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Sommertour 2006 - Nach Sonthofen im Allgäu

Ich mache es ganz kurz. Es schauerte den ganzen Tag. Es war ein anstrengender Tag. Ich kam den ganzen Tag nicht aus dem Regenzeug heraus. Nun zur Strecke: Über die Zillerstraße gelangte ich nach Bayern ins Berchtesgadener Land. Die Straße hat ein Gefälle von 24%, aber sie ist nicht gerade lang. Bei der Nässe war ich froh nicht wegzurutschen. Als ich unten in die B 305 einbog war ich fast taub. Meine Ohren waren wohl noch oben und kamen erst langsam nach. Über Unterau und Oberau nahm ich die berühmte Rossfeld-Panoramastraße in Angriff. Je höher ich kam umso stärker regnete es und dabei wurde es immer kälter. Auf 1400 Meter Höhe hatte es nur noch 4 an diesem Sommertag. Ich fuhr viel in den Wolken und war froh die Straße vor mir zu sehen. An einen Panoramaausblick auf die Bergmassive des Tennen- und Dachsteinmassives, den Kehlstein und den Untersberg war gar nicht zu denken.

Wieder unten folgte ich der B 305 über Berchtesgaden in die Ramsau. Hier besuchte ich den malerischen und idyllisch gelegenen Hintersee. Genauer gesagt, ich fuhr im Regen daran vorbei. Die B 305 ist Teil der deutschen Alpenstraße. An ihr liegen so berühmte Wintersportorte wie Schneizlreuth, Inzell, Ruhpolding und Reith im Winkel. Die Straße ist super ausgebaut, hat viele tolle Kurven und bietet das herrliche Alpenpanorama der Chiemgauer Alpen. Was will man mehr. Keinen Regen zum Beispiel.

In Marquartstein verließ ich die B 305 und machte mich auf den Weg nach Süden, nach Tirol. Über Kössen fuhr ich zum Walchsee und kam dann über Niederndorf wieder nach Bayern. Mein Ziel war klar: Die Strecke Oberaudorf - Bayrischzell, die Tatzelwurm- und Sudelfeldstraße. Es regnete gerade nicht aber die Straße war größtenteils nass. Das war meine Chance auf ein Highlight des Tages. Die vielen 30 und 60 Km/H Schilder fasste ich mehr als Empfehlung auf und jagte meine CB 500 den Berg hinauf. Drüben ging es schnurrend zu Tal. Die Strecke ist zu Recht berühmt für ihre wunderschönen Kurvenkombinationen.

Auf der B 307 fuhr ich weiter zum Schliersee und von dort rüber nach Gmund zum Tegernsee. An seinem Ostufer fuhr ich nach Süden. Ein Ort reiht sich an den Anderen am Seeufer, man kommt vor lauter Verkehr und Ampeln nicht vernünftig voran. Das war im letzten Jahr genauso. So schnell komme ich mit dem Motorrad nicht wieder hierher. Ich blieb auf der B 307. Der Achenpass war schnell überquert und so erreichte ich zügig den Sylvenstein-Stausee, der von der Isar gespeist wird. Ich fuhr weiter auf der B 13 nach Lengries. Von hier geht eine kleine Nebenstraße über Jachenau zum Walchensee. Das letzte Stück ist leider mautpflichtig.

Das folgende geplante Highlight viel leider ins Wasser. Auf der Kesselbergstraße ereichte ich bei Regen den Kochelsee. Weiter ging es nach Süden, auf der B 2 parallel zu Autobahn bis Oberau und dann ein kurzes Stück auf der B 23 bis Ettal. Bis auf die Schliersee - Tegernseestrecke war ich nur auf feinsten Motorradstrecken unterwegs. Wenig Verkehr, 2000 Kurven, ein klasse Panorama, nur leider verregnet an diesem Tag. Der Regen verstärkte sich noch am Ammersattel und am Plansee in Tirol. Aber das Schlimmste stand mir noch bevor.

Zunächst kam Reute und Weißenbach am Lech. Von hier ging's über die richtigen Pässe, zuerst der Gaichtpass und dann der Oberjochpass. Je höher ich kam desto schlechter wurde die Sicht. Die vielen engen Kurven des Oberjochpasses hinunter nach Hindelang nahm ich ganz langsam und vorsichtig in Angriff. Hinter mir stauten sich einige Autos. Die hatten es bestimmt leichter bei dem Wetter. Bloß nicht zu viel Bremsen, bloß nicht wegrutschen war meine Devise. Die Autos hinter mir waren mir egal. Um 18:00 Uhr traf ich in meiner Pension in Sonthofen ein mit der Hoffnung auf besseres Wetter am nächsten Tag.

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Sommertour 2006 - Nach Bad Liebenzell im Schwarzwald

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