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Jubiläumstour 2013 - Nach Zwiesel im Bayrischen Wald

Gleich nach dem Frühstück um 8 Uhr rief ich in Bad Goisern bei der Werkstatt an, die der ÖAMTC im Auftrag des ADAC für mich ausfindig gemacht hatte. Mit einem Motorrad konnten die aber nichts anfangen. Aber ich bekam eine Werkstatt genannt, die mir helfen konnte. Es war eine kleine, typische Hinterhof Zweiradwerkstatt für alle Marken in Bad Goisern. Um 8:35 Uhr war ich da, um 8:45 Uhr war der Bremsflüssigkeitsbehälter fachmännisch abgedichtet.

Bei strahlendem Sonnenschein erreichte ich kurz darauf den Wolfgangsee. Die letzten Frühnebel wurden gerade zwischen den mächtigen Bergen am Seeufer aufgelöst. Über einen kleinen Pass scarvte ich von St. Gilgen am Wolfgangsee rüber zum Attersee. In voller Länge genoss ich das Postkartenpanorama am Ostufer des Attersees hoch nach Norden bis Seewalchen.

Nach einer letzten Pause im Salzkammergut kurvte ich weiter im Innviertel nach Norden der Donau entgegen. Die großen Berge mit den langen, steilen Passauf- und -abfahrten findet man hier nicht. Das Innviertel ist ein kräftiges Hügelland. Die Land- und Nebenstraßen sind sehr kurvig angelegt. Keine fünf Sekunden geht es geradeaus, die Kurven sind meist nicht sehr steil und eng. Hier kann man stundenlang richtig schön wedeln auf den Straßen.

Das letzte Stück zur Donau hin östlich von Passau werden die Berge wieder größer und daher die Straßen steiler und die Kurven enger. Es ist der letzte Zipfel des Böhmerwaldes, Sauwald genannt, in den ich eintauchte. Am frühen Nachmittag erblickte ich von hoch oben über Vichtenstein die Donau. Ich fuhr auf der Nibelungenstraße die Donau flussabwärts, vorbei am Kraftwerk Jochenstein, in Engelhardszell gönnte ich mir am Flussufer einen Apfelstrudel mit Kaffee, und fuhr weiter über eine Donaubrücke nach Niederranna im Norden der Donau. Vom Ufer weg geht es in mehreren Spitzkehren steil nach oben. Im Mühlviertel, der Region nördlich der Donau in Oberösterreich, ist ähnlich wie im Innviertel schönstes Landstraßenschwingen für uns angesagt. In Oberkappel machte ich noch einmal den Tank voll mit billigem Benzin aus Österreich ehe ich über die Grenze nach Bayern wechselte.

Das Mittelgebirge bleibt das Selbe, es heißt nur Bayrischer Wald statt Böhmerwald. Auch die schönen kurvigen Strecken gleichen sich, nur die Wälder werden speziell im Nationalpark Bayrischer Wald immer ausgedehnter. Die Straßen waren hier oft schlechter als in Österreich. Aber es wurde kräftig gebaut um sie wieder für uns in Schuss zu bringen. Die Folge waren zwei Umleitungen die mich über eine halbe Stunde Zeit kosteten. Das störte mich aber nicht, das kannte ich schon von den Vortagen. Auf dem Motorrad gibt es keine Umwege und dank der Umleitungsschilder und meines guten Navis von TomTom fand ich den Weg nach Zwiesel. In der Pension wurde ich schon erwartet, die Garage wurde geöffnet, damit ich meine CS für die Nacht darin unterstellen konnte. Der Tag endete also so schön wie er begonnen hatte. Der leicht inkontinente Bremsflüssigkeitsbehälter war dicht geblieben und auch sonst schnurrte meine CS ruhig vor sich hin und brachte mich mit viel Spaß durch die bestimmt 1000 Kurven des Tages.

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Jubiläumstour 2013 - Nach Schmiedefeld im Thüringer Wald

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