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Sommertour 2011 - Nach Ahnatal-Weimar bei Kassel

Nach einer erholsamen Nacht und einem guten Frühstück für 16 brach ich gut gelaunt auf. Der Himmel zeigte sich freundlich, es sollte ein warmer Sommertag werden. Allerdings war Gewitterneigung vorhergesagt worden. Davon war zunächst nichts zu merken. Aber nach 25 Kilometer war die Straße nass und blieb es für die nächsten ca. 60 Kilometer. Die nächsten 20 Kilometer war sie nur noch im Schatten und im Wald nass. Am frühen Morgen war wohl eine kräftige Regenfront durchgezogen. Schön, wenn es immer genau da regnet wo ich gerade nicht bin.

Die Fahrt in der Oberpfalz und in Oberfranken war recht abwechslungsreich. Ruhige Gleitstücke wechselten sich mit stark kurvigen Straßen ab. Sogar die Fahrt durch Bamberg auf einer zweispurigen Bundesstraße klappte trotz vieler Ampeln ganz gut und zügig. Die Strecke im Nordwesten davon, in den Haßbergen, war dagegen recht langweilig.

Die Mittelgebirge im Westen Deutschlands hatte ich Bonsai-Alpen genannt. Die Haßberge und die folgende Rhön sind dagegen über weite Strecken nur Bonsai-Mittelgebirge. Besonders die B119 ist das Spritgeld nicht wert. Die schnellen Gleitstrecken überwogen auf diesem Teil der Tagesetappe. Anders als in der Oberpfalz vorher oder im südlichen Thüringer Wald danach weisen sie aber kaum schöne Kurvenkombinationen auf. Die Strecke im südlichen Thüringer Wald und dann längs der Werra bis nach Hann. Münden, wo die Werra sich mit der Fulda zur Weser vereinigt, war schon mehr nach meinem Geschmack.

Dieser Tag und die Tagesetappe des Vortages waren ein Kompromiss. Ich wollte von Pyhra aus meine Tante in der Nähe von Kassel in zwei Tagen erreichen. Das ging nur indem ich den Bundesstraßenanteil auf Kosten der kurvigeren Landstraßen erhöhte. Das hatte natürlich auch Nachteile.

Ca. 50 Kilometer vor Hann. Münden begann es zu regnen. Der Regen steigerte sich zu einem heftigen Gewitter. Wieder suchte ich Unterschlupf unter einem Tankstellendach um das Ärgste abzuwarten. Als nur noch leichter Regen auf mich herabprasselte fuhr ich weiter. Langsam wurde der Regen weniger. Das letzte nicht willkommene Nass von oben bekam ich erst in Hann. Münden ab. Dann traute sich die Sonne hinter den Wolken hervor und spiegelte sich in der Fulda, der ich ein Stück in Richtung Kassel folgte. Kassel umfuhr ich aber im Norden und erreichte so gegen 18:00 Uhr meine Tante in Ahnatal-Weimar, die mich für zwei Tage bei sich aufnahm.

Meine Tante hat vier Schafe, die gerne die Wiese in ihrem großen Garten pflegen. Zwei Weiße und zwei Schwarze, aber alle vier sind sehr zutraulich. Sofort umschwärmten sie mich und wollten wie junge, verspielte Hunde hinter den Ohren gekrault werden. Ich musste sie davon abhalten meine Schuhe und meine Hose anzuknabbern.

Am nächsten Tag, es war Fronleichnam, kam noch meine Cousine mit ihrer Familie zu uns. Wir ließen uns den selbstgebackenen Streuselkuchen meiner Tante bei diesem kleinen Familientreffen gut schmecken. Dabei erzählten wir uns gegenseitig ein paar Neuigkeiten aus unseren Familien. Auch von meiner Tour hatte ich viel zu berichten.

Dieser Ruhetag auf meiner Rückreise ging viel zu schnell vorbei. Ich wäre gerne noch etwas länger geblieben aber die Reise ging am Freitag Morgen weiter.

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Sommertour 2011 - Nach Unterhain im Thüringer Wald

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