Der nächste Schritt bestand darin, als Abkürzungen für die Inhalte
von Bytes kurze Namen aus drei Buchstaben zu verwenden, die unmittelbar
die Aufgabe des Befehls darstellen sollten. So bedeutet etwa
für den PC-Prozessor die Anweisung »bewege die Zahl
in den
Register
des Prozessors«. Bedenken Sie, dass sowohl
als auch
und
je ein Byte bedeuten. Wenn Sie bereits schon
programmiert haben, werden Sie sehen, dass diese Anweisung schon einige
Elemente einer »echten« Programmiersprache enthält. Es ist allerdings
wenig mehr als eine »mnemotechnische« Sprache, bei der die einzelnen
vorhandenen Befehle des Prozessors durch ein Wort, wie hier
zum Beispiel, mov ersetzt werden. Jeder einzelne Befehl führt
genau eine Aufgabe aus. Um solch eine komplizierte Prozedur
wie etwa das Ausgeben auf einem Bildschirm zu ermöglichen, müssen
diese Befehle zu einem noch grösseren Block »zusammengeklebt«
werden.
Aus diesem Grunde heisst diese mnemotechnische Sprache, die also die Binärbefehle nur durch Worte ersetzt, Assembler, also »Zusammenbauer«. Natürlich können Sie sich denken, dass Programme, die die Aufgabe eines einzigen print Befehls in einer höheren Programmiersprache durchführen, sehr umfangreich sind und natürlich vor der Ausführung interpretiert werden müssen, denn der Prozessor versteht eben nichts als reine Maschinensprache. Dieser Interpreter heisst ebenfalls Assembler. Nicht nur die Sprache, sondern auch das »Übersetzerprogramm« trägt denselben Namen. Ja, und in welcher Sprache ist nun der Assembler selbst geschrieben? Nun, dass musste zunächst Maschinensprache sein; daran geht kein Weg vorbei.