Juni 2006 Hä/He
Landwirtschaftsminister von Boetticher besuchte Bimöhlen
Am Mittwoch, den 31. Mai 2006, war es soweit: auf Einladung unseres Ortsverbandes kam Dr. Christian von Boetticher (CDU), Schleswig-Holsteins Minister für Landwirtschaft, Umwelt und ländliche Räume nach Bimöhlen. Kurz nach 18.00 Uhr traf er in unserem Dorf ein und wurde von unserer Vorsitzenden Birgit Heisch auf dem Hof von Hans-Otto Humfeldt begrüßt.
Zu Beginn des Besuches sollte dem Minister das Osterautal selbst gezeigt werden. Hans-Otto Humfeldt lieh dem Minister noch seine Gummistiefel, dann konnte es losgehen. Petrus hatte es gut mit dem Minister und seiner Begleitung gemeint: ohne Regenschauer konnte die Osterau mit Angler-Steg darüber und der Solgleite besichtigt werden. Der natürliche Zustand und der landschaftliche Reiz unseres Osterautales beeindruckten den Minister sichtlich.
Nach der Besichtigung kehrte man in die Halle von Hans-Otto Humfeldt zurück und konnte hier gut 100 Gäste begrüßen. Die Bimöhler waren zahlreich erschienen, aber auch Bürger aus anderen Osterau-Anlieger-Gemeinden, Vertreter von Verbänden, Vereinen und dem Wildpark Eekholt waren gekommen.
In seinem Vortrag kam Minister von Boetticher schnell zum Kern seiner Botschaft:
· Das Osterautal ist ein von der Europäischen Union anerkanntes FHH-Schutzgebiet (FFH bedeutet Flora Fauna Habitat, also etwa „Pflanzen- und Tierwelt-Verbreitungsgebiet“). Daraus ergibt sich für das Land Schleswig-Holstein die Verpflichtung, den Schutz für dieses Gebiet und den Tieren und Pflanzen darin sicherzustellen. Hierzu gibt das Landesnaturschutzgesetz verschiedene Möglichkeiten vor.
· Statt eines „von oben“ ausgewiesenen Naturschutzgebietes setzt der Minister auf „Freiwillige Vereinbarungen“, die mit den betroffenen Landeigentümern für 20 Jahre abgeschlossen werden. Darin ist auf jeden Fall der Mindestschutz des Gebietes (Verschlechterungsverbot) festgeschrieben, kann aber individuell weiter ausgestaltet werden. So eine Vereinbarung sei sogar besser als eine Verordnung geeignet, das Osterautal zu erhalten, weil die beteiligten Personen und Institutionen direkt engagiert sind.
· Nur in Fällen, wo es nicht zu diesen freiwilligen Vereinbarungen kommen sollte, würde ab 2009 das neue Landes-Naturschutz-Gesetz greifen.
An die Rede des Ministers schloss sich eine sachliche Diskussion an. Alle Diskussions-Teilnehmer machten deutlich, dass sie das Osterautal erhalten und auch verbessern wollen – bei aller Verschiedenheit der Interessen. So konnte Minister von Boetticher am Schluss zufrieden feststellen, dass sich in der Zielsetzung alle einig sind und der Schutz des Osterautales mittels freiwilligen Vereinbarungen sicher möglich ist, wenn Einzelinteressen dem Gesamtinteresse an der Erhaltung unseres Osterautales untergeordnet würden.