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Jubiläumstour 2013 - Nach Bad Breisig in der Eifel

Schon beim Start um 8:30 Uhr strahlte mich die Sonne an. Da konnte ich nur zurückstrahlen und mich freudestrahlend auf den Weg in das Sauerland machen. Genug gestrahlt - ich hatte als erstes Ziel im Navi den Bahnhofsplatz in Attendorn eingegeben. Den wollte ich um 13 Uhr erreichen um mich dort mit einem Freund aus dem Motorradforum zu treffen. Mein Navi von TomTom errechnete für die 181 Kilometer bis nach Attendorn eine Ankunftszeit von kurz vor 13 Uhr. Diese Ankunftszeit hatte ich immer rechts unten auf dem Navidisplay eingeblendet. So konnte ich leicht meine Geschwindigkeit und die Pausen bis dahin kontrollieren.

Der erste Teil der Strecke führte mich hinaus aus dem Weserbergland, vorbei an den Städten Detmold, Bielefeld, Gütersloh und Paderborn. Immer auf den Landstraßen, von Dorf zu Dorf, erreichte ich etwas nördlich von Warstein das Sauerland. Bis hierher war die Fahrt nicht besonders aufregend verlaufen. Aber jetzt begannen die herrlichen Motorradstraßen im Sauerland. Die Berge dieser großen Mittelgebirgsregion zwangen die Straßenbauer zu ständigen Kurven bergauf und wieder bergab. Schwungvoll scarvte ich zur Hennetalsperre, die auf meinem Weg lag. An deren Ufer gönnte ich mir eine größere Pause und genoss die Ruhe und das schöne Panorama. Bis auf das Ausflugsschiff ‚Hennesee' war kein touristischer Betrieb am See zu sehen.

Kurz nach 11:30 Uhr setzte ich meine Fahrt fort und erreichte über einige kleine Landstraßen um 12:45 Uhr unseren Treffpunkt in Attendorn. Mein Freund erwartete mich bereits. Seit einem Jahr, seit dem letzten Forumstreffen, hatten wir uns nicht gesehen. Trotzdem hatte ich seine rote Kawasaki gleich wiedererkannt und meine blaue BMW daneben abgestellt. In der Bahnhofsgaststätte speisten wir eine Kleinigkeit zu Mittag ehe wir gemeinsam unseren Weg fortsetzten. Mittlerweile hatte das Thermometer die 30°C Marke geknackt. Deshalb legten wir alle 45 bis 50 Kilometer eine Pause im Schatten ein.

Von der Biggetalsperre war im vorbei fahren nicht viel zu sehen. Zwischen der Uferstraße und dem See sind fast immer Sichtsperren in Form von Büschen und Bäumen. Damit bloß keiner abgelenkt wird durch einen Blick auf den See beim Fahren. Weiter im Süden davon meinte mein Navi wir wären Bauern. Zwei Mal lotste es uns auf kleine Nebenstraßen, die nur für die Land- und Forstwirtschaft freigegeben waren. Wir nahmen sie trotzdem unter unsere Räder. Erstens bin ich ein Bauernsohn, zweitens, wer sagt denn, dass nur der Bauer und nicht seine Söhne hier fahren dürfen und drittens, darf denn der Bauer nur mit seinem Traktor hier fahren? Ich bezweifle, dass ein moderner Traktor mit seiner Breite hier überhaupt längs fahren kann. Wir konnten es. Der Fehler lag trotzdem bei mir in der Planung der Strecke. Das kommt davon, wenn man oft kleine Nebenstraßen den Landstraßen vorzieht, wenn sie auf der Karte kurvenreicher aussehen. Sie könnten aber auch als ‚gesperrt' oder ‚Nur für Anrainer' oder so gekennzeichnet sein in der Navikarte. Dann wäre mir der Fehler nicht passiert.

Im Süden vom Sauerland kommt man übergangslos in den Westerwald. Übergangslos setzen sich die schwungvollen, kurvigen Straßen über die oft bewaldeten Berge fort. Wenn man die Bundesstraßen meidet kann man hier nichts falsch machen bei der Streckenwahl einer schönen Motorradtour. In der Nähe von Altenkirchen im Westerwald erreichten wir gegen 15:30 Uhr die Wied. Eine gute Stunde blieben wir auf der Straße, die sich genau wie der Fluss an seinem Ufer nach Süden windet. Das ist eine meiner besonderen Lieblingsstrecken im Westerwald. Den Unterschied zu den restlichen Motorradstraßen im Westerwald und dem Sauerland machen die fehlenden Berge. Nur Kurven, ohne steile Anstiege und Abfahrten.

In Hausen an der Wied verließen wir das Flussufer und nahmen die Straße nach Bad Hönningen im Südwesten davon unter unsere Räder. Sofort ging es wieder mehr oder weniger steil hoch und runter. In Bad Hönningen, einer Kleinstadt zwischen Koblenz und Bonn am Mittelrhein, steuerten wir auf die Autofähre zu. Die ‚Sankta Maria' brachte uns für zwei Euro sicher und bequem über den Rhein nach Bad Breisig, unserem Tagesziel. An einer örtlichen Tankstelle füllten wir die Tanks unserer Motorräder mit Benzin auf, um für die Ausfahrt des Forumstreffens gut vorbereitet zu sein. Pünktlich um 17:30 Uhr erreichten wir im Wald oberhalb von Bad Breisig das FPZ ‚Eifeldorf', eine internationale Jugendbegegnungs-, bildungs- und freizeitstätte, die wir für unser Forumstreffen gemietet hatten.

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Jubiläumstour 2013 - Das CB500er Forumstreffen 2013

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