Diesen meisterhaften Zyklus schuf Dvorak kurz vor der Übersiedlung nach Amerika. Er orientiert sich am klassischen Tryptichon »Ouvertüre, Scherzo und Finale«, zeigt aber sehr viele Neuerungen. Das Sonatenschaema wird verlassen, Leitmotive werden miteinander verklammert und die scheinbare Überfülle von Motiven und Nebenthemen wird dennoch gebändigt. Janacek sah in ihnen einen Vorläufer seiner eigenen Ideen. Mehr noch erschien ihm dies in den sinfonischen Dichtungen des Zyklusses Kytice (siehe Abschnitt ). Im Gegensatz zu Kytice gibt es für diese drei Werke aber keine »Programme«. Der aussermusikalische Inhalt ist nur vage angedeutet.
Bei allen drei Werken handelt es sich um »Orchesterouvertüren«. Sie sind zwar als einzelne Werke auch verständlich, sind aber Bestandteile dieses Zyklusses. Dvorak betonte ihre Eigenständigkeit dadurch, dass er ihnen eine eigene Opuszahl verlieh. Später änderte er die Namen der beiden letzten in Karneval und Otello um.