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Smetanas Einstellung

Smetana schrieb nur eine einzige Sinfonie zur Hochzeitsfeier Franz Josephs I. mit Elisabeth (Sissi) im Jahre 1853. In drei Sätzen bedient sich Smetana dabei Haydns berühmten Kaiserlieds »Gott erhalte, Gott beschütze unsern Kaiser, unser Land.«, weshalb Tschechen gegen dieses Werk bis heute aus verständlichen Gründen Vorbehalte haben.

Die Sinfonie ist gut durchdacht, aber nicht -im Vergleich zu Smetanas späterem Schaffen - sonderlich inspiriert. Vom dritten Satz, dem Scherzo, abgesehen, das als einziger keine Hymnenzitate enthält. Smetana äusserte später seine Ansicht, dass seit Beethoven die Sinfonie keine Gattung mehr sei, auf der neue Entwicklungen zu erwarten wären. Ers chrieb aus diesem Grund keine einzige weitere Sinfonie mehr, förderte aber andererseits die Aufführungen von neueren Sinfonien, unter anderem auch denen Dvoraks.



Heiko Schroeder 2004-11-27