Dieses herrliche Werk steht in Dvoraks Glückstonart A-Dur. In durchgehendem Zweivierteltakt wird das ewige Verändern, das Fortschreiten des Lebens, der Natur deutlich. Und natürlich ihre Farbigkeit. Wie ein Vogelruf leitet das pentatonische Motiv, das - wie in Ma vlast Smetanas Vysehradthema - den gesamten Zyklus zusammenhält. Es sind gewissermassen drei Kuckucksrufe, von denen der letzte mit einem »melodischen Schweif« verziert ist:
Leise, fast verträumt, beginnt das Werk. Ich las einmal auch, dass Dvorak hier ein Naturbild am Abend vor Augen gehabt hat. Leise beginnt das Werk, entwickelt sein Hauptmotiv, bis es das ganze Orchester im Forte wie vor Glück herausruft (typisch für Dvorak). Das Werk enthält sozusagen keine Durchführung. Die Exposition die aus einer Unzahl von verschiedenen Motiven (die Buntheit der Welt) besteht, die sich alle auf das Kuckucksmotiv zurückführen lassen, wird im zweiten Teil des Werkes noch einmal wiederholt. In der Codas verebbt die Musik, um an den ruhigen Anfang zurückzukehren. Noch einmal klingt der Kuckucksruf wie eine Bekräftigung irdischen Glücks auf. Der Mensch ist ein untrennbarer Teil der Natur. Das ist hier bezwingend in Töne gefasst.