Die bedeutendsten Beiträge zur tschechischen Sinfonie stammen von Antonin Dvorak, Bohuslav Martinu und Zdenek Fibich, sowie Leos Janacek und Josef Suk. Obwohl Smetana während seines Aufenthaltes in Schweden zum ersten Male die Sinfonien Schumanns aufführte, hielt er die Sinfonie für eine überholte Musikform, die bei Beethoven ihren Höhepunkt und Abschluss gefunden hatte. Er selbst schrieb nur eine einzige Sinfonie (Triumphale Sinfonie), die mehr oder weniger als Jugendwerk zu betrachten ist. Der eindrucksvollste Satz dieser Sinfonie ist der dritte, das Scherzo. Die anderen drei Sätze enthalten als Zitat die Melodie der Deutschlandhymne (»Gott erhalte Franz den Kaiser«), weshalb dieses Werk verständlicherweise bei den Tschechen nicht hoch im Kurs steht.
Die sinfonische Dichtung hingegen ist nahezu bei allen Meistern vertreten. Das international berühmteste Werk dieser Gattung ist zweifellos Bedrich Smetanas Ma Vlast, das wichtigste tschechische Orchesterwerk überhaupt. Für den Einstieg sind besonders empfehlenswert: