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Sommertour 2011 - Nach Königslutter am Elm

Am Sonntag Morgen nach dem Frühstück gab es noch ein paar organisatorische Ansagen und einige Präsente wurden verteilt. Zuerst erhielten alle teilnehmenden Damen ein Präsent vom Forumsbetreiber. Egal ob sie als Sozius oder als Selbstfahrerin dabei waren. Sie waren schließlich eine Zierde des Treffens, war die Begründung. Dann erhielten die Tourguides ein kleines Dankeschön, also ich auch. Und der mit der weitesten Anreise, das war wieder ich. Zuletzt erhielt ein Teilnehmer und seine Frau ein Präsent und einen riesigen Applaus. Nach seinem schweren Unfall auf der Rückreise des Treffens im letzten Jahr kann er noch nicht wieder Motorrad fahren. Deshalb kamen sie mit dem Auto. Hauptsache dabei. Dann wurde das obligatorische Gruppenfoto im Garten gemacht und gemeinsam der Speisesaal, die Küche und die Zimmer aufgeräumt und saubergemacht.

So nach und nach verließen die Teilnehmer Unterhain und begaben sich auf die Heimreise. Ich half noch Herrn Wutschke zusammen mit einem anderen Teilnehmer des Treffens unsere ganzen Getränkekisten auf seinen großen Hänger zu verladen. Herr Wutschke bat mich mitzukommen zum örtlichen Getränkehändler. Der wollte mal einen Motorradfahrer und Teilnehmer des Treffens kennen lernen. Leider war der Händler nicht da. So machte ich mich um 12:00 Uhr als letzter des Treffens auf dem Heimweg.

Ich fuhr auf der Landstraße westlich von Erfurt nach Norden. Sobald ich den Thüringer Wald verlassen hatte waren die Dächer der Häuser wieder zumeist mit roten Dachziegeln gedeckt und die Fassaden der Häuser waren nicht mit grauem Schiefer verkleidet. Mein Weg führte mich genau nach Norden, nach Bad Frankenhausen, zur Südauffahrt des Kyffhäusers. Die 36 Serpentinen am Nordhang des Kyffhäusers waren an diesem schönen Sonntag Nachmittag das Ziel unzähliger Motorradfahrer. Ich hielt in einer Applauskurve an und beobachte ein wenig das Schauspiel auf der Straße. Mehrfach hielt ich den Atem an. Es ist unglaublich wie sich so mancher Fahrer eines Supersportlers in die Kurven schmiss zwischen den Autos, die die B85 ja auch befuhren, und dabei den Motor aufbrüllen ließ. Am liebsten waren diese Racer im Pulk unterwegs. Kaum sah ich sie hochjagen kamen sie auch schon wieder den Berg herunter. Ich rollte dann die Serpentinen hinunter und grüßte kurz im Vorbeifahren die sicherlich 100 Motorradfahrer, die unten auf dem Parkplatz auf den Adrenalinschub bei ihrem nächsten Rennen nach oben warteten. Danke liebe Racer, ihr habt wieder mal alles für unseren Ruf getan.

Kurze Zeit später war ich im Harz. Diesmal wählte ich den Ostharz für meinen Weg nach Norden. Über Hayn, Guntersberge und dem Luppbodetal kam ich nach Blankenburg am Nordrand des Harzes. Auch wenn einige Straßenstücke dringend renoviert werden sollten, insgesamt war die Tour im Harz das tolle Highlight des Tages. Zwischen dem Harz und dem Elm haben die Straßenbauer die Straßen einfach gerade über die Hügel gebaut. Viele 8% Steigungs- und Gefälleschilder künden von der ‚Gefährlichkeit' dieser schönen Harley-Motorradstrecken. Für meinen Scarver sind diese Straßen aber nicht die erste Wahl. Die Fahrt durch die Wälder des Elms war nur kurz. Kurz vor 18:00 Uhr erreichte ich Königslutter. An diesem Sonntag war ein Festtag zu Ehren des Kaiserdoms von Königslutter abgehalten worden. Viele Besucher verließen gerade den Domplatz und die Händler begannen gerade ihre Stände abzubauen. Ich mischte mich unter das Volk und nahm noch schnell an einer ganz interessanten Domführung teil ehe ich meine Pension aufsuchte.

Nachdem ich mein Gepäck abgeladen und mich umgezogen hatte ging ich in die Stadt um in einem recht urigen Gasthof zu Abend zu essen. Leider war ich der einzigste Gast in dem Gasthof. Das Essen war wohlschmeckend, die Speisekarte einladend und die Homepage, die ich schon vor der Tour studiert hatte, ist interessant aufgemacht. Die Wirtin meinte, die Leute hätten schon alle auf dem Domfest etwas gegessen. Schade.

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Sommertour 2011 - Nach Weding bei Flensburg

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