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Sommertour 2005 - Nach Wallgau in Oberbayern

Da Josef wieder zurück nach Wien fuhr, war ich ab diesem Morgen wieder alleine unterwegs. Ich fuhr zunächst bis Liezen nach Westen, dann nach Norden über den Pyhrnpass nach Oberösterreich. Auf der B 138 fuhr ich am Klausersee vorbei bis Micheldorf. Von hier nahm ich die Landstraße über den Ziehberg nach Scharnstein. Auf der B 120 ging es dann dem Salzkammergut entgegen. So erreichte ich Gmunden an der Nordspitze des Traunsees.

Bis hierher konnte ich meine kleine Honda immer schön laufen lassen. Auf viele flüssige Kurvenkombinationen folgten immer mal einige Spitzkehren. Durch Gmunden stand ich etwas länger im Stau. Durch zwei Baustellen auf der Salzkammergut-Bundesstraße ging es auch sehr zäh weiter nach Süden. Für die 15 Kilometer von Gmunden nach Ebensee an der Südspitze des Traunsees brauchte ich über eine Stunde. Über Bad Ischl und Bad Goisern zum Hallstäter See ging es dann doch etwas flotter.

Die Temperatur war noch im Laufe des Vormittags bei 30 C angelangt. Dabei blieb es den ganzen Tag. Ich reagierte auf diese Temperaturen mit einigen extra Pausen. Natürlich allesamt im Schatten, am liebsten im Wald. Von Gosaumühle fuhr ich über die B 166 über den Pass Gschütt und Abtenau nach Golling im Süden von Salzburg. In Golling wendete ich mich nach Norden. In Hallein fuhr ich auf einer ganz kleinen Nebenstraße über die deutsche Grenze in Richtung Berchtesgaden. Es war ein Stück Straße im Wald mit 24% Gefälle dabei. Da mussten meine Reifen in den engen Kurven alles geben um nicht wegzurutschen. Ab Berchtesgaden blieb ich lange auf der B 305. Ich fuhr über die Ramsau, Schneizlreuth, vorbei an Ruhpolding und Reit im Winkel nach Kössen in Tirol. Weiter zum Walchsee und kurz danach war ich in Oberaudorf und damit wieder in Bayern.

Es folgte ein Highlight, die Tatzelwurmstraße. Die Straße nach Bayrischzell möchte ich aus den vielen hundert Kurvenkombinationen des Tages herausheben. Während ich ruhig und dabei stetig links-rechtsschwingend nach oben fuhr, begegnete und überholte mich ein Fahrer gleich zweimal. Man konnte richtig sehen, dass er seinen neuen Supersportler von BMW in den Kurven am Limit bewegte. Anscheinend verwendete er diesen schönen Dienstagnachmittag dazu um seinen persönlichen Streckenrekord zu verbessern. Das ist auch eine schöne Beschäftigung. Mein nächstes Ziel aber war der Schliersee - und dann der Tegernsee. Überhaupt war heute mein Tag der Seen. Der Tegernsee sollte nicht der Letzte an diesem Tag sein. Über Kreuth gelangte ich zum Achenpass und damit war ich wieder in Österreich. Aber nur ganz kurz. Ich wechselte die Richtung und fuhr weiter nach Westen zum Sylvensteinstausee. Von hier waren es nur noch ca. 25 Kilometer bis Wallgau, meinem Tagesziel.

Ich war richtig geschafft, als ich hier um ca. 19:20 Uhr eintraf. Die Hitze hatte mir sehr zugesetzt. Überhaupt traf ich an diesem Dienstag viele Motorradfahrer die mit lockerer Freizeitkleidung unterwegs waren. Es grüßten viele mit blanken Händen ohne Handschuhe, nackte Knie waren zu sehen und einige Tätowierungen auf den Oberarmen der Fahrer wären ein schöner Anblick gewesen, wenn sie nicht auf den Armen von Motorradfahrern während der Fahrt gewesen wären.

Beim Abladen meines Gepäckes stellte ich fest, dass ich eine kleine Mutter von der Befestigung meines Windschildes verloren hatte. Die Schraube war noch da, die Mutter fehlte. Da die Scheibe mit sechs Schrauben befestigt ist, war es nicht so schlimm für einen Tag nur mit fünf Befestigungsschrauben zu fahren. Übrigens, Walgau ist ein sehr schöner Ort in einer herrlichen Hochgebirgslandschaft. Ein Besuch dieses Ortes und dieser Region lohnt sich immer. Die blumengeschmückten Häuser sind bunt bemalt mit Szenen aus dem Leben in den Bergen, von Wilderern, aus der Bibel usw.

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Sommertour 2005 - Nach Kirnbach im Schwarzwald

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