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Jubiläumstour 2013 - Nach Geinsheim in der Pfalz

Ich lernte die Eifel von einer ganz anderen Seite kennen. In meinem normalen Reisetempo fühlen sich die unzähligen Kurven und Bergfahrten gleich ganz anders an als am Vortag. Ich konnte wieder mit kräftigem Schub aus jeder Kurve ziehen ohne die Gruppe hinter mir zu verlieren. Die Gruppe, das waren vier Teilnehmer des Forumstreffens, die alle den gleichen Weg hatten. Für die anderen war es die Rückreise vom Treffen, für mich die Fortsetzung meiner Urlaubstour.

Bis Kesseling fuhren wir von Bad Breisig nach Westen, dann drehten wir etwas nach Süden. Unsere erste Pause machten wir nach einer Stunde Fahrzeit in Adenau. Sofort verschwanden meine Reisebegleiter auf dem Hügel von dem man einen kleinen Ausblick auf die Nordschleife des Nürburgringes hat. Ich blieb bei den Motorrädern mit all dem Reisegepäck darauf. Die Rennfahrerei interessiert mich nun mal nicht. Nach der Pause behielten wir die Richtung nach Süden bei bis wir nach einem Tankstopp mit kleiner Mittagsmahlzeit um ca. 14 Uhr die Mosel erreichten. Bei Zell an der Mosel verließen wir die sehr abwechslungsreichen und kurvigen Eifelstraßen, die an einigen Stellen einen neuen Belag verdient hätten. Vor uns waren die guten Motorradstrecken im Hunsrück.

Die ersten ca. 10 Kilometer fuhren wir fast nur mehr oder weniger steil bergauf. Die Landstraße windet sich in engen Kurven nach oben auf das Hochplateau des Hunsrücks. Oben angekommen weitet sich das Land, die Hänge sind nicht mehr so steil und für die Land- und Nebenstraßen braucht man die unteren Gänge recht selten. Langweilig geradeaus ist es aber nie. Es ist genau richtig zum ruhigen, entspannten Dahingleiten durch meist langgezogene Kurven. So steuerte ich mit der Gruppe den Bismarckturm in Sargenroth an. Von oben hatten wir einen schönen Rundumblick auf die kräftigen, teils bewaldeten Hügel im Hunsrück.

Unsere grobe Richtung war leicht nach Südosten. Wir steuerten die Pfalz an. In der Mittelgebirgslandschaft des Pfälzer Waldes wird nicht nur der Waldanteil sehr hoch. Auch die Berge werden im Vergleich zum Hunsrück höher und dadurch die Kurvenradien der Straßen kleiner. Diese Abwechslung hat uns gut gefallen. Um 17:15 Uhr trennten wir uns von einem aus unserer kleinen Gruppe. Er wollte weiter über die nahen Vogesen nach Frankreich. Er machte aus dem Forumstreffen genau wie ich eine längere Urlaubstour mit seinem Motorrad. Zu Hause am Rand der Oberlausitz in Sachsen war er erst einige Tage später.

Die letzte Stunde bis zur Trennung hatten wir wieder ausgesprochen schlechte Straßen unter unseren Rädern. Durch das Gefälle erinnerten mich die Straßen an Buckelpisten beim Schifahren. Ab der Kreuzung im Wald, an der wir uns trennten, war unsere Straße auf einmal richtig gut. Nach einer knappen Stunde verließen wir restlichen Vier den Pfälzer Wald und fuhren in die große Weinbauregion der Pfalz. Wir quälten uns noch durch den sonntäglichen Abendverkehr in Neustadt an der Weinstraße ehe wir kurz nach 18 Uhr den kleinen Weinort Geinsheim erreichten. In einer Pizzeria mit Fremdenzimmern bezogen wir zwei Doppelzimmer und genossen anschließend die heimische Küche. Zunächst nahmen wir im Garten unter einer großen Weinlaube Platz. Aber bevor wir die Bestellung aufgeben konnten fing es leicht an zu regnen. Schnell zogen wir um in die Gaststube. Den ganzen Tag über hatten wir nur ein paar graue Wolken über uns, die sich aber ordentlich zu benehmen wussten. In der Gaststube blieben wir bis zum Feierabend, so viel gab es zu erzählen in unserer gemütlichen Runde.

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Jubiläumstour 2013 - Nach Oberlangau am Bodensee

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