Es ist völlig richtig, dass man gerade diejenigen Dinge besonders gut lernt, die einem Freude bereiten2.
Was dabei gerne übersehen wird: gerade diejenigen Dinge, die Dir besonders viel Freude bereiten, brauchst nicht wirklich zu lernen, denn diese Dinge bringst Du Dir selbst besser bei als es jede Schule kann.
75% (wenn nicht mehr) dessen was man lernen muss, macht tatsächlich überhaupt keine Freude, sondern ist wirkliche Arbeit,verlangt Einsatz und ein gewisses Mass an Selbstüberwindung. Auf den ersten Blick mag sich das recht düster anhören. Aber - Gott sei Dank - ist es so. Ansonsten wäre niemals eine Meisterleistung möglich, auf welchem Gebiet auch immer!
In Mathematik sind viele Schüler bereit, dieses eher hinzunehmen als in »solchen C-Fächern« wie Musik oder Kunst. Was sagst Du zu der Meinung, dass ausgerechnet diese Fächer zu den wichtigsten zählen, die es an der Schule überhaupt gibt?
Alles nur eine Frage des Geschmacks? Gewiss, das ist der Zeitgeist. Die Schule aber gibt Dir die (vielleicht sogar einmalige) Möglichkeit, zu lernen wie etwas gemacht ist. Was Dir gefällt, braucht sie Dir wie gesagt ganz und gar nicht beizubringen. Denn das weisst Du selbst am besten. Aber: wer wirklich Geschmack hat, kann immer sagen, warum ihm etwas nicht gefällt. Menschen, die sich lediglich auf »Mag ich nicht, Geschmäcker sind eben verschieden« beschränken, zeigen damit, dass sie tatsächlich gar nicht wissen, was Geschmack ist.
Die Parallelen zu den anderen Fächern, wie Mathe, kannst Du hoffentlich aus diesem gelehrigen Geschreibsel erkennen ;-).