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Sommertour 2006 - Nach Talle im Weserbergland

Von Schotten fuhr ich bei schönem Motorrad-Wetter auf einer Landstraße über Altenhain zum Hoherodskopf, auf dem sich verschiedene gastronomische Betriebe und eine Sommerrodelbahn befinden. Morgens um 9:00 Uhr war natürlich noch kein Mensch da außer mir. Ich hoffte auf eine motorradmäßig gute Auf- und Abfahrt und einen schönen Ausblick über die Landschaft von diesem zweithöchsten Berg der Vogelsbergregion. Ich fand die Auf- und Abfahrt war nichts Besonderes und der Ausblick wird fast in alle Richtungen vom Wald behindert. Ein Blick vom Fernmeldeturm wäre es gewesen . . . Meine Reise setzte ich auf den dortigen Landstraßen fort über Lautertal und Romrod nach Schwalmstadt. Diese Straßen sind leider in schlechtem Zustand. Ich klassifiziere mal die Straßen in Straßen 1. und 2. Ordnung, dann in Flickstellenstraßen und Buckelpisten. Buckelpisten heißt, der Asphalt ist so wellig und die Schlaglöcher sind meist auch mit vielen Flickstellen ausgebessert. Ich übte also fleißig für meinen ersten Rodeoauftritt auf dieser Fahrt im Vogelsbergkreis.

Von Schwalmstadt fuhr ich weiter zum Edersee. Aber nicht wie in den Jahren davor über Bad Zwesten und Bad Wildungen sondern auf Landstraßen über Jesberg, Dodenhausen, Haina und Frankenau. Dabei hatte ich viele schöne Kurven oft im Wald zu befahren, aber leider auf ebenfalls meist schlechten Straßen. So kam ich über Affoldern zur Nordseite der Staumauer des Sees, wo ich eine Pause einlegte und dem Betrieb auf dem See zusah und dabei ein Schwätzchen mit anderen Motorradfahrern hielt. Dann folgte ich der Uferstraße über Vöhl bis Herzhausen. Im letzten Jahr konnte sie wegen Bauarbeiten nicht befahren werden. Diesmal präsentierte sie sich mit einem neuen Straßenbelag was die Kurvenfahrt längs des Seeufers noch schöner machte. Auch die B 252 von Herzhausen nach Korbach hat mir super gut gefallen.

Auf der Landstraße ging es weiter über Diemelsee nach Bad Arolsen zum Twistestausee. Nach einem kleinen Päuschen an der Staumauer de Sees ging es weiter. Die Richtung war klar vorgegeben. Auf mich wartete das Weserbergland im Norden. Über Volkmarsen, Breuna, Hofgeismar und Trendelburg war Beverungen schnell erreicht. Die weiteren Stationen waren Ottbergen, Ovenhausen, Vörden und Kollerbeck. Von hier steuerte ich auf den Köterberg zu.

In Niese, dem letzen Dorf vor dem Köterberg passierte es dann. Vor mir fuhr ein kleiner roter Toyota. In dem Dorf waren kein Mensch und kein Tier zu sehen. Auf einmal bremst das Auto vor mir. Ich bremse auch. Da sehe ich, dass der Autofahrer scharf bremst und stehen bleiben will. Ich beginne auch scharf zu bremsen. Leider reichte es nicht mehr. Ich knallte dem Auto auf die Stoßstange und stürzte. Aus die Urlaubsfahrt, aus und vorbei! Mir war weiter nichts passiert. Meine Schutzkleidung hatte ganze Arbeit geleistet und dabei selbst keine Unfallspuren abbekommen. Aber meine kleine Honda war kaputt. Die Tauchrohre waren verbogen, der vordere Kotflügel und der Kupplungsgriff waren zerbrochen. Ein paar Kratzer mehr waren auch noch zu beklagen. Weiterfahren konnte ich jedenfalls nicht. Nach einem Anruf bei meiner Versicherung und der Unfallmeldung rief ich den ADAC an. Dank meiner goldenen Kundenkarte wurde mir prompt geholfen. Ein Abschleppwagen holte mich und die CB 500 ab und brachte uns nach Holzminden zum ADAC-Stützpunkt. Dort bekam ich dann einen Leihwagen, Mercedes A-Klasse, gestellt um meine Heimfahrt anzutreten. Zunächst fuhr ich weiter nach Talle im Kalletal um dort im Gasthof zu übernachten. So endete der Tag leider nicht so wie ich mir das gedacht hatte.

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Sommertour 2006 - Nach Jarplund-Weding bei Flensburg

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