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Sommertour 2005 - Nach Königslutter am Elm

Dieser erste Tag meiner Sommertour 2005 sollte ein etwas besonderer Tag werden. Zunächst startete ich ganz normal am 11.06. frühmorgens bei kühlem, windigem aber trockenem Wetter. Über Landstraßen fuhr ich in Schleswig-Holstein nach Süden. Freienwill, Hafetoft, Böklund und Tolk waren schnell hinter mir und ich näherte mich in Missunde der Fähre über die Schlei. Hier hatte ich, nach ca. 30 Kilometern, das erste Mal ein Auto vor mir. Aber nicht für lange. So wenig Verkehr ist selbst für einen Samstagvormittag ungewöhnlich. Den ganzen Tag über blieb das so. So wenige Hindernisse auf der Straße vor mir hatte ich noch nie auf meinem Weg in den Süden. Über Hummelfeld, Hütten und Groß-Wittensee erreichte ich in Sehestedt den Nord-Ostseekanal. Wie schon an der Schlei war ich das einzigste Fahrzeug auf der Fähre. Auf dem Kanal fuhren zwei große, vollbeladene Frachter nach Brunsbüttel zur Nordsee. Sonst war ich ganz alleine unterwegs an diesem Samstag vormittag.

Es hatte ganz leicht zu nieseln begonnen. Es war so wenig, dass die Straße dabei weitgehend trocken blieb. Das Regenzeug blieb im Tankrucksack. Dort blieb es den ganzen Tag über. Das Wetter blieb so wie es schon am Morgen war. Die Temperatur schwankte zwischen 9 C und 14 C. Der Wind blies mit mittlerer Stärke und auch teilweise böig aus West. Kaum blauer Himmel mit Sonne, dafür viele Wolken aus denen es immer wieder leicht zu nieseln anfing. So fuhr ich westlich an Kiel vorbei, dann ein paar Kilometer auf der B 404 nach Süden und weiter nach Osten zum Plöner See. Von hier aus fuhr ich nur noch nach Süden. Über viele kleine und mittelgroße Dörfer erreichte ich bei Lauenburg die Elbe. Rechts von mir waren so Städte wie Rendsburg, Neumünster, Bad Segeberg und Bad Oldesloe und links Lübeck, Ratzeburg und Mölln. Die Landstraßen dazwischen teilte ich mit wenigen anderen Fahrzeugen.

Da, nach 131 Kilometern Fahrt zerplatzte die erste Fliege an meinem Visier. Das ist so ungewöhnlich, dass ich mir extra den Tachostand gemerkt habe. Normalerweise hätte ich nach so vielen Kilometern das Visier schon zwei Mal gereinigt um die Insektenleichen zu entfernen und wieder für optimale Sicht zu sorgen. Auch bei diesen Wetterverhältnissen ist das normalerweise nicht anders. In meiner Trinkflasche habe ich immer Leitungswasser. Das kann ich trinken und das Visier damit reinigen. Einige Küchentücher gehören ebenfalls zu meiner Tourerausrüstung. Von Lauenburg fuhr ich auf der B 5 nach Boizenburg und weiter auf der B 195 nach Dömitz. Die 50 Kilometer von Boizenburg nach Dömitz nördlich der Elbe sind bei Motorradfahrern wegen der vielen Kurven sehr beliebt. Auch ich lasse mir dieses Straßenstück nicht entgehen wenn ich nach Süden fahre oder beispielsweise aus dem Harz zurückkomme.

Von Dömitz bis zum Harz sind es je nach Strecke 180 - 200 Kilometer durch die Altmark. Auf vielen langen, geraden Straßenabschnitten fährt man am Ostrand der Lüneburger Heide den kurvigen Straßen im Harz entgegen. Eine andere Route mitten durch die Lüneburger Heide, also z.B. über Lauenburg, Lüneburg, Uelzen, Wolfsburg, Braunschweig nach Goslar ist ähnlich lang und ähnlich langweilig für mich zu fahren. So erreichte ich dann hauptsächlich über die B 248 und B 244 um 17:00 Uhr Königslutter um zu übernachten. Insgesamt war es kein berauschender Tag. Zu kalt, zu windig und zu nass für den Juni und meine Vorstellung von einem richtig schönen Tag auf meiner Urlaubstour.

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