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Sommertour 2005 - Nach Admont im Gesäuse

Die paar Tage in Pyhra waren sehr schnell vergangen. Ich half meiner Mutter bei den Arbeiten in Haus, Hof und Garten. Da gibt es immer viel zu tun. Nebenbei putze ich meine CB 500. Die hatte es echt nötig. Man hätte wirklich nicht mehr sagen können, ob die Felgen nun Gold- oder Silberfarbe hatten. Dann deckte ich die Maschine mit zwei alten Decken zu. Auf so einem Bauernhof hätte sie sonst nach zwei Tagen ausgesehen, wie die anderen Maschinen, die es dort gibt. Damit der Wind die Decken in dem offenen Geräteschuppen nicht von der Honda wehen konnte, befestigte ich diese mit einigen Wäscheklammern an der CB 500. Am Wochenende gab es dann ein großes Grillfest auf dem Hof mit meinen Brüdern und deren Familien und einigen anderen Verwandten und Freunden.

Am Montagmorgen war Abfahrt aus Pyhra. Ich befreite mein Motorrad von den schützenden Decken. Dabei steckte ich die Wäscheklammern in die Hosentasche. Dann wurde aufgepackt und nach der Verabschiedung machte ich mich auf den Weg nach Süden über das Kreuttal in Richtung Donau. Mit der Rollfähre Korneuburg - Klosterneuburg westlich von Wien überquerte ich die Donau. Auf der Fähre entdeckte ich in meiner Hosentasche die Wäscheklammern. Es war längs zu spät sie zurückzubringen. Am südlichen Ufer der Donau am Fähranleger wartete schon Josef mit seiner Yamaha XJR 1300 auf mich. Josef ist ein Bikerkollege aus Wien. Wir kennen uns aus einem Internetforum, hatten uns aber noch nicht persönlich kennen gelernt. Er begleitete mich auf meinem Weg nach Admont. Am nächsten Morgen fuhr er zurück nach Wien und ich weiter auf meiner Tour. Ich hatte im schon einige Wochen vor der Tour meine geplante Strecke für den Tag mitgeteilt. Als Ortskundiger schlug er einige Änderungen auf dem Weg durch den Wienerwald und von Puchenstuben zum Erlaufsee vor. Er übernahm daher an vielen Stellen die Führung und ich folgte ihm. Durch seine Ortskenntnis und sein Garmin-GPS-Gerät war das gar kein Problem. Außerdem waren in der Region seine Hausstrecken.

Wir durchfuhren also von Klosterneuburg an den Wienerwald nach Süden. Über Breitenfurt, Heiligenkreuz, und Alland kamen wir nach Pottenstein wo wir einen Tankstopp einlegten. Weiter ging es nach Südwesten bis wir in Pernitz auf die B 21 im Piestingtal trafen. Auf der Bundesstraße fuhren wir nach Westen über Gutenstein und Rohr im Gebirge zum Gasthaus Kalte Kuchl wo wir zu Mittag aßen. Der Parkplatz war locker gefüllt mit Motorrädern. Hier treffen sich viele Biker die in der schönen Gegend auf Tour sind. Ein kleines Stück nach der Kalten Kuchl bogen wir nach Norden ab in Richtung Lilienfeld. Von hier führt eine kleine Landstraße nach Westen, nach Kirchberg an der Pielach. In hunderten von Kurven ging es weiter nach Süden über Puchenstuben und dem Wastl zum Erlaufsee wo wir uns ein Eis gönnten.

Gestartet war ich morgens bei 20 C und das Thermometer fiel den ganzen Tag nicht unter diesen Wert. Die Sonne setzte uns ganz schön zu. Gut, dass wir sehr viel im Wald und nur in den Bergen unterwegs waren. Der Erlaufsee ist an der Grenze von Niederösterreich zur Steiermark und nicht mehr weit weg vom Wallfahrtsort Mariazell. Hier machte ich diesmal aber keine Pause sondern wir fuhren gleich weiter nach Gußwerk. Hier beginnt die ca. 100 Kilometer lange Strecke längs der Salza und der Enns bis nach Admont. Nur Wald, nur Kurven zum Schwingen, ganze fünf Dörfer, wunderschöne Berge links und rechts, keine 20 Autos und ein guter Straßenbelag. Dieses Stück ist immer ein Highlight auf meiner Tour. Die ganze Region bis in den Wienerwald hinein ist ein einziges Paradies für Biker aller Art. Ich finde, das Gesäuse ist das Filet davon.

Nach 402 Kilometern hatten wir Admont erreicht. Mein Zimmer war ja schon seit Monaten bestellt. Dass Josef bis Admont mitkommen wollte und damit hier ebenfalls übernachten sollte hatte sich erst am Vortag entschieden. Ich meine, die Strecke ist ja auch zu verlockend. Bloß, meine Pensionswirtin hatte für ihn kein Bett mehr frei. Aber sie besorgte eines im Ort. Leider war das am anderen Ende von Admont. Wir trafen uns dann trotzdem noch zu einem gemütlichen Abendessen in einer Gaststätte und beredeten noch dieses und jenes ehe wir uns trennten und zu unseren jeweiligen Pensionen zurückkehrten.

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Sommertour 2005 - Nach Wallgau in Oberbayern

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