Ein Interpreter ist ein Programm, dass je nach Anforderung immer eine ganz bestimmte Zeile des Quelltextes übersetzt, aber niemals den gesamten Code. Auf diese Weise entsteht keine lauffähige Datei und es muss immer zuerst der Interpreter gestartet werden, bevor das eigentliche Programm geladen wird. Natürlich ist diese ältere Art der Übersetzung wesentlich langsamer als das Ergebnis eines Compilers.
Beachten Sie aber die Vorteile: ein Interpreter erlaubt es dem Programmierer, Teile seines Codes direkt am sogenannten Eingabeprompt zu testen. Dabei können Fehler sofort erkannt und beseitigt werden. Mit einem Interpreter kann so auf eine einfachere Weise eine Programmiersprache erarbeitet werden. Allerdings sollte dadurch nicht das unüberlegte Einhacken von Spaghetticode gefördert werden, wie es für so manche BASIC-Programmierer üblich ist. Und das ist, wenigstens in der Urfassung, bereits das Beispiel einer Interpretersprache. Wenn auch keiner sehr empfehlenswerter.