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Sommertour 2009 - Nach Königslutter am Elm

Samstag, 27. Juni 2009. Dichte Wolken zogen über den Himmel Norddeutschlands. Die Wolken behielten das Wasser aber für sich. Die Temperatur stieg im Laufe des Tages von 15 auf etwas über 20C. Es war also das allerbeste Motorradwetter. Und das gleich am allerersten Tag meiner Sommertour 2009. Um 8:00 Uhr ging es los.

Vorbei an den Gräbern aus der Steinzeit im Arnkiel-Park in Angeln erreichte ich die Schleiregion. In Missunde setzte mich der Fährmann für 1,50 über an das Südufer der Schlei. Die weitere Strecke in den Hüttener Bergen und im Naturpark Wittensee bis zur Fähre bei Sehestedt am Nord-Ostseekanal fahre ich immer wieder mit großem Vergnügen. Ich wählte diesmal eine Route auf sehr kleinen Nebenstraßen im Westen um den Wittensee herum. Südlich des Kanals ist der Naturpark Westensee. Auch hier wählte ich diesmal viele kleine schmale Straßen, meist im Wald, um dem Großstadtverkehr im Großraum Kiel zu entgehen.

So erreichte ich gegen 10:30 Uhr den großen Plöner See in der Holsteinischen Schweiz. Durch viele schwungvolle Kurven fuhr ich weiter auf den Landstraßen nach Süden. Ab Breitenfelde bei Mölln war es dann vorbei mit den Kurven. Die nächsten 30 Kilometer bis zur Elbe in Lauenburg werden die Hügel flacher und die Kurvenradien verschwinden mehr und mehr. Dann kommen noch 10 Kilometer ebenfalls geradeaus auf der B 5 bis Boizenburg. Hier schwenkte ich auf die B 195 und hatte 50 Kilometer kurvenreiche Straße bis Dömitz vor mir.

Bei einer Pause auf einem Waldparkplatz traf ich einen Gold-Wing-Fahrer aus Hamburg. Schnell entwickelte sich ein lockeres Benzingequatsche. Wir hatten beide viel zu erzählen von unseren Reisen und unseren Motorrädern. Dabei stellten wir schnell fest, dass wir beide nichts übrig hatten für die Gruppen von Motorradfahrern, die mit ihren Supersportlern laut heulend mehr an uns vorbei flogen als das sie an uns vorbeifuhren. Wir sind eben beide gemütliche Tourer die es etwas ruhiger mögen. Nach einer Stunde setzten wir gemeinsam unsere Reise fort. Bei Dömitz überquerten wir auf der B 191 die Elbe und wir blieben zusammen bis sich in Dannenberg im Wendland unsere Wege trennten.

Er fuhr weiter über Uelzen und Lüneburg in Richtung Hamburg. Ich verließ die B 191 um zunächst über Landstraßen weiter im Wendland und der Altmark nach Süden zu fahren. Das Wendland hat seinen Namen vom westslawischen Volk der Wenden, die ehemals hier an der Elbe siedelten. Die Altmark ist die ehemalige Grenzregion im Norden von Sachsen-Anhalt. Beide Regionen gehören zum Norddeutschen Tiefland. Der höchste Berg ist immerhin 160 Meter hoch. Die Straßen sind ganz gut ausgebaut, aber fast immer nur geradeaus, mindestens bis zum Horizont und noch weiter. Diese ca. 200 Kilometer bis Königslutter, meinem ersten Übernachtungsort am Nordrand des Elm-Lappwaldes muss ich auf jeder Tour in den Süden in Kauf nehmen. Dieses Stück lässt sich nun mal nicht vermeiden. Kurz vor 18:00 Uhr erreichte ich nach 450 Kilometern Fahrt mein Tagesziel. Es war ein schöner erster Tourtag.

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Sommertour 2009 - Nach Kronach im Frankenwald

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