut klappt, werden die Ablenkungen langsam gesteigert und die Übungen immer mehr in den Alltag eingebunden: beim Spazierengehen, bevor Sie die Straße überqueren usw. Klappt auch dort das Sitz jedes Mal, können Sie die Leckerchen allmählich weglassen. Zuerst bekommt Ihr Hund nur noch jedes zweite Mal eins, dann jedes dritte Mal usw., dann nur noch ab und zu eins. Das Loben sollten Sie aber niemals vergessen! |
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Der Welpe zieht ein
Es ist soweit- der neue Mitbewohner soll einziehen! Ein kleines Hundekind wird ab sofort ihr Leben auf Trab halten und Ihren Alltag auf den Kopf stellen. Idealer weise haben Sie sich Urlaub genommen, um sich optimal mit dem Kleinen beschäftigen zu können. Er braucht jetzt Zeit, um zu Ihnen Vertrauen und Bindung aufbauen zu können.
Zu Hause ist alles vorbereitet: Für Futter (mit dem Züchter abgesprochen), Liegeplatz, Futter- Wasserschüsseln und Spielsachen ist gesorgt.
Vor allem haben Sie die Wohnung „„Hundebabygerecht" vorbereitet, das heißt alles, was der Welpe zerkauen oder zerstören kann (Zeitschriften, Kinderspielsachen, Schuhe) bzw. was ihn gefährden könnte (Stromkabel, steile Treppen) ist gesichert. Nun geht's los sie holen den Kleinen zu sich. Wenn möglich fahren Sie vormittags, so dass Sie den ganzen Tag Zeit haben. Sie sollten zu zweit sein, so dass sich im Auto der Begleiter um den Welpen kümmern kann. Für den Hund bedeutet die Fahrt ins neue zu Hause ein einschneidendes Erlebnis: Er wird von allem Vertrautem getrennt, seinem sicheren zu Hause, seiner Mutter, seinen Geschwistern und von den menschlichen "Pflegeeltern" . Nun ist er ganz auf Sie angewiesen!
Vielleicht kennt er Sie bereits von Ihren Besuchen während der ersten Lebenswochen, das erleichtert den Umzug natürlich. Dennoch tut es ihm gut, wenn er eine Decke mitnehmen kann, die in der Wurfkiste gelegen hat und die vertraut riecht.
Vielleicht bereitet die Fahrt überhaupt keine Probleme, weil der Züchter die Welpen ans Auto fahren gewöhnt hat. Manche Welpen schlafen nach ein paar Minuten auf dem Schoß ein.
Für andere hingegen ist alles wahnsinnig aufregend, sie kommen nicht zur Ruhe und winseln vor sich hin. Es kann auch passieren, dass sich Ihr Hundekind vor lauter Aufregung erbricht. Doch egal, was passiert bleiben Sie selber ruhig und gelassen! Sie wissen ja, dass nichts passiert, also, warum die ganze Aufregung? Das können Sie Ihrem Hundebaby genauso vermitteln. Indem Sie selbst ruhig bleiben, signalisieren Sie: Aufregung ist nicht notwendig. Stimmungsübertragung ist das A und 0 im Umgang mit Hunden. Wenn Sie für den Welpen "gruselige" Dinge ignorieren, dann ist es für ihn auch nicht mehr so schlimm, weil es Ihnen ja scheinbar auch nichts anhaben kann.. Wenn Sie hingegen einen großen Aufwand betreiben und beruhigend auf ihn einreden, so werden Sie eventuelle Ängste verstärken. Genauso könnten Sie sagen: Gut, dass du so viel Angst hast, Autofahrern ist gaaaanz schrecklich und furchtbar!" Und auch Strafe hilft nicht gegen Angst...
Lassen Sie sich Zeit, fahren langsam und bauen Pausen ein. Ziel sollte nicht sein, so schnell es geht zu Hause zu sein, sondern so entspannt wie möglich.
Bei Ihnen angekommen, begleiten Sie ihn zunächst in den Garten oder auf einen Grünstreifen eventuell muss er sich nach der Fahrt erst einmal lösen. Dann kann er mit Ihnen zusammen im Haus auf Erkundungstour gehen.
In der Nacht sollte der Welpe die Möglichkeit haben, in Ihrer Nähe zu schlafen. Entweder stellen Sie ihm einen Liegeplatz in Ihrem Schlafzimmer zur Verfügung oder aber, wenn Sie den Kleinen dort nicht haben wollen, ziehen Sie für die ersten Nächte ins Wohnzimmer, um bei ihm sein zu können. Abgesehen davon, dass der Welpe völlig überfordert davon wäre, so lange allein zu bleiben, würden Sie nicht mitbekommen, dass er mal muss. Noch ist er ja nicht stubenrein. |
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Allein bleiben will gelernt sein
Erst ein paar Minuten, später klappt's dann über Stunden. Das Alleinbleiben muss man mit einem Hund üben - Schritt für Schritt.
Ihr Hund ist ein soziales Lebewesen, das enge Bindungen zu Ihnen als seinem Sozialpartner aufbaut, und bleibt deshalb von Natur aus nicht gerne allein. Auch wenn Sie Ihren Gefährten gern überallhin mitnehmen immer kann er nicht dabei sein. Ihren Hund können Sie aber ans Alleinbleiben gewöhnen, indem Sie Schritt für Schritt mit ihm üben.
Beginnen Sie also sowohl bei einem Welpen als auch bei einem erwachsenen Hund, der allein bleiben nicht kennt, zunächst mit wenigen Minuten. Lieber kurz und oft als gleich stundenlang. Zu Beginn reicht es, wenn Sie nur das Zimmer verlassen und nach wenigen Minuten zurückkommen. Lassen Sie Ihren Hund auch mal im Haus, wenn Sie zum Briefkasten oder zur Mülltonne gehen. Umso selbstverständlicher Sie sich verhalten, desto normaler wird es für den Hund sein. Auch wenn's schwer fällt: Ignorieren Sie Ihren Hund beim Zurückkommen zunächst, um seine Aufregung nicht durch die Begrüßung zu steigern.Muss er länger als ein paar Minuten allein bleiben, dann sollte er gefressen haben und zuvor ausreichend bewegt worden sein wie zum Beispiel durch Apportierspiele.
Für Beschäftigung sorgen
Hilfreich ist es für die Vierbeiner, wenn sie zur Beschäftigung etwas zu kauen oder zu spielen bekommen. So verhindern Sie möglicherweise auch, dass sie sich stattdessen die Hausschuhe oder Ähnliches nehmen.
Kommt trotzdem etwas zu Schaden, dann würde Ihr Hund eine Bestrafung im Nachhinein nicht mehr verstehen. Tipp: Räumen Sie im Vorfeld alle Sachen, die der Liebling nicht zwischen die Zähne bekommen soll, zur Seite. Es sei Ihnen versichert: Hunde tun so etwas nicht"mit Absicht", sondern sie zeigen auf diese Weise ihren Frust oder bauen ihre Angstgefühle ab.
Als angenehm empfinden es viele Hunde, wenn man ihnen ein getragenes Kleidungsstück hinlegt. Sie können außerdem das Radio oder den Fernseher laufen lassen. Dann ist es nicht ganz so still.Auch wenn Sie Mitleid haben, gehen Sie nicht zurück, solange Ihr Hund an der Tür kratzt, jault oder bellt. Sonst lernt Ihr Hund schnell, dass er Sie mit seinem Verhalten zurückholen kann.Jeder Hund kann allein bleiben lernen vorausgesetzt, Sie machen sich die Mühe, es mit ihm zu üben und zwar auch im Urlaub oder übers Wochenende. Kontinuität ist wichtig. Denn wenn Sie mit ihm nur ab und an üben, dann wird es für den Hund doppelt so schwer, sich an das Alleinsein zu gewöhnen. |
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