Dorfpokal

Relegation zur Regionalliga in Hannover am 20. Februar 2010

Nachdem man vor zwei Jahren durch den Rückzieher des SchV Hubertus Kiel unverhofft zur Teilnahme an der Relegation gekommen war, schaffte unsere ERSTE die Qualifikation in dieser Saison erstmals aus eigener Kraft. Echte Chancen auf den Aufstieg hatte man sich auch diesmal nicht ausgerechnet, doch der olympische Gedanke zählte! Angesichts der Wetterverhältnisse hatte die Mannschaft sich schon frühzeitig entschieden , auch diesmal schon am Vortag anzureisen. Doch diesmal ging man auf Nummer sicher und verzichtete auf eine Bahnreise; stattdessen wurde ein Neunsitzer gemietet. Dadurch konnten Coach Hauke "Haui" Falkenhagen und Präsi Volker Ketelsen unsere fünf Athleten nach Hannover-Wülfel begleiten.

Natürlich wollte eine Reihe von Fans sich den großen Auftritt nicht entgehen lassen, und so machten sich am Sonntagmorgen immerhin 12 Fans auf den Weg. Dank guter Planung, Navi und Michael, einem ehemaligen Olympioniken, den es vor vielen Jahren in den Landkreis Celle verschlagen hat, erreichten sie das Schützenhaus in Hannover pünktlich.

Um 11.30 Uhr wurde es dann ernst, und einigen war die Anspannung durchaus anzumerken. Da die Mannschaft auf Anna-Carina Rahn verzichten mußte, kam Matthias Fehlau zu einem weiteren Auftritt in der ERSTEn: Landesliga-Meister mit der ZWEITEn, Verbandsliga-Meister mit der ERSTEn, und nun noch Relegationsteilnehmer. Was für eine Saison für Matthias!

Bei Marco Falkenhagen und Sara Greve lief es richtig gut. Marco fing ganz stark an, hatte nach der Hälfte eine kleinere Schwächeperiode, drehte zum Schluß aber noch einmal richtig auf. Am Ende standen 386 Ringe (96-98-94-98) für ihn zu Buche. Und Sara tat es ihm gleich: Auch sie landete bei 386 Ringen (96-96-99-95) - ganz große Klasse! Leider sprang der Funke nicht auf die anderen Drei über. André Knaack fing zwar gut an, ließ dann aber aus unerklärlichen Gründen in der zweiten Halbzeit nach; so kam er am Ende nur auf 376 Ringe (94-96-94-92). Matthias Fehlau und Jürgen Strube schossen das, was sie auch in der Liga geschossen haben; für den Aufstieg war das allerdings zu wenig: Matthias kam auf 375 Ringe (93-96-92-94), Jürgen "dank" einer Sechs mit dem letzten Schuß nur auf 374 Ringe. Hätten die Drei zumindest um die 380 Ringe geschossen, wäre der Aufstieg nach dem ersten Durchgang in greifbarer Nähe gewesen. So allerdings stand man mit 1897 Ringen vorerst auf Platz 6 und konnte sich schon beim gemeinsamen Mittagessen an den Gedanken gewöhnen, dass man auch in der kommenden Liga-Saison nicht über Schleswig-Holsteins Grenzen hinauskommen würde. Das Mittagessen war klasse, das Wetter wurde besser, und man konnte sogar ein paar Sonnenstrahlen genießen, bevor der zweite Durchgang in unveränderter Besetzung losging.

Fangen wir diesmal mit den hinteren Positionen an, und es gab gute Nachrichten: Alle drei konnten sich steigern. Bei Jürgen lief es endlich einmal gut; allerdings leistete er sich auch diesmal zum Ende hin wieder einen kleinen Wackler, der ihn die angepeilten 380 knapp verpassen ließ. 95-96-95-93, das macht 379 Ringe. Trotzdem, gut gekämpft! Auch Matthias konnte sich steigern. Er fing schon fast zu gut an, was ihn dann ein bißchen nervös machte. Trotzdem kamen gute 377 Ringe (97-92-95-93) dabei heraus. André fing wieder gut an, sogar besser als am Vormittag, nahm sich aber eine kleine Auszeit, bevor er zum Schluß noch einmal aufdrehte. Insgesamt kam er damit auf gute 381 Ringe (95-97-93-96).

Bei Sara lief es nicht ganz so gut wie am Vormittag. Das aber war weniger ihre Schuld, sondern die Folge des technischen Desasters im letzten Durchgang. Nachdem die vorherigen Durchgänge störungsfrei abliefen, fielen im letzten Durchgang gleich mehrere Anlagen aus, so dass Sara zwar die erste, aber längst nicht die einzige Schützin war, die den Stand wechseln musste. Bei Sara konnte man vielleicht noch von Glück reden, dass das alles noch während der Probeschüsse geschah. Trotz der Störung fing Sara hochkonzentriert an, ließ aber zum Ende hin leider immer mehr nach. Am Ende brachte sie es (nach dem guten Start eigentlich unverständlich) auf "nur" 379 Ringe (97-95-94-93).

Was mit Marco an diesem Tag los war, wissen wir nicht; aber wir wünschen uns öfter solche Ergebnisse von ihm! Nachdem er schon am Vormittag eine Klasseleistung gezeigt hatte, legte er nachmittags noch eine Schippe drauf. Nur am Anfang schwächelte er ein wenig, danach zündete er ein Feuerwerk! Mit 93-99-99-97 kam er auf ein Superergebnis von 388 Ringen. Dieses Ergebnis bedeutete Platz 5 in der Einzelwertung der Relegation - Merken und in der nächsten Saison wiederholen!

Insgesamt konnte die Mannschaft sich im zweiten Durchgang zwar um 7 Ringe steigern; das reichte aber nicht, um Plätze gut zu machen. Es sollte beim 6. Platz bleiben. Auch für den zweiten Vertreter des NDSB, den SchV Linau, war das Ganze noch eine Nummer zu groß. Die Linauer belegten mit 3740 Ringen den 7. Platz. Und auch das dritte schleswig-holsteinische Team -wenn auch zum Hamburger Verband gehörig- von der BSG Stadtwerke Norderstedt war mit seinem Ergebnis nicht zufrieden, war man doch neben dem Regionalligisten SV Leuchtenburg als Favorit ins Rennen gegangen. Bei 3820 Ringen und damit 14 Ringen Rückstand auf Platz 2, der zum Aufstieg berechtigt hätte, dürfte die Enttäuschung groß gewesen sein!

Unsere ERSTE ließ sich aber nicht die Laune verderben und genehmigte sich im Party-Bus auf der Rücktour noch das eine oder andere Getränk.

Wir gratulieren den beiden Gewinnern der Relegation, dem SV Leuchtenburg und der SSG Schüttorf.



Endergebnisse Luftgewehr
1. SV Leuchtenburg
1920 Ringe
1930 Ringe
3850 Ringe
2. SSG Schüttorf
1913 Ringe
1921 Ringe
3834 Ringe
3. SV Ladekop
1916 Ringe
1912 Ringe
3828 Ringe
4. BSG Stadtwerke Norderstedt
1909 Ringe
1911 Ringe
3820 Ringe
5. SV Osterwald
1914 Ringe
1892 Ringe
3806 Ringe
6. SV Olympia 72 Börm/Dörpstedt
1897 Ringe
1904 Ringe
3801 Ringe
7. SchV Linau
1882 Ringe
1858 Ringe
3740 Ringe
8. Wandsbeker SGi
1826 Ringe
1871 Ringe
3697 Ringe